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10.03.2011, 12:56
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 13.12.2010
Ort: Nähe Leipzig
Beiträge: 9
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Wie helfe ich mir selbst?
Hallo ihr! 
Ich möchte euch hier kurz mein Problem erklären und euch dann um Hilfe zur Selbsthilfe bitten, d.h. wenn ihr selbst ein solches Problem schon mal hattet, würde ich gern wissen, was ihr gemacht habt, oder wie ihr, wenn ihr in meiner Situation wärt, dagegen vorgehen würdet.
Also, ich habe seit November eine Angststörung, die auch diagnostiziert wurde. Entstanden ist sie, nachdem ich miterlebt habe, wie meine Mutter ohnmächtig wurde; vielleicht hatte/habe ich einen Schock, jedenfalls bekam ich, als meine Mutter nach einer Woche wieder aus dem Krankenhaus entlassen wurde, Panikattacken.
Mittlerweile habe ich kaum noch Panikattacken, u.a. auch durch Unterstützung meiner Familie, von Freunden, meiner Freundin, etc. und auch durch mich selbst, weil ich einfach weitergemacht habe, ich habe, so gut es geht, versucht, durchzuhalten.
Nun ist es allerdings immer noch so, dass ich ab und an Angst/Beklemmung habe. Dazu kommen viele körperliche Erscheinungen. Am Anfang war mir viel schwindlig und ich hatte Magenschmerzen, Verdauungsprobleme. Schwindlig ist mir nicht mehr und Verdauungsprobleme hab ich nur noch selten und kann sie meistens auf mein Essverhalten zurückführen.
Mein größtes Problem ist aber, dass ich meine Anspannung nicht losbekomme - sowohl psychisch als auch physisch. Körperlich ist es so, dass mein Nacken und Rücken komplett verspannt sind, so sehr, dass teils mein Gesicht, dabei v.a. meine Stirn, mit verspannt ist (weil ja die Muskeln des Nackens und Rückens mit denen im Gesicht verbunden sind), weshalb ich auch oft Kopfschmerzen bekomme. Ich hab vom Arzt schon Physiotherapie bekommen und fange bald mit Rehabilitationssport an (1x/Woche). Aber was kann ich (erstmal körperlich) sonst noch tun? Seelisch sieht es so aus, dass ich mir ständig um alles und jeden Sorgen mache: Ruft jemand, der mir nahe steht, mal nicht innerhalb der von mir gewohnten Zeit zurück, werde ich unruhig; fährt jemand, den ich lieb habe / liebe, irgendwohin, mache ich mir die ganze Zeit Sorgen, ob er/sie gut ankommt; und ich mache mir ständig Sorgen, irgendjemandem könnte körperlich etwas passieren, auch mir... Es nervt mich selbst, aber ich weiß mir in den Momenten nicht zu helfen. Habt ihr Ideen?
Ich bekomme bald Psychotherapie; dafür stehe ich schon auf der Warteliste eines Psychotherapeuten, den ich auch persönlich kennengelernt habe. Nur leider ist die Wartezeit sehr lang und ich weiß noch immer nicht, wann ich anfangen kann.
Um jetzt aber selber erstmal weiterzukommen, muss ich mir selbst helfen. Vielleicht habt ihr Vor- und Ratschläge?
Danke im Voraus. 
Liebe Grüße
Julia
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10.03.2011, 13:27
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #2 (permalink)
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Vollkomposter
Registriert seit: 18.04.2006
Ort: vor den Bergen am See
Beiträge: 1.651
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Atmung und Haltung
Befasse dich mal mit Vollatmung.
Versuche dich an aufrechter, fester Haltung.
Gerne dynamische Bewegungsabläufe, ob frei fließend oder einer angelernten Form entsprechend ist dabei erstmal egal.
Balancierende Stellungen / Asanas waren mir auch schon sehr nützlich bei emotionaler Harmonisierung.
Als Überbrückung bis zum Beginn der Therapie, bzw auch als Ergänzung dazu sind Selbsthilfegruppen sehr zu empfehlen.
Viele Grüße
einHorrn
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10.03.2011, 13:29
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 31.12.2009
Ort: Köln
Alter: 48
Beiträge: 915
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Hallo wandeldichter!
Erstmal ist es ein sehr positiver schritt das du erkannt hast von woher die Ängste kommen. Da kann man dann gezielter ansetzten.
was mir so eingefallen ist was du bis dahin und darüber hinaus machen kannst wäre z.B. Autogenes Training, Atemübungen; Meditation; Phantasiereisen.
Probiere einfach die Dinge aus und schau was dir am besten dabei unterstützen kann deine Ängste zu besiegen.
Taomann
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10.03.2011, 14:14
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #4 (permalink)
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Engel begleiten mich
Sternzeichen:
Registriert seit: 06.05.2010
Ort: Schweiz
Alter: 52
Beiträge: 1.817
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Ich hab für solche Fälle halt immer die Rescue-Tropfen der Bachblüten zuhause. Die haben mir schon einige Male geholfen.
z.b. bin ich einmal im Meer fast mit meiner Tochter ertrunken, sie wurde mir von den Wellen aus den Händen gerissen. Zum Glück hatte sie Flügeli an so ist nichts passiert, aber nachher hatte ich Albträume. Nach einnahme der Tropfen ist dies wieder verschwunden.
lg
chandra
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10.03.2011, 15:17
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Hallo Julia,
mensch - du erinnerst mich an die Zeit, als ich 17 / 18 Jahre alt war.
Damals konnte ich kaum gehen ohne die Angst, ich werde vor lauter Schwindel gleich ohnmächtig. Ich habe auch nichts mehr gegessen; hatte vor allem Panik. Bin nachts aufgewacht, habe mich angezogen und bin stundenlang irgendwo im nirgendwo spazieren gegangen .. Hauptsache frische Luft und nix wie weg 
War den ganzen Tag tief- tieftraurig - schon schier nicht mehr ansprechbar.
Meine Eltern sind- wie du dir denken kannst- fast verzweifelt und haben mich natürlich zum damaligen Hausarzt gebracht. Er hat mir damals ein Mittel gegeben das ruhig stellt, aber gleichzeitig auch mit der Gefahr der Abhängigkeit verbunden war (das Zeug konnte süchtig machen). Er hat mir genau die Dosierungsanleitung erklärt (wieviel ich am Tag darf) und danach gleich nochmal meiner Mutter. Damals haben "sie" mich zwar machen lachen und nicht weiter auf mich eingequatscht, aber die Dosis hat meine Mutter kontrolliert - aber ich lag immer weit unter Tagesdosis; war also kein Problem.
Aber damit war ein Symptom - nicht die Ursache verschwunden; also nicht wirklich gut. Dann musste ich zum Psychologen... Therapie ... ich war da ein paar mal und irgendwann sagte ich zu ihm "sie sehen mich heute zum letzten mal" und was glaubst du, was er geantwortet hat ?
"Herzlichen Glückwunsch, sie sind auf dem Weg der Besserung, ich kann ihnen eh nicht wirklich helfen, weil jeder Patient alleine wieder raus muss..."
aha - netter Satz, Onkel Doc 
Als mir damals bewusst wurde was der Auslöser war, habe ich dies gezielt in Angriff genommen und mich mit diesem Thema/der Problematik auseinander gesetzt - dann verging das ganze "Desaster" und ich konnte wieder glücklich weiter leben.
Wenn ich deine Sätze lese habe ich den Eindruck, dass du Verlustangst hattest / hast (immerhin hätte ja auch schlimmeres sein KÖNNEN). Und hier wäre eine Ansatzmöglichkeit: K Ö N N E N.
Denn wie du siehst, selbst bei deiner momentanen Kontrolle über alles passiert nichts schlimmes !
Eventuell kannst / bzw. willst du ja mal über meinen Gedanken nachdenken.
Und es gibt Dinge auf pflanzlicher Basis, die dir evtl. noch etwas über den Tag helfen können; es müssen nicht immer Chemiebomben sein 
Und autogenes Training hat mir damals sehr geholfen ! Am Anfang sehr schwer, dich "runterzufahren" - aber -wie bei allem- Übung macht den Meister  
Ich wünsche dir ganz viel Kraft !!
VlG
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10.03.2011, 23:08
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 23.06.2010
Ort: Dresden
Alter: 24
Beiträge: 202
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Hallo wandeldichter!
wenn du interesse hast, kannst du überlegen Bestandteile der Transformationstherapie zu machen...das mache ich zur Zeit auch. Du kannst entweder mit einem Transformationstherapeuten arbeiten oder alleine mit Medi's von Robert Betz weitermachen...jenachdem was dir lieber ist.
Das Ding ist, dass negative Gefühle wie z.B. Ängste gefühlt werden wollen. Erst wenn ein Gefühl gefühlt wird, verschwindet es...darum geht es u.a. bei der Tranformationtherapie. Du lernst auch u.a., dass du Schöpfer deiner Gefühle bzw. deiner Ängste bist, d.h. dass du deine Ängste und Panikattaken unbewusst erschaffen hast auch wenn es schmerzhaft klingen mag, aber dadurch hast du die Möglichkeit deine unbewusst-erschaffenen Gefühle bejahend zu fühlen und zu erlösen. Du kannst mit Hilfe von Meditationen von Robert Betz diese Gefühle wie Angst oder ähnlichen wieder bejahend fühlen und somit erlösen.
Du kannst wenn du magst auch Robert Betz selber anschreiben und deinen Fall schildern, er wird dir besser erklären was du machen kannst. https://www.robert-betz.de/joomla/content/view/54/126/
Du würde dir eher eine Transformationtherapie (unabhängig davon ob mit oder ohne Transformationtherapeuten) empfehlen, weil herkömmliche Psychotherapie nicht so tief geht wie Transformationstherapie (aus der eigenen Erfahrung). Robert Betz macht spirituelle Psychotherapie, kannste mal überlegen wenn's dich interessiert 
Ich mach seit Januar diesen Jahres auch bestandteile der Transformationtherapie.
Ich habe gelernt, dass Panikattaken immer dann entstehen wenn man zuviele Ängste unbewusst verdrängt hat. Das wichtige ist zu erkennen, dass deine Ängste gefühlt werden wollen....wie gesagt Robert Betz ist ne super Empfehlung 
Viel Glück
Damir
Geändert von Damir (10.03.2011 um 23:12 Uhr)
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11.03.2011, 00:05
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #7 (permalink)
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die nachdenkliche
Sternzeichen:
Registriert seit: 11.04.2010
Ort: schleswig-holstein
Alter: 72
Beiträge: 5.126
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hallo wandeldichter,
erst einmal einen lieben trost von mir.
es ist schon mal gut zu wissen,wo der therapeut ansetzen.
meine meinung,es sind verlustängste.
ich habe auch unter einer angstörung gelitten und das sehr heftig.
sechs monate war ich stationerer therapie.
heute kann ich nur mit chemie mein leben leben.
und das würde ich dir nicht raten.
meine vorschläge sind bachblüten,
autogenes training,
feldenkreis,
kreative tätigkeiten haben mir auch geholfen.
ich wünsche dir alles gute und den richtigen weg zu genesung.
herzliche grüsse lisa.
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11.03.2011, 08:32
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Wie helfe ich mir selbst? Beitrag #8 (permalink)
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SuperMod
Registriert seit: 30.06.2006
Ort: Mit den Füssen auf der Erde und dem Kopf in den Sternen
Beiträge: 8.643
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Guten Morgen,
zusätzlich,also unterstützend zu den Empfehlungen von Taomann und Einhorrn empfehle ich folgende Kräuter-Aufguss, welcher rein auf körperlicher Ebene die Nerven beruhigt und entspannt.
Brennessel, Schafgarbe und Zinnkraut zu gleichen Teilen mischen lassen (jede Apotheke macht das auf Bestellung)
und davon 1. gehäuften Teelöffel pro Tasse (gross) mit Heisswasser aufbrühen, 1/2Min. ziehen lassen und schluckweise morgens und abends je eine Tasse trinken.
Folgender Tee-Aufguss hat sich auf die Nacht bewährt:
5g Baldrianwurzel
5g Hopfen
10g Johanniskraut
25g Lavendelblüten
50g Schlüsselblumen
1 gehäufter Teelöffel pro Tasse (nimm eine grosse Tasse) mit heissem Wasser aufbrühen, 1/2 Min. ziehen lassen, abseihen und schluckweise so warm wie möglich trinken.
Nach spätestens 1 Woche wirst du merkliche Änderungen feststellen.
Wie gesagt - rein körperlich.
Bin mir sicher, dass dies dir als Überbrückung zur eigentlichen Therapie eine Erleichterung verschafft.
Gute Besserung!
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