Du hast dabei in Vielem Recht, aber eines übersehen.
Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der viele Mächte dadurch gebrochen werden, weil sie öffentlich bekannt werden - und das sehr schnell und relativ unkontrolliert.
Der Gesellschaft unterordnen, war viel zu lange ein ungeschriebenes Gesetz.
Jede Abweichung wurde geahndet.
Doch glaube ich nicht, dass man Baby`s darum in abgedunkelte Räume gibt, um der Gesellschaft genüge zu tun, viel eher, weil die Eltern hilflos und überfordert sind.
Für alles gibt es Schulen und Kurse - für Eltern nur sehr wenig.
Ziemlich schnell bemerken die Eltern, dass "Baby" sich anscheinend beruhigt, wenn es im Raum ruhig ist und nur Dämmerlicht durchdringt.
Vermutlich tut es das auch, denn im Frühstadium der Entwicklung, war auch nur Dämmerlichcht - wenn überhaupt - im Bauch der Mutter, zu erkennen.
Jene Zeit, an die erinnern sich die wenigsten - weil es verdrängt wird?
Vielleicht, aber vielleicht auch darum, weil das Bewusstsein noch nicht ausgebildet ist.
Das Bewusstsein Verdrängt, nicht das Unterbewusstsein, das immer alles weiß, was jemals erfahren wurde.
Wieder beginnt die Erziehung zu greifen, Gefühle nicht auszudrücken, zu verstecken, oder wenigstens nur im engsten Umkreis zu zeigen.
Wird das so von der Gesellschaft verlangt? Ist es nicht so, dass alle Menschen eine Fassade aufbauen, weil die eigenen Gefühle, andere nichts angeht?
Und im Glauben, es gut zu mache, es den Kindern auch abverlangen?
Natürlich sind gewisse Normen notwendig, um in einer Gesellschaft leben zu können.
In unserer Gesellschaft muss jeder lernen, dass nicht alles jedem gehört, ein Kind muss ziemlich schnell lernen, dass es die "ausgestellten Waren" im Kaufhaus, nicht einfach mitnehmen darf.
Dies ohne Behinderung der "freien Entfaltung" zu machen, ist schier unmöglich.
Und dann kommt der Wunsch nach Anerkennung, Zuneigung und Erfolg.
Wieder gute Erziehungsmittel, in denen Kinder viel zu oft erleben, dass die Zuneigung nur dich wohlverhalten und Leistung erkauft wird.
Etwas, was sich ja in der ganzen Gesellschaft wieder spiegelt - wer aus der Norm fällt hat nur dann einen Erfolg, wenn er damit Dinge tut, die auch andere gerne tun würden.
Es sind die Stars, die Musiker, die aus der Rolle fallen dürfen.
Dass sie dabei große Beziehungsprobleme haben, das zeigt deren Scheidungsrate.
Ich habe eher das Gefühl, dass jene eher unglücklicher sind, wie die "Gesellschaftsnormalos".
Warum also dann aus der Rolle fallen?
Es gibt gute Gründe, aber ob die dann auch einer Prüfung standhalten?
Die Angst, wertlos zu sein, die Angst wird immer noch größer, der Leistungsdruck, noch ärger.
Nur noch Geld ist ein Maßstab für Wertigkeit - Gefühle sind da nur noch störend.
Oh ja, da sind Neurosen und Depression, einhergehend mit stak ansteigenden Suiziden, schon vorprogrammiert.
Eine Studie sagt den Jungen von Heute, genau das voraus.
Kindern wird Lust einfach abgesprochen, sie sind Uni ungeschlechtlich.
Etwas, was einfach nicht stimmt!
Aber es wird mit allen Mitteln versucht, das durchzusetzen.
Aber mit bescheidenem Erfolg.
Noch nie war das Durchschnittsalter der Kinder, die da geschlechtlichen Verkehr haben, so nieder wie heute.
Und sie dürfen es auch - ohne gesetzliche Behinderung zu fürchten.
Aber wehe, ein 13 jähriges Mädchen macht von sich ein Foto in Unterwäsche, gibt das dem Freund, mit dem es auch in die "Kiste" geht - dann kann es erhebliche Probleme, wegen Verbreitung von Kinderpornographie bekommen.
Perverse Welt - aber war sie das nicht immer?
Es liegt an uns, dem entgegen zu wirken, aber als brave Gesellschaftsnormalos, vordern wir solche Zustände gleich auch mit ein!
Die Inquisition der Kirche, die da Jahrhunderte lang, das "Denken" unterdrückt hat - nun, sie ist überwunden.
Die anderen Mechanismen, bei weitem nicht.
Zur Lynchjustiz ließen sich die Leute hier genau so noch verleiten, wie überall auf der Welt.
Braucht bloß ein kleiner Bericht über einen "sexuellen Missbrauch" in der Zeitung stehen ( wobei der Missbrauch, alles öffentlich zu machen oft noch viel schlimmer ist), schon schreiben Leute ins Internet, wie man jene Übeltäter zu Tode quälen sollte, ja wie sie es machen würden, wenn sie dem alleine begegneten.
Ein Großteil der Menschen ist so - nur durch die Gesellschaft, wird dies wieder eingedämmt - einmal auch ein positiver Aspekt, einer funktionierenden Gesellschaft.
Es hat eben Alles, mindestens 2 Seiten - meistens eher mehrere.
Und Faschismus?
Er wird immer wieder bewusst geschürt, kann man so doch so leicht, die blökenden Schafe, zu blinden Kämpfern machen, die die Interessen der Führenden sogar selber für die einfordern.
Aber "Neu" ist das nicht.
Die Herrschenden haben immer schon ihre Sklaven für sich kämpfen lassen, die das auch noch mit Hurra - Rufen gerne tun.
Die Gefühlskälte ist in der Gesellschaft sehr hoch geworden, hat aber den Höhepunkt noch lange nicht überschritten - da kommt noch sehr arges auf uns zu.
Es gibt nur eine Möglichkeit, aus dem System auszusteigen - das Selbstbewusstsein, das Selbstvertrauen und die "Eigenliebe stärken und zulassen.Das bedeutet, genau das, was di m Schlusssatz sagtest, tu.
Du hast dabei in Vielem Recht, aber eines übersehen.
Wir leben in einer Informationsgesellschaft, in der viele Mächte dadurch gebrochen werden, weil sie öffentlich bekannt werden - und das sehr schnell und relativ unkontrolliert.