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18.10.2009, 21:14
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 26
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Familienaufstellung sinnvoll?
Ich habe große Probleme mit meinem großen Sohn (8 Jahre) Er hat ADHS. Ich habe mich letzte Woche Dienstag mit Erzieherinnen vom Kindergarten meiner beiden kleineren Kinder über die Probleme unterhalten. Momentan ist es so, dass er mir immer wieder einfach davon läuft. Zu Hause rastet er immer wieder massiv aus. Der Alltag ist momentan ein richtiger Kampf mit ihm.
Am Freitag wie ich die beiden kleinen abholen ging hat mich die eine Erzieherin kurz um ein Gespräch gebeten. Erst dachte ich ohje was hat denn mein kleiner wieder angestellt aber sie hat mir gesagt, dass sie sich zu unserem Gespräch nach dem Elternabend viele Gedanken gemacht hat und mir raten würde mal eine Familienaufstellung machen zu lassen. Dadurch würde evtl auch wieder die Mutter-Kind-Beziehung zu meinem großen Sohn besser werden. Ich selbst habe zwar schon davon gehört aber mich noch nie mit dem Thema beschäftigt. Wegen meiner Vergangenheit bin ich auch momentan noch in psychologischer Betreuung. Die Erzieherin fragte mich, ob meine Therapeutin auch soetwas machen würde. Macht sie leider aber nicht. Sie teilte mir auch mit, dass ich das aus eigener Tasche zahle müsse, da die KK das nicht übernehmen würde. Nun bin ich hin und her gerissen. Auf der einen Seite möchte ich alles dafür tun, dass ich wieder besser mit meinem Sohn klar komme aber auf der anderen Seite weiß ich nicht ob es in diesem Fall überhaupt sinnvoll ist. Mir wurde gesagt, dass so eine Aufstellung um die 200 Euro kosten würde. Das ist für mich als alleinerziehende nicht berufstätige Mama viel Geld.
Kann mir jemand helfen? Macht es einen Sinn? Wie würde das ganze ablaufen? Kann mir das wirklich helfen die Beziehung zu meinem Sohn zu verbessern?
Sorry für die vielleicht dumme Frage aber es arbeitet sehr in mir....
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19.10.2009, 11:50
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #2 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 18.10.2009
Beiträge: 10
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kosten für familienaufstellungen
hallo selkie
leider ist es von bundesland zu bundesland verschieden.
bei uns in baden württ. gibt es die beratungsstellen für jugend und erziehungsfragen, diese therapeutische betreuung bietet teilweise auch familienaufstellen an....die therapien sowie die aufstellungen sind kostenlos.
wir hatten in unserer gruppe auch eine mutter mit einem ADHS kind.
leider hat das aufstellen nicht den gewünschten erfolg gebracht, was aber nicht bedeutet, dass es in deinem fall genau so sein muss.
eine aufstellung "wirkt" nach und wenn man diese zu sehr im kopf verarbeitet, statt im bauch, dann wird es nix.
für deinen sohn könnte ich mir noch "radionik" denken. das hat bei uns wunder vollbracht.
liebe grüße jule
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19.10.2009, 13:49
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #3 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 26
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Hallo Jule,
danke für Deine Antwort. Dann werde ich mich mal danach schlau machen wie es bei uns in Bayern ist, denn ich möchte auf der einen Seite nichts unversucht lassen.
Was ist denn bitte "radionik"? Das habe ich noch nie gehört
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19.10.2009, 14:51
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #4 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 18.10.2009
Beiträge: 10
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Zitat:
Zitat von Selkie
Hallo Jule,
danke für Deine Antwort. Dann werde ich mich mal danach schlau machen wie es bei uns in Bayern ist, denn ich möchte auf der einen Seite nichts unversucht lassen.
Was ist denn bitte "radionik"? Das habe ich noch nie gehört 
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frag mal tante google die kann dir das besser erklären als ich.
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19.10.2009, 20:20
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #5 (permalink)
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Dem 3. Ufer nahe
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.07.2007
Ort: Südwestdeutschland
Alter: 41
Beiträge: 100
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Zitat:
Mir wurde gesagt, dass so eine Aufstellung um die 200 Euro kosten würde. Das ist für mich als alleinerziehende nicht berufstätige Mama viel Geld.
Kann mir jemand helfen? Macht es einen Sinn? Wie würde das ganze ablaufen? Kann mir das wirklich helfen die Beziehung zu meinem Sohn zu verbessern?
Sorry für die vielleicht dumme Frage aber es arbeitet sehr in mir....
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Hallo Selkie,
Deine Frage war, ob eine Aufstellung (ggf. unter Berücksichtigung Deiner finanziellen Restriktionen) sinnvoll ist.
Meiner Meinung nach durchaus, aber bevor Du eine solche machst und (tatsächlich) viel Geld ausgibst, sollte Dir vielleicht erst einmal die Problemlage klar werden.
Ich spreche jetzt aus spiritueller Sicht und nicht aus familientherapeutischer:
Dein Sohn macht Dir mit seinem Verhalten klar, dass ein starkes Problem bei Dir selbst zu suchen ist. Er ist hier nur eines nachdrückliches Drängens "des Schicksals", um Dich aufzuwecken. Es geht also um Dich selbst.
Bei einem Familienstellen der neueren Art (die nicht allgemein anerkannt ist), würde jetzt in Deiner Familie durch Aufstellen von Familienmitgliedern (beginnend mit Deinen Eltern) repräsentiert durch andere Personen (den sogenannten Stellvertretern (SV); auch Du selbst wirst durch eine andere Person vertreten) nach dem belastenden Thema gesucht werden. Der Aufstellungsleiter (AL) stellt die Personen und auf und beobachtet mit Dir zusammen die Bewegungen der Personen miteinander. An verschiedenen Kriterien (wie stehen Personen zueinander, wo schauen sie hin, wie bewegen sie sich uvm.) und mithilfe seiner Intuition sucht er nach dem Thema/dem Vorfall/evtl.dem Geheimnis wie eine Art Detektiv.
Du selbst beobachtest das Geschehen wie ein Theaterstück. Ggf. wird der AL Dich anstelle Deiner SV mit hineinstellen, so dass Du Dich selbst in die dargestellte Situation hineinfühlen kannst und evtl. sogar mit den SV sprechen kannst (es gibt hier sogenannte "lösende Sätze", die einen Prozess der Wandlung und damit eine Überwindung der Problematik bewirken können). Das Ganze geht normalerweise mit wenigen Worten vor sich und soll so die "Sprache der Seele" repräsentieren und direkt auf sie einwirken.
Soweit der Prozess an sich.
Ich könnte mir eine Vorarbeit vorstellen, die hilfreich für Dich und Deinen Sohn sein kann. Setze Dich mal in einer "ruhigen" Minute mit ihm zusammen und erzähle Deine Familiengeschichte, indem Du auf jede Person eingehst OHNE das Du etwas negatives über die einzelnen Familienmitglieder sagst. Nimm vielleicht ein großes Blatt zuhilfe und male eine Art Stammbaum. Wichtig ist, zu jeder Person eine kleine Anektode zu erzählen, was er beruflich macht(e) etc. Auch Fehlgeburten (und Abtreibungen) sollten nicht verschwiegen werden.
Dieser Prozess wirkt oft heilend - auf beide - Dich und Deinen Sohn.
Wenn das nichts bewirkt, könnte eine Aufstellung, eine Therapie - auf jeden Fall professionelle Hilfe - sinnvoll sein.
Euch alles Gute
Abendsternbotschafter
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20.10.2009, 17:48
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #6 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 29.09.2009
Beiträge: 26
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Danke für deine Antwort. Sie beschäftigt mich sehr vor allem weil du geschrieben hast, dass das ein starkes Problem bei mir selbst zu suchen ist. Ganz unten hast du dann noch geschrieben, dass wenn das alles nichts hilft ich mir professionelle Hilfe holen soll. Es ist nun so, dass mein Sohn genauso wie ich schon längere Zeit über in psychologischer Behandlung sind. Mir wurde von einer lieben Erzieherin eben jetzt zu einer Familienaufstellung geraten noch kann ich nicht wirklich was mit anfangen trotz deiner ausführlichen Erklärung. Mich beschäftigt gerade warum das Problem bei mir liegt. Das klingt nun fast so als wäre ich nicht in der Lage mein Kind zu erziehen und ich stelle mir die Frage wie du nun darauf kommst.
Ich bin nun ständig am überlegen wie du das genau meinen könntest ohne richtig zu wissen was hier los ist bzw wo meine Sorgen, Ängste und Bedenken und Problematiken genau liegen.
Ich kann auch noch nicht verstehen wie durch andere Personen die sog. SV die belastenden Themen dar gelegt werden sollen. Wie ich das gelesen habe war mein erster Gedanken ok, dann ist das nichts für mich ich möchte doch nicht vor Gott und der Welt über meine Ängst, Sorgen und Gedanken sprechen.
Ich würde mich sehr freuen wenn du mir schreiben würdest wie du darauf kommst
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21.10.2009, 11:39
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #7 (permalink)
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Dem 3. Ufer nahe
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.07.2007
Ort: Südwestdeutschland
Alter: 41
Beiträge: 100
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Liebe Selkie,
ich wollte nicht damit sagen, dass Du Dein Kind nicht erziehen kannst oder Ähnliches - es hätte auch eine Art von Krankheit sein können etc.
Ich müsste jetzt weiter ausholen und es ist eine unter vielen Meinungen in der Spiritualität, dass uns nur Dinge "zufällig" widerfahren, die uns weiter bringen sollen (in der Persönlichkeitsentwicklung, in Annehmen so wie es ist etc.) - aber nochmals ganz wichtig: das ist eine Hypothese - darauf habe ich mich bezogen (im Denken, dass, wenn Du hier im Forum bist, Dir diese Theorien und Hypothesen vertraut sind). Sorry - mein Fehler und nimm es mir bitte nicht übel.
Zum Familienstellen:
Die SV agieren aus einem inneren Wissen heraus (also quasi "magisch"), wenn sie in das Feld der Aufstellung hineinkommen. Deshalb erhalten sie auch nur ganz wenige Informationen, da zu viele Informationen desjenigen, der Probleme hat, oft Wertungen und Meinungen/Einschätzungen etc. beinhalten. Ich würde Dir ja gern zur Vertiefung ein paar Links angeben, aber die sind alle kommerziell, deshalb kann ich Dir den "google-Hupf" empfehlen mit Stichwort "Familienstellen nach Hellinger".
Ich habe leider gerade Internetprobleme, weshalb ich das jetzt so "kurz" stehen lassen muss und ich weiß noch nicht, wann ich wieder Zugang habe.
Ich wünsche Dir und Deiner kleinen Familie alles Gute
Abendsternbotschafter
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23.10.2009, 00:53
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Familienaufstellung sinnvoll? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.08.2009
Ort: Westfalen
Alter: 46
Beiträge: 684
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Oder auch ohne das Stichwort "Hellinger".
Grundsätzlich ließe es sich durchaus ohne zusätzliche Kosten in eine Kassenpsychotherapie einbauen, es kommt eben auf den Therapeuten/ die Therapeutin an, und ob es überhaupt gerade in den Behandlungsplan passt. Allerdings, Selkie, Du schreibst, Dein Sohn ist auch bereits in Therapie .. ich weiß nicht, ob ich es so clever finde, verschiedene Stellen durcheinander therapieren zu lassen (flapsig gesagt) .. die Anregung der Erzieherin solltest Du evtl. mit der Psychologin des Jungen besprechen. (Ob überhaupt, und wenn ja, zu welchem Zeitpunkt würde es ggf. als Ergänzung der bisherigen Maßnahmen hilfreich sein .. ) Ich hatte Dich jetzt so verstanden, dass Du zunächst Deine eigene Therapeutin gefragt hattest, ist das richtig?
Bei ADHS sind nun einmal typische Konflikte vorprogrammiert, die auch wirklich in der Erkankung begründet liegen. Es ist mit Sicherheit anstrengend genug. Lass Dich nicht verunsichern .. Du weißt ja, Du kannst es als Mutter sowieso nie allen recht machen  ´
Liebe Grüße
Dölma
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