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20.05.2008, 22:54
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.05.2008
Beiträge: 15
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung?
Hallo ihr Lieben,
immer wieder überlege ich mir (auf Grund nicht ganz einfacher Kindheit) eine Familienaufstellung zu machen.
Aber bislang hat immer mein innerer "Schweinehund" gesiegt und ich bin dabei geblieben alles zu verdrängen.
Kürzlich hat mir eine Bekannte erzählt, daß sie ein Seminar besucht hat bei dem eine Rückführung in die Jugend/Kindheit bis zur Geburt gemacht wurde. Sie konnte sich dabei an Dinge erinnern, die sie vergessen hatte, im Unterbewußtsein aber noch gespeichert sind, z.b. die Gefühle bei der Geburt, wichtige Ereignisse in der Kindheit,...
Danach ging es von der Geburt wieder vorwärts bis zum jetztigen Zeitpunkt und es wurde alles besprochen und versucht das Positive daraus zu ziehen.
Mir spricht diese Methode sehr an. Einmal würde ich gern mehr über meine Kindheit wissen und ich glaube, wenn ich mich an die Dinge wieder erinnern kann, vielleicht kann ich dann meine Eltern besser verstehen und mit der Vergangenheit meinen Frieden machen.  Und gewisse Muster vermeiden?
Hat jemand mit so einer Rückführung Erfahrungen ?
Wie läuft es genau ab und auf was sollte man achten ?
Bin für Informationen sehr dankbar.
 Grüße 
lilaorchide
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21.05.2008, 12:09
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #2 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.05.2008
Beiträge: 15
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Noch eine Anmerkung:
Worin seht Ihr Vor- bzw. Nachteile der verschiedenen Methoden ?
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21.05.2008, 13:33
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #3 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 08.03.2008
Beiträge: 3
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Liebe lilaorchidee,
ich find die Frage gut.
Mit Rückführung in die Kindheit habe ich nur ganz am Rande über mediale Einblicke Erfahrung, möchte mich daher nicht dazu auslassen. Wenn dich dieses Verfahren aber anspricht, warum es nicht versuchen?
Beide Methoden (Familienaufstellung und Rückführung in die Kindheit) stehen ja sehr im Zusammenhang mit der Frage, inwieweit gibt es einen Lösungsansatz, der im System der aktuellen Familie gefunden werden kann.
Im Gegensatz dazu besteht ja die Möglichkeit, auch nach dem eigenen Karma zu schauen, zu schauen, inwieweit gibt es Lösungsansätze, die in meiner ur-eigenen Entwicklung gefunden werden können.
Beide bedingen sich offenbar und durchdringen sich. Sind also eigentlich doch keine Gegensätze.
Ich würde an deiner Stelle einfach irgendwo anfangen. Solltest du feststellen, dass du mit einer Methode bestimmte Antworten bekommst und andere nicht, kannst du immer nochmal neu schauen, neu entscheiden, wie es weiter geht.
Deine Widerstände, sich mit Famaufstellung zu befassen, könnten allerdings schon darauf hindeuten, dass es hier gute Lösungsansätze geben kann.
So habe ich dieser gegenüber ebenso viele Widerstände gehabt, und demzufolge viel zu lange im karmischen Geschehen herumgewühlt, mit sehr fraglichen Ergebnissen, konnte dann aber weitgreifendere Lösungen in der Aufstellungsarbeit finden (wobei wie gesagt das Karmische dort ebenso wieder auftauchte).
Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich den Dingen, die uns zumeist verschlossen sind wie die Vorgänge in früheren Leben oder auch die tiefsten Kindheitsgefühle, gerne mehr Respekt entgegenbringen als ich es getan habe, und mich eher für die Aufstellungsarbeit im Hier und Jetzt entscheiden.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass Regressionen "zu" tief gehen und "zu" einschneidend sein können, möglicherweise ist das in der Familienaufstellung mit einem entsprechenden Therapeut /in besser steuerbar. Aber gleichzeitig haben ja auch Familienaufstellungen den Ruf, so etwas wie "brachial" sein zu können.
Meine Lösung war es, eine mediale Aufstellungsfrau zu finden, die die Vorgänge und Aufdeckungen sehr vorsichtig zu steuern versuchte.
Dies als meine Gedanken dazu....
Lg, Emmie
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21.05.2008, 22:38
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #4 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 20.05.2008
Beiträge: 15
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Hallo liebe Emmie,
und erst mal vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Du hast in vielen Dingen recht und zu einigen habe ich Fragen...
Also:
Du schreibst von den Lösungsansätzen im System der Familie bzw. der ur-eigenen Entwicklung.
Dazu interessiert mich, ob durch die reine Famaufstellung Probleme in der Familie gelöst werden können. Bei manchen Berichten hört es sich für mich so an, als ob allein dadurch, daß die Personen in einer bestimmten Position stehen und das Problem quasi erkannt wird es sich auflöst. Ich hoffe du verstehst was ich meine, es ist etwas schwierig auszudrücken, wenn man eigentlich keine genaue Ahnung hat... 
Ich kann mir das so nämlich nicht vorstellen und denke, daß durch das Erkennen der Problematik ein besseres Verständnis z.B. für Hnadlungsweisen der Eltern entsteht und man dadurch versuchen kann alte Strukturen zu lösen.
Das ist für mich, außer schlichter Neugier, auch der Grund weshalb ich mich für das Thema interessiere. Ich möchte Groll gegen meine Eltern abbauen und verhindern irgendwann an meinen Kindern die gleichen "Fehler" zu machen.
Es ist kein riesen Problem, aber es ist kein wirklich herzliches Verhältnis zu meinen Eltern und in gewissen Situationen wird das alte Zeugs immer wieder an die Oberfläche gespült, was dann weh tut. Also denke ich, daß ich mich mal damit befassen sollte.
Was genau verstehst du darunter nach dem eigenen Karma zu schauen?
Du schreibst, daß du heute deinen Erinnerungen an Kindheit, frühere Leben,... gerne mehr Respekt entgegengebracht hättest. Meinst du damit, daß man die Dinge, an die man sich nicht mehr erinnern kann, lieber ruhen lassen soll?
Bzw. die Vergangenheit nicht für die Gegenwart verantwortlich machen soll, so nach dem Motto "Ich kann nichts dafür, hatte ne schwere Kindheit.. "
Morgen kommt übrigens die Freundin, die mir von dieser Rückführung in die Kindheit erzählt hat und ich werde sie mal genauer Befragen... speziell auch über die Person, die das gemacht hat.
Mal sehen. Nochmal vielen Dank für deine Gedanken und Anregungen
LG
lilaorchide
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22.05.2008, 07:43
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #5 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 08.03.2008
Beiträge: 3
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Liebe lilaorchide,
super, *knuddelzurück*!
Leider heut keine Möglichkeit, genau zu antworten, morgen mehr!
Lg, Emmie 
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23.05.2008, 19:00
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 1.642
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Meistens liegt die Beste Lösung schon vor der Tür. Ich denke, deine Freundin ist der Wink mit dem Zaunpfahl.
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23.05.2008, 21:47
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #7 (permalink)
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Gast
Registriert seit: 08.03.2008
Beiträge: 3
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Liebe lilaorchide,
... ich versuch mich mal an ner Antwort, auf deine tiefgehenden Fragen...
Ob Famaufstellung die Probleme _in der Familie_ löst- hm, das sind eigentlich zwei Fragen:
1. Frage: löst sich etwas für den Aufstellenden: ja (aus meiner Erfahrung)
2. Frage: löst sich etwas bei den Familienmitgliedern, die thematisch betroffen, aber nicht dabei waren: meine Erfahrung: ja und nein.
Dieser Franz Ruppert (Famaufsteller und Psychotherapeut) geht ja soweit ich das verstanden hab davon aus, dass es keine tiefgreifende Lösung für den Einzelnen gibt ohne die "Mitheilung" der Familie.
Diese Ansicht finde ich passend, sie ist für mich deutlich zu empfinden. Geschieht keine Mitheilung, können die alten Muster immer wieder neu weitergegeben werden (wenn man nicht genügend aufpasst). Und vor allem: schöner wäre es doch, wenn alle was davon hätten!!
Andererseits gibt es natürlich schon Veränderungen im Verhältnis zur eigenen Familie, und zwar sehr wahrscheinlich dadurch, dass du selbst anders agierst als vorher. So kommen natürlich auch andere Rückmeldungen.
(Alles etwas kompliziert ausgedrückt, sorry )
Stichwort "Erkennen der Problematik", ja, für mich ist das zentral.
Da könnte man jetzt glaube ich riesen Diskussionen anzetteln, ob man Dinge mit oder ohne Erkenntnis verändern, abgeben kann, aber für mich selbst geht es (bisher) nicht ohne Erkenntnis, diese ist der Schlüssel dafür, dass sich Dinge entweder selbständig von einem ablösen, abfließen, oder man willentlich und bewusst Dinge abgeben kann (z.B. ganz konkret, indem man sich immer wieder an den "richtigen" Aufstellungsplatz begibt, innerlich). Erkenntnis allein verändert ja auch immer schon die Situation.
Stichwort "Ruhenlassen von Dingen": ja, ich wollte sagen, ich bereue es mittlerweile, zu gezielt im karmischen Geschehen nach Antworten gesucht zu haben. Es ist glaub ich auch nicht so gedacht, das zu tun! Das sieht man schon daran, dass die Informationen einfach nicht mehr in den eigenen Verstand hineinpassen, und zum anderen können die ausgelösten Gefühle bzw. Emotionen nahezu lebensgefährlich sein...
Bei einer Regression in die Kindheit sind vielleicht andere Themen dran, aber bestimmt können die auch extrem und dramatisch sein. Das finde ich echt zu bedenken, genauso wie die Frage, mit wem man da arbeitet, und welche tatsächlichen Kompetenzen da sind.
So, ich weiß, die Frage "Was wirkt?" "Wie wirkt es?" habe ich bewusst übersehen...
Das sind Themen für einen neuen Thread, finde ich...
Genug für heute. Emmie kann nich mehr denken.
Lg , Emmie
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23.05.2008, 23:34
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Rückführung in die Kindheit oder Familienaufstellung? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.03.2008
Beiträge: 1.642
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Liebe lilaorchide,
Eine Aufstellung hilft sehr, mehr über sich und die Ursachen von Problemsituationen zu erfahren. Wenn du dir vorher Gedanken machst, was will ich eigentlich genau wissen, welche Situation, welches Gefühl , was ist das, was da immer wieder auftaucht, warum bekomme ich das Problem nicht weg, obwohl ich mich so abstrampele und alles probiere... dann ist eine Aufstellung hilfreich, denn sie führt einen Schritt weiter, dorthin, wo der eigene Blick allein noch nicht ausreicht . Ich denke in der heutigen Zeit sind die Möglichkeiten noch mal andere als vor ein paar Jahren, wo das losging ,mit den Familienaufstellungen. Die meisten ,die ich kenne, ich-ab und zu im Bedarfsfall, machen Systemaufstellungen, nicht die ganze Familie, nur die Teile, die direkt zur Frage oder Thema gehören. Dabei werden nicht nur Personen, sondern auch Eigenschaften "hingestellt, Verhaltensweisen, Muster.., dadurch bleibt es konzentrierter bei der Person und letztendlich ist es nicht immer notwendig, das System zu heilen, wenn es garnicht will. Wichtig ist, dass derjenige, der Änderung und Einsichten sucht, diese finden kann um sich zu heilen. Diese Rückführungen habe ich eigentlich nur innerhalb von langerfristigen Ausbildungen beim schamanischen erlebt.
Es ist gut,bei Aufstellungen schon zu wissen, was man sucht, einen stört,nicht einfach so neugierig- ach schau ich mal, was da passiert und mit meiner Familie los ist.Das geht natürlich auch, Je präziser bereits vor dem Anfang sich das Thema heraus schält umso mehr fallen viele Sachen raus, die unrelevant sind, in der Familienaufstellung stehen alle Personen da , in der Systemaufstellung nicht. Auch diese gibt es noch in vielen Varianten .
Alles führt zum gleichen Ziel- du kannst einfach wählen,wie Wanderwege, es gibt die langen, kurzen , besonders anstrengenden oder gemütliche Wege, Abkürzungen , Abstecher .. ohne zu werten,das geeignetste aussuchen.
Vielleicht hilfts dir weiter.
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