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12.06.2008, 23:16
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.03.2007
Ort: Im Freistaat Sachsen
Alter: 60
Beiträge: 1.417
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Fachwissen und Lebenserfahrung

Hallo, ich möchte heute einmal darauf aufmerksam machen daß viele Dinge erst einmal durchlebt, erlebt werden müssen ehe man darüber schreiben, diskutieren und nach denen man dann handeln kann.
Vor vielen Jahren war bei meiner Schwester eine gute Bekannte. Sie war sehr klug, einfühlsam, musikalisch, suchte sich dann auch den Beruf einer Erzieherin aus, studierte dann sogar noch in dem Bereich.
Sie war ledig, hatte sehr gute Zensuren. Und dann schrieb sie sogleich ein Buch über "Kinder erziehen ohne Ärger".
Es wurde überall angeboten damit die gestressten Muttis angeblich ihre Kiddis besser verstehen und alles ohne Ärger in der Erziehung klappen sollte.
Viele Jahre später traf ich durch einen ganz großen Zufall diese junge Frau wieder. Sie hatte eine kleine Familie, 2 Kinder, einen Mann, ein altes Haus dazu gekauft.
Ja, und was passierte dann?
Sie kam mit ihren Kindern nicht mehr zurecht. Die beiden Mädels waren noch nicht sehr alt, eine war 7, die andere 4. Das war toll. Da war die Mutti, die allen Müttern vorschrieb wie sie ihre Kinder doch so toll erziehen können, alles studiert, aufgeschrieben, und dann bekommt sie 2 Mädels, nach ein paar Jahren schafft sie selbst es gar nicht ihre eigenen Prinzipien in Sachen Erziehung umzusetzen.
2 Jahre darauf mußte sie zu einer längeren Kur weil sie einen schweren Nervenzusammenbruch hatte. Ihr Mann erzählte mir daß sie eben nicht gedacht hätte daß das mit der Erziehung eigener Kinder nicht so gut klappt wie mit fremden Kindern.
Hier im Forum finde ich auch oft Niedergeschriebenes, was akriebisch mit Fachwissen zitiert wird, doch die Erfahrungswerte sind für mich oft viel lehrreicher, das Gelebte wiederzugeben und daraus Schlüsse zu ziehen ist für mich immer effektiver.
Ich komme aber leider auch nicht an diese Frau mehr heran, sie hat sich so abgekapselt,ich sehe aber daß sie leidet. Wie soll man denn da helfen?
Soll man überhaupt versuchen zu helfen?
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13.06.2008, 00:10
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #2 (permalink)
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Ithaka ist nah.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.01.2008
Ort: Stuttgart
Alter: 43
Beiträge: 1.437
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Zitat:
Zitat von henna55

Hallo, ich möchte heute einmal darauf aufmerksam machen daß viele Dinge erst einmal durchlebt, erlebt werden müssen ehe man darüber schreiben, diskutieren und nach denen man dann handeln kann.
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Hallo,
nichts muss, alles kann.
Ich denke, dass Reinformen nicht so oft vorkommen.
Jeder wird bestimmt das ein oder andere Buch gelesen haben und deren Inhalte hier inspiriert wiedergegeben haben ohne wirklich alles komplett selbst erlebt zu haben.
Wenn ich lediglich ein Buch wiedeRgebe, werde ich u. U. wenig authentisch wahrgenommen. Und dann ist es dem Leser überlassen, wie er damit umgeht.
Was mich betrifft, ich schreibe sehr gern, wenn ich Etwas selbst vorher praktiziert habe. Aber es ist mir bestimmt schon passiert, dass ich etwas geschrieben habe, ohne es vorher zu erleben. Vielleicht fand ich es einfach logisch und mußte es nicht selbst erleben.
Ich kann nicht auf Alles Einfluss nehmen, es reicht, wenn ich Macht über meine eigenen Reaktionen habe 
Dein Beispiel klingt allerdings nachvollziehbar und logisch.
Liebe Grüße
Stefan
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13.06.2008, 14:20
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 08.06.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 235
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Zitat:
Zitat von henna55

Und dann schrieb sie sogleich ein Buch über "Kinder erziehen ohne Ärger".
Es wurde überall angeboten damit die gestressten Muttis angeblich ihre Kiddis besser verstehen und alles ohne Ärger in der Erziehung klappen sollte.
Viele Jahre später traf ich durch einen ganz großen Zufall diese junge Frau wieder. Sie hatte eine kleine Familie, 2 Kinder, einen Mann, ein altes Haus dazu gekauft.
Ja, und was passierte dann?
Sie kam mit ihren Kindern nicht mehr zurecht. Die beiden Mädels waren noch nicht sehr alt, eine war 7, die andere 4. Das war toll. Da war die Mutti, die allen Müttern vorschrieb wie sie ihre Kinder doch so toll erziehen können, alles studiert, aufgeschrieben, und dann bekommt sie 2 Mädels, nach ein paar Jahren schafft sie selbst es gar nicht ihre eigenen Prinzipien in Sachen Erziehung umzusetzen.
2 Jahre darauf mußte sie zu einer längeren Kur weil sie einen schweren Nervenzusammenbruch hatte. Ihr Mann erzählte mir daß sie eben nicht gedacht hätte daß das mit der Erziehung eigener Kinder nicht so gut klappt wie mit fremden Kindern.
Hier im Forum finde ich auch oft Niedergeschriebenes, was akriebisch mit Fachwissen zitiert wird, doch die Erfahrungswerte sind für mich oft viel lehrreicher, das Gelebte wiederzugeben und daraus Schlüsse zu ziehen ist für mich immer effektiver.
Ich komme aber leider auch nicht an diese Frau mehr heran, sie hat sich so abgekapselt,ich sehe aber daß sie leidet. Wie soll man denn da helfen?
Soll man überhaupt versuchen zu helfen? 
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Ist zwar jetzt nicht sehr "nett" aber vielleicht kennt der eine oder andere diesen Vers: Lehrers Kinder, Pfarrers Vieh/gedeihen selten oder nie...
ich kenne allerdings auch gegenteilige Entwicklungen, mein Nennonkel ist (inzwischen emeritierter) Studienrat und hat vier wohlgeratene, inzwischen längst erwachsene Kinder ..gab allerdings auch ein paar Sorgenphasen.
Was ich damit zeigen wollte: es gibt keine Rezepte und man kann nicht sagen, mach es so oder so, dann wird alles klappen - auch wenn man weiß, wie es gehen sollte, wird es manchmal eben nicht so kommen. Das für die Befürworter der "Ratgeberliteratur"
Für die Anwälte des Selbsterlebens: Wer sichert uns denn dagegen, aus dem Erlebten auch gerade die falschen Schlüsse zu ziehen und dann irgendwann auf der Couch eines Psychotherapeuten zu landen, gesetzt, dass der dann helfen kann, siehe das oben Gesagte...
Für mich bleibt es dabei: das Leben ist und das von vorn bis hinten ein aufregendes, frustrierendes, nervenzehrendes, aber auch wunderschönes und durch nichts zu toppendes - Experiment.
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13.06.2008, 21:22
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 207
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Liebe Henna
Eigene Kinder groß zu ziehen ist gaaaanz anders, als irgendwo professionell zu arbeiten! Eigene Kinder sind viel mehr dazu in der Lage, vergangene negative, in der eigenen Kindheit gelernte, Verhaltensmuster anzusprechen, als Kinder, die einem emotional nicht so nah stehen. Die eigenen Kinder hat man ja auch den ganzen Tag um sich herum und man wird nicht dafür bezahlt.
Ich bin Sozialpädagoge, aber zu Hause bin ich nur Mutter, genauso gut oder schlecht wie alle anderen Mütter. Ich habe nicht den Anspruch eine pädagogisch bessere Mutter zu sein.
Und das ist auch mein Glück. Deine Bekannte hat nicht weniger Geschick eine "gute" Mutter zu sein, wie alle anderen, sie hat sich nur selbst k.o. geschlagen in ihrem Anspruch eine Über-Mutter zu sein.
Und zu dem Buch, welches sie geschrieben hat: Wer sagt denn, dass dieses Buch keiner ratsuchenden Mutter helfen konnte? Dass die Autorin an ihren eigenen Idealvorstellungen zerbrochen ist, heißt noch lange nicht, dass eben diese Idealvorstellungen nicht inspirierend auf andere Mütter gewesen waren. Im Normalfall entnehmen wir einem Buch nur immer das, was wir gerade gebrauchen können, was uns sowieso schon irgendwie nahe steht.
Glaubst du allen Ernstes, dass die Lektüre dieses Buches irgendeine Mutter zu einer "schlechteren" Mutter gemacht hat?
Wie unendlich frei sind wir doch, wenn wir unser vermeintliches Wissen über Gut und Böse aufgeben und uns eingestehen: "Ich weiß nicht, was meinen Kindern gut tut oder was ihnen schadet. Ich handle nach bestem Wissen und Gewissen und das genügt." Denn einmal ehrlich: Mehr können wir auch gar nicht tun!
Bestimmt profitieren die Kinder von dieser Gelassenheit mehr als von dem verkrampften Bemühen immer alles richtig zu machen.
Ich wünsche deiner Bekannten alles Gute
Tulipan
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13.06.2008, 22:09
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #5 (permalink)
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Neuer Benutzer
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Registriert seit: 01.06.2008
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Beiträge: 16
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Zitat:
Zitat von henna55

...
Ich komme aber leider auch nicht an diese Frau mehr heran, sie hat sich so abgekapselt,ich sehe aber daß sie leidet. Wie soll man denn da helfen?
Soll man überhaupt versuchen zu helfen? 
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Hallo Henna,
der Antwort von Tulipan ist meiner Meinung nach nur noch wenig hinzu zu fügen, weil es den Nagel trifft! Du kennst die Geschichte von dieser Frau und vermutlich weiß sie das auch. Ich rate dir einen Ballon fliegen zu lassen. Sie sollte wissen, dass da jemand Anteil nimmt. Alles andere solltest du ihr überlassen. Ich vermute, die Zeit wird für sie noch kommen und dann hat sie die Möglichkeit zu entscheiden, weil eine Möglichkeit da ist. der hexenfreund
PS: Danke noch für die schöne Ablenkung zuletzt im chat 
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13.06.2008, 23:02
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Beiträge: 1.417
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  Nun ihr Lieben, genau so ist es, mit dem Erziehen, nach bestem Wissen und Gewissen. Oft ist es daß man, wenn man das Glück hatte eine umsichtige Mutter zu haben, oder auch noch eine Tante, die immer für die vielen Racker da war, dann in seinem Mutterdasein viel Erlerntes weiter geben kann, oder schlechte Erfahrungen durchdenkt und sie doch letztendlich anders macht. Ich hatte ja das Glück, hatte viele Geschwister, und hab meinen Kindern alles mit auf den Weg gegeben was wichtig war, oftmals nur das Zeug um selbständig weiter zu kommen. Ich ließ sie wachsen, in ihre eigene Verantwortung, in ihre Selbständigkeit, in ihre Aufgeklärtheit. Hört sich alles sehr hochtrabend an. Aber ich hatte ja auch das Glück auf dem Lande groß zu werden. Und jetzt habe ich immer die feste Gewissheit; geht es meinen Kindern einmal wirklich sehr schlecht, dann werden sie immer wissen wo ich wohne, sind auch immer willkommen.
Sie mögen meinen Rat, meine Kochkünste, meine umsichtige Hilfe. Aber doch stelle ich fest daß alle 4 total verschieden in ihren Lebensauffassungen sind. Nur, sie werfen mir oftmals vor daß ich sie zu sozial erzogen hab; immer mit dem Gedanken; grüße immer freundlich, schau die Menschen in die Augen wenn Du mit ihnen sprichst, sei immer hilfsbereit ohne aufdringlich zu werden. Und das kann eigentlich nicht falsch sein.
Auch diese Bekannte, sie ist mittlerweile meine "Nachbarin", 300m von uns entfernt, über einen Graben, weiß daß ich ihr gerne helfen könnte, doch sie hat sich irgendwie in das Tal der Traurigkeit geflüchtet. Ihr Mann ist der der doch noch mal kommt, mit den Töchtern, oder wir treffen uns 1,2, oder 3x bei Nachbarabenden (Silberhochzeit-Polterabend, großen Geburtstagen), eben dort wo man fröhlich zusammen sitzt und auch singen kann. Doch dort kommt eben dann nur er, und singt mit uns, sie kann aber auch sehr gut singen, lässt sich aber immer entschuldigen weil sie seit dem Nervenkollaps sehr starke Magenprobleme hat. Alles ist ihr auf den Magen geschlagen. Doch wenn sie nicht will daß ich ihr helfe dann kann ich es nicht tun. Und so werde ich ihr immer wieder eine Kerze mit anzünden und darum bitten daß sie doch einmal den Mut fassen wird bei mir mal anzuhalten. Ihre Töchter tun das jetzt auch schon. Auch andere Nachbarn kommen wenn sie mal etwas schlimme Probleme haben, holen sich etwas zum helfen, heilen, lindern. So lass ich auch weiterhin die Türe für alle offen.
Vielleicht bin ich ja auch eine Ausnahme, in vielen Dingen des Lebens. Ich hatte gar keine so glänzende Kindheit, Jugendzeit, lernte immer wieder wie vieles Frauen - Mütter aushalten können, wie sie als Einzelkämpfer, trotz Ehemann, das Leben meisterten. Und, ich muß zugeben, ich war immer meine beste Freundin, bis heute. Bin seit 25 Jahren in diesem Ort, meine Kinder gingen hier zur Schule, doch bin ich keine von Ihnen, meine Kinder waren auch immer irgendwie Außenseiter. Doch das hatte ja seinen Grund, weil ich meine Prinzipien hatte, und habe, weil ich mich nicht unterordnete, und mit den "Wölfen heulte". Alle sind sehr nett und freundlich, zuvorkommend, höflich, machen gern ein Schwätzchen mit mir, doch die ganz große Herzlichkeit fehlt.
Ja, wahrscheinlich auch weil ich die Natur über alles liebe; Pflanzen, Bäume, Sträucher, Tiere, groß und klein, vor einigen hab ich allerdings auch größeren Respekt.
So, das reicht jetzt, hab mich riesig gefreut daß ihr mir geschrieben habt. Ich werde demnächst auch einen Luftballon für die Nachbarin steigen lassen. Außerdem ist gleich Vollmond, da werd ich einen Brief für sie schreiben, ihn der Mondgöttin senden.       
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14.06.2008, 04:55
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #7 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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Tulipan danke für deinen Beitrag kann ich voll zustimmen
diese frau empfindet sicher jetzt Scham darüber, dass sie sich mit dem Buch zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, sicher hält sie sich für eine Versagerin, für eine Aufschneiderin, da die Realität scheinbar ihre Unfähigkeit ans Licht gebracht hat. Aber dieses Buch wurde sicher mit guten Absichten geschrieben und ganz sicher hatte sie Erkenntnisse die nicht falsch waren, aber mit so einem Buch schafft man halt Fakten, sie hat etwas in die Welt gebracht was man nicht ungeschehen machn kann. Sie muss lernen damit zu leben und sich und ihre Biographie anzunehmen. Auch ein Arzt wird nicht dadurch ein schlechter Arzt wenn er an Krebs erkrankt!
Sie hat halt Muster in sich, an denen sie noch arbeiten kann und ganz sicher ist eines dieser Muster der Wunsch perfekt zu sein, aber kein Mensch ist perfekt. Maximale Forderungen sind nicht erfüllbar, diese Erkenntnis wäre etwas, was sie annnehmen könnte, um sich zu heilen. Und eigene Kinder sind die besten Lehrmeister, aber diese Frau hat ihre Kinder scheinbar noch nicht als Lehrmeister akzeptiert.
Es ist nett von dir Henna, wenn du dich um sie kümmern willst, lade sie am bsten mal allein zu eine Tasse Tee ein, oder sprich mit ihrem Mann, dass er sie dazu bewegt Hilfe anzunehmen.
LGIchbins
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14.06.2008, 09:52
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Fachwissen und Lebenserfahrung Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 21.01.2008
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Beiträge: 43
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Liebe
Hallo Salü Hennafür mich gab es damals nur eine kleine Aussage, die mir die Augen geöffnet hat;Warum sind die Kinder der "Nachbarn" einfacher zu erziehen als die eigenen Kinder ? Weil man sie nicht auf die gleiche Art LIEBT, sieht und spürt, wie das eigen Fleisch und Blut.Das hat mir die Augen geöffnet und heute geht es sehr viel besser. Mit viel LIEBE und/aber mit Konsequenz.Somit versuche ich Heute, alle Menschen gleich zu sehen und "versuche" sie auch gleich zu lieben.Diese Aussage könnte deiner Bekannten vielleicht auch helfen. Vill Liächt und LiäbiManü
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