Hallo WANDERER,
was du schreibst und die anderen gibt mir zu denken. Ich hatte und habe auch manchmal mit Demenzkranken zu tun und fühle mich oft sehr angesprochen in dem Wunsch ihnen zu helfen oder auch einfach nur etwas zu tun, damit sie mich in Ruhe lassen...
Ich glaube, in beiden Richtungen kann man leicht in eine "Falle" geraten.
Du schreibst:
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es ist ziemlich schwer sich gegen diese von der Krankheit befallenen Menschen zu behaupten.
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Mir geht es auch leicht so, dass ich meine mich verteidigen oder diese Menschen irgendwie beherrschen zu müssen.
Oder das andere: ich meine sie ändern zu müssen, etwas zu tun,
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was die Menschen weiter ins hier und jetzt bringt
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Von diesen beiden Vorstellungen kann ich mich häufig nicht frei machen, vor allem nicht wenn ich etwas mit einem solchen Menschen tun muss oder möchte und in Stress gerate, weil er sich anders verhält als es mir lieb ist.
Am besten fühle ich mich, wenn ich demenzkranke Menschen (wie alle anderen auch) so nehme und lasse wie sie sind. Ich brauche nichts
gegen sie zu unternehmen, auch nicht gegen ihre Krankheit. Wenn sie zum Beispiel schreien, ist das nichts anderes als wenn jemand körperliche Schmerzen hat. Daran kann ich meistens nichts machen und derjenige selbst auch nicht. Das können wir nur beide zusammen ertragen. Wenn ich meine ich könnte und müsste es ändern, setze ich mich nur unerträglich und erfolglos unter Druck.
Ich bete viel für Menschen, auch für Demenzkranke, wie es auch lelek schreibt. Wenn ich aber von mir verlange so zu wirken wie Jesus, wäre das eine totale Überforderung für mich. Zumindest ändert sich im äußeren Verhalten der Kranken dadurch meistens nicht viel, aber ich glaube trotzdem nicht, dass das sinnlos ist.
Herzliche Grüße
Marjul