Hallo nadiiin,
mit deiner Frage nach den dahinter stehenden Gedankenmustern bist Du auf dem richtigen Weg. Dass ein Trennungskonflikt damit verbunden ist, wie PeterG sagt, stimmt. Nur das zu wissen alleine genügt nicht. Gleichgültig, von was Du Dich als Kind hast trennen müssen, Du musst nun eine innere Einstellung finden, die Dich eine beliebige Trennung, die natürlich auch in Zukunft jederzeit wieder eintreten kann, relativ gelassen hinnehmen lässt, ohne dass Du zu sehr schockiert wirst. Das gelingt nur mit einem absoluten Vertrauen in dein Schicksal, das es immer gut nur mit Dir meint, denn Du selbst bist dein Schicksal. Jede Lebenserfahrung hat eine Botschaft an uns und will uns auf disharmonische, nicht im Einklang mit der kosmischen Ordnung befindliche Gedanken aufmerksam machen. Eine Trennung, auch wenn diese von einem geliebten Menschen oder einem Tier erfogt, hat also ihren tiefen Sinn, der vielleicht erst viele Jahre später erkannt wird. Es gilt also, schmerzliche Erfahrungen erst einmal anzunehmen, d.h. Eigenverantwortung dafür zu übernehmen und nicht in den Fehler zu verfallen, die Ursache oder gar eine Schuld bei anderen zu suchen.
Dein Thema scheint das "nicht-loslassen-können", bzw. das Klammern zu sein. Wisse eines: Eine Liebe, die klammert, ist keine Liebe, sondern Besitzanspruch, der im geliebten Objekt jede Liebe tötet, weil sie in dem der klammert, auch nicht vorhanden ist. Du bist jetzt in einem Alter, wo das Thema an Bedeutung gewinnt, merke Dir also gut, was ich hier geschrieben habe.
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen die Fähigkeit und den Mut zu einer wahren Liebe, die keine Gegenleistung verlangt und somit jedem die Freiheit lässt, - auch die zu gehen wann und wohin er will - die er für seine persönliche Entwicklung benötigt.
Liebe Grüße
Baumann