Zitat:
Zitat von Zhantee
aggressionen unterdrücken macht krank und führt zum tod.
|
Hallo Sven,
ein großes Thema.
So viele Menschen,
so viele Ansichten.
Schön wäre,
wenn nicht so viel Leid
durch das Ausleben von Aggressionen entstehen
so viel Blut vergossen werden würde.
Und genau dieses Leiden hat Gautama
untersucht.
Wir bekommen oft nicht,
was wir uns wünschen,
und bekommen oft,
was wir uns nicht wünschen.
Und was man sich nicht wünscht,
kann zu starken Gefühlen der Ablehnung,
wie Hass, der im extremen Fall
in Form einer Aggression mündet -
wobei das Wort Aggression,
den "Angriff" beinhaltet.
Im Falle des Immunsystems
ist es lebensnotwendig.
Früher war Aggression notwendig,
wenn man auf der Jagd war.
Sind wir heute noch Jäger,
müssen wir noch Mammuts erschlagen?
Wenn ich angegriffen werde,
es um Leib und Leben geht,
dann laufe ich so schnell ich kann,
wenn dies nicht möglich ist,
verteidige ich mich so gut wie möglich,
angreifen werde ich nicht.
Wann ist Angriff im
zwischenmenschlichen
Bereich angemessen,
wann ist Angriff gerechtfertigt?
Ganz ehrlich,
wenn ich jemanden
so richtig "runtergeputzt" habe,
dann geht es mir richtig übel,
auch körperlich,
weil es mir im Herzen wehtut
einen Anderen wehgetan zu haben,
besonders, wenn es jemand aus der Familie ist.
Zum Unterdrücken...
Unterdrücken ist auf lange Sicht
bestimmt nicht hilfreich.
Buddha lehrte jedoch achtsam zu sein.
Genau hinzusehen,
nicht zu unterdrücken,
sondern loszulassen.
Eins ist sicher,
Aggressionen gehen in das Fleisch,
Permanenter Hass formt ein Hirn nachhaltig,
Hass zerstört langfristig die Basis
des Zusammenlebens.
Wer voll Hass ist, der hat wenig Mitgefühl,
der schlägt gerne auch mal zu.
In so einer Gesellschaft ist das Leben hart.
Hass zerstört auch einen Körper.
Wer viel haßt, hat es schwer
zu lieben, auch sich selbst.
Und dies stört auch die Harmonie
der Körperchemie,
mal abgesehen von den Kämpfen
des Immunsystems.
Medizinisch ist nachgewiesen,
dass diese Haltung
Krankheiten fördert.
Ebenso nachgewiesen ist,
dass Liebe und gute Gefühle,
positiv auf die Heilung wirken.
Unterm Strich:
Ich glaube nicht,
dass wir willenslose Sklaven
unserer Gefühle und Konditionierungen
sein müssen.
Ansonsten wären wir nur Roboter,
willenslose Sklaven.
Ich glaube daran,
dass man sich bewußt
für etwas Gutes entscheiden kann,
wenn man achtsam ist und
sich selbst mal ergründet.
Es wäre ein Überschreiten
der Schwelle von Unbewußtheit
zu Bewußtheit.
Wie üblich,
nur eine
ganz unwichtige Meinung.
Liebe Grüße
Stefan