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Esoterik kritisch betrachtet

Skeptische Diskussionen über esoterische Weltbilder. Kritik an Fehlentwicklungen, Scharlatanerie und sonstigen negativen Auswüchsen.


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Alt 07.05.2008, 16:31   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #1 (permalink)
Blind Seer
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Ort: Kassel
Beiträge: 17
Einige (provokative) Grundsatzfragen

Heyho allerseits,

eines vorweg: Dieser Thread wird die Stilmittel der Ironie, des Sarkasmus und der Überspitzung enthalten. Ich wähle diese Mittel ganz bewusst und mir ist klar, dass ich eniges (übertrieben) extrem darstellen werde, eben um Dinge klar zu verdeutlichen, die ich meine. Ich will niemandem an den Karren fahren, sondern einfach klar hinterfragen. Daher die Bitte, dass jene die sich leicht auf den Schlips getreten fühlen durch sowas den "Zurück"-Button betätigen. Ansonsten: Viel Spaß beim lesen.

In den Jahren in denen ich so durch Thema Esoterik stolpere, immer mal wieder Foren lese, Leute kennengelernt habe und deren Wege gesehen habe sind mir hie und da ein paar Dinge aufgefallen, die mir zum Teil sauer aufstoßen, mich ungläubig die Augen haben reiben lassen, oder einfach dicke Fragezeichen im Gesicht hinterlassen haben, letzteres besonders dank mangelndem Hinterfragen.
Fangen wir mal an, was da so wäre (nun beginnt der Teil mit oben erwähnten Stilmitteln):

1. Wir wissen/ gehend davon aus, dass unsere Seele der Schlüssel zu unserem Selbst ist, der Punkt an dem wir maniplierbar werden (dies, wie jenseitig), unser intimstes Inneres hinterlegt ist, die Dinge die wir nicht unbedingt in Jedermanns Hand wissen wollen, was dazu beiträgt dass wir uns verstehen, aber ebenso verletzen können. Ergo: Etwas doch sehr schützenswertes. Dennoch sieht man immer wieder, dass Leute ihre Seele/ ihr Seelenleben doch sehr stark offen vor sich hertragen, als gäbe es nix zu verbergen, nix böses, als könne man aus den Puzzlestücken nicht etwas zusammensetzen, das sie "greifbar" macht. Paranoia muss ja nun nicht sein, aber sollten nicht gerade wir aufpassen wem wir was sagen? Sind nicht gerade wir jene, die mit solchem Wissen gut angehbar sind, egal obs ein Mensch oder sonstwas ist?

2. Eigenverantwortung... Hmmm... Manchmal kann es echt so scheinen, als würde eben jene doch gerne von sich weggeschoben werden (mal böse gesagt). Es wird oft nicht aktiv was gemacht, sondern passiv jemand/ etwas anderes gebeten. Da geistert was durch die WOhnung? Jemand soll Glück bekommen? Da fragen/ bitten wir mal Geist/ Gott/ Göttin/ Engel/ Naturwesen/ Lichtwesen/ etc, pp XYZ drum. Schwupps... Verantwortung von uns genommen. Nicht wir handeln, XYZ handelt, wir bitten nur drum. Entweder XYZ machts, oder auch nicht. Handeln, Erfolg und Verantwortung sind von uns genommen. Klappts nicht? XYZ wollte halt nicht, oder hielt es nicht für sinnvoll... Man selber hat nicht versagt, bei etwaigen "nebenwirkungen" hatte man ja auch nur indirekt was damit zu tun... Nur was ist wenn es für einen Außenstehenden so aussieht, dass man nicht drum bittet, sondern man wirklich aktiv ein Wesen befeligt das gewünschte zu tun, mit eben Erfolg oder MIsserfolg, Verantwortung, usw, usf? Kann das nicht auch genau sorum laufen, nur dass man es nicht weiß/ mitbekommt?

3. Dogmatismus?! Ja wie nun?! Sind nicht gerade wir jene, die einige Dogmen durchbrechen/ durchbrochen haben?! Und nun tauschen wir alte Dogmen gegen Neue? Es gibt nur einen richtigen Weg: Den eigenen... Doch wie oft hört man "Das geht so und NUR so!"? Wie oft werden andere als "verantwortungslos" abgestempelt, weil ihr Weg anders ist? Natürlich gibt es bei so vielen Wegen auch jene, die derartig inkompatibel zueinander sind, dass man nicht mal ansatzweise den anderen verstehen kann, bzw. total aneinander vorbeiredet, weil man Begriffe anders verwendet. Kann man aber nicht dennoch aktzeptieren, dass es funktioniert? Das der andere nicht ein Verantwortungsloses Etwas ist? Wieso wollen wir uns so auf einen Weg, eine Tradition festlegen? Sind wir derart konservativ, dass wir nur alte festgelegte, ausgetretene Pfade anerkennen? Wo ist das Streben nach Neuem? Nach neuen Ansichten? Nach Entdeckung neuer Wege? Wie sollen wir eine neue Welt entdecken, wenn wir auf den Wegen der alten wandeln?

4. Suchtgefahr/ Abhängigkeiten... Wurde ja auch schon hier im Forum angesprochen. Immer wieder habe ich mitbekommen, dass Leute nicht "die Sache in ihr Leben" integriert haben, sondern "ihr Leben in die Sache". Plötzlich geht keine Aktion mehr ohne eine Karte/ Rune, kein Frühstück ohne Ritual vorher und wenn dann die Cornflakespackung umfällt wars nicht der LKW, der draßen vorbeigefahren ist, sondern ein Geist/ Schicksal/ ein Zeichen... Ehm.. Ja, ne... Is klar. Ist zum Glück nicht so häufig, aber kommt immer wieder vor, besonders mit abgeben der Eigenverantwortung kombiniert. Lassen wir uns so gerne "entführen"? Kommen wir unter Umständen nicht mit der Welt klar und schaffen uns eine bessere? Woher kommen diese Tendenzen und sind wir uns ihrer wirklich bewusst? Sind sie evtl. sogar der Grund, wieso früher nur einige wenige diese Pfade beschritten?

5. Rosa-Blümchen-Welt... Wie schön, alles ist hell, blumig und wir haben uns alle lieb... Ich schau aus dem Fenster und frag mich "ach wirklich?". Dem ist ja schon mal gar nicht so... Aber vor allem, was ich viel wichtiger finde: Wieso wollen wir Dinge ausblenden? Der Mensch ist kein luftig leichtes Wesen aus Licht... Wir sind ein komplexes Gesamtpaket mit allem drum und dran... Auch aller Art von Gefühlen und ich will da auf keines verzichten. Wieso auch? In allem hellem ist auch etwas Dunkles, in allem Dunklem etwas Helles. Es gibt da kein reines Wesen. Wieso sollten wir einen Teil von usn selber verneinen, wegschieben, verdrängen, oder abschieben? Er bleibt da, nur ausgeblendet, bis er wieder durchbricht. Die Welt kann Schrott sein, das Leben mist und der Mensch ein Monster... So what? Genauso genauso genieße ich die Momente mit meiner Freundin, die Welt kann toll sein und wir Menschen die besten "Krankenpfleger"... Alles ist im Lot und im Gelichgewicht. Das eine geht nicht ohne das andere und man würde das eine nicht ohne das andere erkennen, oder? Was wäre denn eine Welt rein aus Licht? Blendend....

6. Schwarz-Weiß-Denken... Dim doch mal das LIcht... Nu isses aus, ich sagte "dimmen"... Geht nicht? Wieso nicht? Gibt nur hell und dunkel? 0_o Das zeigt direkt was ich meine. Wieso ist alles in Schwarz und Weiß, Gut und Böse unterteilt? Wo sind die Grauschattierungen? Ist alles so eindeutig? Sind Gut und Böse nicht eh nur sozio-historisch geprägte Begriffe, die an sich ohne sozialen/ kulturellem Kontext völlig leer sind? Hat der ATztekenpriester, der ein Kind aufschlitzte gesagt/ gedacht er sei böse? Nein, er dachte er tut was gutes, es war für ihn real. Sind wir alle so leicht einzuteilen in Schubladen, schwarz und weiß? Demnach wäre doch ein Mensch der ausversehen etwas "böses" tut schwarz und böse... Aber wie heißts so schön? "Was ist das Gegenteil von gut gemacht? - Gut gemeint" oder "Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen". Ich durfte mir dank dieser Einteilung übrigens schon mal wortwörtlich anhören ich sei ein schwarzer Seelenfänger, weil ich nicht in weiß passte und demnach in schwarz fiel... Na danke... Hab schon genug mit meiner eigenen Seele zu tun, da brauch ich nicht noch andere. *g*Wenn das alles nicht so klar ist, wieso die EInteilungen? Wie gehen wir denn dann mti Menschen um, die das ganze nicht so einteilen? Vor allem auch mit jenen, die wir nicht kategorisieren können?!


Hmm... Das wars glaub ich erst mal. Könnte einzelne Punkte wieter ausschmücken, oder die Liste künstlich mit Kombinationen verlängern, will ich aber nicht. Mir ist im Übrigen auch klar, dass nicht alles auf alle zutrifft, einiges auf nur wenige und auch auf Einige gar nichts davon. Es sind einfach Grundsatzfragen, die sich mir so gestellt haben, Fallen in die ich schon Leute habe blind tappen sehen und sowas. Falls sich nun wer an den Karren gefahren fühlt... Sorry, darum hab ich vorher gewarnt.

ich hoffe auf eine anregende und offene Diskussion und wenn ich wen zum Nachdenken gebracht habe... Umso besser.
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Alt 07.05.2008, 16:51   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #2 (permalink)
Sodalith
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Beiträge: 8
und was genau trifft aus Deinen Worten da auf Dich zu?????
Sodalith ist offline  
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Alt 07.05.2008, 17:04   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #3 (permalink)
Blind Seer
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Ort: Kassel
Beiträge: 17
Der Mensch hat eher die Tendenz, dass ihm Dinge auffallen an anderen, die ihm selber widersprechen, also bei ihm nicht so zutreffen. Habe auch nie behauptet, dass ich selber perfekt bin, oder so. :P
Aber ich slber weiß auch, dass ich manchmal die Seele zu sehr auf der Zunge trage und ebenso, dass mein Wunsch nach Antwortet manchmal blendet und ich dann das Offensichtliche nicht sehe.

Generell ist dies das, was mir bei anderen in den Jahren auffiel, was anderen in den Jahren bei mir auffiel wurde mir eher selten mitgeteilt. Zu den Sachen, die mir mitgeteilt wurden gehörte allerdings, dass ich zu viel hinterfrage und zu schnell zu tief auf den Grund will.
Blind Seer ist offline  
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Alt 07.05.2008, 17:22   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #4 (permalink)
Carmen_Indigo
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Alt 07.05.2008, 17:49   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #5 (permalink)
True_Sceptic
Vampire
 
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 449
Deine Ausführungen treffen den Nagel auf den Kopf, aber Deine Fragen machen keinen Sinn.

Der Großteil der "Esoteriker" braucht diese Widersprüche und Selbsttäuschungen wie der Christ sein Kruzifix.

Das wirst Du mit einem einfachen Posting wohl kaum ändern können
True_Sceptic ist offline  
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Alt 07.05.2008, 18:56   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #6 (permalink)
odysseus05
Ithaka ist nah.
 
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Sternzeichen: Steinbock
Registriert seit: 03.01.2008
Ort: Stuttgart
Alter: 43
Beiträge: 1.409
Blog-Einträge: 78
Hallo Seer,

ich fand Deinen Beitrag gar nicht so schlimm


Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

1. Dennoch sieht man immer wieder, dass Leute ihre Seele/ ihr Seelenleben doch sehr stark offen vor sich hertragen, als gäbe es nix zu verbergen, nix böses, als könne man aus den Puzzlestücken nicht etwas zusammensetzen, das sie "greifbar" macht.

Hmm, das Internet ist doch so schön steril. Wenn man sich persönlich gegenübersitzt, ist man sicher sehr viel zugeknöpfter

2. Eigenverantwortung... Hmmm... Manchmal kann es echt so scheinen, als würde eben jene doch gerne von sich weggeschoben werden (mal böse gesagt). Es wird oft nicht aktiv was gemacht, sondern passiv jemand/ etwas anderes gebeten.

Die Beobachtung mache ich auch oft. Ich habe es noch nicht 100%ig verinnerlicht, dass ich allein für die Folgen verantwortlich bin, nach dem Sprichwort "Du erntest was Du sähst".

3. Dogmatismus?! Ja wie nun?! Sind nicht gerade wir jene, die einige Dogmen durchbrechen/ durchbrochen haben?! Und nun tauschen wir alte Dogmen gegen Neue? Es gibt nur einen richtigen Weg: Den eigenen... Doch wie oft hört man "Das geht so und NUR so!"? Wie oft werden andere als "verantwortungslos" abgestempelt, weil ihr Weg anders ist? Natürlich gibt es bei so vielen Wegen auch jene, die derartig inkompatibel zueinander sind, dass man nicht mal ansatzweise den anderen verstehen kann, bzw. total aneinander vorbeiredet, weil man Begriffe anders verwendet.

Hmm, ich praktiziere die Lehre Buddhas. Er ermutigt nicht einfach nachzumachen oder ohne Vorbehalte etwas anzunehmen, sondern selbst zu prüfen. Ich finde es sehr symphatisch.

4. Suchtgefahr/ Abhängigkeiten... Wurde ja auch schon hier im Forum angesprochen. Immer wieder habe ich mitbekommen, dass Leute nicht "die Sache in ihr Leben" integriert haben, sondern "ihr Leben in die Sache". Plötzlich geht keine Aktion mehr ohne eine Karte/ Rune, kein Frühstück ohne Ritual vorher und wenn dann die Cornflakespackung umfällt wars nicht der LKW, der draßen vorbeigefahren ist, sondern ein Geist/ Schicksal/ ein Zeichen... Ehm.. Ja, ne... Is klar.

Ich denke auch, dass es wichtig ist, dass man einen gesunden Draht zur Außenwelt behält. Die Gefahr diesen Draht zu verlieren ist auf jeden Fall gegeben.

5. Rosa-Blümchen-Welt... Wie schön, alles ist hell, blumig und wir haben uns alle lieb... Ich schau aus dem Fenster und frag mich "ach wirklich?". Dem ist ja schon mal gar nicht so... Aber vor allem, was ich viel wichtiger finde: Wieso wollen wir Dinge ausblenden? Der Mensch ist kein luftig leichtes Wesen aus Licht

Ja, so hat jeder seine Ansicht. Ja, wir leben in der Welt des Dualismus. Trotzdem ist es möglich einen Vorgeschmack auf das Danach zu bekommen.

Und man kann tatsächlich bereits zu Lebzeiten seinem wahren Wesen oder sogar Gott näher kommen und ihn ER-leben.
Dazu ist es aber wichtig Liebe und Mitgefühl im Herzen zu kultivieren und dem Ego Macht zu entziehen. Die Arbeit am Ego ist jedoch sehr sehr hartes Brot und alles andere als blumig. Trotzdem ist die Arbeit sinnvoll.

6. Schwarz-Weiß-Denken... Dim doch mal das LIcht... Nu isses aus, ich sagte "dimmen"... Geht nicht? Wieso nicht? Gibt nur hell und dunkel? 0_o Das zeigt direkt was ich meine. Wieso ist alles in Schwarz und Weiß, Gut und Böse unterteilt? Wo sind die Grauschattierungen? Ist alles so eindeutig?

Schön ausgeführt Das Leben ist tatsächlich nicht schwarz weiß, sondern schön bunt.

Liebe Grüße

Stefan


odysseus05 ist offline  
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Alt 07.05.2008, 19:04   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #7 (permalink)
Dark Blue
War-Child-Shakti
 
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Sternzeichen: Steinbock
Registriert seit: 03.04.2008
Ort: Into The Blue
Alter: 22
Beiträge: 50
Hey, Ihr Lieben...

an unserer Uni wurden in diesem Jahr von einem 12-köpfigen Team, bestehnd aus Frauen und Männern, welche über Langzeiterfahrung in der Esoterik verfügen, Fünftausend [5000] Wahrsager, Seher, Heiler, Kartendeuter usw. mehrmals getestet, die ihre Fähigkeiten via Internet anbieten, worunter sich auch einige des Esoterik-Forums befanden.

Sämtliche Resultate waren [realistisch betrachtet] gleich NULL...

PS: Einige aus dem Team können selbst auf ene 10- oder gar 20-jährige Meditationserfahrung zurückblicken.


Sanften Abend...

Dark Blue
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Alt 07.05.2008, 19:43   Einige (provokative) Grundsatzfragen Beitrag #8 (permalink)
Shuichi
Ursache
 
Benutzerbild von Shuichi
 
Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 26
Beiträge: 5.337
Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

2. Eigenverantwortung...
Verkommerzialisierte Esoterik (die ja dann eigentlich keine mehr ist x¹) verlangt eben, dass man seine Eigenverantwortung abgibt und Eigenverantwortung abgeben ist sowiseo sehr populär in dieser Welt.
Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

3. Dogmatismus?! ...
Den findet man natürlich auch überall.

Esoterik dient ja eigentlich dazu, dass man sich mit dem Inneren beschäftigt (was ja sehr postitiv sein kann), jedoch birgt sie gleichzeitig die Gefahr, dank irgendwelcher Weltbilder/Denksystem, die "gut, besser oder schöner" sind (eigentlich nur so wirken), als die der anderen (eine Sache, die vom Ego so bewertet wird), dass man sein Weltbild/Denksystem für das wahre hält. Hier sind wir aber wieder an dem Punkt angekommen, dass das keine Esoterik im eigentlichen Sinn ist.

x¹ Esoterik beschäftigt sich ja mit dem Inneren und da stößt man ja eigentlich irgendwann auf das Ego und merkt, dass andere auch Wahrheiten leben, selbst wenn es nicht die gleichen sind, wie die eigenen. Nur der Teil, den man Ego nennt benötigt die Sicherheit die "eine Wahrheit" zu "besitzen".
Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

...

5. Rosa-Blümchen-Welt...
Mhh, auf der anderen Seite spiegelt die Welt einem nur das wieder, was im Inneren ist. Wenn man den Teil Krieg, Gewalt usw. im außen wahrnimmt und zwar verstärkt, so dass es einen sehr beschäftigt, dann ... - Es gibt die Möglichkeit diese Dinge wahrzunehmen, aber gleichzeitig etwas anderes im Inneren zu "sein", so dass man anders wahrnimmt und dieses anders auch wiedergibt (schreibt...). So kann der Eindruck entstehen, dass einer in einer rosa-blümchen-Welt lebt. Na klar gibt es viel "schlechtes", aber davon liest man in der Zeitung oder sieht was im Fernsehen oder so - davon kriegt man auf dem Weg zur Arbeit/Schule/... nichts mit, dort kann man eine sehr schöne Welt wahrnehmen und dementsprechend gestaltet sich dann auch oft das restliche Erleben. - Ich bin mir bewusst, dass dieses schlechte auch erlebt wird - ich will nur sagen, dass die rosa-Blümchenweltwahrnehmung keine sein muss.
Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

6. Schwarz-Weiß-Denken...
könnte man ja fast mit Dogmatismus verbinden - in den letzten Wochen gabs hier im Forum auch Disskusionen, bei denen das oft.... (Tip: such nach Vegetarismus
Zitat:
Zitat von Blind Seer Beitrag anzeigen

ich hoffe auf eine anregende und offene Diskussion und wenn ich wen zum Nachdenken gebracht habe... Umso besser.
Ich denke, dass das vor allem auch ein Problem der kommerziellen Esoterik ist, da man sich dort sozusagen oft sein "Seelenheil" kaufen kann und dafür eigentlich nichts tut (so wie die Sahnecremetorten-Diät). Vieles ist also gar nicht wirklich Esoterik, denn die hier beschriebenen Probleme findet man bei allen Menschen mindestens im gleichen Maße. (Zum Beispiel das Gegenteil der rosa-Blümchenwelt: Die böse Welt, die nur aus Krieg, hass, Leid, Qualen, Angst usw. besteht)

Grüße Shuichi
Shuichi ist offline  
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