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04.02.2009, 20:36
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Situationsbezogene Wut auflösen Beitrag #1 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.11.2005
Ort: NRW
Alter: 28
Beiträge: 312
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Situationsbezogene Wut auflösen
Hallo ihr Lieben,
ich hätte da mal ein Problem:
Ich habe gemerkt, dass ich sehr viel Wut im Bauch habe, die sich aber nicht auf Personen, sondern eher auf Situationen bezieht. Ich hatte mal eine recht schwere Zeit in meiner Jugend und wenn ich heute darauf zurück blicke, werde ich einfach nur wütend, weil ich nicht verstehen kann, warum solche Sachen passieren mussten. Gut, ich merke auch, dass ich schon damals diese Wut hatte und sie einfach nicht genutzt habe um meine Situation zu ändern. Jetzt ist die Wut natürlich immernoch da und kann nicht wirklich raus, da es ja weder einen "Schuldigen" noch die eigentliche Situation mehr gibt.
Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, wie ich am besten mit dieser Art von Wut umgehen kann?
liebe Grüße - Raphael
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04.02.2009, 20:46
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Situationsbezogene Wut auflösen Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Die Wut ist da, damit diese Gedanken und Gefühle wieder ins Reine bringen kannst.
Es gibt oft Situationen die wir erlebt haben, da haben wir nicht so gehandelt, wie wir das heute mit "besserem" Wissen tun könnten.
Jedoch war es uns in genau der Situation nicht möglich das schon so zu tun.
So wie es z.B. unseren Eltern mit uns auch ging. Später lernt man dazu. Aber wir können doch nicht besser handeln, als wir es bisher verstanden haben.
Das heißt das du dir verzeihen kannst. Es war so wie es in der Situation für dich Möglich war. Und auch all den anderen, die daran beteiligt waren zu verzeihen. Denn es ging ihnen genau wie dir. Sie konnten es auch noch nicht besser. Wir sind doch zum lernen hier. Eins nach dem anderen. Also wenn du dir verzeihen kannst, kann die Wut gehen.
In Liebe und Licht
Anke
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09.02.2009, 14:10
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Situationsbezogene Wut auflösen Beitrag #3 (permalink)
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Auf verschlungenen Pfaden
Registriert seit: 09.02.2009
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 604
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Hallo Raphael!
Probier mal Folgendes: Wenn Du grade nicht wütend bist, setzt du dich in Ruhe hin (keine Störung) und stellst Dir die wut gegenüber. Erkenne, nicht Du bist die Wut, sondern Du hast Wut. Lass Die Wut dort und beobachte sie, ohne "reinzuspringen". Sie wird sich nach einer Weile verwandeln. Es wird sich zeigen, was "unter" der Wut ist. Es kann aber sein, dass das noch nicht das wahre Gefühl ist und sich wieder wandelt. Beobachte diesen Prozess so lange, bis nichts mehr da ist. es kann dann ein Gefühl von Fallen kommen. Und von Alleinsein. Auch das aushalten, nicht gegensteuern. Wenn Du diesen Prozess durchhast, ist die Wut weg. Sie ist gelöst, ohne unterdrückt worden zu sein oder ausagiert.
Ein Beispiel: Da ist die Wut. Die Wut wandelt sich in Hilflosigkeit, dann in den Mangel von Liebe, dann ins Nichts.
Ich hoffe, das war Dir eine Hilfe.
Liebe Grüße, Sharii
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09.02.2009, 14:38
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Situationsbezogene Wut auflösen Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Gewaltfreie Kommunikation
Hallo Raphael,
so wie Anke-Isis und Sharii geschrieben haben geht es darum, zu fühlen und anzunehmen.
Ich gehe dazu gern die 4 Schritte der Gewaltfreien Kommunikation nach M. Rosenberg (Wiki).
1. Ich betrachte die Situation neutral, ohne Wertung, und schaue, worum es wirklich geht.
2. Ich nehme das Gefühl wahr, welches bei mir entsteht. Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Verwirrung, Mutlosigkeit...
3. Ich schaue, welches Bedürfnis ich habe oder hatte
4. Ich formuliere eine Bitte. Wenn ich diese an niemanden richten kann, weil es sich um eine frühere Situation handelt, ist diese Bitte eher eine Bitte meines inneren Kindes an mich.
Vielleicht magst du eine konkrete Situation nennen. Wir haben alle irgendeine Wut, mehr oder weniger aufgelöst, aus früheren Situationen, die in heutigen Situationen wieder belebt wird, weil wir uns noch schuldig fühlen. Kinder fühlen sich fast immer schuldig, wenn etwas passiert, bei dem die Gefühle nicht kommuniziert werden.
Bei uns ging es in der letzten Zeit oft um Ungerechtigkeit deren Grundlage die Hilflosigkeit war...
Herzlichst
Yemaya
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09.02.2009, 14:53
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Situationsbezogene Wut auflösen Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Lieber Raphael,
Verzeihen können ist das Wichtigste. Dir, den Anderen und den Situationen. Du kannst an Deiner Vergangenheit nichts mehr ändern, das geht uns allen so.
Jeder würde heute alles anders machen, aber das gehört eben zum Lernprozeß dazu.
Stelle Dir die damalige Situation nochmals vor und sage Dir selbst eindringlich, dass Du Dir verzeihst. Du wußtest es damals nicht besser und hast das getan, was Du konntest.
Es bringt nichts, so ein Problem ewig mit sich herumzuschleppen, denn dann wird es eine lebenslange Last, die Dir viel Lebensqualität nimmt.
Laß das nicht zu!
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