Vielen Dank, lieber Pure, für Ihren interessanten Beitrag. Wie man im Geistigen richtig weiter kommt, weiß ich gar nicht so genau. Aber ich habe Zeit meines Lebens immer gesucht, geistige Inhalte zu finden, und durch R. Steiner weiß ich immerhin einiges über die verschiedenen Bedingungen der Entwicklung des Menschen.
Ich denke dass es vielen Menschen so geht wie mir: ich empfinde die Grenzen dessen, was ich geistig, in Bezug auf Selbstbeherrschung, Moral oder zum Beispiel Meditations-Übungen - leisten kann. Es ist einfach eine Art Mauer, eine Hemmpunkt da. Der Durchbruch mit geistigen Übungen mag in späteren Inkarnationen gelingen. In diesem Leben noch nicht.
Was mir sehr gefällt, ist die Beschreibung Steiners, wenn man am Abgrund, welcher gleichzeitig eine Schwelle ist, den eigenen Doppelgänger erlebt. Endlich sieht man sich ungeschminkt mit allem Hässlichen, aber man sieht auch an den Veränderungen, wenn man besser wird.
All dieser geistigen Sehnsucht gegenüber haben Sie schön formuliert, dass es wichtig ist, in der irdischen Welt mitzuwirken.
Also der Mensch ist zwischen Idealen und machbarer Praxis. Er hat die Aufgabe auf beiden Ebenen tüchtig mitzuwirken. Und es gibt diese Gefahr, rein in geistigen Ebenen bleiben zu wollen. Doch kann kein Mensch allein seine eigenen Menschheitsziele erreichen, während er in einer rein geistigen Sphäre verbleibt. Nur in Gemeinsamkeit, Auseinandersetzung und Hilfsaufgaben gegenüber allen Menschen gleich welcher Herkunft oder Religion können wir auch als geistige Menschen unsere wahren Ziele erreichen.
Streben wir also weiter für uns selbst, und bleiben wir gleichzeitig in Verbindung mit den anderen.