Zitat:
Zitat von Shuichi
Mir ist heute mal wieder aufgefallen, dass man sich zwar unter vielen spirituellen Menschen einig ist, dass ein Bewusstseinssprung stattfinden wird, bzw. dass er bereits im Gange ist und viele sagen auch, dass in den nächsten Jahren (und meinen damit nicht mehr als 10, meist unter 3) ne Menge passieren soll, was alles grundlegend verändert. (Punkt- immer diese Schachtelsätze)
Aber ich sehe so auf der Straße unmengen von Menschen, bei denen man überhaupt nichts davon merkt (hört man in Gesprächen, sieht man im Umgang) und auch in meinem näheren Umfeld - nichts dergleichen (außer derjenige beschäftigt sich mit seiner Spiritualität).
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Hallo Shuichi,
es wäre spannend zu analysieren,
wann Menschen anfangen ernsthaft
an Bewußtheit zu arbeiten.
Ein sehr starker Motor bei mir ist das Leid.
Es treibt mich an sich mit ihm zu befassen.
Übertragen auf die Menschheit würde dies bedeuten,
dass erst das Leid groß genug sein muss,
bis wir aufwachen.
Solange man jeden Morgen einen gefüllten Tisch,
gute Gesundheit und viel Ablenkung hat,
solange werden Viele eher nicht darauf kommen
sich mit Bewußtheit zu beschäftigen.
Die schlimmen Umweltzustände mit den verheerenden Folgen,
die immer schneller voranschreitende Ausbeutung
von Erde, Tier und Mensch,
der steigende Stress in der Bevölkerung,
all dies kann den Menschen "wachrütteln",
wenn es ein kritisches Niveau überschreitet.
Offen ist, wann wir dieses Niveau erreichen
und wie schlimm es erst werden muss,
bis dieses Niveau erreicht wird.
Und wenn ein Wachrütteln stattfindet,
kann man sich fragen, welche "Qualität"
die neue Bewußtheit hat.
Heute schon wird Instant-Bewußtheit verkauft.
Da wird in lustigen Büchern beschrieben,
wie man schnell und unkompliziert bewußt wird
und so ein paradiesisches Leben
in perfekter Harmonie führen kann.
Leider hat dies mit wahrer Bewußtheit nicht viel zu tun,
eher mit Zeit- und Geldverschwendung.
Bewußtheit ist ein stetiger Prozess,
der sehr viel Achtsamkeit erfordert.
Ayya Khema meinte, dass wir Menschen
gerade so achtsam sind,
dass wir nicht vom nächsten Auto überfahren werden.
Das Schlimme ist,
das Viele das Auto sogar sehen,
aber trotzdem nichts tun.
Der einzige Weg ist und bleibt selbst
an seiner Bewußtheit zu arbeiten.
Liebe Grüße
Stefan