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28.01.2009, 09:26
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist...
Heute bin ich um 6 Uhr morgens aufgewacht, weil mein Vater auf der Couch saß und geweint hat. Ich hab erst gar nicht gewusst, was los ist und eigentlich weiß ichs jetzt immernoch nicht ganz. Aber dann hat er gesagt, dass das, was ich da grade noch für Leitungswasser hielt, hochprozentiger Grappa ist. Mindestens 6 Jahre war er jetzt trocken, davor bestimmt an die 12 Jahre abhängig und jetzt das.
Meine Mutter ist "Halligalli" machen mit ihrem Freund, sie sagt, sie muss jetzt ihr eigenes Leben genießen, und das gönne ich ihr auch. Und ja, ich weiß, ich erschaffe mir meine Realität und ich hab mir das so ausgesucht, bevor ich auf die Welt kam und sich als Opfer zu sehen bringt auch nichts. Aber was soll ich denn machen? Was ist mit meinem Leben? Klar, ich könnte jetzt sagen, mach doch, ist ja nicht meine Schuld, aber ich kann mich doch nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen? Dann wär ich nur noch eine Person mehr, die ihn im Stich lässt. Außer mir ist niemand mehr da. Aber ich kann das beim besten Willen nicht alleine tragen und dann diese Schwankungen zwischen Aggression und Depression, von einer Sekunde auf die Andere. Gewalttätig ist er ja zum Glück nicht mehr, aber wer weiß, ob das so bleibt?
Zum Arzt will er nicht, ins Krankenhaus will er auch nicht. Und dann sitz ich da und streich ihm den Rücken, während er verkündet, dass sich keine Sau um ihn kümmert. Danke. Was mach ich denn jetzt?
Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon erprobt wäre darin, im Gegenteil. Wie oft sind wir Nachts ins Krankenhaus gefahren, die Portiers wussten schon bescheid, er war so betrunken, dass er mich fragte, wer ich bin. Seine eigene Tochter. Und dann das Zittern und die lebensbedrohliche Promilleanzahl, ganz zu schweigen von der vergrößerten Leber und und und.
Und dann endlich, nach zahllosen Entgiftungen, der richtige Entzug, Tabletten, er hatte es geschafft. Und ich war so stolz. Und es hat sich gehalten, so lange und jetzt? Und das alles nur, weil ich die Wäsche nicht gewaschen hab, und eine Packung Fertig-Spaghetti auf dem Herd stand, weil ich mir nix anderes leisten konnte.
Gott weiß, wo er den Grappa her hatte, vielleicht aus dem Keller, keine Ahnung. Ich hab ihn weggeschüttet, da hat er mich geschimpft, weil das guter, teurer Grappa war und das brachte ja auch nix, weil er sich überall Alkohol besorgen kann...
Ich resigniere. Es lief grad richtig gut, ich war auf nem guten Weg, hatte wieder Hoffnung, aber so...
Und grad könnt ich mich schon wieder Ohrfeigen, weil ich derartig im Selbstmitleid versinke. Bei der Suchtberatung hab ich schon angerufen, die war derartig unfreundlich, dass sich mir der Magen umgedreht hat...
Mal sehen, wies aussieht, wenn er wieder wach ist. Falls irgendjemand nen Rat weiß, bitte zu mir, ich wäre dankbar.
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28.01.2009, 11:03
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #2 (permalink)
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Grenzreiterin
Registriert seit: 01.09.2008
Ort: fast schon mitten im Wald
Beiträge: 127
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Hallo Seraphina, dazubleiben und zu warten bis er aufwacht ist schonmal nicht die schlechteste Lösung. Aber läßt sich das auch mit deiner Arbeits- oder Ausbildungsstelle vereinbaren?
Vielleicht nutzt du die Zeit um nach einem Heilpraktiker, Reikimeister, Geistheiler o.ä. zu suchen.
Bei Alkoholsucht laufen oft mehrere Sachen schief, besonders die, die von der Schulmedizin nicht abgefangen werden können. Wenn dein Vater das möchte, so solltet ihr für den Anfang beide Formen kombinieren. Die Erfahrungen gehen im allgemeine da hin, daß die "alternative Form" beibehalten wird.
Aber dein Vater muss auch ein bißchen wollen und dazu sind die Aussichten gar nicht schlecht, denn er war ja schon lange Zeit trocken.
Du selber kannst gar nicht so viel machen. Außer vielleicht einfach da sein. Oftmals ist es nämlich so, sie hören sowieso nicht auf die Familie, bei fremden dritten geht es besser, zumal dort nicht so viele Emotionen mitschwingen.
Ganz wichtig ist: denke auch an dich. Die Begleitung deines Vaters bedeutet nämlich nicht sich selbst aufzugeben, vielleicht Schule und Beruf zu schmeißen, keine Freunde und Freuden mehr haben usw.
Du mußt erst einmal die Verantwortung dafür tragen was du tust.Wenn du dir darüber im Klaren bist kannst du deinen Vater ein Stück begleiten.
Für sein Handeln ist nur er verantwortlich und die Ursache dessen sind bestimmt nicht vergessen Nudeln.
Johann Wolfgang von Goethe
Geh! gehorche meinen Winken,
nutze deine jungen Tage,
lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
steht die Zunge selten ein;
du mußt steigen oder sinken,
du mußt herrschen und gewinnen
oder dienen und verlieren,
leiden oder triumphieren,
Amboß oder Hammer sein.
Alles Gute
Elfenlüftchen
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28.01.2009, 14:23
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von *Seraphina*
Heute bin ich um 6 Uhr morgens aufgewacht, weil mein Vater auf der Couch saß und geweint hat. Ich hab erst gar nicht gewusst, was los ist und eigentlich weiß ichs jetzt immernoch nicht ganz. Aber dann hat er gesagt, dass das, was ich da grade noch für Leitungswasser hielt, hochprozentiger Grappa ist. Mindestens 6 Jahre war er jetzt trocken, davor bestimmt an die 12 Jahre abhängig und jetzt das.
Meine Mutter ist "Halligalli" machen mit ihrem Freund, sie sagt, sie muss jetzt ihr eigenes Leben genießen, und das gönne ich ihr auch. Und ja, ich weiß, ich erschaffe mir meine Realität und ich hab mir das so ausgesucht, bevor ich auf die Welt kam und sich als Opfer zu sehen bringt auch nichts. Aber was soll ich denn machen? Was ist mit meinem Leben? Klar, ich könnte jetzt sagen, mach doch, ist ja nicht meine Schuld, aber ich kann mich doch nicht so einfach aus der Verantwortung ziehen? Dann wär ich nur noch eine Person mehr, die ihn im Stich lässt. Außer mir ist niemand mehr da. Aber ich kann das beim besten Willen nicht alleine tragen und dann diese Schwankungen zwischen Aggression und Depression, von einer Sekunde auf die Andere. Gewalttätig ist er ja zum Glück nicht mehr, aber wer weiß, ob das so bleibt?
Zum Arzt will er nicht, ins Krankenhaus will er auch nicht. Und dann sitz ich da und streich ihm den Rücken, während er verkündet, dass sich keine Sau um ihn kümmert. Danke. Was mach ich denn jetzt?
Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon erprobt wäre darin, im Gegenteil. Wie oft sind wir Nachts ins Krankenhaus gefahren, die Portiers wussten schon bescheid, er war so betrunken, dass er mich fragte, wer ich bin. Seine eigene Tochter. Und dann das Zittern und die lebensbedrohliche Promilleanzahl, ganz zu schweigen von der vergrößerten Leber und und und.
Und dann endlich, nach zahllosen Entgiftungen, der richtige Entzug, Tabletten, er hatte es geschafft. Und ich war so stolz. Und es hat sich gehalten, so lange und jetzt? Und das alles nur, weil ich die Wäsche nicht gewaschen hab, und eine Packung Fertig-Spaghetti auf dem Herd stand, weil ich mir nix anderes leisten konnte.
Gott weiß, wo er den Grappa her hatte, vielleicht aus dem Keller, keine Ahnung. Ich hab ihn weggeschüttet, da hat er mich geschimpft, weil das guter, teurer Grappa war und das brachte ja auch nix, weil er sich überall Alkohol besorgen kann...
Ich resigniere. Es lief grad richtig gut, ich war auf nem guten Weg, hatte wieder Hoffnung, aber so...
Und grad könnt ich mich schon wieder Ohrfeigen, weil ich derartig im Selbstmitleid versinke. Bei der Suchtberatung hab ich schon angerufen, die war derartig unfreundlich, dass sich mir der Magen umgedreht hat...
Mal sehen, wies aussieht, wenn er wieder wach ist. Falls irgendjemand nen Rat weiß, bitte zu mir, ich wäre dankbar.
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Liebe Seraphina!Es tut mir irre leid für Dich,das Du das erleben mußt!Ich weiß wie sich das anfühlt,und kann mich (denke ich )auch in Dich hereinversetzten.Mein Vater war ebenfalls Alkohliker,hat es aber nach zig tausend Anläufennie geschafft trocken zuwerdenMeine Mutter und ich haben jahrelang versucht ihm zuhelfen,bis an unsere Grenzen.Irgendwann wurde mir gesagt:"Wenn er am Boden liegt,helfe ihm nicht hoch,steige drüber weg!"Ich war sehr geschockt,habe es aber irgendwann tatsächlich gemacht.Seine ewigen Rückfälle,Lügen,und das betrunkene Verhalten hat uns alle krank gemacht.Geschämt habe ich mich,die Achtung verloren.Es war eine hatte Ehrfahrung ihm bei seiner Selbstzerstörung zuzusehen,bis zu seinem Tod.Ich war immer für ihn da,habe mich auch wie Du bemüht sobald er bereit war Hilfe anzunehmen.Und trotzdem!Ich habe ihn gehasst und geliebt,und heutzutage vermisse ich ihn.Aber tatsache ist,er kann nur sich selber helfen,bzw. er muss wollen,und auch er muss sich die Hilfe suchen!!!Du solltest in dieser Situation an Dich denken,und eventuell selber Hilfe in Anspruch nehmen.Deinen Vater kannst Du nur unterstützen-machen muss er!Sonst reisst Du Dich auseinander und bist die Leidene.Tut mir leid das ich das so krass sage,aber es ist so!Habe diese Situationen im Zusammenhang mit meinem Dad erlebt,und dann nochmal mit meinem Freund der Junkie war.Für beide gabs nur den Tod als Erlösung,an sich arbeiten wollten beide nicht!Es war ihr Leben,ihr Weg!Ich umarme Dich und wünsche Dir viel Kraft!!!Wenn ich etwas für Dich tun kann,oder Du reden möchtest melde Dich!!!Alles Liebe!!!
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28.01.2009, 15:00
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Glaube, Liebe, Hoffnung
Liebe Sera,
mein Vater ist - bis auf ein trockenes Jahr - seit seinem 17 Lebensjahr Alkoholiker. In diesem Jahr wird er 60. Alle Brüder sind ebenfalls Alkoholiker, 3 von ihnen hat der Alkohol umgebracht. Bei ihm vermute ich die Ursache 3 Generationen zurück. Sein Vater hat getrunken, anstatt zu reden. Über seinen Opa weiß ich nicht viel, aber bei meinen Recherchen zum Stammbaum habe ich entdeckt, dass die Mutter meines Uropas an seinem 1. Geburtstag gestorben ist. Keiner aus der Familie hat jemals davon erfahren. Ob er selbst es wusste (also mein Uropa) weiß auch keiner.
Da ich dieses Thema für mich abschließen konnte, forsche ich nicht mehr. Bis auf 2 Besuche im Jahr sehe ich meinen Vater nicht. Ich kaufe mittlerweile wieder Bier, wenn er kommt. Aus Trotz habe ich das auch mal verweigert. Aber es ist sein Leben und da er den Alkohol braucht, überlasse ich es ihm. Ansonsten fährt er sowieso gleich zum nächsten Supermarkt...
Ich habe ihm einmal gesagt, wie traurig es mich macht. Da habe ich gerade die gewaltfreie Kommunikation geübt und wollte ihnen erklären, wie das geht. Als Beispiel habe ich seinen Alkoholkonsum genommen. Ich habe in etwa gesagt, dass es mich traurig macht, da ich noch viele Jahre mit ihm erleben möchte und der Alkohol mir den Kontakt schwer macht. Dann habe ich ihn gebeten, weniger zu trinken. Er musste mit feuchten Augen den Raum verlassen und hat nichts mehr dazu gesagt. Seine jetzige Frau ist auch Co-Abhängig und ermöglicht ihm, dieses Rollenspiel weiterzuspielen. Sie haben ihre Gründe...
Alkoholismus ist eine Familienkrankheit. Die Co-Abhängigkeit ist dir vermutlich übergegangen, du hast sie lange mitgelebt. Wenn du für dich klärst, wo Grenzen sind und wo Verantwortung, kannst du vorleben, dass es nicht gefährlich ist. Wenn du lernst, deine Gefühle in Worte zu fassen und sie ihm zumutest wird er sehen, dass es auch anders geht. Und dann hast du seine Schuld verwandelt. Es sind die Schuldgefühle des Vaters, der sieht, dass seine Tochter nicht im Leben zurechtkommt (er sieht was er sehen will). Er denkt, es liegt daran, dass er so lange getrunken hat. Und da ja eh schon alles versoffen ist, kann er ja weitermachen... Das sind natürlich keine klaren Gedanken...
Vielleicht erkennst du irgendwann das Geschenk, dass hinter dieser Oberfläche verborgen ist. Oder die Fähigkeit, die dein Vater nicht leben kann.
Ich finde die Idee von Elfenlüftchen gut, zu einem Geistheiler oder Heilpraktiker zu gehen. Ich persönlich mag ja am liebsten die Aufstellungen. Da er schon so lange trocken war, ist er vielleicht offener für sowas. Selbst mein Vater hat vor 2 Jahren den Weg zum Heilpraktiker gefunden!
Ich wünsche Dir viel Kraft und Klarheit!
Herzlichst
Yemaya
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28.01.2009, 15:38
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 25.01.2009
Beiträge: 782
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Hallo Seraphina 
meine Mutter hat jahrelang getrunken, frühs um 8 ist sie los in ihre Stammkneipe und am Abend wieder 
Sie hat nie darüber geredet, Alkoholismus war für sich überhaupt kein Thema  Ich habe irgendwann auch nicht mehr darüber geredet.
Irgendwie wurde sie trocken, ich weiß nicht wie - wurde ja nicht darüber geredet 
Meine erste große Liebe hing an der Nadel - mir blieb als Ausweg nur die Trennung - sehr schmerzhaft, aber gut und nötig.
Ich möchte Dir mit meinem Geschriebenen zeigen, dass ich diese Gefühle kenne 
Ich denk an Dich
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28.01.2009, 19:12
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Hallo ihr Lieben!
Vielen Dank für eure Beiträge. Ich bin für heute echt platt. Der liegt jetzt auf der Couch, nach den Aggressionen hat er irgendwoher nochmal Grappa bekommen, Gott weiß, woher. Halbe Flasche ist weg, jetzt ist er orientierungslos und so wie er mich anschaut "wenn" ers überhaupt macht, kennt er mich gar nicht mehr. Kaum Ansprechbar, aber der Hausarzt wollte ihn nicht einweisen...
Naja, ich schätz mal, ich hab jetzt ne schlaflose Nacht vor mir, mal sehen, wies morgen aussieht. Dank euch für die Beiträge, ist sehr lieb von euch und ihr habt Recht.
Liebe Grüße,
Sera
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28.01.2009, 19:23
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #7 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 30.07.2008
Beiträge: 10
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Liebe Seraphina,
ich kann Dich gut verstehen. Mein Vater war Alkoholiker, mein Bruder ist es leider auch. Wir haben zwar Kontakt, ich wohne weit weg und oft können wir uns nicht sehen. Ich habe mich viele Jahre mit meiner Co-Abhängigkeit beschäftigt und kann heute größtenteils mein eigenes Leben genießen und schön finden, auch wenn ein Mensch, den ich sehr mag, sich selbst zerstört. Es hat sehr viel mit Abgrenzung und Liebe und Wertschätzung für mich selbst zu tun.
Mir hat ein Forum für Alkoholiker und Angehörige sehr geholfen: www.selbsthilfe-alkoholiker.de
Ich wünsch Dir viel Kraft.
Liebe Grüße
Charly07
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28.01.2009, 19:46
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Wenn der Vater Alkoholkrank ist... Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Hallo Charly!
Vielen lieben Dank für den Tip mit dem Forum, da werd ich heut mit sicherheit rumstöbern, vor allen dingen, weil ich fast wach bleiben muss, sonst fällt er mir noch die Treppe runter, wenn er heut nacht mal auf Toilette muss, oder was weiß ich. Alkohol ist ja zum Glück keiner mehr im Haus, ich wusste nicht mal, dass die Flaschen noch da waren, die muss er irgendwo im Gerümpel gefunden haben. Ich muss dazu sagen, dass er ja nicht hier wohnt und die sind echt schon uralt gewesen. Haben leider nix vom Alkoholgehalt eingebüßt...
Ich bin mir eigentlich gar nicht sicher, ob ich schon Co-Abhängig bin, oder ab wann das anfängt. Hatte nie ne Behandlung in der Richtung, also wo man das hätte rausfinden können, aber das ist bei den meisten so, also schätzungsweise bei mir auch. Ich kann zwar mein Leben schon schön finden, auch wenn er meckert, aber das heut hat mich schon wieder mächtig runtergezogen, bins ja auch nicht mehr gewöhnt. Die Ausraster, ja, die schon, das cholerische und dann wieder die Depression, etc. aber die letzten paar Jahre gings ohne Alkohol und jetzt aus irgendwelchen Gründen... Naja, kann man nix machen. Jetzt heißts abwarten.
Liebe Grüße,
Sera
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