Liebe Forenmitglieder,
ich bin momentan 15 Jahre alt und wohnte die ersten 13 Jahre meines Lebens bei meiner Oma. Unmittelbar nach ihrem Tod ist mir etwas passiert, was mich selbst heute noch wundert.
Als ich noch sehr klein war, also 3 oder 4 Jahre, kaufte meine Oma eine Schaufensterpuppe, vor der ich Angst hatte. Sie wollte mich damit nicht ärgern, sondern ihr gefiel die Puppe. Sobald die Puppe im Haus war, bekam ich Alpträume. Die Träume kamen in unregelmäßigen Abständen.
Immer wieder träumte ich, dass die Puppe mich angreift. Und selbst wenn ich die Puppe im Traum "besiegte" kam sie wieder.
Nachdem es meiner Oma sichtlich schlechter ging, schlief ich in ihrem Zimmer. Dann kam aber die Nacht, in der sie starb. Ich musste mitten in der Nacht Ruhe bewahren und den Krankenwagen rufen. Doch alles war zu spät.
Solange sie lebte, hat sie alles für mich getan. Ich war zu jung und zu unreif um das zu verstehen. Ich war im Grunde... undankbar.
Ehe ich euch von dem Erlebnis berichte, muss ich ein wenig weiter ausholen:
Zu meiner Kommunion habe ich von Familie, Freunden und Bekannten rund 3000€ bekommen. Damit ich nichts von dem Geld nehme, oder es verschwende, hat meine Oma es versteckt. Sie sagte mir, dass ich Geld bekomme, wenn ich es brauche. Sie wollte mir nichts vorenthalten, sondern nur dafür sorgen, dass ich keinen Mist baue.
Also versteckte sie das Geld. Während die Familie trauerte und die Beerdigung organisierte, musste ich meine Sachen sortieren, um zu entscheiden was ich behalten will. Ich sollte zu meiner Mutter ziehen. Ein paar Tage nach dem Tod sollte ich auch in ihrem Zimmer aufräumen.
Ein paar Tage nach ihrem Tod kamen die Träume wieder. Nur diesmal starrte mich die Puppe an. Sie bewegte sich nicht. Ich wurde schweißgebadet wach.
Als ich dann die Puppe anschaute, (ich schlief weiterhin im Zimmer meiner Oma), dachte ich, dass sie sich bewegt hat. Ich rieb durch mir über die Augen und schaute nochmal hin. Da war eine Bewegung. Der Arm, der noch nie eine Hand gehabt hatte, deutete nach oben. Immer und immer wieder.
Als ich das Licht an schaltete, stand die Puppe still. Ich hatte für ein paar Sekunden keine Angst mehr. Ich nahm mir einen Stuhl und schaute auf den Schrank, auf den die Puppe gedeutet hatte:
Staub, ein paar Kleiderbügel und eine Packung Feuchttücher. Ich weiß bis heute nicht warum, aber ich bekam die Eingebung die Tücher zu nehmen.
Die Packung fühlte sich leer an, aber trotzdem öffnete ich sie.
Dort war mein Geld. Hätte ich am nächsten Tag aufgeräumt, hätte ich das gesamte Geld vielleicht weg geworfen.
Ich verstehe nicht, wieso meine Oma mir geholfen hat. Ich war so undankbar, und trotzdem hilft sie mir noch nach ihrem Leben.
Was haltet ihr davon? Wie kann ich ihr gebührend danken?