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30.10.2008, 12:59
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder...
Hallo ihr Lieben!
Wie oft kommt es vor dass ihr von älteren Menschen hört: "Komm du erstmal in mein Alter...!" oder auch umgekehrt "Wenn ich in deinem Alter schon so weit gewesen wäre...!"
Die Äußerungen sind oft sehr widersprüchlich.
Was haltet ihr davon? Ist Lebenserfahrung eine Voraussetzung für Weisheit? Kann man in wenigen Jahren soviel über das Leben lernen, wie andere in einem halben Jahrhundert? Oder ist alles nur eine Frage der falschen Selbsteinschätzung?
Freue mich auf eure Antworten!
Herzlichst
Yemaya
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30.10.2008, 13:47
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Hm, ich glaube man kann keine allgemeingültige Aussagen machen.
Ich denke es kommt darauf an welchen Bewußtseinstand man hat wenn man geboren wird.
Einer der sich im Leben davor schon gefunden hatte oder kurz davor stand wird wohl eine andere Reife besitzen als einer der sich ausschließlich um materielle Belange gekümmert hat oder erst grade damit angefangen hatte sich mit Spiritualität zu beschäftigen.
Wenn es um allgemein materielle Dinge geht, denke ich schon das Lebenserfahrung eine Rolle spielt und das man das Wissen eines Älteren dann nicht gleichsetzen kann mit dem der gerade erst anfängt eigenständig ins Leben zu gehen.
Aber im spirituellen Bereich denke ich hat es nichs mit dem Alter zu tun sondern um die Reife die man mitgebracht hat so wie ich es oben schon geschrieben habe.
Irgendwann fängt man wieder dort an wo aufgehört hatte denn spirituellen Reichtum verliert man nicht so wie den materiellen.
Auch glaube ich spielt es eine Rolle in wie weit man bereit ist das Wissen und die Lebenserfahrungen Anderer anzunehmen und so für sich zu nutzen und nicht zu glauben man ist eh schlauer als die Anderen und somit bei Null anfängt.
Geändert von Gast3979 (30.10.2008 um 13:54 Uhr)
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30.10.2008, 13:52
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 27.10.2008
Ort: Nähe von Karlsruhe
Alter: 39
Beiträge: 174
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Hallo Yemaya,
Weisheit und Lebenserfahrung hat meiner Meinung nach überhaupt nichts mit dem Alter zu tun. Es kommt darauf an, was Du in Deinem Leben erlebst und wie Du es verabeitest, bzw, Deine Schlüsse daraus ziehst.
Wenn ich mich jetzt als Beispiel nehme, ich bin geburtsbehindert und sitze seit 1994 im Rollstuhl. Ich war von meinem ersten bis zu meinem siebten Geburtstag, jedes Jahr für mind. 6 Monate im Krankenhaus. Das mag sich im ersten Moment nicht so schön anhören, aber da ich ja kein "Parallel-Leben" als Vergleichsmöglichkeit heranziehen konnte, muss ich sagen, dass es eigentlich eine ganz schöne Zeit war. Es gab zwar sehr viele traurige Momente, aber ich habe auch sehr viel gelernt. Und um ehrlich zu sein, wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich es wieder genau so durchleben...
Die Schule des Lebens setzt sich aus unendlich vielen Faktoren zusammen:
Geschehnisse in Deinem Leben, Dein soziales Umfeld, Deine eigene Konstitution etc, sodass man eine pauschale Erklärung gar nicht so einfach abgeben kann.
Denn ich habe im Krankenhaus schon Kinder gesehen, die schon sehr reif waren für ihr Alter, und im Gegenzug habe ich mich vor Jahren mit einem älteren Mann während einer Zugreise unterhalten, der meinte, dass es ihm sein ganz Leben lang an nichts gefehlt hat und er immer auf der Sonnenseite des Lebens stand aber jetzt im Alter hätte er massive Probleme, weil er seinen körperlichen und geistigen Abbau nur sehr schwer akzeptieren konnte..
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30.10.2008, 14:03
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Ich habe diese Sätze auch schon öfters gehört und vvas ich mich immer gefragt habe und ein ältere Frau auch fragte: vvart ihr in unserem Alter denn so anders?sie sagte mir ja vielleicht ,vielleicht auch nicht,aber sie fing an nachzudenken.
Natürlich haben ältere Menschen mehr Erfahrung,aber die machen vvir noch bis vvir 60 oder 70 jahre alt sind ,also ist es doch herablassend einem jungen meschen der das Leben noch vor sich hat so etvvas zu antvvorten.
Auf der spirituellen Seite denke ich eher vvie meine Vorredner
ein buchstabe ist defekt deshalb immer vv .....sorry
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30.10.2008, 14:43
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
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Ich will es etwas anders sagen. Lebensalter hat nicht unbedingt mit Lebenserfahrung zu tun - die Wahrscheinlichkeit, viel erfahren zu haben, erhöht sich jedoch.
Aber ab dem Beispiel "elorad" - da wurde schon sehr früh viel Erfahrung ins Leben eingebracht.
Kinder können sehr Weise sein - und - Alt zu sein ist kein Verdienst!
Es ist aber weise, wenn man im alter noch immer sich an das "Kind" das man war, erinnert. Es ist aber kaum möglich, dass ein Kind sich an das Greisenalte erinnert - es hat keine Vergleichsmöglichkeit - aber durchaus ein Gefühl dafür.
Da treffen sich dann Spirituelle - und Lebensweisheiten wieder.
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30.10.2008, 14:45
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #6 (permalink)
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Novize
Sternzeichen:
Registriert seit: 23.10.2008
Ort: Berlin
Alter: 22
Beiträge: 59
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Hallöchen
Die vorhin beschriebenen Äußerungen habe ich schon oft gehört. Ich denke, dass es viel damit zu tun hat wie oft man mit schweren Situationen konfrontiert wurde, die eine gewisse Reife erfordern. Insofern schließe ich mich der Meinung an, dass es nicht vom Alter abhängt.
Manche nehmen ihre Probleme nicht wahr und knabbern viele Jahre daran. Dadurch dauert es länger oder sie lernen nie daraus... Andere lösen diese schnell und werden immer wieder vor Herausforderungen stehen, die den Reifeprozess ankurbeln.
Aber nicht alle Erfahrungen kann man in wenigen Lebensjahren sammeln...
Also, ja, man kann in wenigen Jahren eine gewisse Weisheit ansammeln, als es manche Menschen in ihrem ganzen Leben nicht geschafft haben.
Wissen sammelt man durch Erfahrungen an. Sei es die der anderen oder die eigene  Aber man muss diese erleben und vor allem auch für sich nutzen können.
Was ich noch loswerden wollte zum Thema Reife: Es ist nicht immer positiv reif zu sein, vor allem nicht: reifer zu sein als andere. Das kann auch sehr einsam machen  (eine persönliche Erfahrung aus meiner Kindheit)
Außerdem, was ist immer so schön daran, vieles zu wissen, vieles zu können? Den befriedigsten Zustand den ich für ein paar Minuten hatte, war Gedankenlosigkeit. Ich konnte für einige Minuten an nichts denken, kein quählender Gedanke, kein Gefühl: Nichts. (nein, ich nahm keine Drogen) Seitdem sag ich mir immer wieder:
"Dumm, aber glücklich." Sich mal zurücklehnen zu können, ohne zu arbeiten, ohne zu denken, über irgendeinen sinnlosen Kram zu lachen, was Dummes zu erzählen und machen und dabei glücklich zu sein. Einfach mal die Reife über Bort zu werfen und sich nich weiter mit seinen monströsen Problemen auseinanderzusetzen, die mit jedem Entwicklungsschritt größer werden, weil man lernt ja weiter, man reift ja weite...
Ich wünsche euch viel Mut
und einen schönen Tag noch
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30.10.2008, 14:54
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Kalysia
" Sich mal zurücklehnen zu können, ohne zu arbeiten, ohne zu denken, über irgendeinen sinnlosen Kram zu lachen, was Dummes zu erzählen und machen und dabei glücklich zu sein.
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Hehe, aber genau das finde ich bei reifen Menschen und macht einen reifen Menschen in meinen Augen aus.
Ist oft nicht einfach einen Narr von einem Narren zu unterscheiden aber wenn man ein Narr ist kann man es schon.
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30.10.2008, 14:54
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Alt und weise, jung und unerfahren, oder... Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.03.2007
Ort: Im Freistaat Sachsen
Alter: 60
Beiträge: 1.417
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Hallo ihr da, nun, ich bin nun ganz der Meinung daß Lebenserfahrungen, Lebensweisheiten immer den Jüngeren helfen können. Es kommt nur auf die Einstellung der Älteren an ob sie diese den Jugendlichen spöttisch rüber bringen oder ob sie es interessant weiter geben als Lernhilfe fürs älter werden. Jeder muss seine Erfahrungen im Leben machen, doch ist es leichter wenn ich von älteren lernen kann wie ich mein Leben bewältigen kann.
Auch ich ein kurzes Beispiel: "Wir waren derer ein paar mehr als 4 Kinder zu Haus, so war ich mit 4 Jahren schon "älter" und durfte, mit Anweisungen der Mutter, auf meine jüngere Schwester aufpassen. Es war eine sehr große Verantwortung, aber ich fühlte mich wie eine Königin; ich konnte schon aufpassen. Ich wusste auch schon wie man die Flasche hält damit das Schwesterchen trinken konnte. Und so wuchs ich in die Erfahrungen meiner Mutter hinein. Mit ihrer Hilfe konnte ich sehr früh schon kleine Babys wickeln, versorgen. Mit 10 ging ich als Babysitter, ab und an, zu den Nachbarn, die freuten sich über so eine kleine verantwortungsbewusste Dame. Und später, als meine Freundinnen Babys bekamen war ich diejenige die keine Angst hatte so ein kleines Würmchen anzufassen, zu wickeln, denen zu zeigen wie man es am besten hält beim stillen. Viele Frauen erlebte ich die jammerten als sie ihr kleines Baby in der Hand hielten und Angst hatten es zu versorgen, umzupacken. Immer wieder hörte ich: "Ach, wenn das kaputt geht, um Himmels Willen, das sieht so zerbrechlich aus!" Also, bin ich der Meinung daß man Erfahrungen erlernen muss, wenn man da Hilfe hat durch ältere, pflichtbewusste, umsichtige Menschen, dann geht es viel einfacher.
Natürlich muss ich als Jugendlicher auch bereit sein so etwas anzunehmen, und nicht lachend, oder gestikulierend die "Alten" beiseite schiebe.
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