Hallo Angel & kleines Ich,
bei der Ausbildung kommt es nach meiner Erfahrung hauptsächlich auf eines an:
SELBSTÄNDIGKEIT.
Nicht nur, daß man sich später selbständig macht, auch während der Ausbildung habe ich ständig Klagen darüber gehört, daß einen die Schule nicht genügend fördere usw. Kann natürlich an der Schule selbst liegen; was ich aber bei allen Jammernden wahrgenommen habe, war eine gewisse Unselbständigkeit.
D.h. daß die Leute über den Lehrer oder das System gemosert haben, aber
keiner von denen ist mal auf die Idee gekommen, sich selbst auf den A.... zu setzen und sich das, was ihnen an Wissen fehlt, selbst zu erarbeiten.

So nach dem Motto: Ich hab die schließlich dafür bezahlt, mir den Stoff beizubringen, so ne Unverschämtheit, die müssen schließlich dafür sorgen, daß ich das beigebracht kriege, was ich brauche... ha, dann fall ich eben durch, was bleibt mir bei so einem Sch****system auch anderes übrig...

Das ist nicht wie in der Schule, wo man als Kind oder Jugendlicher behandelt wird, der auch das Lernen noch lernen muß und dementsprechend gefördert wird, dort lernt man als Erwachsener, und dazu gehört, daß man ein Stück weit selbst dafür sorgt, daß man das bekommt, was man braucht, anstatt sich über den Lehrer zu beschweren. Hat bei mir auch ne Weile gedauert, bis sich das durchgesetzt hat...

In der Heilpraktikerschule wird man auf die staatliche Prüfung vorbereitet, d.h. man lernt
MEDIZIN. Man lernt dort nicht wirklich, wie man Heilpraktiker wird, das eignet man sich später an. Es soll dort hauptsächlich dafür gesorgt werden, daß man "keine Gefahr für die Volksgesundheit" darstellt.
Die naturheilkundlichen Themen werden zwar auch behandelt, sind aber eher Nebensache.
Es gibt aber auch Schulen, die bis zur Praxisreife ausbilden, da hat man dann auch intensivere Naturheilkundekurse; soweit ich weiß, sind diese Schulen aber erheblich teurer, und die Ausbildung dauert länger.
Man kann "seine" Kurse auch noch hinterher machen. Da der Bereich, in dem HP´s arbeiten können, unglaublich vielfältig ist, empfiehlt es sich meiner Meinung nach, in die Methoden reinzuschnuppern, für die man sich möglicherweise interessiert, bevor man teuer Geld und Zeit in eine Ausbildung steckt. Ein Buch zu lesen ist da erstmal wesentlich kostengünstiger, bevor man sich entscheidet, zumal man im Praxisallltag nicht alles machen kann, sondern sich auf einige Themen spezialisiert, in denen man dann richtig gut sein kann und diese dann mit mehreren "Nebenthemen" erweitert.
Googelt doch mal nach Heilpraktikerverbänden und schreibt die an, die können Euch genaueres über Schulen sagen.
Über Paracelsus habe ich verschiedene Meinungen gehört, sicher ist nur, daß es sie in vielen verschiedenen Städten gibt und die Ausbildung nicht allzu teuer ist.
Über die Schulart sollte man sich auch vorher Gedanken machen, es gibt die Möglichkeit des Fernstudiums, es gibt, wie gesagt, Schulen, die zur Praxisreife ausbilden (3 Jahre lang) und solche, die zur Prüfungsreife ausbilden. Man sollte sich überlegen, was für ein Lerntyp man ist, ob man lieber in Gruppen und mit viel Unterstützung lernt, oder ganz gut alleine klarkommt.
Empfehlen würde ich übriges jedem, wenn es denn mal soweit ist, einen gesonderten Prüfungskurs sowohl zur schriftlichen als auch zur mündlichen Prüfung zu machen. Da wird man nochmal gezielt auf die Prüfung getrimmt, und das ist meiner Meinug nach bitter nötig, weil Multiple Choice etwas ist, was man wirklich lernen muß, genauso, wie sich vor den Prüfern in der Mündlichen zu behaupten...Von denen, die sich sowas gespart haben, kenne ich keinen, der´s geschafft hat...und das waren beileibe nicht alles Dumpfbacken...

Liebe Grüße; Calliope

Hallo Nachdenklich!