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14.06.2010, 12:12
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #1 (permalink)
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Registriert seit: 11.09.2008
Beiträge: 0
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Inzest systemisch betrachtet
Hallo ihr Lieben!
Aktuell habe ich mental versucht, eine Familie mit Inzest-Vermutung zu "sortieren". "Ordnung" scheint da eine andere Dimension zu haben  . Schwester-Mutter, Vater-Opa, Oma-Mutter, Schwester-Tante. Wie bekommt man dort eine gute Trennung hin?
Hat schon eine/r von euch das Thema aufgestellt oder auch schamanisch betrachtet? So ein altes Thema und noch weniger an- bzw. auszusprechen, als Mißbrauch...
Nachdenkliche Grüße
Yemaya
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14.06.2010, 12:55
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #2 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 08.03.2008
Beiträge: 3
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hallo Yemaya,
das was mir spontan dazu einfällt sind solche psychoanalytischen "sachen" wie ödipale themen... z.b. der sohn nimmt dem vater die mutter (um ihren emotionalen schmerz zu mildern), der sohn gelangt damit auf die position des vaters, ist hoffnungslos überfordert (weil es ja nicht seine rolle ist) und kann es trotzdem nie erreichen, die mutter zufrieden zu stellen (und gelangt in einen ähnlichen schmerz, evtl noch schlimmeren....). zwischen vater und mutter entsteht eine "schlucht" oder ein bruch..
das ist nur das was mir dazu einfällt, ohne anspruch auf korrektheit der wiedergabe und ohne allgemeinheitsanspruch.... aber vielleicht gibt es ja anstösse für dich..
lg emmie
ps ich habs jetzt zum ersten mal geschafft Yemaya richtig zu schreiben.. 
pps: achso und was mir auch noch einfällt ist dass dies ein "wunderbares" generationenthema ist und es ungeachtet irgendwelcher bearbeitung von themen oder traumata schon sehr hilfreich ist, einfach die ahnen mit ins boot / ins gespräch zu bringen. das entlastet oft, da das thema (das ursprüngliche) erst einmal richtig (richtiger als zuvor, wo sich derjenige nur selbst betroffen sah) verortet werden kann. denn häufig gehen die themen ja weiter zurück in der familie. und häufig haben die betroffenen ja eine ahnung davon, was da der mutter zb. passiert sein könnte.. die richtige verortung macht dann auch die wertschätzung der generationen zuvor möglich / möglicher, was ebenso wiederum entlastung bringt.
weiterer und zentraler schritt ist dann die deutliche beachtung eigener grenzen, mithilfe der dann auch klienten die eigenen grenzen besser wahrnehmen lernen. manchmal gibt es da solche aha-effekte (aha, bis hierhin gehe ich und NICHT weiter). thema ist dann auch verantwortung. wer hat für wen verantwortung. vielfach sind es spirituelle fragen, die auftauchen, fragen nach der seele. das ganze thema trägt in der ein oder anderen weise diesen spirituellen charakter, es ist eine aufforderung zur bewusstseinserweiterung. die betroffenen scheinen ihre spirituelle natur (noch) nicht zu leben (meine ganz persönliche meinung, kein allgemeinheitsanspruch !!). zusatz: das heißt natürlich nicht, dass nur eine erweiterte sichtweise schon "heilen" kann. vielmehr geht es auch um die aufarbeitung des emotionalen... evtl. mittels methoden aus dem bereich der traumatherapie.
Geändert von Gast9280 (14.06.2010 um 13:16 Uhr)
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15.06.2010, 17:45
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #3 (permalink)
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Teilzeitverrückte
Sternzeichen:
Registriert seit: 17.01.2010
Ort: tief im Wöhösten
Alter: 44
Beiträge: 237
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Zitat:
Zitat von Yemaya
Hallo ihr Lieben!
Hat schon eine/r von euch das Thema aufgestellt oder auch schamanisch betrachtet? So ein altes Thema und noch weniger an- bzw. auszusprechen, als Mißbrauch...
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Hallo Yemaya,
Schamanismus ist doch die systemisch ganzheitliche Arbeitsweise überhaupt  und ich hab einfach mal ein paar Gedanken gesammelt, die ich zum Thema gelernt und mir zusammen mit anderen erarbeitet habe, ohne wirklich zu wissen ob da für dich brauchbare Antworten dabei sind:Al
Mißbrauch ist ein nie-endendes Thema in der Familiensystemik und ein wichtiges Problem ist die Unordnung, die das gesamte System erheblich schwächt. Demütigung, Druck, Drohungen...ich seh das Thema als Mangel an Respekt vor der Familienordnung und als Mangel an Respekt vor der persönlichen Integrität der Opfer.
Die Frage "Wer wurde verraten und verletzt? Wo ist der Ursprung?" spricht die Ahnenlinie des Systems an und führt zum Anfang zurück..."Wo finde ich in dieser Sippe unverletzte Frauenkraft" lockt (hoffentlich) die Ahninnen an, die mit ihrer Kraft und Weisheit denen im Hier und Jetzt beistehen.
Sind wirklich die Männer im System die Bösen? Welche Verhältnisse brachten sie dazu so zu handeln? eine weitere wichtige Frage um das Gesamtsystem zu stabilisieren. Da kann die Geschichte unendlich weit zurück reichen...
Das Thema ist unglaublich vielschichtig und umfassend...passt wohl nicht in einen Thread.
Ganzheitliche Heilung umfasst Körper/Geist/Seele, und um ein Mißbrauchstrauma aufzulösen, darf in allen Bereichen gründlich gearbeitet werden...
Bluecloud
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17.06.2010, 07:20
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #4 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 23.11.2007
Ort: NRW
Beiträge: 71
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Hallo
Was ist wenn man das Ganze weniger "streng" anschaut?
Was, wenn die Person, die es betrifft für sich klar macht, wer da welche Position einnimmt?
Ist es nicht denkbar dann hin zu gehen die Stellvertreter direkt anzusprechen und Beispielsweise zu sagen: Ich sehe Dich als Schwester und als Schwester bleibst Du in meinen Gedanken und in meinem Herzen. So jeden bei der Aufstellung an zu sprechen und damit Bewegung rein zu bringen?
Damit würde doch das aus gesprochen werden was niemand zuvor gewagt hat aus zu sprechen oder?
Ich denke dann ist es zwar nicht die "Ordnung" die man sonst gewohnt ist aber es ist die "Ordnung " die diese Familie hat.
Viele Grüße
Merle
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17.06.2010, 08:25
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #5 (permalink)
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Registriert seit: 11.09.2008
Beiträge: 0
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Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für eure Beiträge und
@ EmmieM: Ist mir nicht aufgefallen. Yamahas finde ich aber auch aufregend  ...
Zum Thema: Eine Ordnung kann hier wohl wirklich nur ganz individuell sein. Als ich meine Gedanken "entweder Tante oder Halbschwester" betrachtete, kam das Borderline-Thema dazwischen. Darin geht es um das "entweder-oder" anstatt das "sowohl-als-auch". Entscheiden können ist sehr wichtig, um den eigenen Standpunkt festzulegen. Wer aber bei jeder Begegnung offen ist für die Ebene, auf der Begegnung geschieht, ist frei in seinem Ausdruck. So würde ein Schlussbild so einer Aufstellung vermutlich eine Momentaufnahme sein, ohne dauerhafte Gültigkeit.
@ Merle: So würde ein Inzestkind von Chaos umgeben sein, da niemand einen festen Platz hat. Weder der Vater, noch die Tanten und Onkels die gleichzeitig Halbschwestern sind, und auch nicht die Mutter, die auch gleichzeitig Tochter, Frau und Halbschwester ist. Dem Kind eines Inzestkindes kann keine Ordnung vermittelt werden, da die Vorstellung von Opa-Vater, Mutter-Halbschwester, Tante-Halbschwester, Onkel-Halbbruder in der Gesellschaft tabu und unbekannt ist und noch dazu verwirrend  .
Eine Aufstellung kann aber zumindest zeigen, wie man in diesem Chaos Halt findet. Und DAS ist ein so universelles Thema...
@ Bluecloud: Bei Ahninnen fällt mir nochmal deutlich auf, dass in dem mir bekannten System niemand die Mutterrolle übernehmen konnte. Eine Halbschwester, die es versuchte, konnte es nicht mehr tragen als sie sozusagen "Oma" wurde.
In der Familie war es nie Thema und noch ist es reine Vermutung, da die Klientin noch keine Aufstellung gemacht hat, keinen Be- oder Hinweis bekommen hat. "Einzige" Bestätigung ist ein tiefer Friede, seit die Vermutung von mir ausgesprochen wurde.
Herzlichst
Yemaya
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17.06.2010, 09:06
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #6 (permalink)
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Mensch
Registriert seit: 15.06.2008
Beiträge: 200
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Interessantes Thema.
Da taucht beim Lesen zunächst die Frage auf, was denn Ordnung eigentlich ist.
Zunächst ist es wohl Trennung des Ganzen in Elemente (z. B. Familienverband in Familienmitglieder) und dann Zuweisung von Eigenschaften/Rollen (Vater, Mutter Kind, Tante usw.), die eine Unterscheidung und Zurodnung möglich machen. Hier gibt es Bezüge zur mathematischen Abbildungstheorie.
Es stellt sich mir die Frage, warum in der Familie, abseits von moralischen Wertungen solche scheinbare Unordnung herrscht. Unordnung ist Auflösung alter Strkuturen, ohne die sich neue nicht bilden können.
Es wäre interessant zu sehen, welche Eigendynamik das System im Stellen entwickelt, bevor irgendwo eingegriffen wird.
Vielleicht erleben wir Familiensysteme ähnlich wie Sterne in Bildung und Auflösung nur selten, weil die meisten in unserem Zeitfenster stabil sind. Es wäre zumindest eine Überlegung wert.
In früheren Jahrtausenden waren Inzestbeziehungen völlig normal. Man blieb sozusagen unter sich. Man schaue nur auf das alte Ägypten. Selbst die Isis-Osiris-Horus-Legende beinhaltet das Thema.
Bevor man sich also Gedanken darüber macht, wie man eine gute Trennung hinbekommt, wäre Anschauen und Begreifen der Situation angebracht. Denn der Gedanke an Trennung beinhaltet schon Ablehnung der Situation. "So darf es ja wohl nicht sein." Das wäre der systemische Tod. Was abgelehnt wird, weil es "widernatürlich" scheint, ändert sich nicht. Hier steht sich der Theapeut möglicherweise selbst im Wege.
Nachdenklich, Nevyn
Geändert von Nevyn (17.06.2010 um 09:10 Uhr)
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17.06.2010, 09:10
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #7 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 08.03.2008
Beiträge: 3
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Zitat:
Zitat von Yemaya
Hallo Ihr Lieben!
Vielen Dank für eure Beiträge und
@ EmmieM: Ist mir nicht aufgefallen. Yamahas finde ich aber auch aufregend  ...
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ok Yamaha wäre auch interessant, was ich gemeint hab war aber das Anfangs-Y, das ich aus Loyalität zum End-y immer klein geschrieben hab... 
Zitat:
In der Familie war es nie Thema und noch ist es reine Vermutung, da die Klientin noch keine Aufstellung gemacht hat, keinen Be- oder Hinweis bekommen hat. "Einzige" Bestätigung ist ein tiefer Friede, seit die Vermutung von mir ausgesprochen wurde.
Herzlichst
Yemaya
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Ich finde das sagt alles. . .
Gruß Emmie
PS Ich finde es bezeichnet exakt das was Nevyn oben meint.
Und was mir noch dazu einfällt: Chaos ist eine in sich wiederkehrende wunderschöne Ordnung.
Geändert von Gast9280 (17.06.2010 um 09:14 Uhr)
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18.06.2010, 22:55
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Inzest systemisch betrachtet Beitrag #8 (permalink)
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Teilzeitverrückte
Sternzeichen:
Registriert seit: 17.01.2010
Ort: tief im Wöhösten
Alter: 44
Beiträge: 237
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Hallo Nevyn,
ich merke ihr stoßt euch etwas an dem Begriff Ordnung...warum eigentlich? Verbindet ihr damit zuviel kleinkarierte Energie...oder wo hakt es  ?
Mein Begriff von Ordnung versus Unordnung:Ich halte es für die Aufgabe unserer Vorfahren, Lebensmut, Lebenskraft und Lebensfreude an uns weiter zu geben...und das ist auch unsere Aufgabe unseren Nachfahren gegenüber. Jeder, der einem anderen im System Leid zufügt produziert damit Ungleichgewichte und schwächt das System. So kurz und unvollständig, um den Beitrag nichts ins Uferlose ausweiten zu müssen. Vielleicht kannst du mit diesem eher pragmatischen Ordnungbegriff...eher eine Arbeitsthese...was anfangen?
Es stellt sich mir die Frage, warum in der Familie, abseits von moralischen Wertungen solche scheinbare Unordnung herrscht. Unordnung ist Auflösung alter Strkuturen, ohne die sich neue nicht bilden können.
Es wäre interessant zu sehen, welche Eigendynamik das System im Stellen entwickelt, bevor irgendwo eingegriffen wird.
Die Eigendynamik des Systems hat zumindest bei der Person, die den Wunsch nach einer Familienaufstellung äußert, einen Leidensdruck produziert, der erfahrungsgemäß die Spitze eines Eisberges ist...in Yemayas Fall tauchte eine psychische Störung (die Borderline-Erkrankung) auf
Es geht beim Auflösen für mich nicht darum, dem System eine schematische Ordnung aufzudrücken, die irgendeinem Standard genüge tut...Leben an sich ist vielfältig und das ist gut so
Wenn aber Einzelne in ihrem Lebensaudruck so eingeschränkt sind, dass sie psychisch und/oder physisch krank werden...oder ganze Familienzweige bestimmte Muster wiederholen und wiederholen, tut Heilung not.
In früheren Jahrtausenden waren Inzestbeziehungen völlig normal. Man blieb sozusagen unter sich. Man schaue nur auf das alte Ägypten. Selbst die Isis-Osiris-Horus-Legende beinhaltet das Thema.
Kleiner Scherz am Rande: Wenn jedes im Inzest gezeugte Kind Götterstatus erhielte hätten wir hier einen schier unüberblickbaren Pantheon
Auch in früheren Jahrtausenden war der Inzest eher eine Sache der Priester-Könige und im Volk eher unüblich. Die Kinder dieses Inzestes hatten wiederum Gott-König-Status. In unserem Kulturkreis ist dies ethisch unerwünscht und gesellschaftlich keinesfalls so geachtet wie im alten Ägypten (auch wenn der Inzest geduldet wurde) die Erfahrung sieht so aus, dass diese Kinder entweder abgetrieben wurden, oder nach der Geburt ermordet und verscharrt, oder ausgesetzt... Sicher sind die Mütter nicht die alleine Verantwortlichen in diesem Geschehen, tragen aber in der Praxis oftmals Leid und Entsetzen mit sich, sind die Geächteten und Geschädigten.
Bevor man sich also Gedanken darüber macht, wie man eine gute Trennung hinbekommt, wäre Anschauen und Begreifen der Situation angebracht. Denn der Gedanke an Trennung beinhaltet schon Ablehnung der Situation. "So darf es ja wohl nicht sein." Das wäre der systemische Tod. Was abgelehnt wird, weil es "widernatürlich" scheint, ändert sich nicht. Hier steht sich der Theapeut möglicherweise selbst im Wege.
Auch hier ist Begriffsklärung angesagt. Mit dem Begriff "widernatürlich" kann ich nicht so viel anfangen...genauso wenig wie mit "übersinnlich" übrigens...
Was das Teilen von Sexualität betrifft, das fasse ich dennoch nicht so großzügig: Es bedarf des gegenseitigen Einvernehmens und Schutzbefohlene sind weitestgehend tabu.
Der systemische Tod? Arbeitshaltung ist es, das System handlungsfähig zu halten und entstandene Ungleichgewichte zu bereinigen. Angebracht ist da eine Betrachtung nach dem Wahlspruch "Akzeptieren was ist und finden was heilt" (hab ich hier kurzerhand meiner Freundin und Kollegin geklaut).
Wenn ich mit dieser Haltung bestimmten Energien im Wege bin die ihre Rechte allzuweit fassen, dann stehe ich dazu und will es nicht anders.
eher pragmatisch als philosophisch gestrickt
bluecloud
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