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02.06.2009, 22:30
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Auswirkungen von Gefangenschaft Beitrag #9 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 1.651
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Ich kämpfe mich seit Jahren durch die väterliche Ahnengeschichten, ja- die Folgen von Kriegszeiten sind erschreckend, damit meine ich nicht nur Gefangenschaft, auch das enthusiastische in den Krieg ziehen- für Ruhm und Ehre oder im Namen des Kreuzes, die Kriege davor. Ich selber bin darauf indirekt in den Aufstellungen gestoßen, weil keiner meiner männlichen Ahnen überhaupt ansprech oder handlungsfähig war,nicht mehr "DA "sein konnten, also Leere.. Lehre.. weit und breit
keiner wusste letztendlich, wie man eine Tochter grosszieht..vollgestopft mit männlichem Kriegererbgut..
Ich habe mittlerweile 3 Generationen aufgearbeitet, denn ich trage tatsächlich diese Männer-Geschichten mit, allesammt ich suche mein Erbe auf den Schlachtfeldern zusammen.. viele scham. Reisen ..das ist heftig, was da liegt
Aber ohne diese Geschichten zu lösen, geht die eigene Heilung nicht weiter.. man muss den Mann zu sich nehmen, um die Frau zu finden. Bei Geschichten, wo Menschen im Krieg waren,gibt es viele Dinge, über die niemals geredet wurde, aber da sind - ich habe viele solche Geschichten erfahren, immer stirbt etwas. Der Krieg ist dann vorbei- aber eigentlich ist er immer da und das kaputte wird weitervererbt....gnadenlos. Das, mit dem man überlebt hat. In meinem Fall habe ich gelernt bekommen, zu schweigen- nicht zu sagen, was man denkt,2 Leben zu führen-ein inneres und ein Äußeres, unsichtbar zu sein und sein Ding zu machen-im Stillen. ,ansonsten wegzuschauen und abzuschalten und sich so dumm stellen, dass man für jegliche geistige Posten der Führung nicht in Frage kommt. Im Osten durchaus brauchbar- aber heute ein Hadycap auf ganzer Linie. Aber es ist in Fleisch und Blut, das ist das Erbe - das kann man nicht mal schnell ändern. Das ist wie in den Genen. das ist voll schwer, wenn man niemand im Rücken hat, der einen trägt, im Gegenteil- alles droht- "wackel nicht am Kartenhaus." Aber einer muss anfangen zu wackeln, schon allein für die Söhne.., die vaterlose Generation- wie sie schon genannt wird ich erfahre fast immer- das Frauen beginnen, ich finde das gut und wichtig.
Viel geschrieben.  Ist ein interessantes Thema
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22.08.2009, 13:31
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Auswirkungen von Gefangenschaft Beitrag #10 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von chokra
Der Krieg ist dann vorbei- aber eigentlich ist er immer da und das kaputte wird weitervererbt....gnadenlos.
... ,ansonsten wegzuschauen und abzuschalten und sich so dumm stellen, dass man für jegliche geistige Posten der Führung nicht in Frage kommt.
...
Viel geschrieben.  Ist ein interessantes Thema
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hallo chokra, hallo yemaya, hallo die anderen,
es gibt ein wunderbares buch zum "wirken der stammesseele" in bezug auf die auswirkungen des zweiten weltkriegs auf uns dazu, geschrieben aus schamanisch-familienaufstellerischer sicht, das ich euch gerne empfehlen möchte, allerdings nur per pn.
ich kann es den an diesen fragen interessierten nur empfehlen- weil es die schamanische und familienaufstellerische sicht (wobei es "die" ja nicht so gibt meiner ansicht nach, aber der autor bezieht sich vor allem auf das vorgehen hellingers) versucht, zu verbinden, bzw. einander zur ergänzung zu bringen und kritisch zu hinterfragen.
der autor geht letztlich über diese beiden horizonte aber noch hinaus...
lieben gruss
emmie
ps yemaya: du bist aber selbst auch sehr praktisch, oder nicht?
Geändert von Gast9280 (22.08.2009 um 13:36 Uhr)
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08.09.2011, 12:22
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Auswirkungen von Gefangenschaft Beitrag #11 (permalink)
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Gast
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Aufgewärmt
Hallo!
Jetzt wärme ich mein eigenes Thema mal wieder auf, weil es auch deutlich macht, wie die Themen sich entwickeln  .
Die Gefangenschaft hatte ich damals nicht vollständig gesehen. Ein weiterer - für die Freiheit wesentlicher - Aspekt ist der Zwang! Es war Zwangsarbeit, die geleistet wurde und ich beobachte in Familien mit einem Zwangsarbeiter, der nicht entschädigt wurde, dass mindestens ein Nachkomme gezwungen ist, nicht zu arbeiten, sich zu erholen! Meist besteht die innere Freiheit nicht, die Arbeit nach seinem Herzenswunsch auszusuchen.
Chronisches Müdigkeits Syndrom, aufgrund diverser Traumata psychisch nicht in der Lage, eine geregelte Arbeit zu schaffen, wiederholte Mobbingsituationen oder Ausbeutung... Oft ist es der Zwangsarbeiter selbst gewesen, der seine Not nicht selbst achten konnte. Man musste doch froh sein, dass man überlebt hat. Und in der Regel hatte man es ja auch "verdient", da man ja Menschen getötet hatte... Sofortige und gerechte Strafe Gottes etc.
Es würde mich interessieren, ob ihr auch solche Zusammenhänge habt! Haben eure Vorfahren zwangsgearbeitet? Wurde - und wenn ja, wie - darüber gesprochen?
Herzlichst
Yemaya
PS: noch eine Anmerkung zu Siegfried, S. 1: Ich habe mich entschieden und mache jetzt die Ausbildung...
Geändert von Gast11848 (08.09.2011 um 12:25 Uhr)
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10.11.2011, 13:41
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Auswirkungen von Gefangenschaft Beitrag #12 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 21.09.2005
Ort: Berlin
Beiträge: 305
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Kriegsauswirkungen auf Familien
Liebe Yemaya, ich habe beim luziden Träumen das Problem mit meinem Großvater väterlicherseits, der auch enthusiastisch in den 1. Weltkrieg zog, gefallen ist und Frau mit Baby zuhaus zurück ließ, aufgearbeitet. Als ich den Erinnerungsdämon, der das schwarze Loch 'Vater' bei mir besetzt hielt, besiegte, kam auch der Großvater zurück in den Traum und sah nun endlich nach, was er durch sein Tun (in den Krieg ziehen, Familie verlassen, sterben) bei den Nachkommen angerichtet hatte. Hier kannst Du das ganze Drama nachlesen, wenn Du magst: http://www.bookrix.de/showbooks.html...233.1920030117
MM
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