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Esoterik allgemein

Esoterik bedeutet Geheimlehre. Bei Esoterik handelt es sich um inneres Wissen, oft kombiniert mit spirituellen Handlungen und mystischen Erkenntnissen. Hier seid Ihr mit Euren Fragen und Tipps zu Esoterik richtig.


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Alt 06.08.2008, 22:58   Abwärtsspirale Beitrag #1 (permalink)
Velda
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Abwärtsspirale

Hallo Ihr Lieben

Ich bin im Moment sehr verzweifelt. Seit einiger Zeit bin ich erfolglos auf Arbeitssuche und kriege langsam ernsthafte finanzielle Probleme. Mein Partner will nach fast 5 Jahren auch nicht mehr mit mir zusammen sein. So sehr ich es mir auch wünsche und versuche positiv zu bleiben gelingt mir dies langsam nicht mehr. Wenn ich nun auch noch meine Wohnung verliere und wieder in Depressionen versinke, schaffe ich das alles nicht mehr.

Könnt Ihr mir Tipps geben um die Spirale "umzudrehen"? Ich dreh' sonst langsam durch.

Eure Velda, die versucht Tapfer zu bleiben aber langsam nicht mehr kann.
Velda ist offline  
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Alt 06.08.2008, 23:50   Abwärtsspirale Beitrag #2 (permalink)
odysseus05
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Zitat:
Zitat von Velda Beitrag anzeigen
Hallo Ihr Lieben

Ich bin im Moment sehr verzweifelt. Seit einiger Zeit bin ich erfolglos auf Arbeitssuche und kriege langsam ernsthafte finanzielle Probleme. Mein Partner will nach fast 5 Jahren auch nicht mehr mit mir zusammen sein. So sehr ich es mir auch wünsche und versuche positiv zu bleiben gelingt mir dies langsam nicht mehr. Wenn ich nun auch noch meine Wohnung verliere und wieder in Depressionen versinke, schaffe ich das alles nicht mehr.

Könnt Ihr mir Tipps geben um die Spirale "umzudrehen"? Ich dreh' sonst langsam durch.

Eure Velda, die versucht Tapfer zu bleiben aber langsam nicht mehr kann.
Hallo Velda,

einfach nur positives Denken reicht leider nicht...

Du bist verzweifelt. Also zweifelst Du.
Du malst Dir aus wie es ist keine Wohnung zu haben und wie Dich Dein Freund verläßt....

Du malst Deine Realität wie ein Gemälde und fängst an darin zu leben...

...

Bevor ich meinen vorletzten Job verlor,
hatte ich mir immer wieder dieses Kündigungsgespräch
vorgestellt. Und es kam genauso wie ich es mir vorgestellt hatte.

Und einmal als ich keine Lust auf Arbeit hatte,
schrieb ich die Krankmeldung einfach per Email
und überlegte wohl, was ich hätte.
Ich stellte mir die Erkältung so gut vor, dass ich
knapp 2 Stunden später eine richtige Erkältung bekommen hatte.

Das sind nur 2 Beispiele von Vielen.

Was ich damit sagen will?
Ich bin überzeugt davon, dass unsere Gedanken
nicht nur Macht über unseren Körper haben.
Gedanken und Gefühle sind meiner Erfahrung nach wesentlich stärker.

Ganz wichtig ist
erstmal Ruhe in die Gedanken zu bekommen.
Das ist leichter gesagt als getan, ich weiss das zu sehr.
Es gibt jedoch Methoden, um diese Ruhe zu bekommen.
Gern lasse ich Dir ein paar Infos zukommen.

Helfen tut auch, dass man sich mit der Situation
erstmal abfindet, so blöde es auch klingt.

Leid kann durch den Unterschied zwischen
dem wie es gerade ist und dem wie wir es gerne hätten entstehen.
Je größer der Unterschied, umso größer kann das Leid sein.

Arbeitslos sein ist nie schön,
ich kenne das auch,
aber wenn wir pausenlos deswegen unglücklich sind
und Angst haben, bringt es uns nicht unbedingt weiter.

Wir können uns sogar so hilflos fühlen,
dass wir am Schluss in eine Depression fallen.
Auch diese tiefen dunklen Abgründe kenne ich zur Genüge.

Das ist die Macht unserer Gedanken...

Darum ist es wichtig Ruhe in
die Gedanken zu bekommen.
Nach der Ruhe kommt Klarheit
und dann kann man über Lösungen nachdenken.

Rede mit Deinem Freund und bitte ihn um Hilfe.
Können Deine Eltern, andere Verwandte oder Freunde helfen?
Würdest Du eine Stelle annehmen,
auch wenn Sie überhaupt nicht Deinen Wünschen entspricht?
Rede mit Menschen, denen Du vertraust.

Dies ist nur meine Meinung und Erfahrung, mehr nicht...

Ich wünsche Dir von Herz zu Herz,
alles Gute, viel Kraft und das Du die Situation
mit einem Lächeln meisterst.

Liebe Grüße

Stefan
odysseus05 ist offline  
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Alt 07.08.2008, 08:49   Abwärtsspirale Beitrag #3 (permalink)
Aibi
die Elfe
 
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Beiträge: 9.569
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Liebe Velda,

ich kann mich Stefan nur anschliessen.
Oft bestimmen unsere Gedanken unser Leben und je negativer wir denken um so mehr ziehen wir negatives an.

Ich hatte auch ehnliche Erlebnisse wie Stefan und habe mir in Gedanken ausgemalt was passieren könnte uns es kam auch so.

Letztes Jahr im November habe ich in meiner Verzweiflung eine Kartenlegerin angerufen und diese hat mir den Rat gegeben, meine Wünsche gut formuliert, an die Engel abzugeben.
Sie hat mir eine Mail geschickt in der beschrieben war wie man das macht und wann.

Heute, nach vielen Monaten sind , bis auf einen, alle meine Wünsche in Erfüllung genangen.
Mag Zufall sein oder eben doch der Wandel in meinen Gedanken, meiner Einstellung.

Depressionen, oder wie eine nette Dame immer sagt *Das Tal der Tränen* wenn wir nicht aufpassen beleiben wir dort...aber dort ist nicht wo wir sein sollen.
Vielleicht ist auch alles was gerade passiert dazu da dich neu zu orientieren, aus dem Trott des Einerleis wieder herraus zu kommen und dich selbst nochmal neu zu erfinden.

Wenn dein Partner meint, die Zeit zu einer Trennung ist gekommen, dann scheint auch bei ihm die Spirale anderst zu drehen, ihr dreht einfach nichtmehr in die gleiche Richtung.

Ich drück dir die Daumen dass du die Spirale umdrehen kannst und wieder einen Weg findest der dich ins Glück führt.
Aibi ist offline  
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Alt 07.08.2008, 08:58   Abwärtsspirale Beitrag #4 (permalink)
Natalja77
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Beiträge: 9
Liebe Velda, du hast schon sehr gute Ratschläge bekommen. Ich würde dich nur noch darauf hinweisen, ob du vielleicht diese Lektion für dein Leben ausgesucht hast. Falls dies so sein soll musst du wohl dadurch. Das klingt jetzt leicht gesagt, doch wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich auf jeden Fall ein Medium aufsuchen! Ich war vor kurzem bei einem örtlichen Medium, weil ich auch in manchen Dingen nicht mehr weiter wusste. Ich habe dort Antworten direkt von meinem Schutzengel erhalten und habe nun keine Fragen mehr. Ich weiß wie es die nächsten Jahre weiter geht und was mich im großen und ganzen erwartet bzw. wie ich negatives umgehen kann. Das was ich gemacht habe nennt sich mediale Beratung. Falls dies ein Medium nicht anbietet, könntest du es auch mit Karten legen versuchen. Diesen Schritt zum Medium kann ich dir sehr ans Herz legen! Du wirst dafür sehr Dankbar sein!

Viel Licht und Liebe wünsche ich dir!

Natalja
Natalja77 ist offline  
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Alt 07.08.2008, 21:03   Abwärtsspirale Beitrag #5 (permalink)
Velda
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Ich danke Euch.

Aber genau das ist ja mein Problem. Ich weiss von der Macht der Gedanken. Genau dies ist ja so schwierig. Ich finde einfach keinen Weg. Und je grösser meine Angst, je negativer meine Gedanken... desto schlimmer. Schon klar. Aber wie schaffe ich diese Umkehr.

Ein Medium kann ich mir im Moment nicht leisten. Kann mir kaum essen kaufen und Rechnungen zahlen wie dann so was. Ich traf mal auf eine wunderbare hellsichtige und hellfühlige Person aber ich habe ihre Spur verloren.

Wie kann ich es also alleine schaffen?
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Alt 07.08.2008, 23:58   Abwärtsspirale Beitrag #6 (permalink)
odysseus05
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Zitat:
Zitat von Velda Beitrag anzeigen
Ich danke Euch.

Aber genau das ist ja mein Problem. Ich weiss von der Macht der Gedanken. Genau dies ist ja so schwierig. Ich finde einfach keinen Weg. Und je grösser meine Angst, je negativer meine Gedanken... desto schlimmer. Schon klar. Aber wie schaffe ich diese Umkehr.

Ein Medium kann ich mir im Moment nicht leisten. Kann mir kaum essen kaufen und Rechnungen zahlen wie dann so was. Ich traf mal auf eine wunderbare hellsichtige und hellfühlige Person aber ich habe ihre Spur verloren.

Wie kann ich es also alleine schaffen?
Hallo Velda,

es gibt verschiedene Methoden mit den Gedanken zu arbeiten.
Meditieren hilft, um Klarheit zu bekommen.

Du kannst Dich aber auch im Alltag mal bewußt hinsetzen und Deine Gedanken beobachten.

So als wenn plötzlich ein neutraler Beobachter da wäre,
der einfach nur anschaut was passiert,
ohne selbst einzugreifen.

Angst ist ein sehr mächtiges Gefühl.
Hinter der Angst steht Aversion.
Du fürchtest etwas, willst es auf keinen Fall haben.
Versuch dieses Gefühl zu erforschen.

Mein Meditationslehrer hat mal gesagt,
dass ein Gefühl, dass beobachtet wird,
nicht so stark wird, als wenn es nicht beobachtet wird.

Diese Angst bezieht sich eigentlich auf einen Zustand der
in der Zukunft liegt.

Heute hast Du zu essen und ein Dach über den Kopf.
Du lebst die Situation der Zukunft heute aus und lebst somit
nicht jetzt, sondern eigentlich in einer virtuellen Welt.
Und Du stellst Dich heute schon kompett auf diese erdachte Welt ein
und steigerst Dich immer mehr rein, d. h.
Du denkst an die Zukunft und leidest heute.

Es gibt Ansichten, die besagen,
dass Gedanken und Gefühle unseren Körper formen
und dass sie zu unserem Schicksal werden,
wenn wir immer wieder nach den gleichen Mustern fühlen und denken.

Würdest Du nicht ein wenig bewußter mit dem Denken umgehen,
wenn Du wissen würdest, dass sich Gedanken und Gefühle Ihren Weg
nach draußen suchen, damit sie Deine persönliche Realität werden?

Jeder Gedanke ist Energie.
Viele Gedanken kosten viel Energie.
Energie, die Du wirklich für andere Dinge einsetzen solltest.

Auch wenn ich so schlau daherspreche,
selbst ich habe es nicht immer im Griff.

Vor einigen Monaten bin ich derart zornig geworden,
dass ich meine Gedanken nicht mehr im Zaum halten konnte.
Es war wie ein wildes Pferd, das sich nicht zähmen lassen wollte.
Die Gedanken haben sich immer im Kreis gedreht und sich immer weiter
hochgeschaukelt. Ich fühlte wie es immer schlimmer wurde.
Ich fühlte wie mein Körper immer härter und saurer wurde.
Ich fühlte mich ihnen ausgeliefert und hilflos.

Mein Verstand hat die wildesten Filme gedreht und sie immer lebendiger werden lassen. Teile des Films hatten sich bereits im Draußen realisiert.
Ich hatte richtig üblen Ärger.

Als es ganz schlimm war, habe ich absichtlich einen Gedankenbruch erzeugt. Ich ergab mich.

Dies geht so:

Hintergrund:
Dein Verstand ist nur ein Teil von Dir.
Es gibt ein Teil in Dir, der weiser ist als Dein Verstand,
weil er schon viele Leben erlebt hat.
Dieser Teil denkt nicht, er ist einfach nur da.
Dieser Teil ist ein göttlicher Funke.
Er ist mit einer Art "Standleitung" mit Gott verbunden.
Ich habe diesen Teil irgendwo in der Nähe des Herzens beim Solar Plexus (Brustbein) platziert. Du kannst gern auch Herz sagen...

Und dieser Teil kann Dir helfen.
Er ist für mich wie ein guter alter weiser Mann / Frau, der
ganz ruhig mit den Stürmen des Lebens umgeht,
einfach weil er schon so viele Stürme erlebt hat,
einer der sich nicht aus der Ruhe bringen läßt.

O.k., nun zurück.
In der Situation, wo es schlimm wird,
gestehe Dir selbst ein,
dass Dein Verstand Dir keine Lösung bieten kann.
Er dreht sich laufend im Kreis und macht es immer schlimmer.
Ergebe Dich.

Gib diesem weisen Teil in Dir zu verstehen,
dass Du die Kontrolle über Dich nun an ihn übergeben wirst
und den Verstand die Macht entziehst.

...nicht mein Wille geschehe, Dein Wille geschehe....

Stelle Dir vor und spüre wie die Kontrolle vom Kopf in die Brust wandert.
Ich habe in diesen Augenblick manchmal etwas Druck in der Brust.

Was passiert?
Du erkennst, dass der Verstand Dich leitet,
durch den Gedankenstrom.

Der andere Teil denkt nicht.
Er teilt sich nicht über Gedanken mit.
Es wird von einem auf den anderen Augenblick still, ganz still.

Kommen trotzdem Gedanken,
wiederhole die Prozedur,
erinnere Deinen Verstand an die "Abmachung",
sei dabei aber nicht zornig, sondern gütig und bestimmt,
wie ein junger Hund, der erzogen wird.

Es ist ja nicht gegen den Verstand gerichtet.
Er soll sich einfach mal ein wenig ausruhen und den Älteren mal ranlassen

Wenn es still wird...
Nun hast Du den Beweis, dass Du selbst
Deine Realität mit den Farben Deiner Gedanken und Gefühle malst.
Du erzeugst das Alles selbst.

Wenn es ruhig ist, gibt es keine Farbe,
kein gut, kein schlecht.
Es ist o.k., so wie es jezt gerade ist.

Diese Stille hilft Dir wieder Klarheit zu bekommen.
Wenn Du nach längerer Stille den Verstand nutzt,
ist er um Einiges klarer.

Versuche diesen Gedankenbruch zu kontrollieren.
Erzeuge Stille wann und wo Du willst.
Die Stille entspannt mich richtig.
Ich kann in dieser Stille den Augenblick mit allen Sinnen geniessen.

Weiterhin ist gaaanz wichtig...
Du bist nicht allein.
Du mußt auch nicht allein alle Probleme lösen.
Nutze die Menschen, gehe auf sie zu.

Hol Dir Hilfe bei guten Freunden oder der Familie.
Da sie Abstand zu den Dingen haben,
können sie relativ sachlich mit dem Problem umgehen.

Auch wenn es blöde klingt,
schau dass Du schöne Augenblicke erlebst
und nimm sie bewußt wahr.

Versuch einmal pro Tag ein wenig dankbar zu sein,
für das Essen, für Deine Gesundheit usw.
Es ist nicht selbstverständlich.

Geh raus in die Natur, verkriech Dich auf keinen Fall in Dein Schneckenhäuschen.

Mach was Entspannendes...
Nimm ein ganz entspanntes Bad.
Sei gut zu Deinem Körper und Deiner Seele.
Du hast es verdient.

Meide Negatives...
Schaue keine Horrorfilme (am besten kein Fernsehen), lese keine Schreckensmeldungen...

Einstein hatte sein Probleme gemütlich abends in der Badewanne gelöst.
Wenn Du entspannt bist, erschließt sich ein weiteres Potenzial in Dir,
dass dafür sorgen kann, dass Du neue Einfälle bekommst, wie Du Dein Problem lösen kannst.

Zusätzlich würde ich Dir empfehlen mit Meditieren anzufangen.
Meditieren ist perfekt um sich selbst kennenzulernen und zu lernen Dinge erstmal anzunehmen. Meditation hilft Dir Ängst und Zorn zu erkennen und sie nach und nach aufzulösen.
Die Liebende-Güte-Meditation hilft Liebe in sich zu entwickeln.
Gern kann ich Dir ein paar Infos hierzu zukommen lassen.

Ich weiss, das hört sich nach viel Arbeit an.
Fang einfach mal an.
Es lohnt sich, weil es Dein Leben ändert...

Wenn Du Fragen hast,
schreib einfach.

Liebe Grüße

Stefan

Geändert von odysseus05 (08.08.2008 um 00:04 Uhr)
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Alt 08.08.2008, 20:36   Abwärtsspirale Beitrag #7 (permalink)
Velda
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Lieber Stefan

Vielen Herzlichen Dank für Deine langen Zeilen. Ich war in der Nacht viel zu berührt um zu antworten. Dass Du mir so viel Zeit gewidmet hast...

Deine Worte und Deine Anleitung haben mir sehr geholfen. Du hast Recht, ich habe wohl sehr viel Arbeit vor mir. Aber das ist mir egal. Hauptsache es geht wieder aufwärts! In der Tat habe ich grosse Mühe, mich zu konzentrieren. Z.B schon die Gedanken "in mein Herz" zu schicken ist anstrengend. Aber ich bemerke bereits eine Beruhigung/Verbesserung. Schon komisch, dass die negativen Gedanken ständig da und ich mir solche Mühe geben muss, das Gute zu sehen. Bzw. zu spüren...

Gerne würde ich mehr über die von Dir vorgeschlagenen Meditation erfahren.

Einen schönen Abend und
Velda ist offline  
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Alt 09.08.2008, 01:09   Abwärtsspirale Beitrag #8 (permalink)
odysseus05
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Zitat von Velda Beitrag anzeigen
Lieber Stefan

Vielen Herzlichen Dank für Deine langen Zeilen. Ich war in der Nacht viel zu berührt um zu antworten. Dass Du mir so viel Zeit gewidmet hast...

Deine Worte und Deine Anleitung haben mir sehr geholfen. Du hast Recht, ich habe wohl sehr viel Arbeit vor mir. Aber das ist mir egal. Hauptsache es geht wieder aufwärts! In der Tat habe ich grosse Mühe, mich zu konzentrieren. Z.B schon die Gedanken "in mein Herz" zu schicken ist anstrengend. Aber ich bemerke bereits eine Beruhigung/Verbesserung. Schon komisch, dass die negativen Gedanken ständig da und ich mir solche Mühe geben muss, das Gute zu sehen. Bzw. zu spüren...

Gerne würde ich mehr über die von Dir vorgeschlagenen Meditation erfahren.

Einen schönen Abend und
Hallo,

es ist schön zu hören, wenn es Dir etwas besser geht.

Für den Anfang kannst Du mit der
Liebenden Güte Meditation anfangen...

Nimm Dir dafür einmal pro Tag 20-25 min. Zeit.
Eine ruhige Umgebung wäre gut.
Schau, dass Du nicht zu müde bist.
Die Meditation kannst Du auch gern morgens machen,
so fängt der Tag gleich mit guten Gedanken an.


Ich mache es so...

Ich setze mich auf einen Stuhl,
zünde eine Kerze an und komme langsam zur Ruhe.
Dabei beobachte ich meinen Atem ganz genau,
wie er durch die Nase einströmt, sich in der Lunge verteilt,
und aus der Nase wieder austritt. Ich versuche so viele Details
wie möglich zu erfassen.

Nach 3-4 Atemzügen falte ich die Hände.
Ich bedanke mich bei Gott, dass ich meditieren kann,
dass er jetzt bei mir ist und auf mich aufpasst.

Dann lockere ich mich mit den Techniken des autogenen Trainings.

Dabei sag ich mir im Inneren:
Mein Hals ist entspannt (jeweils so 3-4 Mal)
Meine Schultern sind schwer, ganz schwer (jeweils so 3-4 Mal)
Meine Arme sind schwer, ganz schwer (jeweils so 3-4 Mal)
mein Rücken ist schwer, ganz schwer (jeweils so 3-4 Mal)
meine Hüfte ist schwer, ganz schwer (jeweils so 3-4 Mal)
meine Beine sind schwer, ganz schwer (jeweils so 3-4 Mal)

Danach wiederhole beim Ausatmen das Wort "Schwere"
und fühle wie die Schwere vom Kopf bis in die Füße gleitet
und den Körper richtig schwer macht.
Das mache ich dreimal.

Mit dieser Entpannung lege ich dann los.
Meistens haben wir die Liebe im Herzen verschlossen.
In der ersten Phase geht es darum sein Herz zu öffnen und
die Liebe rauzulassen, die dort immer drin war und gewartet hat.

Dabei denk ich an kleine Kinder.
Kleine Kinder kann man nur lieb haben.
Stell Dir vor, Du bist eines dieser kleinen Kinder.
Fühle wie sich Dein Herz ein wenig öffnet.

Denke nun an einen ganz besonders lieben Menschen in Deinem Leben.
Erinnere Dich wie stark diese Liebe ist oder war.
Öffne Dein Herz noch weiter.

Stell Dir nun vor dass Du die Liebe Gottes einatmest,
wie ein warmer sehr heller Strom Liebe Dich erfüllt.
Beim Ausatmen verteilst Du diese Liebe in Dir
(dieses Procedere beibehalten: seine Liebe einatmen, beim Ausatmen Liebe in sich verteilen),
Fang irgendwo an, z. Bsp. in den Armen:
Fühle wie ein warmer Strom Liebe sich oben in den Armen bis in die Finger verteilt. Fühle wie gut es Dir tut.
Verteile diese Liebe überall in Deinen Körper.

Ist der Körper angefüllt,
laß die Liebe ein wenig aus den Körper austreten,
sodass sie sich wie eine Seifenblase oder Kugel um Dich herum bildet.

Nun ist so viel Liebe in Dir, dass Du sie weitergeben kannst.
Stell Dir nun vor wie Du diese Liebe an eine Person weitergibst,
die Du überhaupt nicht magst.
Drück sie an Dein Herz, wie eine Mutter ihr Kind.
Füll diese Person mit Deiner Liebe bis oben hin auf.
(Du kannst beim Einatmen weiterhin Gottes Liebe atmen
und beim Ausatmen die Person Deine Liebe schenken).

Nimm nun eine weitere Person, die Du nicht magst
und füll auch sie bis oben hin mit Deiner Liebe.
Drück sie an Dein Herz und sieh wie gut es dieser Person dabei geht,
wie gut es ihr tut.

Nun gehst Du nacheinander über zu den Eltern, Geschwistern, Verwandte, Freunde, Bekannte usw.

Bist Du damit fertig atmest Du Gottes Liebe ein
und verteilst sie beim Ausatmen in Deinem Körper.

Nun läßt Du die Liebe nach draußen fließen.
Laß Die Liebe an die Menschen in Deinem Haus fließen,
an die Menschen in Deinem Ort,
an die Menschen in Deinem Land,

und nun stell Dir vor,
Du nimmst die Erde in die Hände,
drückst sie voller Liebe an Dein Herz,
und füllst auch sie mit Deiner Liebe,
ihre Berge, ihre Ozeane, ihre Wüsten und Wiesen,
eben alles.

Und nun stell Dir vor,
wie Du allen Pflanzen und danach allen Tiere
dieser Erde Deine Liebe schenkst
(ich stelle mir meistens ein paar Arten vor, wie Bäume, Insekten, Bären, Löwen, Affen usw.)

Und dann stell Dir vor,
wie Du allen Menschen Deine Liebe schenkst

Am Schluss schenke ich Gott meine Liebe.
Ich atme seine Liebe ein
und beim Ausatmen schenke ich ihm meine Liebe
dabei fühle ich, wie ich immer mehr eins mit ihm werde,
wie die Liebe ihn und mich immer näher bringt.

Hast Du das gemacht,
dann richte die Liebe wieder auf Dich und
fülle Dich noch einmal bis oben hin mit dieser Liebe.

Mach nun noch ein paar ruhige Atemzüge.
Achte genau auf den Atem.

Nun komme langsam zurück.
Fühle die Luft,
öffne ganz langsam die Augen
und bleib noch ein ganz wenig sitzen,
dabei kannst Du die Kerze anschauen.

Bedanke Dich mit einem Lächeln
und stehe langsam auf.


So das war die erste Meditation.
Diese Meditation ist in Asien sehr bekannt und sehr wichtig.
Kleine Kinder lieben diese Meditation.

Mir hilft die Meditation dieses Gefühl in mir zu entwickeln.
Liebe ist von allen positiven Gefühlen das stärkste.

Wenn Du 4 Wochen jeden Tag einmal diese Meditation gemacht hast,
dann fühlst Du Dich anders. Diese Liebe wird Dich mehr und mehr im Alltag begleiten.

Ich fange den Tag morgens an, dass ich mir selbst ein guten Morgen wünsche. Dabei stehe ich vor dem Spiegel, lächle und wünsche mir einen schönen Tag.

Bei den Mahlzeiten halte kurz inne.
Stell Dir vor wieviele Menschen gearbeitet haben,
um allein ein Brot herzustellen: der Bauer, Müller, Spedition, Bäcker, Verkäufer usw.
Sei dankbar, dass die Menschen dies getan haben.
Sprich ein leises Dankeschön und fühle die Dankbarkeit (das ist sehr wichtig).

Was Du mit diesen Übungen tust,
ist, dass Du in das Gefäß mit negativen Gefühlen,
sehr starke positive Gefühle zugibst.

Dadurch hellt sich die Flüssigkeit auf.
Wenn Du den Tag außerdem mit
guten Gefühlen beginnst,
dann bist Du etwas stabiler gegen negative Gefühle.

Bevor Du einschläfst, erinnere Dich an die Liebe.
Mach ein kleines Abendgebet.
Bedanke Dich bei Gott, dass er Dir hilft Dein Leben gut zu machen.
Stelle Dir vor, dass er Dir hilft und Alles gut ist, fühle es.
Fühle Die Liebe von ihm und Deine Liebe zu ihm.
So kannst Du einschlafen.
Auf keinen Fall solltest Du mit Ängsten oder negativen Gedanken einschlafen. In diesem Fall mach Dir immer wieder bewußt,
dass er immer bei Dir ist und Dich sehr lieb hat.

Ich freue mich,
wenn Du mir berichten würdest,
ob es ein wenig geholfen hat.

Der nächste Step wäre
den Körper, die Gedanken und die Gefühle zu beobachten.
Damit es für Dich aber nicht zu viel wird,
probiere erst mal und wenn Du das Gefühl hast,
weiter zu wollen,
schreib mir halt.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und alles Gute.
Du kommst aus dieser Phase wieder heraus,
Du wirst dann stärker und ein wenig weiser sein
und mit dieser Kraft Anderen helfen können,
denen es schlecht geht.

Liebe Grüße

Stefan


P.S.:
Dies ist die Metta-Sutta,
die Lehre von der liebenden Güte.
Es ist in Asien so bekannt wie bei uns das Vater unser.

"Wem klargeworden,
dass der Frieden des Geistes
das Ziel seines Lebens ist,
der bemühe sich um folgende Gesinnung:

Er sei stark,
aufrecht und gewissenhaft,
freundlich, sanft und ohne Stolz.

Genügsam sei er,
leicht befriedigt,
nicht viel geschäftig und bedürfnislos.

Die Sinne still, klar der Verstand,
nicht dreist, nicht gierig sei sein Verhalten.

Auch nicht im Kleinsten soll er sich vergehen,
wofür ihn Verständige tadeln könnten.

Mögen alle Wesen glücklich sein
und Frieden finden!

Was es auch an lebenden Wesen gibt:
ob stark oder schwach,
ob groß oder klein,
ob sichbar oder unsichtbar,
fern oder nah,
ob geworden oder werdend -
mögen sie alle glücklich sein!

Niemand betrüge
oder verachte einen anderen.
Aus Ärger oder Übelwollen
wünsche man keinem irgendwelches Unglück.

Wie eine Mutter mit Ihrem Leben
ihr einzig Kind beschützt und behütet,
so möge man für alle Wesen und die ganze Welt
ein unbegrenzt gütiges Gemüt erwecken:

ohne Hass, ohne Feindschaft,
ohne Beschränkung nach oben, nach unten
und nach allen Seiten.

Im Gehen oder Stehen,
im Sitzen oder Liegen
entfalte man eifrig diese Gesinnung:
dies nennt man Weilen im Heiligen.

Wer sich nicht an Ansichten verliert,
Tugend und Einsicht gewinnt,
dem Sinnesgenuss nicht verhaftet ist -
für den gibt es keine Geburt mehr."

Geändert von odysseus05 (09.08.2008 um 01:22 Uhr)
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