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26.10.2009, 20:02
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 07.01.2007
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Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"?
Die Frage kommt auf, wenn man beobachtet, was Mensch sein bedeutet.
Der Mensch ist das einzige "biologische" Wesen, das Werkzeuge macht, um Natur zu ändern.
Tiere benutzen Werkzeuge, um Nahrung besser zu bekommen,
Der Mensch jedoch nutzt Werkzeuge, um Nahrungsmittel für ihn genießbar zu machen, die ohne Verarbeitung ungenießbar oder unverdaulich wären.
Außerdem ist er alleine Fähig, Feuer so einzusetzen, dass damit Nahrungsmittel auch chemisch verändert werden.
Das beginnt schon bei einem Grundnahrungsmittel - dem Brot.
Ohne Getreide zu malen, wären die Getreidekörner für uns nicht verdaulich. Aber erst durch das Backen, wird es erst so richtig ein wertvolles Nahrungsmittel.
Unsere so beliebte Kartoffel wäre ohne gekocht zu werden, sogar giftig - durch kochen und erhitzen, wandelt sich die Kartoffel in einen Vitamin und Mineralstoff Lieferanten, der noch dazu sehr energiereich ist, also in eine für uns sehr gesunde und Wertvolle Speise.
Das ist mit vielen Pflanzen so - Reis gehört auch dazu.
Wir neigen dazu, sehr unnatürlich zu leben - ist das etwa unsere Natur?
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26.10.2009, 20:38
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #2 (permalink)
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Banned
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Registriert seit: 06.07.2009
Ort: Köln
Alter: 51
Beiträge: 182
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Hm. Ich betrachte Brot nicht als Grundnahrungsmittel. Und Kartoffeln kann man auch roh essen, die sind nicht giftig. Über ihren Nahrstoffgehalt kann man auch verschiedener Meinung sein. -
Wenn du diskutieren willst, wäre es sinnvoll, erst einmal Begrifflichkeiten zu klären. Was ist "unnatürlich leben"? "Unserer Natur entfremdet leben" etwa? Wäre das die richtige Defintion dafür?
Dann wäre als nächstes zu klären: Was ist unsere Natur?
gruß Pearl
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26.10.2009, 20:58
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 142
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hallo elmar
du kennst doch die urknall theorie die glaube ich schon belegt ist.
Also am anfang war da nichts.
Und auf einmal booom das universum ist entstanden.
Nun expandiert es unaufhörlich.
Meinst du nicht auch das dass kein zufall sein kann.
Du legst doch auch kein böller aufn tisch und auf einmal explodiert er einfach so.
Ich meine alles hat schon seinen sinn.
Stell dir mal vor unser universum, du, ich und alles andere wär viele puzzelteile.
Von weiten erkennt man was die einzelnen teile alle ihren platz ein nehmen und es ergibt ein bild.
Aber du bist ja mitten drin und siehst nur dich und deine umliegen kameraden.
Man versteht es nicht und fragt sich warum....
Aber vielleicht ist das warum nicht von belang sondern einfach die tatsache das es ist wie es ist und es ist gut so.
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26.10.2009, 21:28
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Die Kartoffel ist ein "Nachtschattengewächs, das für uns giftiger Knollen und Früchte entwickelt.
Das Gift der Kartoffel kann tödlich sein, sogar wenn sie gekocht ist, zu erheblichen Problemen führen, wenn die Knolle Sonnenlicht abbekommen hat.
Die Kartoffel roh gegessen, ist zwar nicht lebensbedrohend, aber doch giftig genug, um unserem Organismus arg zuzusetzen - aber es wird niemand tun, denn roh schmeckt die Kartoffel eher unangenehm.
Brot ist seit über 3000 Jahren bekannt und - beinah - Weltweit, ein Grundnahrungsmittel.
Die Sache mit dem Urknall ist durchaus umstritten.
Unsere bekante Galaxie kann durchaus so entstanden sein, doch ist das Universum weit größer, als wir es erkennen können - unser Blick reicht nur knapp 14 Milliarden Lichtjahre hinaus.
Aber - das war ja nicht die Frage!
Gut - Begrifflichkeit - was ist unnatürlich leben?
Ich denke, alles was die Natur nicht von selber macht, ist nicht "natürlich"
Im weitesten Sinne könnte man ja sagen, dass die Natur durchaus "kocht" aber eben nicht um Nahrungsmittel zu produzieren.
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26.10.2009, 22:15
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #5 (permalink)
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Banned
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Registriert seit: 06.07.2009
Ort: Köln
Alter: 51
Beiträge: 182
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Zitat:
Gut - Begrifflichkeit - was ist unnatürlich leben?
Ich denke, alles was die Natur nicht von selber macht, ist nicht "natürlich"
Im weitesten Sinne könnte man ja sagen, dass die Natur durchaus "kocht" aber eben nicht um Nahrungsmittel zu produzieren.
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O.k. Da weiter.
Die Natur hat aber den Menschen "gemacht" incl. Gehirn und fast unbegrenzter Vermehrungsfähigkeit 
Das Gehirn sorgt dafür, dass zuviele Menschen auf einem kleinen Planeten exisiteren können- Natur untertan gemacht wird - anders können so viele Menschen nicht überleben - trotzdem geht die Natur langsam aber sicher zu Grunde - die Grenzen dessen, was die Erde an Bevölkerung bzw. deren Ernährung tragen könnte, sind längst überschritten.
Also haben wir irgendwo auf dem Weg zur Überbevölkerung den Kontakt zur Natur, dem Leben mit der Natur, verloren, Stichwort: Wachset und mehret euch und macht euch die Erde untertan - kommt das nicht aus irgendeinem religiösen Kontext? Srry,mit der Bibel kenn ich mich nicht aus 
Mensch, einzeln, in den geringen Zahlen, die die Natur verträgt: Ja, das ist für mich ein natürliches, im Sinne von "in den natürlichen Kreislauf integriertes Menschsein."
Mensch, in Massen auftretend: Kein natürliches, im Sinne von "in den natürlichen Kreislauf integriertes Leben" mehr für den einzelnen möglich, da zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. Um zu viele Menschen auf zu kleinem Raum ernähren zu können, kommt es dann eben zu den diversen Auswüchsen, die wohl dazu führen werden, dass sich der Mensch mit seinen immer auf Wachstum ausgerichteten Tätigkeiten (incl. Bevölkerungs- und Kapitalwachstum) irgendwann mal selbst zerstört. In sich, innerlich "krank" sind wohl die weitaus meisten Gesellschaften auf unserem Planeten - zu sehr dem Menschsein, der eigenen Sinnhaftigkeit entfernt, leben wir, müssen wir leben, wenn wir nicht aussteigen können.
Hier passt auch das: "Die Dosis macht das Gift" - zuviel Mensch ist einfach zuviel für das Individuum.
gruß Pearl
Geändert von Pearl (26.10.2009 um 22:18 Uhr)
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26.10.2009, 22:40
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #6 (permalink)
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Banned
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Registriert seit: 09.02.2009
Ort: 3
Alter: 57
Beiträge: 763
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Nunja Elmar,
es ist nachgewiesen, das Affen auch Werkzeuge benutzen, um z. B. Nüsse zu öffnen.
Und ein Hund weiß ganz genau, was zum Fressen genießbar ist. Der hört und riecht außerdem viel besser als der Mensch.
Ich habe festgestellt, das ein Hund Geister gut spüren und erkennen kann sowie hellsichtig ist. Der weiß schon in weiter Entfernung, wann sein Herrchen kommt.
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26.10.2009, 23:14
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #7 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Richtig, auch Tiere wenden Werkzeuge an, um besser zur Nahrung zu kommen.
Aber sie verändern sie nicht.
Macht euch die Erde Untertan - wieso bedeutet das "zerstören" ?
Ich glaube, wenn wir mehr im Einklang mit der Natur leben, ist sie wesentlich ergiebiger.
Es ist nicht so, dass wir zu wenig Nahrungsmittel haben, sie sind nur schlecht verteilt.
Auch ohne Gentechnik wäre es möglich, 10 Milliarden Menschen gut zu ernähren.
Das kann kaum der Grund für die Entfremdung sein.
Es stimmt, durch die Lebensmittelveränderung wurde es uns möglich, weit mehr Nahrungsmittel nutzbar zu machen - erst das gab uns die Möglichkeit, uns so stark zu vermehren.
Doch das alleine hätte nicht gereicht - die Industrie entwickelte Maschinen
( Werkzeuge), die es möglich macht, Nahrung in großen Massen zu produzieren.
Muss dabei so sehr zerstört werden?
Ich glaube nicht, bin aber immer mehr der Meinung, dass es unsere Natur ist, zu zerstören.
Weil wir auf unser unzulängliches Bewusstsein mehr hörn, als auf unsere Instinkte.
Ist es vielleicht Ziel der Entwicklung, das Bewusstsein so weit zu bilden, dass unsere Instinkte und Triebe bewusst werden, um so mit weniger Zerstörung, aber mehr Gefühl, uns wieder der Natur anzunähern?
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27.10.2009, 15:16
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Ist Mensch sein, "unnatürlich"? Beitrag #8 (permalink)
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venusian joker
Registriert seit: 28.06.2009
Ort: Mitten im Leben und immer einen Schritt voraus
Beiträge: 613
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Hallo, Elmar  !
Hm .... um deine Frage nach der Unnatürlichkeit des Menschen zu beantworten, müssten wir uns zuerst einmal darauf einigen können, was in bezug auf den Menschen denn "natürlich" wäre?
Möglicherweise ist genau des der Sinn der ganzen Sache, dass er Fehler über Fehler (?) macht, um sich anhand dieser Fehler zum Besseren zu entwickeln?
Lustig finde ich, dass du gerade jetzt mit diesem Thema kommst, es scheint irgendwie in der Luft zu liegen. Habe gerade kürzlich gelesen, dass das Hauptproblem des (modernen) Menschen die "nicht artgerechte" Haltung ist. Also wider alle Gleichbehandlung und Gleichmacherei, der Mensch kann letztendlich nur "glücklich" und "vollkommen" werden, wenn die Gesellschaft, in der er lebt, diese seine Individualität und Einzigartigkeit erkennt, akzeptiert und die ihr jeweils entsprechenden Verhaltensweisen (z.B. intro- vs. extravertiert etc.) fördert. Licht und Liebe für alle scheint also nur die wenigen, die gerade mal so in etwa der gesellschaftlich definierten "Norm" entsprechen, glücklich zu machen. Ein interessanter Ansatzpunkt, wie ich finde.
LG  Sabine
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