Hallo allerseits!
Ich leite hier den
Hilferuf eines Friedensdorfes in Kolumbien an Euch weiter. Dieser Tage startet eine eMail- Aktion, die der kolumbianischen Regierung zeigen soll, dass die Weltöffentlichkeit auf San Jose blickt und man diese Menschen nicht mehr still und heimlich irgendwo verschwinden lassen kann.
http://www.sos-sanjose.org
Also Folgendes.
1997 wurde das Dorf in einer vom Bürgerkrieg zerrütteten Konfliktregion Kolumbiens gegründet, um eine Friedensvision für die Zukunft des Landes aufzuzeigen und um ein neutrales, gewaltfreies Leben ausserhalb der verschiedenen bewaffneten Konfliktparteien zu ermöglichen.
Dort leben mittlerweile mehr als 1300 Menschen.
Seit 1997 wurden mehr als 160 Bewohner brutal ermordet, teils von der Guerilla, teils aber auch von Regierungstruppen, obwohl die Regierung Kolumbiens schon mehrmals von internationalen Menschenrechtsorganisation aufgefordert wurde, das neutrale Dorf zu schützen.
In diesem Jahr hat die Regierung eine Verleumdungs- und Hetzkampagne gegen das Dorf gestartet, die die
Eliminierung aller Bewohner zum Ziel hat- ich spreche hier von Männern, Frauen, Kindern, Alten, Jungen, Babies, einfach ALLE sollen klammheimlich UMGEBRACHT werden, ohne dass die Welt je erfährt, was hier wirklich passiert ist. Und zwar mit der Begründung, dass das Dorf die rebellische Guerilla aktiv unterstütze, sprich, es sei ein Schlupfwinkel für Terroristen.
Dies entspricht einem Todesurteil: Wer in Kolumbien offiziell zum Terrorist erklärt wurde, ist
vogelfrei- jeder darf den Betreffenden töten, ohne dafür bestraft zu werden (!).
Das Ganze ist aber eine
infame Lüge, mit der man lediglich die
Beseitigung der unbequemen Kriegsgegner rechtfertigen will.
Es ist ein Video aufgetaucht, in dem
fingierte Zeugen auftreten, die die Behauptungen der Regierung untermauern. Wie Vertreter des Friedensdorfes inzwischen glaubhaft darlegen konnten, ist dieses Video natürlich
von der Regierung Kolumbiens gefälscht worden.
Erst vor wenigen Wochen wurden der
offizielle Sprecher des Dorfes und seine ganze Familie ermordet.
Die Vernichtung von San Jose de Apartado steht unmittelbar bevor.
Deshalb wird vom IGF ( Institut für Globale Friedensarbeit ) zu einer weltweiten Aktion aufgerufen, die
dem Präsidenten Kolumbiens klarmachen soll,
dass die ganze Welt die Geschehnisse um das Friedensdorf beobachtet und er nichts mehr gegen die Bewohner unternehmen kann, ohne dass es weltweit bekannt wird.
Es gibt im Net einen
Protestbrief in spanischer Sprache, der zur Versendung an die kolumbianischen Botschaften und Konsulate gedacht ist. Auf der angegebenen Website findet Ihr auch nähere Informationen zum Geschehen und Adressen/ eMail- Adressen, an die der Protestbrief geschickt werden kann.
www.sos-sanjose.org Bitte verbreitet diese Nachricht in Euerem Bekanntenkreis und bittet alle, die Ihr kennt, an der Aktion teilzunehmen.
Zugegeben, es ist nicht viel, was wir hier tun, aber wenn man schon sonst nichts tun kann, sollte man wenigstens nicht schweigend zusehen!!!
--> Ins Wasser fällt ein Stein...!