Zuerst einmal vielen Dank für eure netten Antworten.
Innerhalb der letzten zwei Jahre nach dem Vorfall hatte ich bereits mit Personen unterschiedlicher Glaubensrichtung, z.B kath. Christentum, Islam, Naturreligion, einer Reiki-Meisterin und einem Psychophysiologen gesprochen. Auf deren Sicht möchte ich jedoch erst später eingehen (Habe die Ansichten mal ein wenig durch Fettdruck hervorgehoben). Bei dem gesamten Vorfall gab es mehrere glückliche Ereignisse. Ganz oben an natürlich die Tatsache aus der Ohnmacht wieder aufzuwachen. Ein paar Details würde ich gerne noch mitteilen:
Während meiner Surfaktion machten sich meine Reisebegleiter auf um am Strand nach Muscheln und anderen sammelbaren Gegenständen zu suchen. Während eine Person in Richtung Norden ging, spazierten zwei weitere (unter anderem die o.g. Reiki-Meisterin) in die andere Richtung, immer am Strand entlang. Zudem Zeitpunkt als sich die Situation zuspitzte, d.h. ich bereits ohne das Board schwamm da mir das zu kleine (fremde) Board entglitten war, hoben mich einige Wellen recht hoch an & ließen mich teilweise sogar den Strand einsehen. Von hier aus konnte ich immerhin noch zeitweise die in den Norden gehende Person sehen. Zu der Zeit war mir noch klar dass meine Hilferufe nicht gegen das Wellentosen ankommen würden.
Erstaunlicherweise sah ich wie diese Person sich umdrehte und zügig mit etwas größerem in der Hand, nämlich dem mir entglittenen Board (dies war mir zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht klar) zurückeilte zu dem Punkt wo jeder von uns in seine Wunsch-Richtung (ich ins Meer) aufgebrochen war.
Wie ich im Nachhinein erfuhr, liefen auch die Beiden aus südlicher Richtung zurück, mit der Sorge es sei etwas passiert. Die Reike-M. hatte das Gefühl gehabt „etwas“ zu verlieren. Als sie am Startpunkt eintrafen sahen sie das kleine Board, und ahnten dass etwas Schlimmeres passiert war. Als der gerettete Mann mit meinem Board an Land gespült wurde sagte er dass ich ihm geholfen hätte, es aber selber nicht mehr aus der Strömung geschafft hatte und ertrinken würde. Meine Reisebegleiter rannten in Panik die Dünen hoch um die gerade in den Feierabend abfahrenden Rettungskräfte zu informieren. Daraufhin fingen diese natürlich sofort an mit dem Fernglas und Schwimmkörpern nach mir zu suchen. Da ich zu diesem Zeitpunkt allerdings schon zu weit seitlich abgetrieben war, leider an der falschen Stelle.
Nach der Bewusstlosigkeit sah ich nur einen kleinen Horizont, in etwa so als hätte ich eine Augenklappe mit einem kleinen Loch in der Mitte auf.
Außer dem schäumend tobenden Meer konnte ich nur in zwei Momenten richtig etwas erkennen, das Lächeln des Surfers der aufs Meer hinaus schwamm und mit einer Hand winkte und die Hand des Mannes der zurück auf die Sandbank gegangen war um mir zu helfen. Gott sei Dank entschied ich mich für die Hand denn dies war der richtige Weg ohne welchen ich wohl nicht mehr in meiner jetzigen Form hier wäre.
Als ich die Hand des Mannes ergriff, zog er mich durch das nur Hüft bis schultertiefe Wasser bis an den Strand. Als ich dann vollends zusammen sackte lief mir das Meereswasser aus allen, ja wirklich allen (Körper)-Öffnungen (sorry für die Beschreibung). Richtig sprechen konnte ich erst wieder nach der Sauerstoffbeatmung. Ich erzählte sofort dass noch ein Surfer draußen sei, gesehen bzw. gefunden hatte ihn niemand außer mir.
Einige Ereignisse nach diesem Vorfall kann ich mir nur teilweise wissenschaftlich erklären. Zum einem die Nacht auf dem Campingplatz. Weitere Ereignisse möchte ich allerdings später erst aufgreifen, zuerst möchte ich zu den Meinungen sowie die Gedanken der Gespräche der o.g. Glaubensrichtungen etwas schreiben.
Alle Personen mit denen ich gesprochen habe fanden es bedeutend, dass meine Begleiter fast zeitgleich umkehrten, sei es aus dem Gefühl heraus oder durch einem „direkt vor die Füße gespültem Board“ (200 m nördlich) und das ich aus der Ohnmacht heraus wieder Kraft bekam.
Die
Reiki-M. ist der Überzeugung jemand hätte mich beschützt und mir die Kraft gegeben zurückzukehren. Eine Art Schutzengel z.B. oder jemand Vertrautes. Dazu wäre zu erwähnen dass ich einen sehr offenen Patenonkel hatte. Nachdem er genug von der „normalen“ Gesellschaftlichen Vorgehensweise hatte, gab er seine Geschäfte auf. Es folgten Fremdenlegion, Fahnenflucht aus der Fremdenlegion, Aufnahme in ein afrikanisches Dorf einschl. Kontakt mit der entspr. Religion, Aufenthalt in Indien, Rückkehr nach Deutschland, Glaubensreise China und andere Länder. Jedes Mal erzählte er mir von seinen Eindrücken und das er in Gedanken immer bei mir, seinem Patenkind sei, soweit er auch weg wäre. Teilweise unglaubliche Geschichten. Leider verstarb er dann als ich 15 war. Zwei Tage zuvor hatte er mich noch irgendwo aus Frankreich, Italien (??) angerufen und gesagt Alles wäre gut und er denke viel an mich.
Wieso schreibe ich so viel? Vielleicht weil noch einige Dinge folgten die mich sehr beschäftigen vielleicht weil ich als naturw. Wissenschaftler den Dingen auf den Grund gehen will. Egal was es ist, es ist faszinierend. Bedingt durch meine kompliziert anstrengende familiäre Aufwachs-Situation hatte ich mich ab den 11 Lebensjahr eh so gut wie selbst erziehen müssen. Bücher der Philosophie, Physik und Biologie schufen in mir ein sehr wissenschaftliches Weltbild. Dies sah ich allerdings fast nie im Widerspruch zu esoterischen Themen. So sagt man dann halt: Gott ist eine mögliche Wahrheit von vielen hypothetischen Konstrukten.
So schreckten mich die Gedanken des
Moslems auch nicht ab, obwohl sie ein düsteres Element enthalten. Nach seiner Meinung spielte der lächelnde Surfer eine nicht unwichtige Rolle. Nach seiner Meinung war dies ein böses Element, etwas was gegen das Gute mich in die falsche Richtung locken wollte, seine Worte:“Der Teufel“ kamen mit so einer emotionalen Überzeugung heraus das es mir schauderte.
Wenn es euch nicht zu viel wird würde ich gerne die Tage noch ein paar folgende Geschehnisse schreiben, zu denen ich gerne wieder eure Gedanken lesen würde.
Euch Allen eine gute Nacht und bis dann
P.