Liebe eloise,
ich kann deine Enttäuschung sehr gut verstehen. Bei mir sieht es nicht viel anders aus. Aber meine Schwestern und meine Mutter haben eigene Wege und ich muß immer wieder meine eigene Wertung erkennen und ablegen. Wenn meine Schwester die Erfahrung Alkoholismus für dieses Leben gewählt hat, wer bin ich dann, darüber zu urteilen. Ich verneige mich vor ihrem harten Weg und gehe meinen eigenen weiter. Ich fühle mich dann auch etwas herzlos, aber vermutlich nur, weil mir beigebracht wurde, dass Liebe bedeutet, die Anderen zu retten...

Wir können aber nur uns selbst retten und uns selbst trösten, die Sicht erweitern und unsere Schwestern und Brüder in der "großen" Familie finden. Uns selbst Mutter und Vater sein und Schritt für Schritt, Tag für Tag fühlend für uns und unsere Lieben dasein.
In Gedanken nehme ich dich in den Arm und danke dir für deinen Beitrag hier. Denn: JA, es ist traurig, dass wir diese Liebe, die in uns ist, nicht mit unserer Familie teilen können. JA, es ist schlimm und es macht müde. Aber wir lernen mit jedem Schritt und mit unseren Kindern - und für sie ist es die Mühe wert, dass wir bereit sind, umzudenken, neue Werte zu entwickeln. Hier und Jetzt - nicht damals und nicht morgen - finden wir Frieden.
Den wünsche ich dir von Herzen!
Yemaya