Liebe Tanja,
im Prinzip ist es ein Gefühl - jedenfalls bei mir. Es gibt ja auch noch ganz unterschiedliche Arten von Visionen und Botschaften und Zeichen - das macht es nicht gerade einfacher.
Die beste Übung ist, alle Träume in einem Traumtagebuch aufzuschreiben. Viele habe ich erst Jahre später verstanden... oder Ereignisse, die ich voraussah, traten erst mehrer Jahre später in mein Leben. Teilweise exakt szenisch - also als hätte ich im Traum ein Video dessen gesehen, was ich später live erlebte. Teilweise symbolisch, teiilweise archetypisch.
Übung, viel Übung. Die "Videos" fand ich nach einiger Zeit am einfachsten zu identifizieren. Sie glänzen durch eine Detailschärfe, die auch am Rande des Gesichtsfeldes vollkommen war sowie durch ein vertraut-unvertrautes Gefühl. Teilweise erinnerte ich mich rekursiv bereits im Traum daran, genau diese Szene vor mehreren Jahren geträumt zu haben - wie es dann ja auch geschah.
Trotzdem besteht ein freier Wille. Man kann selbst die "Videos" in eine symbolische oder sogar archetypische Ebene verwandeln. Mit manchen Dingen überlege ich mir immer noch, was ich damit mache, z.B. meine eigene Sterbeszene, auch eines von diesen Videos. Ich habe sie bereits aufgelöst, und doch gibt es immer wieder Varianten der Zukunft wo ich sie auch buchstäblich wählen kann. Aber nun kann ich sie eben wählen, so wie sie am besten meine Aufgabe erfüllt...

Es ist jede Sekunde ein kreativer Prozeß. Aber man muß sich ihm nicht stellen, man kann auch einfach Videos ablaufen lassen. Auch das gehört zum freien Willen...
In Liebe und Wahrheit, Eva-Maria