schauen wir uns erst mal den physischen Bereich an - unser Körper ist durch die Haut (Schleimhaut) von der Umwelt getrennt, aber durch die Einstülpung der Umwelt in den Körper - Speiseröhre-Magen-Darm-Schlauch und der Lunge - besteht auch im Physischen der grobe Versuch, das Äußere nach innen zu bekommen. Auf einer feineren Ebene (Nerven,Sinne) gelingt das schon besser. Im Magen-Darm-Trackt scheiden wir Enzyme, Säure und Galle ab um Grenzen zu knacken und die Dinge in kleinste Teile zu zerlegen um sie durch die Darmwand aufnehmen zu können. Somit ist die Darmwand eine Grenze aber durchlässig.
Welch Arten von Grenzen gibt es (immer noch im physischen)? Es gibt die Grenzen, die ich errichte um eigenes vor Eingriffen zu bewahren z.B. ist eine Hecke sinnvoll, wenn ich ein Erdbeerbeet direkt neben einem Wanderweg habe. Und es gibt Grenzen um mich vor Äußeren Einflüssen zu schützen - so errichte ich einen Damm, wenn Hochwasser droht oder pflanze eine Baumhecke wenn eine Lawine droht.
Kommen wir nun zur Seelischen Ebene - wo liegen da Grenzen? Wenn ich mich nicht ausbeuten lassen will, werde ich Genzen setzten - wenn ich z.B. im menschlichen Miteinander immer allen Familienmitgliedern alles hinterherräumen muss, werde ich da eine Grenze ziehen und versuchen bestimmte Verhaltensregeln einzuführen. Wenn es Menschen gibt, die immer wieder Punkte ansprechen, über die ich nicht reden will, werde ich das deutlich sagen. Auf dieser Ebene liegen die Grenzen, die ich mir selber ziehe und da ist es nützlich zu schauen, welche Grenzen brauche ich, welche schaden mir eher. Wenn ich im Kreise vieler Menschen nicht in der Lage bin, das Wort zu ergreifen, könnte mich das in meiner Entwicklung behindern. Zu schnell gefällte Vorurteile führen oft frühzeitig zu einer Grenzziehung, die ein Weiterlernen unmöglich macht. Denn wenn ein Urteil gefällt wurde, lernt man an diesem Punkt nicht mehr weiter denn "man weiss ja nun bescheid". Deshalb ist die Anregung von freelight so gut, nur vorläufige (Vor)Urteile zu fällen.
Wie sieht es im geistig-rationalen Bereich mit Grenzziehung aus? Bleiben wir mal beim Denken, der niedersten Form des Geistigen, dann sehen wir Grenzen zu ziehen fördert die Verständigung - die Klarheit der Sprache, des Ausdrucks ist notwendig, um verständliche Inhalte zu präsentieren. Würden wir hier auf Grenzen verzichten, wäre das Gesagte nur ein Gemisch von Inhalten ohne roten Faden. Gedanken werden dann verständlich, wenn sie in einer bestimmten FORM präsentiert werden - und ein wesentliches Merkmal von Formen sind ihre Konturen (Grenzen).
kanchi
Zitat:
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Jetzt habe ich einfach genug davon und finde die Auflösung der Grenzen und somit auch die Auflösung der Bewertungen als ein sehr spannendes Abenteuer in meinem Leben.
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was ich mir sehr gut vorstellen kann ist die Auflösug der Grenzen im Bereich Akzeptanz anderer Menschen - was mit der Ausweitung meiner Liebesfähigkeit zusammengeht. Wenn ich in der Liebe fließe, stoße ich mich nicht mehr an harten Steinen sondern umfließe sie.
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in dem Moment wo ich drüber gehe hat sich mein Horzizont auf dieses Feld erweitert und ungehindert kann ich darin wandeln ohne eine Grenze zwischen jenseits und diesseits (wo wäre das dann ?) wahrzunehmen.
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wahrnehmen kann ich die Grenze ja schon, aber sie muss mich nicht mehr behindern - ich halte es für sinnvoll, Grenzen zu erkennen, denn nur dann kann ich sie übertreten, dafür ist es wichtig zu wissen was der Sinn dieser Grenze war oder ist. Für viele Menschen ist es wichtig sich mit etwas festem (was immer klare Grenzen hat) zu identifizieren, sie haben Angst sich aufzulösen oder sich mit etwas feinem subtilen zu identifizieren, da das Feste mehr Halt bietet.
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Bin gespannt was du dazu sagst.
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wenn wirklich alles grenzenlos fließen würde, enstände keine Spannung mehr und das wäre doch schade oder?
LGichbins