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Zitat von kalte Dusche
Offenheit und Glaube schließen sich aber gegenseitig aus wenn es um Gegensätze zur selben Sache geht, ...
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Erst glaube ich, dass etwas so und so sein könnte (Theorie, These), dann prüfe ich es mehrfach und dann weiß ich ob es so oder so ist. Das ist der Weg der Wissenschaft und das ist oft der Weg religiöser Menschen.
Ein fundamentalistisch eingestellter Mensch (egal ob er aus der Wissenschaft oder der dem Bereich Religion kommt) hat ein starres Glaubensfundament und ist nicht offen gegenüber neuem. Das kennt man aus der Religion, jedoch auch aus der Wissenschaft: Wissenschaftler, die neues entdecken, was altem widerspricht müssen sich oft mit persönlicher Anfeindung und Diskreditierung und Rufmord auseinandersetzen bis sie eine ausreichender Mehrheit und Beweislast haben. Religiöse Menschen, die glauben, dass es ein Gott gibt könne aber auch mit der Evolutionstheorie übereinstimmen, sie (Die Evolutionstheorie) schränkt ihren Gott nicht ein, jedoch schränkt sie den Gott der Fundamentalistisch denkenden Menschen ein.
Der Unterschied ist also beim Umgang mit dem Glauben, nicht beim Glauben selbst zu suchen.
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Zitat von kalte Dusche
... so das ich keinen Glauben an etwas habe wenn ich an etwas eben nicht glaube. ... Welche Vorstellung von Gott hast du? Ich glaube nicht das man einen väterlichen Schöpfergott wie auch immer in unser Universum einbauen kann.
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Das glaube ich auch nicht, ich halte es für sehr unwahrscheinlich und unhaltbar, besonders, wenn man offen ist für die Dinge der Welt (einschließlich und insbesondere der der Wissenschaft).
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Zitat von kalte Dusche
... Lavaseen der Hölle schmeißt die wir nicht mögen. 
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Das ist auch so eine unhaltbare Erfindung der Religionen, die sich beim lesen von religiösen Schriften selbst widerlegen lässt und deren Sinn enorm fragwürdig ist.
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Zitat von kalte Dusche
... .diese seelischen Konflikte sind nichts für mich, so habe ich zwar ein Problem mit diesem unbequemen Teil, ...
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So nun zu meinem Glauben, dem Sinn und meinem Umgang: Gott ist alles, es gibt nichts, was nicht Gott ist. - oder - Alles ist aus dem selben gemacht, ohne dasselbe ist nichts gemacht. (Kybalion) Wissenschaftlich gesehen – sage ich: Kosmos (Ordnung) – es gibt eine Ordnung und ein dem zugrunde liegendes Bewusstsein/Intelligenz – es gibt also einen Sinn und das alles hat eine Funktion. Die materielle Welt ist eine Form der Illusion, es gibt noch mehr. Der Mensch (das Bewusstsein) kann nicht sterben, da nichts in der Natur sterben kann – es wandelt sich nur um. Die Definition von sterben ist bei mir also eine andere, sie hängt nicht an der Ebene des Materiellen. (das wars in kürze)
Sinn: Ich habe eine Sinn, einen Halt im Leben und eine Methode um mit den Dingen gut umzugehen (psychologischer Effekt) und so mein Leben aktiv zu gestalten (→praktischer Effekt - – die Annahme, diese Realität sei nicht die schlussendliche lässt mich forschen und entdecken und so neue Gestaltungsmethoden verwenden (das tue ich bereits)).
Mein Glaube ist natürlich noch komplexer, er stärkt sich durch Erfahrung und Wandelbarkeit, ist also nicht starr.
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Zitat von kalte Dusche
... Wahrnehmungsschwelle eben nicht ausrecht, genau so kannst du nichts über Dinge aussagen von denen du nichts mitkriegst.
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Ich habe aber
erfolgreich versucht etwas aus diesen anderen Ebenen mitzukriegen und dieses zu nutzen. Das ist der fundamentale Unterschied zum Skeptiker.
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Zitat von kalte Dusche
Für mich tritt aber dann ein Problem auf wenn jemand sagt das er es doch könnte und bei der Frage nach der Begründung sich hinter diesem Unbekannten regelrecht versteckt.
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Nun, verstecken muss ich mich nicht, aber beweisen kann ich es dir nicht, das ist das Problem, man kann es nur sich selbst beweisen und das mögen viele nicht, da immer ein Rest Unsicherheit bleibt und das obwohl der Mensch Sicherheiten braucht^^ (meiner Meinung nach ne Illusion)
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Zitat von kalte Dusche
Das stimmt nicht. Erstens: Wenn jemand seine Behauptungen nicht beweisen kann sind sie unbewiesen.
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Unbewiesen für andere, na und – ich habe meinen Beweis – ich glaube in einigen Bereichen nicht mehr, ich weiß, aber ich kann niemand anderem das beweisen, das geht bei diesen Dingen nicht.
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Zitat von kalte Dusche
Zweitens: Das mit dem Bären stammt von mir, bitte nix umdrehen, ..., ich mag das daher nicht.
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Na dann bring ich den Bär zurück in den Wald

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Zitat von kalte Dusche
Drittens: Es gibt einen Unterschied zwischen einer Erfahrung und einer Sichtweise, von daher ist ein Vergleich zwischen Beidem unangebracht, ebenso wie ein Vorwurd der sich auf diesen vergleich stützt.
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Trotzdem deine eigene Sichtweise beruht auf deinen Erfahrungen und die Sichtweise der anderen beruht auf deren Erfahrungen. Nur weil sie ihre Erfahrung dir nicht beweisen können, beweist das nicht, dass sie falsch liegen. Das habe ich kritisiert – den Algemeinanspruch, den du erhoben hast. Es ist für dich als falsch gültig aber eben nicht für alle – für denen, der mit seiner Erfahrung seine Sichtweise beweisen kann und dann nicht mehr glaubt ist es wahr auch wenn du es als falsch ansiehst.
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Zitat von kalte Dusche
Es gibt aber nur ein Weg der logisch gesehen der richtige ist, ...
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Die eigene Logik beruht aber auf der eigenen Erfahrung und wenn sich diese unterscheidet, dann ist es eben möglich, das zwei Menschen die Wahrheit sprechen, auch wenn sie sich scheinbar widersprechen. Paradoxien findet man auf der Suche nach der Wahrheit oft und oft stimmen beide Seiten – es ändert sich nur die Sichtweise: Beispiel: Wir sind alle eins! Ja, weil eben alles auf alles Einfluss hat, selbst wenn die Entfernung riesig ist. (z.B.: Jede Aktion gegen jemand anderen ist eine Aktion gegen mich selbst (Stichworte
Amerika Krieg-Terror – Verbindung)). - Nein, weil wir Individuen sind (Wenn ich hier einen Stein fallen lasse kümmert das jemand in Afrika wohl kaum).
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Zitat von kalte Dusche
Doch kann man, wenn man einen roten VW Golf in der Garage hat und man aus der ferne irgend ein rotes Auto in seiner Garage ... Problem mit den Erfahrungen, wenn man sie nicht überprüfen kann, haben sie so gut wie keinen Wert was darauf aufbauende Sichtweisen angeht.
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Hingehen und prüfen, so mach ich Erfahrungen, deshalb lese ich auch hin und wieder Zeitschriften über Psychologie oder andere kritische Dinge, die mir alle meine Erfahrungen widerlegen wollen, dabei sortiere ich dann aus und behalte das, was die nicht hinreichend widerlegt haben. Deshalb weiß ich jetzt, das die Buchausleihsache Zufall sein kann, die Bildherausfindsache aber nicht.
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Zitat von kalte Dusche
Ich möchte schon, sonst würde ich ja nicht danach suchen, nur kann ich es eben nicht da der Grund fehlt.
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Stimmt du möchtest, sonst wärst du ja nicht hier (habsch nicht gesehen *drop*). Such dir den Grund, wie wärs mit höherer Erkenntnis – immer weiter fragen – das ist die wunderschöne Fähigkeit des Skeptikers. Das Universum folgt einer Ordnung, warum tut es das – oder so wie du es gerade in diesem Thread machst: Warum reagieren die Menschen, obwohl sie nicht physisch berührt worden? Welche Kraft hat mein Gedanke, was ist denn dann ein Gedanke, wenn es scheint, dass er nicht nur auf das Gehirn beschränkt ist usw...
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Zitat von kalte Dusche
Warum versagen sie dann wenn man sie ergebnisoffen und gesichert nachweisen möchte?
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...gute Frage, was ist, wenn gewisse Fähigkeiten aus dem feinstofflichen Bereich auch auf Erwartungen reagieren und deshalb entsprechend der Erwartungen der Wissenschaftler regieren (Es gibt lustigerweise immer wieder Studien, die etwas belegen und dann wieder welche, die das gleiche widerlegen). Immerhin muss man beachten, dass es sich oft um feinstoffliche Dinge handelt und wie du in deinem Experiment festgestellt haben kannst, sind Gedanken „Dinge“ die einen Einfluss auf die Umwelt haben, der nicht offen sichtbar ist.
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Zitat von kalte Dusche
... geht bei mir also nicht darum welches Weltbild mir denn das liebste wäre, es geht mir darum eines zu haben das dem wirklichen Zustand der Welt am nächsten kommt.
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Und was ist mit der Sicherheit. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man ein Weltbild hat um Sicherheit zu bekommen. Am besten ist dann, wenn es wandelbar ist (das wissenschaftliche ist recht gut wandelbar – nicht 100%, da ein Teil der Wirklichkeit fehlt aber Ok) Deswegen sagte ich „stützt dein Weltbild“. Ich tue das auch, aber ich versuche Flexibilität und Veränderbarkeit (eigentlich destruktiv für die Suche nach Sicherheit) in mein Weltbild mit reinzubekommen (daraus entwickelt sich dann stärke und Sicherheit). Das wissenschaftliche Weltbild tut das auch, aber es funktioniert eben nur für den Bereich, den die Wissenschaft erfassen kann – in dem anderen Bereich ist sie starr, dieser wird mit wissenschaftlichen Methoden als nicht-existent dargestellt (stärke auf der einen Seite durch Felxibilität – schwäche und verdrängen von Unsicherheit auf der anderen Seite durch ausblenden).
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Zitat von kalte Dusche
Da bin ich sehr skeptisch. 
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Solang dich die Skepsis nicht hindert ...
Grüße Shuichi (hui anregender toller, aber langer Text)
Vielen Dank für den Austausch