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29.10.2009, 22:59
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #1 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.626
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Red Centre the Land of Never never
Hier ein paar Impresionen von meiner Reise in das Rote Zentrum Australiens das Red Centre mit den Olgas oder in der Sprache der Aborigenes Katatuja Sisters, und dem Ayers Rock... Uluru genannt
Blick vom Aussichtspunkt meines Hotels
Die Olgas-Katatuja Sisters
von mir gemalt:
Der alte Mann vom Uluru
„Der alte Mann vom Ulluru"
Lange Zeit saß er da und betrachtete die Kugel in seiner Hand. Er liebte seine Welt, diese Kugel. Sie war klein und in leuchtendem strahlenden Blau, es gab darin noch andere Farbflecken wie Rot, Grün und Gelb, aber das kräftige Blau überwog. Es war geheimnisvoll, dieses Blau und erzählte von seinen Erinnerungen.
Der alte Mann war im „Land des Never, Never“ wie die Aborigenes es nennen, und er war ganz in die Betrachtung seiner Welt vertieft.
Ich bin endlos lange über die Erde gewandert, dachte er. Auf den Traumpfaden meiner Ahnen, als nur der Mond sein bläulich weißes Licht zu uns in die Dunkelheit warf.
Da fand der Kampf zwischen dem Emu und der Brolga statt. Brolga, das ewig tanzende Mädchen unserer Ahnen... der alte Mann lächelte versonnen.
Brolga entriss dem Emu ein Ei aus seinem Nest und warf es in den Himmel und die Sonne entstand. Von da ab leuchtete sie über die Weiten unserer roten Erde. Unsere Erde, durchzogen von leuchtenden Opalen. Ja, ich erlebte die Schönheit der Welt, da waren wir noch so jung...die Welt und ich.
Auch die Waratah Blumen durfte ich bewundern und von ihrem köstlichen Honig naschen. Dort begegnete ich dem blinden Jäger Wamili, der die Blüten genau kannte. Das Geister Volk der Kwinis hat die Blüten für ihn geschaffen.
Doch ich konnte nirgends verweilen, meinen Blick richtete ich zum entfernten Horizont, zum weiten Land hinter dem Regenbogen.
Ich stieg auf die hohen saphirblauen Berge, erklomm die höchsten Gipfel, dort wo es einsam war und der Wind von der Ewigkeit raunt... über die Zeiten vor den Zeiten Als der Wind noch allein durch die Welt rauschte, unaufhörlich und rastlos.
Im Beginn der „Traumzeiten“, als die nördlichen Flinders Berge entstanden, da gab es die beiden Brüder, die Jäger von Morowie. Einmal jagten sie ein Emu und wollten es am Feuer braten, da kam plötzlich ein heißer Nordwind von der Wüste auf und es entzündete ein Buschfeuer. Die Jäger von Morowie konnten sich nur noch hinauf auf die Berge retten, bis sie auf einem einsamen Gipfel standen. Aber die Flammen und der beißende Rauch, verfolgten sie noch bis hinauf. So mussten die beiden Jäger hinauf in den weiten Himmel fliehen, wo sie noch heute als die beiden hellsten Sterne am Firmament stehen, die Sterne des Kreuz des Südens.
Ja, ich erlebte auch die Schrecken unserer Welt. Ich durchdrang dichte Regenwälder und erlebte das Feuer der weiten Steppen. Ich lernte von den Gefahren, gerade sie haben mich weiser gemacht. So weiß ich, wenn man diese unsere Erde nicht liebt wird man sie niemals verstehen.
Dann, nach vielen Kämpfen und Abenteuern, folgte ich dem Adler Wildu zusammen mit dem Nordwind gelangten wir an das große Wasser.
Ich tauchte in die Tiefen der Meere und lauschte den Gesängen der Wale. Hörte uralte Lieder ihrer Erinnerungen. Ich spielte mit ihnen ihre Spiele. Friedliche Spiele, um des Spielens willen. So wie das Leben einmal in der Zukunft sein wird. Spiele, die wir Menschen noch immer erlernen.
Es wurde Zeit heim zu kehren. Ich begegnete vielen Menschen und liebte sie wie meine Brüder, war mit ihnen glücklich und war mit ihnen unglücklich.
Ja, dachte der alte Mann, ich habe alles erfahren. Das aber, was ich suchte, habe ich endlich gefunden. Es war immer schon da. Es ist in mir. Und er sah hinauf in den Nachthimmel zu den Sternen. Ich bin endlich heimgekehrt.
Er begann zu singen, er sang die Lieder über seine Welt, er sang das Lied des Morgensterns Wata-urdli, bis er einschlief und träumte. Er träumte von der Großen Mutter Wata-urdli, die ihre beiden böswilligen Kinder bestrafte und sie in Sterne verwandelte. Sie grub dann mit ihrem Speer ein tiefes Loch in die Erde, so tief, dass sie auf der anderen Seite der Welt herauskam und dort am Himmel als Morgenstern erschien.
Der alte Mann vom Ulluru lächelte im Schlaf und träumte weiter bis an das Ende unserer Zeiten.
von mir gemalt: Uluru
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30.10.2009, 12:26
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #2 (permalink)
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Reikimeisterin/Lehrerin
Sternzeichen:
Registriert seit: 27.02.2006
Ort: ich wohne in Österreich ,Wien
Alter: 64
Beiträge: 1.697
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wunderschön auch die geschichte*lächel*
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30.10.2009, 13:35
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #3 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.626
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weiter gehts
die Olgas im Regen
im Red Centre fällt immer wieder
starker Regen und das Wasser
stürzt sich in rinnsalartigen Bächen den Felsen hinab
LG Isis
Geändert von Sophia-Isis (30.10.2009 um 13:53 Uhr)
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30.10.2009, 13:55
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #4 (permalink)
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Weltenwandler
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.05.2009
Ort: Hamburg
Alter: 36
Beiträge: 604
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Deine (gemalten) Bilder sind sehr, sehr schön.
Ich war selber da und genau so habe ich es in Erinnerung. Nur den alten Mann durfte ich nicht treffen. Schade eigentlich.
Ich war damals noch nicht so spirtuell um die dortigen Energien zu spüren.
Ein wenig verspüre ich jetzt gerade.
Ehrfurcht und gleichzeitig Freude....
Schön.
Das Tanzende Kind
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30.10.2009, 14:24
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #5 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.626
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Zitat:
Zitat von Tanzendes Kind
Deine (gemalten) Bilder sind sehr, sehr schön.
Ich war selber da und genau so habe ich es in Erinnerung. Nur den alten Mann durfte ich nicht treffen. Schade eigentlich.
Ich war damals noch nicht so spirtuell um die dortigen Energien zu spüren.
Ein wenig verspüre ich jetzt gerade.
Ehrfurcht und gleichzeitig Freude....
Schön.
Das Tanzende Kind
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oh endlich jemand
der auch da war *freu*
wann warst du da?
ich war dort im Oktober 2005
und war gerade sehr sehr traurig
dann aber stand ich vor dem Ayers Rock zum Sonnenuntergang
und da sprach der Berg plötzlich zu mir: "ALLES WIRD GUT"
na was glaubst du wie ich mich fühlte???
zu den Energien: ich wohnte damals im Outback Pioneer Lodge
http://www.ayersrockresort.com.au/outback/
in meinem Zimmer wollte ich meditieren
aber die Energie war so stark, dass ich es mit der Angst bekam
ein starkes Drehen im Uhrzeigersinn und so ein dumpfes Grollen
das lag wohl am Ayers Rock, der ja nur ein paar Kilometer entfernt war...
LG Isis
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30.10.2009, 15:08
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #6 (permalink)
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Weltenwandler
Sternzeichen:
Registriert seit: 05.05.2009
Ort: Hamburg
Alter: 36
Beiträge: 604
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Hallo Isis,
ich war ein Jahr früher da, November 2004.
Es ist wirklich ein jammer, das ist damals noch nicht so weit war wir jetzt.
Aber ich werde bestimmt noch einmal zurückkehren.
Ich hätte gerne Kontakt zu einen Aborigene (schreibt man das so?) gehabt.
So richtigen Kontakt, nicht nur small talk. Aber die leben ja sehr zurückgezogen und halten auch nicht besonders viel von uns (kann ich verstehen).
Ich habe mal ein Buch gelesen (Der Titel fällr mir nicht mehr ein) von einer Reporterin die von Aborigenes "entführt" wird und an einem walkabout teilnimmt. Das hat mich tief beeindruckt und meine weitere spirituelle Entwicklung auf jeden Fall beeinflusst.
Viele sind ja leider auch dem Alkohol verfallen und sind lebendige Tote.
Ganz schlimm fand ich das im Alice Springs. Das war zum fürchten.
Grausam, was denen angetan wurde.
In deinen gemalten Bildern kommt diese Energie echt gut rüber.
Ich finde sie sehr, sehr schön. (Ich schreibe so etwas sehr selten)
Liebe Grüße
Das Tanzende Kind
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30.10.2009, 17:14
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #7 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.626
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liebes Tanzendes Kind
das Buch Traumpfade ist empfehlendswert
von Bruce Chatwin:
http://www.dieterwunderlich.de/Chatwin_traumpfade.htm
ich glaube nicht, dass ich in diesem Leben nochmals dorthin zurückkehre...
insgesammt war ich drei Mal in Australien da meine ganze Familie dort lebt
2005 besuchte ich meine Mam in Melbourne und flog dann für eine Woche
zum Red Centre nach Ayers Rock. Ich war nicht in Allice Springs
LG Isis
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30.10.2009, 17:15
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Red Centre the Land of Never never Beitrag #8 (permalink)
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*skywalker*
Registriert seit: 31.01.2009
Ort: in meinem Herzen
Beiträge: 1.626
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Ich lernte Edna gestern Nachmittag kennen, als ich mich die wenigen Schritte hinauf zum Aussichtspunkt meiner Lodge machte.
Oben angelangt, streifte mein Blick über dreihundertundsechzig Grad einer unbeschreiblich schönen Landschaft aus roter Erde mit niedrigem Eukalyptusbäumen und Spinnyfaxgras. In der Ferne die Olga Mountains, wo sich schwarze Gewitterwolken bedrohlich auftürmten. Meine Augen blickten hinauf zur Unendlichkeit des Blauvioletten Himmels, übersät von Federwölkchen.
gemeinsam schauten wir gebannt auf das Schauspiel welches uns der nahe Ayers Rock bot, der sich in der untergehenden Sonne von Minute zu Minute zu einem tief rot glühenden Felsen verwandelte.
Zwei Stunden waren sie bereits unterwegs durch den Busch. Billy summte leise vor sich hin und ging voran. Manchmal blieb er abrupt stehen, murmelte etwas in der Sprache seines Volkes und ging wieder weiter. Es war bereits am frühen Abend, da beschloss Billy Rast zu machen.
Schnell hatten sie Reisig eingesammelt und entzündeten ein Feuer. Die Sonne verschwand gerade hinter den Baumkronen einiger Eukalyptusbäume und der Himmel war von tiefem Blauviolett. In weiter Ferne am Horizont, zeigte sich noch ein sanftes Pfirsichorange, das langsam zarter wurde, bis es auch verblasste und dem Grau der Dämmerung wich.
Das war der Augenblick, wo die Vögel verstummten und einer grossen Stille Raum gaben.
Das Feuer brannte kräftig, hin und wieder zischte es durch das Eukalyptusholz auf.
Eine ganze Weile verharrten alle drei in Schweigen, so als wussten sie um die Magie dieser Stunde in der Einsamkeit. Dann wenn die Farben verblassen und die Nacht mit ihren Schatten sich ankündigt, bis sie alles in Dunkelheit eingehüllt hat.
Billy holte sein Didgeridoo und begann darauf zu blasen. Tiefe, vibrierende Töne, sie klangen so, als kämen sie aus dem Inneren der roten Erde selbst.
„Träumen wir geboren werden und sterben?“ fragte sich Marisa einmal wieder. Woher weiss ich was real ist? Ist meine Traurigkeit nur ein Traum den ich unbedingt träumen muss?“
Irgendwann, nach einer langen Zeit, beendete Billy seine Musik und reichte wortlos das Didgeridoo Edna. Edna blickte ihn fragend an, aber Billy nickte ihr nur aufmunternd zu und begann leise ein Lied in der Sprache des Anangu Volkes zu singen.
Edna trank einen Schluck aus ihrer Wasserflasche und begann auf dem Didgeridoo zu blasen.
Während die Sterne am Himmel ihre Kreise zogen, der Mond sich am Horizont erhob und sein mildes Licht zu ihnen hinunterschickte, begann Marisa sich auf eine weitere Reise zu begeben, eine Reise in ihre Vergangenheit. Aber gibt es überhaupt Vergangenheit? Zukunft? Gibt es das?“, sann sie vor sich hin, während Billy wie in einer Art Trance in monotonen Gesang verfiel, der sie hinweg trug.
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