Liebe Leute hier,
wo ich nun etwas mehr hier lese und schreibe, denke ich gerade wieder an eine leicht gruselige Geschichte, die mir als Kleinkind passiert ist,
ich war damals knapp dreieinhalb Jahre alt (was das Alter betrifft, bin ich mir da sicher, weil mein kleiner Bruder schon geboren war, wir aber noch im Haus meiner Großeltern wohnten).
Unsere Wohnung/ das Kinderzimmer befand sich im ersten Stock. Wenn man durch die Wohnungstür hereinkam, war zentral ein kleiner Flur, und von diesem Flur gingen auf der einen Seite Küche und Elternschlafzimmer ab, nach hinten ging es in ein kleines Badezimmer und zur anderen Seite hin lagen das Wohnzimmer und unser Kinderzimmer.
Kam man durch die Kinderzimmer-Tür, blickte man direkt zur gegenüberliegenden Wand, in der sich ein Fenster zur Straße befand. An der Wand rechts neben dem Fenster stand mein Gitterbettchen, und an der Wand, in der sich die Tür befand, stand rechts neben der Tür, also im 90-Grad-Winkel zu meinem Gitterbettchen, das Babybettchen meines kleinen Bruders. An der mir direkt gegenüberliegenden Wand stand ein großer, alter Bauernschrank.
Einmal wachte ich mitten in der Nacht auf, und auch wenn ich noch sehr klein war, so bin ich mir absolut sicher, dass ich das nicht geträumt habe und definitiv hellwach war. Die Tür unseres Kinderzimmers war zu, im Haus war absolute Stille, auch mein kleiner Bruder schlief ruhig. Es war definitiv niemand im Zimmer. Ich kann auch ausschließen, dass meine Mutter gerade im Zimmer war, um nach dem Baby zu sehen.
Plötzlich hörte ich ein ganz zartes, aber sehr deutlich vernehmbares Stimmchen singen. Es kam von der Fenster-Wand, dort wo unter dem Fenster ein Heizkörper hing und sang - das ist kein Witz

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"Gute Morche, Gelsoschlan..." und wiederholte dies noch mehrere Male "Gute Morche, Gelsoschlan". Die Melodie bestand aus vier Tönen -- da ich kein absolutes Gehör habe, weiß ich auch nicht mehr, in welcher Tonart, aber wenn es C-Dur gewesen wäre, dann wären es die Töne C-C-F-E-D-D-C gewesen.
Ich habe mich zu Tode gefürchet, obwohl dieses Stimmchen unheimlich lieb und wunderschön zart sang. Ich brachte aber selbst keinen Ton heraus und bin dann trotz aller Aufregung einige Minuten danach wieder eingeschlafen.
Am nächsten Tag habe ich meinen Eltern davon erzählt. Die haben natürlich gesagt "Ach das hast du ja nur geträumt", aber ich bin bis heute sicher, dass es kein Traum war. Auch glaube ich nicht, dass eine Person am Fenster gewesen sein kann, die irgendwie durch das Fenster hätte singen können. Meine Großeltern, die im unteren Stock wohnten, haben auch ganz sicher geschlafen, es war, wie gesagt, mitten in der Nacht, und außerdem hatte das Stimmchen weder den Klang meiner Oma noch meiner Mutter.
Das wollte ich einfach mal erzählen. Habt Ihr eine Erklärung? Oder auch schon Ähnliches erlebt?
Liebe Grüße, Honma