Guten Abend,
wollte Euch mal erzählen was mir Tag ein und Tag aus passiert. Über Eure Meinung wäre ich dankbar.
Habe beruflich mit vielen Menschen zu tun, jeden Tag mit neuen.
Sobald diese vor mir stehen, gibt es genau zwei Möglichkeiten, entweder ich kann Sie als normalen Menschen bzw. Kunden behandeln oder ich muss von Ihnen Abstand nehmen, weil ich das Gefühl habe das es "böse" (mir fällt kein anderes Wort ein) sind, ich kann deren Nähe nicht aushalten.
Genau so geht es mir, wenn ich den Fernseher einschalte, manche Leute die ich da sehe, sind für mich ganz normal, bei manchen muss ich weiter schalten.
Nun würde jeder Psychologe zu mir sagen, dass ich die betreffenden Personen mit irgendjemandem vergleiche und ich dann Ähnlichkeiten erkenne und ich mit der zu vergleichenden Person "schlechte Erfahrungen" gemacht habe. Ich kann hier kein Muster erkennen, habe alle Personen die in meinem Leben wichtig (oder auch sehr störend waren) versucht zu beleuchten.
Diese Abwehrhaltung gegen die Menschen ist für mich in meinem Job sehr schädlich. Aber ich kann einfach nichts dagegen machen.
Weiterhin kann ich bei vielen Leuten wahrnehmen was sie denken, was mir in meiner Familie sehr unangenehm ist, meine Mitarbeiter sind oft sehr abweisend wenn ich versuche sie auf das was sie gerade fühlen und denken anzusprechen. Am Anfang habe ich gedacht, dass das meine Gefühle und Gedanken sind, konnte sie aber gar nicht einordnen, bis ich gemerkt habe, dass sie wohl zu meinem Gegenüber gehören. Es fällt mir sehr schwer meinem Gegenüber nicht gleich meine Meinung und meine Gedanken zu sagen. Ich glaube mehrere meiner Mitarbeiter haben ein bißchen Angst. Ich aber übringens auch, manchmal wüßte ich lieber nicht, was andere denken.
Wie soll ich das alles einordnen?
Wäre Euch für Eure Gedanken sehr dankbar.