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12.01.2009, 20:18
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Mal anders formuliert... Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 04.12.2007
Beiträge: 188
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Mal anders formuliert...
Hallo Ihr Lieben,
ich greife erneut dieses Thema auf, aber aus einer anderen Perspektive. Ich pendle zwischen buddhistische Ansichten - man gelingt zim inneren Frieden erst, wenn man zu Wunsch- und Ego-Losigkeit ankommt, denn das Wollen hindert uns daran, das anzunehmen und zu schätzen was IST - und das Annehmen meinem weltlichen Dasein hin und her. Aus dem Zyklus der Inkarnationen auszusteigen klingt verlockend, aber sind wir hier, um Erleuchtung anzustreben? Oder geht es viel mehr darum, unseren Potenzial als Mensch hier auszuschäpfen? Weltliche Erfahrungen zu machen, Gefühle zu haben, zu handeln aus unserer subjektiven Wirklichkeit? Ich merke, dass ich mich nicht entscheiden kann und frage mich, ob eine Entscheidung notwendig ist. Tobias hat dieses Thema in seinem Thread am Beispiel der Sexualität , ich dehne es aus...
Ich denke, dass es schon eine berechtigte Frage ist, würde dieses Thema nicht für mich in dieser Inkarnation anstehen, würde ich mit all diesen Theorien nichts anfangen. Meditation, Spiritualität etc. würde mich wahrscheinlich nicht ansprechen und womöglich wäre ich überhaupt nicht in diesem Forum, sondern vielleicht bei Brigitte.de... Trotzdem fühle ich mich unsicher und weiß, dass diese Entscheidung sehr individuell ist, würde mich aber interessieren, wie ihr darüber denkt.
Ist es für euch klar, welchen Weg ihr gehen wollt/sollt?
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12.01.2009, 20:37
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Mal anders formuliert... Beitrag #2 (permalink)
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Om namah shivaya.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.09.2006
Ort: Siegen
Alter: 38
Beiträge: 223
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Zitat:
Zitat von Lichtlein_2
Ist es für euch klar, welchen Weg ihr gehen wollt/sollt?
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Hi. Also für mich ist es sonnenklar. Vor ein paar Jahren bin ich während eines Seminars in meine Kraft, in meine Liebe geführt worden. Seit dem Augenblick gibt es nichts mehr, was mich davon abbringt meine Liebe zu leben.
Für mich bedeutet es also den Weg des Herzens zu gehen weil ich für mich erkannt habe, dass der Weg des Bauches/Emotionen und der Weg des Kopfes/Illusion nicht die Wege zu mir selbst sind.
Alles Liebe
Pron
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13.01.2009, 00:01
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Mal anders formuliert... Beitrag #3 (permalink)
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Moderator
Registriert seit: 02.12.2008
Ort: Berlin-Wilmersdorf
Beiträge: 4.921
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Zitat:
Zitat von Lichtlein_2
Ich denke, dass es schon eine berechtigte Frage ist, würde dieses Thema nicht für mich in dieser Inkarnation anstehen, würde ich mit all diesen Theorien nichts anfangen. Meditation, Spiritualität etc. würde mich wahrscheinlich nicht ansprechen und womöglich wäre ich überhaupt nicht in diesem Forum, sondern vielleicht bei Brigitte.de... Trotzdem fühle ich mich unsicher und weiß, dass diese Entscheidung sehr individuell ist, würde mich aber interessieren, wie ihr darüber denkt.
Ist es für euch klar, welchen Weg ihr gehen wollt/sollt?
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Also, ich denke die Frage "sollt"? Stellt sich nicht. Nicht wirklich. Jeder von uns ist einzigartig. Unsere "Aufgabe", wenn wir das so nennen wollen, hier ist genau so einzigartig.
Ich tendiere in Sachen Gott zum Monismus, sprich, das Allsein ist unser Grundprinzip. Alles kommt von Ihm, alles Ist Es. Alles erfüllt also eine Aufgabe und hat einen Sinn und Sinnhaftigkeit innerhalb des Allseins.
Da alles innerhalb des Göttlichen existiert und seine Berechtigung hat, gibt es in unserer Einzigartigkeit einen impliziten und expliziten Leitmotiv und Sinn.
Als Erstes unsere körperliche Existenz. Wir sind hier inkarniert um Körperlichkeit zu erleben, diese zu geniessen und auszukosten, in allen möglichen Variationen zu erleben. Es gibt keinen Grund diese Abzulehnen oder in frage zu stellen.
Wir sind gleichzeitig auch geistig/spirituelle Wesen. Dies ist in uns "per se" existent. Wie ich ich in einem Beispiel gelesen habe, ein Tropfen Wasser, braucht nicht "nasser" zu werden  Sie ist es einfach.
So sind wir grossartig spirituelle Wesen. Unser Recht ist auch, dies zu erleben.
Ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass eine Mischung aus beiden - in dem wir unsere Einzigartigkeit einbeziehen - unser Ziel ist. Sprich, wir befinden uns auf einer Entdeckungsreise/Entwicklung unserer Körperlichkeit/Göttlichkeit, beides zusammen. Diese Reise ist für jeden von uns einzigartig, also gibt es keinen "sollen" ... sondern nur "können/wollen".
Wie dies auszusehen hat, ist jedem überlassen. Weil keiner die Aufgabe/Ziele/Wünsche des Anderen übernehmen oder durchführen kann. Auch weil wir darin souveräne Wesen sind geht es einfach nicht.
Sollen? Ja ... bereichern wir uns in dem wir unsere Grossartigkeit entwickeln , und diese mit anderen teilen. In Liebe und Akzeptanz.
Wenn jemand Erleuchtung sucht .. wunderbar ...
Wenn jemand eine reiche Sexualität möchtet ... auch wunderbar ...
Und so könnte eine unendliche Liste anbringen, mit einem Eintrag für jedes menschliche Wesen auf dem Planeten.
In diesem Sinne.
An Anasha!
Max.
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13.01.2009, 00:54
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Mal anders formuliert... Beitrag #4 (permalink)
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Reisender
Registriert seit: 19.10.2006
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 319
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Zitat:
Zitat von Lichtlein_2
man gelingt zim inneren Frieden erst, wenn man zu Wunsch- und Ego-Losigkeit ankommt, denn das Wollen hindert uns daran, das anzunehmen und zu schätzen was IST - und das Annehmen meinem weltlichen Dasein hin und her. Aus dem Zyklus der Inkarnationen auszusteigen klingt verlockend, aber sind wir hier, um Erleuchtung anzustreben? Oder geht es viel mehr darum, unseren Potenzial als Mensch hier auszuschäpfen?
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Tja ... Wunschlosigkeit ist wohl sicher eine feine Sache, aber wie kommt man
überhaupt dorthin? Indem man die Wünsche verdrängt und ignoriert? Oder
vielleicht durch deren Erfüllung, so daß wir dadurch erkennen garnicht wirklich
davon abhängig zu sein?
Wobei es gerade für die letztere Variante natürlich erforderlich sein würde,
tatsächlich "unser Potential als Mensch hier" auszuschöpfen.
Gruß
Pir Solis
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13.01.2009, 08:16
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Mal anders formuliert... Beitrag #5 (permalink)
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Om namah shivaya.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.09.2006
Ort: Siegen
Alter: 38
Beiträge: 223
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Zitat:
Zitat von Pir Solis
Tja ... Wunschlosigkeit ist wohl sicher eine feine Sache, aber wie kommt man
überhaupt dorthin? Indem man die Wünsche verdrängt und ignoriert?
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Hallo Pir Solis,
netterweise hatte ich das Thema erst vor kurzen mit einer Bekannten. :-) Wunschlosigkeit kommt direkt nachdem man seinen Willen los gelassen hat. Bist du im SEIN angekommen verliert sich der Wille. Du handelst weil es für dich richtig ist genau so in diesem Moment zu handeln und nicht mehr weil du etwas bestimmtes erreichen möchtest.
Solange du noch ein Ziel hast, was du durch von Willen gesteuertem Handeln erreichen suchst... solange trennst du dich von dir und deinem SEIN ab.
Als Mensch bin ich ein Wesen, dessen Geburtsrecht es ist glücklich zu sein. Nur unser eigener Wille, unser eigenes Ego hält uns davon ab.
Natürlich ist es besser willentlich zu Handeln als gar nicht zu handeln. Nicht wollen = wollen. :-)
Aber o.g. Diskussion zeigte mir schon, dass man SEIN nicht mit Worten erklären kann. Erlebst du dein Sein, stellt sich die Frage auch nicht mehr. Da wird vieles spontan einfacher. :-)
Alles Liebe
Pron
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13.01.2009, 11:29
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Mal anders formuliert... Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Liebe Lichtlein2,
es klingt nur verlockend aus dem Inkarnationskreislauf auszusteigen, solange man sein Leben nicht zum größten Teil genießt und seine Freude daran hat. Es geht nicht darum, alle Wünsche/Begehrlichkeiten loszulassen, sondern herauszufinden welche Wünsche man genau hat und warum zum Geier man bei anderen nach Erfüllung seiner Wünsche sucht. Man muss den wahren Kern jedes einzelnen Wunsches finden, man muss seine Überzeugungen kennen, seine Triebe, Ängste, Vorurteile, Schwächen. Das Ego überwinden heißt nicht, dass man plötzlich kein Ego mehr hat und erleuchtet leer und glücklich grinsend in irgendeiner Ecke abhängt, sondern sein Ego bewußt zusammensetzt, auswählt, ständig überwacht und dabei niemals gegen die menschliche Natur, den Instinkt, handelt. Man kann sich ein vorgefertigtes Bild aussuchen, wie es jede Religion, Philosophie oder jeder Werbestratege anbietet. Solange man damit wirklich zufrieden ist. Fühlt man sich jedoch als Sünder, weil irgendeine Regel nicht zu einem passt und man mit ihr nicht klarkommt, dann wird es Zeit, das Regelwerk an sich anzupassen, sich ein neues Modell zu suchen oder gleich seine eigenen Regeln zu kreieren. Aber rumnörgeln, sich schuldig fühlen, unglücklich sein, kurz zu leiden, bringt es nicht.
Liebe Grüße,
Sandra
Geändert von Gast1733 (13.01.2009 um 11:36 Uhr)
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13.01.2009, 11:50
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Mal anders formuliert... Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Ich denke, ich handele, weil ich handeln soll, aber wenn ich denken würde, ich bin der handelnde, dann würde ICH einen großen Irrtum unterliegen.
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13.01.2009, 12:00
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Mal anders formuliert... Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Ich denke, dass ich handle, weil ich handeln will und das DER, der mich handeln lässt, will das ich handle, weil der Grund, warum Er mich überhaupt handeln lässt, ist, dass ich handle... 
(...Ähm, Er ist für mich kein er, eher ein Es ohne ein Es zu sein...)
Liebe Grüße,
Sandra
Geändert von Gast1733 (13.01.2009 um 12:07 Uhr)
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