Hallo Seglia,
du schreibst, Du hast vor Jahren eine Grippe nicht richtig auskuriert und fühlst Dich seit dem schlecht. Die Schulmedizin behandelt ja immer die Symptome oder versucht es, aber es wird glücklicherweise heutzutage immer bekannter, daß jegliche Erkrankungen eine "seelische" Ursache haben. Damit möchte ich nicht sagen, daß Deine Seele krank ist, sondern daß Du Dich womöglich schon lange ehe Du krank wurdest, mit Gefühlen gequält hast, die negativ waren. Ob das stimmt, kannst Du natürlich nur selbst beantworten. Oftmals sind negative Gedanken, Gefühle von leichter Traurigkeit oder Angst, Sorge, Unzufriedenheit u.ä. für uns so allgegenwärtig, daß wir sie normal nennen und niemals auf den Gedanken kämen, daraus könnte etwas schlimmeres werden. Aber unsere Seele sieht das anders. Sie möchte, daß wir glücklich sind, und sind wir es nicht, zeigt sie uns mit negativen Gefühlen, daß wir uns auf einem Weg befinden, der uns nicht dahin bringt, wo wir uns gern sehen würden. Ignorieren wir diese negativen Gefühle, holt die Seele weiter aus und macht daraus eine Krankheit. Reicht uns die als Zeichen dafür, etwas in unserem Leben zu ändern, immer noch nicht, wird daraus eine chronische Krankheit. (All das heißt natürlich nciht, daß die Seele mit erhobenem Zeigefinger dasteht und sagt, wenn Du nicht tust wie ich will, kriegst Du eben zur Strafe das und das dafür ;-) ich möchte damit nur sagen, daß wir uns am besten fühlen, wenn wir unserer Inneren Energie/Seele am nächsten sind. Unsere Seele ist immer fröhlich und fühlt sich wohl, wir aber fühlen uns um so schlechter, je unterschiedlicher unsere Ansicht der unserer Seele (über die Welt, uns selbst etc. ist)
Ständige Müdigkeit und Energielosigkeit sind ein starkes Zeichen dafür, daß Du jeden Tag viele negative Gedanken hast, unzufrieden mit Dir bist. Weißt Du, der Seele ist es am liebsten, wenn wir uns selbst lieben, weil sie es auch tut. Aber die meisten Menschen sind nicht besonders nett zu sich selbst, und manche beginnen dann körperlich darunter zu leiden.
Vielleicht würde es Dir helfen, wenn Du versuchst, zu meditieren. Hast Du das schon mal? Dabei geht es darum, daß man versucht, für einen Zeitraum von 15 Minuten nichts zu denken und sich nur auf seinen Atem zu konzentrieren. Da das Nichtdenken oft sehr schwer fällt, kannst Du Dir auch ein ruhiges Bild vorstellen, ein Licht, eine Kerze, einen sacht vor sich hintreibenden Fluß. Etwas, das genug Konzentration erfordert, all die Alltagsgedanken auszublenden. Auf diese Weise erfährt der Körper einen hohen Grad an Entspannung, weil all die für Dich normalen Gedanken für eine Weile wegfallen.
Auch solltest Du nicht zu viel von Dir verlangen. Sag nicht, es müßte Dir besser gehen. Es geht Dir so wie es Dir geht und gut. Hör nicht auf das, was andere sagen, vor allem Ärzte, wenn sie sagen, sie können nichts finden. Du weißt, was Du fühlst, und wenn Du Dich besser fühlen willst, kannst Du das ganz sacht und für Dich jeden Tag ein bißchen tun. Alles, was Du brauchst, ist der Wille, neue Gedanken zu finden. Vor allem welche, die Dir gut tun. Zum Beispiel kann es helfen, sich abends für eine Weile mit einem Blatt Papier hinzusetzen und aufzuschreiben, was Dir an dem Tag gefallen hat.
Auch versuche, nicht jedem, dem Du begegnest, von Deiner schlechten Gesundheit zu erzählen. Versuch lieber jedes Mal, wenn die Gedanken in Richtung "schlechte Gesundheit" wandern, Dir zu sagen: Das geht vorbei. Ich hab mich früher gut gefühlt, ich weiß, mein Körper kann sich gutfühlen. Dies ist ein vorübergehender Zustand.
Und wenn Du Lust hast, dann treib es noch weiter und stell Dir vor, wie Du Dich lieber fühlen würdest. Stell Dir vor, wie Du joggst und es Dir Spaß macht. Sag Dir jeden Tag, ich möchte joggen und die frische Luft genießen und die Geschmeidigkeit meiner Beine spüren und die Erde unter meinen Füßen, weil ich mich dabei gut fühle und lebendig und wohl.
Kurze Gedankenübungen wie diese wirken Wunder. Das mag nicht weltwandelnd klingen, aber es wirkt. Eigene Erfahrung.

Liebe Grüße
Neliah