Hallo!
Aus meiner Sicht gibt es so etwas wie eine herausragende Begabung nicht, dennoch hat jeder von uns Dinge die ihn ausmachen. Manches davon, grade im esoterichen Bereich, wird da nach meiner Erfahrung etwas über den grünen Klee gelobt. Zudem, es gibt auch Leute, die haben einen ganz feinen Sinn für Geschmack und arbeiten als Koch, andere sind sehr gewand darin, Holz zu bearbeiten und werden Tischler. Auch das sind ja Gaben. Und, um den Bogen weiter zu spannen, auch sie kommen von Gott, denn sie wurden einem ja mit in die Wiege gelegt. Ich finde es unangemessen zu behaupten das Dinge wie
hellsehen oder was auch immer nun etwas so außergewöhnliches sind, dass nur sie von Gott kommen. Das ist doch ziemlich überheblich...
Aus meiner Geschichte:
Ich arbeite sehr viel mit
Chakren und
Aura, alles über das
Pendel. Hier war es eine lange Zeit so, dass ich Menschen auch über die Distanz pendeln konnte. Das war zunächst sehr hilfreich, auch wenn es zu Diskussionen in Foren kam, wo jemand Fragen zu den eigenen Chakren hatte. Nun, ich arbeitet mich durch die Themen, die mir das Leben brachte und es kam der Tag, an dem Verschwand diese "Gabe". Futsch. Wech. Finito. Nix mehr mit pendeln für andere Leute, die weit weg waren. Klar, Pendel ins
Chakra halten klappt immer noch, aber alles andere nicht mehr. Nicht mal mehr Sprachübertragung...
Fazit: Es ging nur um meine Dinge. Um meine Themen. Nicht darum, was mit anderen ist. Heilung für mich. Und solange da noch Resonanz in mir war, die ich in anderen fand konnte ich auch Pendeln. Nun ist die Resonanz fort und somit auch die "Gabe". War es überhaupt eine? Oder war es vielmehr ein Hilfsmittel für mich, um Heilung zu erreichen?
Was wir sind tragen wir in uns und wir müssen es auch nicht suchen. Die Dinge kommen dann zu uns wenn sie Notwendig sind. Dennoch ist es nicht unmöglich, bestimmte Dinge zu erlernen. Man kann üben die Aura zu sehen, man kann Sensibilität schulen. Vieles ist möglich. Aber ist es das, was uns ausmacht? Müssen wir uns etwa anstrengen, wir selbst zu sein? Warum soll ich mich anstrengen beim Fussball wenn ich im Tennis gut bin. Ist dort, wo meine Leichtigkeit ist nicht auch mein Spaß, mein Fluss, mein Feuer?
Ich für mich habe festgestellt das es gut ist, für die eigene Heilung zu arbeiten. Hart zu arbeiten. Ich habe aber ebenso festgestellt das es nicht gut ist, mich in der Welt da draußen besonders anzustrengen. Nicht weil ich faul bin. Sondern weil ich dadurch festgestellt habe, was ich gut kann und was nicht. Manches geht mir leicht von der Hand, manches nicht. Okay, ein paar Dinge muss man immer machen die nicht mit Freude verbunden sind (Bettenmachen z.B.) Aber ist es nicht sinnvoller sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, auf das was man jetzt grade ist, statt zu versuchen, jemand anderes zu sein?
Selbst - bewusst - sein sagt ja etwas über das Selbst aus. Nicht über etwas, was man sein möchte. Sondern über etwas, was man ist.
Gruß
Andreas