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23.01.2009, 08:01
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört
Moin Moin, ihr Lieben!
Also ich warne euch schon mal vor... Ich hab eine solche Wut in mir... *grrrr* Ich kanns gar nicht richtig beschreiben. Ich fühl mich, als wär ich 3 Jahre alt und man hätte mir grad meinen Lolli weggenommen. Fürchterlich lästig, aber das gehört zu mir dazu, also muss ichs nunmal so annehmen. Und da es mir gerade um die Uhrzeit sehr an adäquaten Gesprächspartnern mangelt, zumindest welchen, die sich für die gleichen Themen, etc. interessieren, wie ich, oder auch nur im entferntesten damit zu tun haben, womit ich mich gerade beschäftige, muss jetzt leider das Forum "herhalten", tut mir leid. Und noch eine Warnung, das könnte lang werden. Mir ist wirklich jede Meinung dazu willkommen nur möchte ich daran erinnern, dass es mir ernst ist mit diesem Thema, mir also nicht-spöttische Kommentare weitaus lieber wären.
Aaaaah da haben wir sie ja, die Erwartung. Ja, ich habe Erwartungen, einige sogar. An mich, an meine Umwelt, an das Leben im Allgemeinen. Mir ist klar, dass nicht alle erfüllt werden, aber das, was ich dafür tun kann, was im Bereich des mir Möglichen liegt, das versuche ich zumindest zu tun.
Ich habe - dank diesem Forum und der Menschen, die ich hier kennenlernen durfte und auch vielen Anderen - für mich und meine persönliche Entwicklung kleine und große Schritte machen können. Manche nach vorne und manche wieder ein Stück zurück, sodass ich mich nochmal durchgekämpft habe. Und wer weiß, vielleicht habe ich in ein paar Wochen oder Monaten verstanden, worüber ich mich jetzt so aufrege und kann nur noch über diesen Beitrag lachen. Heute ist es mir damit allerdings ernst.
Es gibt Dinge, die mir durchaus logisch erscheinen und die ich in meinen Alltag einbinden möchte. Da wäre die Liebe zu mir selbst, an der ich noch arbeiten muss, oder die Tatsache, dass ich der Schöpfer meiner eigenen Realität bin. Ja sogar der Gedanke, dass wenn ich Wünsche loslasse, sie eher "in Erfüllung" gehen können, als wenn ich sie festhalte und ständig bei mir trage. Ich bin für mich zu meiner ganz persönlichen, für mich akzeptablen Wahrheit gekommen, dass ich zwar an einen Seelenplan glaube, aber denke, dass ich das Tempo, die mir selbst gestellten Aufgaben zu erfüllen, selbst bestimmen kann. Dass also nicht jeder meiner Schritte bis ins Detail vorgeplant ist, sondern lediglich die großen Eckpunkte meines Lebens, wenn man so will. Desweiteren bin ich mir sicher, dass es Dinge wie Karma und auch Seelenverbindungen/Familien/Verwandte gibt, allerdings glaube ich zum Beispiel nicht an die Dualseele, da ist irgendwas in mir, das sich dagegen sträubt. Ich kann nicht ausmachen, was es ist, aber da ist was. Anyways, ich habe mir also meine Gedanken zu einigen "großen Themen" gemacht und mich damit beschäftigt.
Und wenn man so forscht in den verschiedensten Foren, dann kommt man "zwangsläufig" (zumindest in meinem Fall), auch mal auf das Thema der bedingungslosen Liebe. Und ja, ich weiß, dass es schon einen ähnlichen Thread im Dualseelenbereich dazu gibt, aber ich möchte mich auf die allgemeine bedingungslose Liebe beziehen. Also nicht nur die, zwischen Partnern, sondern ganz allgemein, auf die Menschheit, die Welt, was auch immer euch am Liebsten ist. Wobei natürlich die zwischen Mann und Frau auch für mich einen großen Teil des Themas einnimmt, aber dazu später (noch später? Ich hab ja jetzt schon nen halben Roman beisammen... ).
So, dann mal Ärmel hochgekrempelt, und rein ins Thema.
Auf den ersten Blick erschien mir das Konzept der bedingungslosen Liebe äußerst schlüssig. Ich muss erst bei mir beginnen und es dann ausweiten, immer weiter, bis ich irgendwann dazu im Stande bin, alles und jeden bedinungslos zu lieben. Dann habe ich auch keine Erwartungen mehr und ich kann somit auch nicht mehr verletzt werden. Und dann würde man ja die bedingungslose Liebe ausstrahlen und auch uneingeschränkt zurückgeliebt werden und so weiter und so fort. Mag sein, dass ich noch so tief in meinem "bedingungsvollen" L(i)eben drin bin, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto öfter denk ich mir "Das kanns ja wohl wirklich nicht sein, oder?"
Ich soll also keine Erwartungen haben? Weder an mich, noch an irgendetwas anderes? Ja soll ich denn durchs Leben gehen und mir denken, ja macht nur, ist alles okay, schlag mich, ich lieb dich trotzdem. Ja, da spricht mein Stolz aus mir und Stolz ist Ego. Uuuh ich habs gesagt, ich bin Ego-belastet. Ich bin nicht sonderlich stolz drauf, aber meine Welt wird davon nicht untergehen. Warum? Weil - zumindest im Moment - mein Ego zu mir gehört. Und ich versuche mich gerade darin, mich so zu lieben, wie ich bin. Und im Moment bin ich eben noch mit Ego.
Okay, vielleicht kann ich irgendwann mal mit dem Gedanken umgehen, dass man eventuell keine Erniedrigung mehr spürt, oder keinen unbändigen Schmerz zugefügt durchs Außen, wenn man sich selbst bedingungslos liebt. Auch wenn ich mir das ehrlichgesagt jetzt im Moment nicht vorstellen kann.
Aber was ich mir als absolut unbefriedigend vorstelle und sowas von überhaupt nicht erstrebenswert für mich, ist der Gedanke, dass ich alles und jeden liebe so bedingungslos und alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, aber ich geh trotzdem die meiste Zeit alleine durchs Leben. Und da kann man jetzt kommen mit, ja aber das muss man doch nicht und man kann ja trotzdem in einer Partnerschaft leben, usw. So und da muss ich quasi jetzt den Thread von KerredisLaFaye aufgreifen, aber vor allen Dingen, wenn ich in die Partnerschaftliche Bezieung gehe, dann frage ich mich nämlich, wie soll denn das aussehen?
"Hallo Schatz, bist die Nacht über ja gar nicht nach Hause gekommen"
"Ja, ich hatte supertollen Sex mit der Anita/dem Bernhard, zwei Straßen weiter, wir haben uns so verbunden gefühlt"
"Echt? Ach, das freut mich jetzt aber für dich! Magst auch nen Kaffee?"
Zugegeben, sehr überspitztes Beispiel, aber sein wir doch mal ehrlich, wer möchte das denn? Und wenn wir das Modell in seiner Ganzheit annehmen und davon ausgehen, dass irgendwann jeder so weit ist, bedingungslos zu lieben, dann kann die Welt doch nur aus einer einzigen großen Partnerschaft bestehen, wo jeder quasi das machen kann, was er will. Und das erinnert mich doch schon sehr an die freie Liebe und die 68er Bewegung und diese ganzen Kommunen, wo sich ja jeder ach so lieb hatte usw. Ganz zu schweigen, von körperlicher, und seelischer Misshandlung, die es zwar - wenn jeder bedinungslos lieben würde - nicht mehr geben dürfte, aber allein der Weg dahin...
Oder was ich auch oft höre, dann verbringt man eine schöne Zeit zusammen, ein paar Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre, wer weiß das schon und dann lässt man den anderen gehen und erfreut sich der Erfahrung. Also es tut mir leid. Ihr könnt mich da gerne unreif in der Hinsicht nennen, aber ich möchte das einfach nicht. Das heißt ja, man hat immer nur Partnerschaften mit begrenzter Lebensdauer. Und den Gedanken finde ich fürchterlich.
Versteht mich nicht falsch, mir ist vollkommen bewusst, dass nichts aber auch gar nichts für die Ewigkeit ist, außer die Seele an sich und dass die meisten Partnerschaften sowieso auf Zeit ausgelegt sind und auch dass jeder Mensch allein auf die Welt kommt und auch wieder alleine geht. Desweiteren brauche ich niemanden, weil ich sehr gut alleine klarkomme. Aber ich möchte gerne mit jemandem mein Leben teilen. Und ich genieße eine gewisse Sicherheit in meinem Leben durchaus. Und es tut mir leid, aber ich bin nunmal hoffnungslos romantisch und finde den Gedanken von Ehe und dem Versprechen, zumindest zu versuchen, das restliche Leben gemeinsam zu verbringen, sehr schön, um nicht zu sagen, äußerst erstrebenswert. Und natürlich bin ich auch der Meinung, dass so eine - von mir angestrebte Partnerschaft - nur möglich ist, wenn man sich selbst liebt und eigenständig ist, ohne Abhängigkeit, dafür aber mit umso mehr Vertrauen von beiden Seiten.
Aber je mehr ich über diese unglaubliche bedingungslose Liebe zu einem Selbst und dem Rest der Welt lese, desto mehr bekomme ich das Gefühl, dass ich von all diesen bedingungslos Liebenden Menschen nicht im geringsten verstanden werde, sondern eher belächelt, weil ich für mich - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt - diesen Weg, so wie er mir immer erklärt wurde, nicht gehen möchte. Und da ich noch ein Mensch bin, der offen zugibt, dass er ein Ego besitzt, diese Menschen aber immer predigen, dass sie einen jeden annehmen, wie er ist, erwarte ich das auch. 
Also irgendwie sind da noch so viele Sachen, die ich ansprechen will, aber ich denke mal, für den Moment reicht es. Ich will nochmal klarstellen, dass ich hiermit wirklich niemanden angreifen will, ich musste mir einfach nur mal Luft machen. Falls jemand der Meinung ist, dies wäre der falsche Forenbereich (ich wusste nicht, wohin damit), oder gänzlich überflüssig, dann gehe ich mal davon aus, wird man mich relativ schnell darauf hinweisen.
So, und wer beim Lesen jetzt noch nicht eingeschlafen ist und noch Lust hat, den bitte ich, mir auf dieses Thema zu antworten, aufdass ich vielleicht etwas klarer sehe und etwaige Missverständnisse aufgeklärt werden.
In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen wunderschönen Tag und bis bald!
Liebe Grüße,
Sera
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23.01.2009, 08:35
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 01.11.2007
Ort: Bayern
Alter: 40
Beiträge: 217
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Guten Morgen  meine Liebe!
Hi, hi, ja darüber mache ich mir zur Zeit auch so meine Gedanken.
Und ja, ich würde auch sagen ich liebe mich so wie ich bin.
Würde sogar behaupten ich versuche bedingungslos zu lieben.
Aber da liegt die Crux:
nicht alle Menschen denen ich bedingungslose Liebe entgegenbringe, bringen sie mir entgegen.
Denn sie haben Erwartungen an mich!
Wie ich mich zu verhalten hätte, zu leben, zu reden, zu gehen....
Meistens frage ich dann: "Warum magst/liebst Du mich eigentlich?"
Und erhalte als Antwort: "Weil Du so ein lieber Mensch/Mädel/Frau bist."
A-ha. 
Wir brauchen ja gar nicht weiter zu diskutieren, dass mich das also ausmacht: sie mögen mich so wie ich bin, weil ich eben bin wie ich bin.
Warum wollen sie mich dann ändern?
Das is was ich nix check  !!
Zitat:
Zitat von *Seraphina*
"Hallo Schatz, bist die Nacht über ja gar nicht nach Hause gekommen" "Ja, ich hatte supertollen Sex mit der Anita/dem Bernhard, zwei Straßen weiter, wir haben uns so verbunden gefühlt" "Echt? Ach, das freut mich jetzt aber für dich! Magst auch nen Kaffee?"
Zugegeben, sehr überspitztes Beispiel, aber sein wir doch mal ehrlich, wer möchte das denn? Und wenn wir das Modell in seiner Ganzheit annehmen und davon ausgehen, dass irgendwann jeder so weit ist, bedingungslos zu lieben, dann kann die Welt doch nur aus einer einzigen großen Partnerschaft bestehen, wo jeder quasi das machen kann, was er will. Und das erinnert mich doch schon sehr an die freie Liebe und die 68er Bewegung und diese ganzen Kommunen, wo sich ja jeder ach so lieb hatte usw. Ganz zu schweigen, von körperlicher, und seelischer Misshandlung, die es zwar - wenn jeder bedinungslos lieben würde - nicht mehr geben dürfte, aber allein der Weg dahin...
Oder was ich auch oft höre, dann verbringt man eine schöne Zeit zusammen, ein paar Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre, wer weiß das schon und dann lässt man den anderen gehen und erfreut sich der Erfahrung.
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Und doch ja, warum eigentlich nicht.
Es hat jetzt nichts damit zu tun, weil ich viele Männer möchte - Harem oder so 
Sondern weil es tatsächlich so ist wie Du sagst: Man geht einige Zeit miteinander und dann haben sich unsere Aufgaben erfüllt und wir gehen wieder getrennte Wege.
Natürlich würde nichts dagegen sprechen ein ganzes Leben zusammen zu verbringen
aber ich habe bisher nicht oft erlebt, dass es wegen der Liebe zueinander wäre.
Tatsächlich ist es so, dass ich zur Zeit der Meinung bin, mit jedem Mann zusammen sein zu können (ihn lieben könnte) wenn er mir die gleiche Liebe und Achtung entgegen bringen würde wie ich ihm.
Und genau da hapert es: der Achtung!
o.k. Du hast Recht! Auch hier von mir: ERWARTUNG!
Da muß ich mich Dir anschließen: ich bin schließlich kein Märtyrer
"klar, trampel auf mir rum, ich bin trotzdem dein Hasimausi"
Trotzdem kann er mit der Rosi von Nebenan ins Bett (war schließlich Schwanzgesteuert  ) - nur die Wahrheit will ich wissen
und selbst wenn er sich dann verliebt...
dagegen ist man doch machtlos
nur wie man damit umgeht, das ist es
weil dann Szenen gemacht werden, Wutausbrüche, willDeineKohlehaben Attacken, DukriegstkeinCentUnterhalt Parolen
und überhaupt DU BIST MEINS
Da siehst Du = gar nix Liebe
Und ich überlege da wirklich dran rum:
"Warum nicht den Mann teilen wenn ihn beide lieben?"
Die Frage ist nur: kann er das? Beide in gleichem Maße zurück lieben?
Kann Mann das? 
Liebe Grüße
freesia
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23.01.2009, 08:37
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #3 (permalink)
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Om namah shivaya.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.09.2006
Ort: Siegen
Alter: 38
Beiträge: 223
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Hallo liebe Seraphina.
Ich bin mal so unhöflich und schreibe zwischen den Zeilen. :-)
Zitat:
Zitat von *Seraphina*
[...]
So, dann mal Ärmel hochgekrempelt, und rein ins Thema.
Auf den ersten Blick erschien mir das Konzept der bedingungslosen Liebe äußerst schlüssig. Ich muss erst bei mir beginnen und es dann ausweiten, immer weiter, bis ich irgendwann dazu im Stande bin, alles und jeden bedinungslos zu lieben. Dann habe ich auch keine Erwartungen mehr und ich kann somit auch nicht mehr verletzt werden. Und dann würde man ja die bedingungslose Liebe ausstrahlen und auch uneingeschränkt zurückgeliebt werden und so weiter und so fort. Mag sein, dass ich noch so tief in meinem "bedingungsvollen" L(i)eben drin bin, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto öfter denk ich mir "Das kanns ja wohl wirklich nicht sein, oder?"
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Der Knackpunkt ist, dass du das Pferd von hinten aufzäumen möchtest. Das mit dem *schnipp* und bedinungslose Liebe ist da... funktioniert eher seltener.
Wenn du anfängst vollständig zu Sein, deine verlorenen Anteile zusammen sammelst, aufhörst neue Bindungen aufzubauen und die Alten zu lösen, wenn dein Emotionalkörper sich immer mehr verabschiedet... dann entdeckst du in deinem Herzen eine Ebene der absoluten Glückseligkeit, der absoluten Liebe in der es keine Bedinungen und Bindungen mehr gibt.
Wenn du diese Ebene gefunden hast... dann ist deine Liebe für dich und andere so präsent, dass dich nichts und niemand mehr verletzen kann.
Zitat:
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Ich soll also keine Erwartungen haben?
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Erwartungen sind Teil von Bindungen und Kontrolle. Der Weg der Liebe ist Hingabe. Hingabe an das eigene Sein, an die eigene Göttlichkeit.
Zitat:
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[..] wenn ich in die Partnerschaftliche Bezieung gehe, dann frage ich mich nämlich, wie soll denn das aussehen?
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Eine Vertrautheit und ein Vertrauen in den Partner, was sich durch nichts erschüttern läßt. Im Allgemeinen bauen wir in Partnerschaften Bindungen auf. Wir schustern unserem Partner Seelenanteile von uns zu. Anteile, die wir selbst an uns nicht mögen, nicht leben wollen (das macht unser Partner für uns) oder aber Anteile die wir Liebe weil wir den Partner im nächsten Leben wiederfinden wollen. Liebe auf den ersten Blick ist so ein Fall... wir sehen in einem anderen Menschen plötzlich so viele Anteile von uns, dass wir ihn "haben" wollen. Andererseits tun Trennungen deswegen auch so weh... wir ambutieren da dann Teile unseres Seins.
Damit wieder zurück wie sich eine Partnerschaft anfühlt: Eine Freiheit jedem seinen Raum zu lassen sich zu entwickeln und zu entfalten mit bedinungslosem Vertrauen. Sollte es den Punkt geben, dass man merkt: Oh, da sind Erfahrungen das es mit dem Vertrauen nicht mehr klappt. Dann kann man den Partner gehen lassen, ohne sich von seinen Seelenanteilen abzuschneiden.
Zitat:
"Hallo Schatz, bist die Nacht über ja gar nicht nach Hause gekommen"
"Ja, ich hatte supertollen Sex mit der Anita/dem Bernhard, zwei Straßen weiter, wir haben uns so verbunden gefühlt"
"Echt? Ach, das freut mich jetzt aber für dich! Magst auch nen Kaffee?"
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Mal ganz hart gesagt: Bedingungslose Liebe hat nichts mit freific### zu tun.
Die meisten Menschen bauen durch Sex Bindungen auf weil sie sich selbst etwas beweisen/ sich selbst bestätigen wollen. (Ja, auch wenn es nur mal zur Triebbefriedigung ist.) Das passt nicht zur Bindungslosigkeit.
Zitat:
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[...] Das heißt ja, man hat immer nur Partnerschaften mit begrenzter Lebensdauer. Und den Gedanken finde ich fürchterlich.
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Naja... ich hab ja auch nur eine begrenzte Lebensdauer in diesem Körper. So fürchterlich finde ich das ehrlich gesagt gar nicht.
Aber im Bezug auf Partnerschaften... ich gehe ja auch nicht eine Partnerschaft ein um sie kaputt gehen zu lassen.
Zitat:
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[...] Und natürlich bin ich auch der Meinung, dass so eine - von mir angestrebte Partnerschaft - nur möglich ist, wenn man sich selbst liebt und eigenständig ist, ohne Abhängigkeit, dafür aber mit umso mehr Vertrauen von beiden Seiten.
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Eine Partnerschaft bedeutet vor allem auch eines: Dem Partner helfen und ihn zu unterstützen. Wir leben in einer Zeit des Egoismus und der Selbstbezogenheit. Hier kochen die Energien und der Mensch darf zwar durch Licht und Liebe lernen... aber er wählt in den meisten Fällen lieber die Schmerzen.
Ohne an sich selbst zu arbeiten, dass man wieder vollständig wird, wird sich das Ego aneinander reibe das es kracht oder ein Partner gibt sich auf. Aber das Schöne ist: Wenn man anfängt an sich zu arbeiten, dann hilft man seinem Partner es auch bei sich zu tun... und schon kann man viele Hindernisse gemeinsam umschiffen und sich auf die Unterstützung und Hilfe des anderen verlassen.
Zitat:
[...]
In diesem Sinne wünsch ich euch noch einen wunderschönen Tag und bis bald!
Liebe Grüße,
Sera
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So... ich schließe nun auch... noch ne Runde meditieren und dann Arbeiten.
Alles Liebe und vielleicht bis nachher 
Pron
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23.01.2009, 09:00
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Lebe deine Wahrheit
Liebe Seraphina,
zähl bitte einmal die Entschuldigungen, die du für deine Ansichten hier vorwegnimmst. Erwartest du Kritik für deine Ansichten, Ablehnung?
Die Liebe zu dir selbst ermöglicht es dir, deine Wahrheit zu leben, deine Arz zu Lieben zu leben. Wenn du dich so liebst, dass du dich für dich nicht mehr entschuldigen musst, kannst du auch Andersdenkende so annehmen, wie sie sind. Sie gehen ihren Weg neben dir, ohne dass einer am anderen Anstoß nimmt. Ohne, dass einer den anderen für seine (Vor)Liebe(n) verfolgen, verletzen oder gar töten will.
Wenn du durchs Leben gehst mit der Einstellung "Ich bin in Ordnung so, wie ich bin!" gibst du denen davon ab, die es wollen. Wer lieber mit einer anderen Einstellung zu sich selbst durchs Leben gehen möchte, regt sich vielleicht über dich auf, will dich dafür angreifen, aber es kommt nicht mehr als DEINE Verletzung bei dir an, sondern du erkennst die Verletzung deines Gegenübers und kannst es bei ihm lassen. Und wenn es deine Wahrheit ist, das zur Liebe auch die Äußerung von Kritik gehört, solltest du ihm sagen, was du fühlst wenn er dich nicht so akzeptiert, wie du bist. Oder du fragst einfühlsam, was ihn denn davon abhält, sich selbst so anzunehmen, wie er ist.
Wenn du diesen Zustand der totalen Selbstannahme halten kannst, wirst du alle Andersdenkenden und alle dir fremden Gedanken als Bereicherung verstehen. Es klingt dann so: "Ich habe meine Dualseele endlich gefunden und bin so glücklich!" "Das ist interessant. Ich glaube nicht an Dualseelen aber ich freue mich, dass du dein Glück gefunden hast! Erzähl mir doch mehr. Wieso meinst du, dass es eine Dualseele ist?" usw.
Dein schön überspitztes Beispiel mit der Partnerschaft würde es m. E. auch so nicht geben. Deine Bedürfnisse und Gefühle könntest du jederzeit kommunizieren und dann würde vorher klar sein, dass die Wege sich trennen. Mein Ideal ist auch die langlebige Partnerschaft, scheinbar hab ich sie sogar gefunden, aber wenn die Zeit kommen sollte, dass es nicht mehr passt bin ich sicher, dass die Unvereinbarkeit der Wege so deutlich ist, dass das Loslassen nicht schwer fällt. Die Gefühle wie Trauer, Wut, Enttäuschung werden deshalb nicht weg sein. Gefühle gehören zum Leben und auch die totale Liebe zu uns selbst, wird diese Gefühle nicht löschen. Das Bewußtsein, dass es unsere Gefühle sind und unsere Ängste, für die nur wir die Verantwortung tragen, lässt uns jedoch leichter darüber sprechen.
Fehlende oder unklare Kommunikation ist der Grund für Probleme.
Herzlichst
Yemaya
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23.01.2009, 09:10
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Guten Morgen, liebe Freesia!
Vielen, lieben Dank schon mal für deine Antwort, war ja doch relativ lang, der Text. Und ich seh grad, es hat sich noch jemand dazugesellt hehe Da antworte ich gleich nochmal extra, habs noch nicht gelesen, wenns genehm ist 
Also zu deinem ersten Teil kann ich dir nur uneingeschränkt zustimmen, das frage ich mich in dem Fall dann auch. Sicherlich, ich will niemanden zwingen, mich zu lieben, das wäre ja völliger Quatsch und das würde niemanden glücklich machen. Wenn, dann will ich schon aus dem eigenen Antrieb der Person zurückgeliebt werden. Jetzt hab ich wieder das "will" drin, was Erwartungen impliziert. Wenn ich das nun mit "wünsche mir" austausche, verliert das dann an Erwartung? Oder macht man sich damit im Grunde genommen was vor, weil man nur die eigentliche Intention damit "verschleiert"?
Und wenn man es dann geschafft hat, jemanden bedingungslos zu lieben müsste dies doch im Umkehrschluss laut dem Reaktionsgesetz zu einem zurückkommen. Sicher, wenn man mit diesem Gedanken "bedingungslos liebt", dann hat man ja schon wieder eine Erwartung, aber ich spreche jetzt mehr in der Theorie.
So, und nun zum zweiten Teil deines Beitrags. Da stehst du nämlich jetzt vor dem selben "Problem", wie ich auch. Es gibt ja mehrere Arten von Beziehungen, wie auch immer die geartet sein mögen, aber das Minimum ist Achtung und Respekt seinem Gegenüber.
Was das "Teilen" eines Mannes zwischen zwei Frauen angeht, wie in deinem Beispiel jetzt. Ich persönlich könnte das nicht. In diesem Falle habe ich also auch eine Erwartung und zwar physische und emotionale Treue. Ich spreche jetzt nicht von Phantasien, die kann jeder mal haben und die sind vollkommen natürlich. Und es ist klar, dass man Emotionen und Gefühle nicht steuern kann, das heißt, es kann durchaus vorkommen, dass sich einer der Partner in eine andere Person verliebt.
Allerdings bringe ich hier die von mir persönlich angestrebte Selbstliebe ins Spiel. Eifersucht, Verlustängste, Kontrollsucht, das sind alles Eigenschaften, die aus mangelnder Selbstliebe resultieren, zumindest aus meiner Sicht. Bin ich mir nämlich meiner eigenen "Vollkommenheit" bewusst, bzw. liebe ich mich mit allem drum und dran, ohne Einschränkungen, verleiht mir das Selbstbewusstsein, Stärke und lässt keinen Raum für Zweifel an mir selbst. Und die sind meiner Meinung nach der Hauptgrund, warum man Angst hat, den Partner an eine andere Person zu verlieren. Somit kann man sich unbeschwert der Beziehung erfreuen und zwar in allen Bereichen.
Soweit mir bekannt, wurde ich zwar noch nicht betrogen, sehr wohl aber schon verlassen, was mir im Nachhinein auch meine Fehler aufgezeigt hat. Und diese kann ich, wenn ich ihnen auf den Grund gehe, allesamt auf meine fehlende Selbstliebe zurückführen.
Entweder, ich habe geklammert, bin in Selbstzweifel versunken, war sexuell total verklemmt, weil ich mich meines Körpers geschämt habe und meinen Gelüsten und allem drum und dran. Kein Wunder, dass mein Partner da zunehmend unglücklich war, verstehst du, was ich meine? Daher bin ich der Ansicht, dass wenn jeder Partner in einer Beziehung sich selbst liebt und die Partner sich dann noch gegenseitig lieben, es nicht mehr sooo viele Probleme geben sollte. Ich hoffe, meine Erklärung war jetzt einigermaßen verständlich.
Und ob ein Mann nun zwei Frauen gleich lieben könnte, das kann ich schlecht beantworten, da lass ich den männlichen Geschöpfen mal den Vortritt 
Liebe Grüße,
Sera
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23.01.2009, 09:48
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Hallo lieber Pron!
Auch dir vielen, lieben Dank für deine Antwort! Kannst mir gern zwischen die Zeilen schreiben *lach*
Ich hab das leider schon wieder vergessen mit den verschiedenen Zitaten, wie das von statten geht, aber ich hoffe mal, dass es auch so geht 
Also ich bin mir nicht ganz sicher, inwiefern du meinst, dass ich das Pferd von hinten aufgezäumt habe, ich meinte eigentlich schon, dass ich ja wenn dann zuerst bei mir anfangen sollte und das dann nach und nach ausweite. Aber du kannst mir das gerne nochmal erklären, wie du meinst, wenn du möchtest.
Und nun zu dem Teil mit den alten Bindungen und dem, keine neuen mehr einzugehen. Mag sein, dass ich da noch nicht weit genug bin, aber ich möchte ja gerade mehr Bindungen. Und zwar nicht im Sinne von "jemanden an mich binden", sondern im Sinne von "Seelenverbindungen", wenn ich das mal so nennen darf, denn die finde ich so unglaublich erfüllend und auch erfreulich. Ich will nicht sagen, DIE machen mein Leben lebenswert, denn dann wäre ich wieder zu sehr im Außen, aber ich denke, ich kann sagen, dass sie mein Leben um einiges bereichern. Und alles, was mir gut tut, das habe ich gerne in meinem Leben und um mich herum. Sobald diese Verbindung einseitig wird, rein menschlich gesehen, nicht auf seelischer Ebene, dann bleibt mir natürlich nichts anderes übrig, als diese Verbindung loszulassen, denn es soll ja alles in beidseitigem Einverständnis geschehen.
Aber wie gesagt, was mir am meisten am gedanken dieser komplett bedingungslosen Liebe aufstößt, ist dass sich irgendwie jeder drauf zu freuen scheint, so gänzlich alleine durchs Leben zu gehen. Also entweder ich bin noch wahnsinnig weit von der Selbstliebe weg (noch weiter, als ich ohnehin schon annehme), oder aber ich habe das komplette Konzept missverstanden, denn es wird mir immer so geschildert, dass man dann nur noch in Einklang mit sich selber lebt und die anderen, die liebt man zwar auch, aber wenn die nicht um einen rum sind, ist das auch egal.
Ich bin ja jetzt nicht wirklich der Gesellschaftsmensch, aber ich hab meine Lieben nunmal gern um mich. Und wie gesagt, vielleicht sehe ich das wirklich zu eng, aber so wie mir das immer beschrieben wird, kommt das bei mir so rüber wie "Ach ja, wir schwirren hier alle so rum und jeder kocht so sein eigenes Süppchen, aber wir sind ja "ALL-EINs", oder wie auch immer diese neue Schreibweise für bestimmte Wörter sein mag.
Und ja, ich gebe zu, manchmal ist es nicht nur so, dass ich mir wünsche, dass mich jemand in den Arm nimmt, manchmal brauche ich das sogar. Und ich wüsste nicht, was daran falsch sein sollte. Ich sehe das als äußerst menschliches Bedürfnis an, und dafür sind wir doch auf dieser Erde, damit wir sie als Menschen erleben, oder hab ich da irgendwas verpasst? So auch mit all diesen Emotionen und Gefühlen, die sicherlich schmerzen können, als würde einem das Herz rausgerissen werden, aber sie können auch wunderschön sein und einem das Paradies auf Erden bescheren. Ich würde es begrüßen, wäre ich schon so weit, dass auch ich mir zumindest die schönen Gefühle selbst beschaffen könnte, wann immer ich will. Aber ich erlebe die momentan eigentlich noch viel lieber im Zusammenhang mit anderen Menschen.
Was die Erwartungen = Kontrolle-Kiste angeht... Sehe ich ein, muss ich aber auch zugeben, dass ich damit noch ein Problem hab, umzugehen. Wie gesagt, ich ersetze da gerne das Wort "Erwartungen" mit "Wünschen", wobei ich ja oben schon erklärt habe, dass ich mir selbst nicht sicher bin, ob das nicht nur eine nette Umschreibung ist.
Deine Aussagen in Bezug auf Partnerschaften kann ich uneingeschränkt so stehenlassen, da gebe ich dir Recht. Wie gesagt, ich für meinen Teil genieße diese Art von Bindungen, allerdings in einem anderen Kontext. Ich möchte weder besitzen, noch kontrollieren, sondern gemeinsam erkunden und genießen im gegenseitigen Vertrauen, welches aber nur möglich ist bei beidseitiger Selbstliebe - ich wiederhole mich 
Das Beispiel war wie gesagt überspitzt, aber zumindest ich für meinen Teil bin ein Mensch, der die Sexualität unglaublich genießt, jetzt wo ich gelernt habe, wie das geht, war ja auch kein leichter Weg. Und ich genieße Sexualität durchaus auch im spirituellen Sinne, es ist für mich ein ganzheitliches Erlebnis, um es mal so zu sagen. Klar, sieht das jetzt nicht jeder so wie ich, aber wenn das bei einigen so ist, und jetzt nicht nur um reine Triebbefriedigung geht (klar, das ist auch oft ein Grund), dann müsste man ja auch diese Möglichkeit in Betracht ziehen, verstehst du, wie ich meine?
Was die Partnerschaft mit begrenzter Lebensdauer angeht, hab ich ja vorher schon genau ausgeführt, d.h. da nehmen wir uns nix in unseren Meinungen. Wie gesagt, ich mag nur die Vorstellung, es zumindest zu versuchen, sein Leben in diesem begrenzten Zeitrahmen gemeinsam zu teilen.
Und bei der Bedeutung der Partnerschaft sind wir uns wieder vollends einig, dem habe ich diesmal wirklich nichts hinzuzufügen *lach*
Vielleicht bis später!
Liebe Grüße,
Sera
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23.01.2009, 10:03
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Guten Morgen Seraphina,
wenn du glaubst, dass Du bedingungslos lieben musst, damit Du bedingungslos geliebt wirst (von wem denn?), dann hat sich da wieder eine Bedingung eingeschlichen...  Clever, die Teile, hm? Solange Du etwas erreichen willst (und sei es nur, dass Du mit Dir selbst zufrieden sein möchtest), bastelst Du Bedingungen. Das ist damit gemeint, dass man bedingslose Liebe nicht erlernen kann, sondern ausschließlich sein.
Bedingungslos lieben, heißt nicht, dass Du Dir fortan alles gefallen läßt, sondern meint die grundsätzliche Einstellung dem Leben und den Menschen gegenüber. Bedingungslos ist, dass Du Deine grundsätzliche Liebe zum Dasein nicht an Menschen, Verhaltensweisen, Wunscherfüllungen festmachst, sondern am Leben an sich. Dazu gehört auch, dass Du deutlich Deine persönlichen Grenzen setzt. Etwas annehmen bedeutet, etwas als zur Zeit gegeben akzeptieren, sei es gut oder schlecht und es sich genau anzusehen und dann die Konsequenzen für sich selbst zu ziehen ohne einen anderen Menschen ändern zu wollen (mal abgesehen von den beliebten kriminellen Beispielen, da bedeutet bedingungslose Liebe dem Leben gegenüber etwas anderes...).
So, nun wende dies auf Dich selbst an: Du hast Erwartungen, liebst nicht bedingungslos und willst unbedingt geliebt werden. Nimm es an als Deinen momentanen Ich-Ausdruck, betrachte es genau von allen Seiten überlege, was für Dich funktioniert und was nicht. Lass die anderen Menschen aus Deinen Überlegungen raus, achte nur auf Dich. Wobei fühlst Du Dich wohl, welche Verhaltensweisen bereiten Dir, Seraphina, Freude, einfach nur weil Du so bist oder etwas tust, ohne, dass Du etwas dadurch bekommst?
Liebe Grüße,
Sandra
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23.01.2009, 10:09
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Das Ding mit den Erwartungen und alles, was dazu gehört Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 22.07.2007
Beiträge: 134
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Huhu liebe Yemaya!
Auch dir vielen, lieben Dank für deine Antwort!
Der Titel deines Threads beschreibt es ja schon ganz gut, ich bin gerade auf der Suche nach meiner eigenen Wahrheit. Und ja, ich habe tatsächlich Kritik erwartet, das hast du richtig gesehen.
Diese Kiste mit der bedingungslosen Liebe scheint mir gerade der letzte Schrei und das neue Allheilmittel in der "Eso-Szene" zu sein, sodass ich mich innerlich schon auf einen Aufschrei aus allen Reihen á la "Waaaaaaaaaaas??? Du willst NICHT bedingungslos lieben???" oder sowas in der Art vorbereitet habe.
Und jetzt wo dus sagst, muss ich wohl - wenn auch ungern - zugeben, dass ich diese Einstellung bei anderen auch nicht unbedingt komplett annehme, auch wenn ich da gerne toleranter wäre. Das hängt wohl sicherlich auch mit der Angst zusammen, zu geben und im Gegenzug nur Verachtung zu erhalten. Die Macht der Gewohnheit, würde ich sagen.
In allen anderen Punkten kann ich dir nach eingehender Überlegung nur zustimmen. Zumindest so stelle ich mir das für mich selbst vor. Sowohl für die Partnerschaft, als auch das menschliche Miteinander, was Kritik angeht.
Und meine 1000%ige Zustimmung für den Satz: Fehlende oder unklare Kommunikation ist der Grund für Probleme. Darf ich dich fragen, wie du es handhabst, wenn keine Kommunikation zustande kommt? Ich persönlich empfinde das als äußerst unbefriedigend, weil ich ja den Wunsch nach Klärung des Problems habe. Wenn dieser Wunsch auf der Seite meines Gesprächspartners nicht besteht, stehe ich ja so gesehen alleine mit dem Problem da. Es wegzuschieben bringt nichts. In diesem Fall will ich dann Klärung. Wie handhabt man das dann am Besten? Und das frage ich jetzt noch nicht mal aus dem Aspekt der bedingungslosen Liebe, sondern ganz allgemein, die Frage richte ich auch gerne an alle.
Liebe Grüße,
Sera
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