Hier mal einige Tipps für die Einrichtung eines Schlafzimmers:
1. Halte das Schlafzimmer klar und übersichtlich. Geschlossene Schränke sowie ausgesuchte, zueinander passende Möbelstücke helfen dabei, einen Ort der Entspannung zu kreieren. Ein Schlafzimmer ist kein Lagerplatz oder Wäscheraum, sondern ein Ort, der es Ihnen ermöglichen sollte zur Ruhe zu kommen und zu regenerieren. Bedenke, dass du rund ein Drittel Ihres Lebens mit Schlafen verbringst. Da sollte man der Gestaltung des entsprechenden Zimmers schon ein wenig Aufmerksamkeit schenken!
2. Dein Bett sollte mit dem Kopfende an einer festen Wand stehen. Wenn keine Wand zur Verfügung steht, solltest du darauf achten, dass das Bett über ein solides Kopfteil (z.B. aus massivem Holz) verfügt. Das Kopfende des Bettes wird in der Formschule des Feng Shui auch als Schildkröte bezeichnet. Die Schildkröte (in diesem Fall die Wand hinter dem Bett bzw. das Kopfteil) repräsentiert Schutz, Stärkung und Sicherheit. Ist sie vorhanden, wird dir niemand so schnell “in den Rücken fallen”.
3. Die Wand, an der dein Bett steht, sollte nach Möglichkeit eine Wand sein, in der sich keine regelmäßig genutzten Wasser- oder Heizungsleitungen befinden. Der Grund hierfür ist einfach: Rauschende Leitungen können, auch wenn Sie sich in der Wand befinden, einen entspannten Schlaf verhindern.
4. Das Bett sollte nicht genau zwischen einer Tür und einem Fenster oder zwischen zwei Fenstern, die einander genau gegenüberliegen, aufgestellt werden. Die Begründung: Zwischen einander gegenüberliegenden Fenstern und Türen entsteht häufig eine Art “Qi-Durchzug”, der sich negativ auf einen erholsamen Schlaf auswirken kann.
5. Hängeschränke, Regalbretter oder schwere Bilderrahmen sollten nicht direkt über dem Kopfende Ihres Bettes hängen. Machen Sie einfach den Test: Legen Sie sich unter ein Regal oder einen Schrank. Für die meisten Menschen wird das Gefühl darunter beklemmend sein.
6. Das Fußende Deines Bettes sollte nicht genau auf eine Türe zeigen. Der Grund: Verstorbene werden mit den Füßen voraus aus dem Zimmer hinausgeschoben, Lebende hingegen transportiert man meist mit dem Kopf zur Tür (so z.B. in vielen Krankenhäusern).
7. Befinden sich Deckenbalken im Zimmer, sollte das Bett nicht direkt darunter aufgestellt werden. Mit Deckenbalken verhält es sich ähnlich wie mit Hängeschränken & Co. (siehe Punkt 3). Sie können erdrückend oder bedrohlich wie ein Damokles-Schwert wirken.
Muss das Bett unter einem Balken aufgestellt werden, sollte/sollten der/die Balken mit einem Baldachin oder ähnlichem versehen werden.
8. Meidet scharfe Ecken und Kanten. Wenn diese, z.B. in Form von Mauer- oder Kaminvorsprüngen, auf den Schlafenden zeigen, gelten sie im Feng Shui als ungünstig. Sie bündeln Qi auf eine unvorteilhafte Weise. Positioniere dein Bett so , dass keinerlei Kanten auf dich zeigen oder entschärfe die Kanten durch die geschickte Positionierung von Möbeln oder z.B. durch sanft fließende Tücher, die Sie entlang der Kanten befestigen.
9. Steht das Bett unter einer Dachschräge, sollte es so positioniert werden, dass Sie aus der Schräge “herausblicken”. Denn blicken Sie Richtung Schräge, schafft dies in den meisten Fällen ein beklemmendes Gefühl, das sich ungünstig auf den Schlaf auswirken kann. Die Schräge wirkt dann wie das sprichwörtliche “Brett vor dem Kopf”.
Ist der Kniestock/Drempel allerdings mannshoch oder höher, bleibt das beklemmende Gefühl wahrscheinlich aus. Das Bett kann in diesem Fall beliebig, z.B. an der gegenüberliegenden Wand oder auch längs zum Kniestock, positioniert werden.
10. Achtet darauf, dass ihr in einer für euch günstige Richtung schlaft. Errechnen kann man die günstigen Richtungen mittels des Ost-West-Systems, einer klassischen
Feng-Shui-Methode, die auch für Laien einfach anzuwenden ist.
Menschen, die der Ost-Gruppe angehören, sollten mit dem Kopf gen Süden, Südosten, Osten oder Norden liegen. Menschen, die der West-Gruppe angehören, mit dem Kopf gen Westen, Südwesten, Nordwesten oder Nordosten.
11. Falls sich ein Spiegel im Raum befindet, sollte dieser sich nicht gegenüber dem Bett befinden. Spiegel gegenüber dem Bett wirken störend, da eine ständige Reflexion stattfindet, die zu viel Yang-Qi (Aktivität) erzeugt.
12. Große Zimmerpflanzen und -brunnen sind schön, gehören jedoch in den meisten Fällen nicht ins Schlafzimmer, da sie ebenfalls zu viel Yang-Qi verbreiten.
13. Das Schlafzimmer ist ein Ort der Ruhe, daher sollte die Möglichkeit bestehen, das Zimmer mittels Vorhängen oder Rollos abzudunkeln. Der Grund: Der Schlaf wird im Feng Shui hauptsächlich mit Yin-Qi assoziiert. Yin-Qi ist das nach innen Gekehrte und manifestiert sich u.a. in Stille, Dunkelheit und Ruhe.
14. Im Schlafzimmer sollte man sanfte Wandfarben verwenden. Ein knalliges Rot oder ein sattes Grün sind in den meisten Fällen fehl am Platz. Setze daher lieber auf neutrale Farben oder auf Farben mit geringer Saturation (Farbsättigung).
15. Ob man sich für oder gegen ein Wasserbett entscheiden, hängt ganz und gar von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Auf das Feng Shui des Raumes hat ein Wasserbett keinen nennenswerten Einfluss.
Gute Nacht !