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03.06.2008, 04:09
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #1 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.12.2007
Ort: Avalon
Alter: 28
Beiträge: 1.047
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´
Tja Guten Morgen
Ich hab mal wieder nachgedacht, wie das so ist.
Ich hab mich gefragt, warum hier soviel über das Ego gestritten wird und warum einem oft gesagt wird, es sei sein Ego, das einen überlistet etc.
Zunächst einmal ist das für mich ein nicht ganz klärbarer Begriff und schon deshalb ziemlich undefiniert. Wagen wir uns an eine Definition, so heißt es oft (vor allem unter Esoterikern) das Ego ist der Teil des Menschen, der Geltungsbedürfnis hat, der sich gerne in den Mittelpunkt stellt.
Was mir bei Allem auffällt ist, wie negativ das Ego immer gerne dargestellt wird. Was mich vor allem aber stört ist, dass es man gerne dem anderen mal vorwirft, er habe ein zu großes Ego, wenn man nicht mit der Meinung des anderen übereinstimmt.
Für mich ist das immer verwirrend warum immer so sehr zwischen dem Menschen und seinem ego unterschieden wird. Ist das Ausdruck davon, dass der Mensch sich selber nicht gefällt, wie er ist, wie er denkt und eres deshalb auf sein Ego abläd, was ihm nicht gefällt. Wie eine Art Sündenbock?
Mir kommt das oft so vor.
Für mich ist das Ego kein abstrakter Begriff, für mich umfasst das menschliche Ego, um es aus meiner Perspektive mal zu definieren, einfach den Körper, den Geist und die Seele eines Menschen.
Das ist alles, was mich ausmacht hier und jetzt, alles was ich hab und damit geh ich durch die Welt.
Nun also die Frage, warum liegt uns daran, uns von unserem Ego abzuspalten. Denn ncihts anderes tun wir, wenn wir sagen unser Ego ist nicht gut für uns, es ist böse, es tut uns nicht gut. Wir müssen idealerweise ständig Liebe im Herzen tragen.
Ich weiß, dass das nicht eines Jeden Meinung ist, nur läuft das Ganze so oft immer nur auf diese eine Sache hinaus und das ist für mich einfach eine Sackgasse, weil man sich dadurch verwährt sich selber zu verstehen.
Wenn ich durch eine Einkaufsmeile gehe und mich toll in meinen neuen Klamotten fühle, die ich mir angelegt habe und ich fühle mich wohl darin, dann möchte ich das gern alle wissen lassen. Mehr oder weniger offensichtlich, der eine hat mehr Geltungsbedürfnis als der andere.
Aber es macht Spass sich irgendwie auszudrücken und der Welt mitzuteilen.
Zu sich selber zu sagen: "Seht her, das bin ich. Meine Kleidung unterstreicht meinen Stil, so bin ich und das bist du, und hey dein Geschmack ist auch nicht schlecht, aber nicht so gut wie meiner" 
Und für mich ist das eigene Ich auch nichts Illusorisches, oder etwas das nicht existiert. Wie kann etwas eigentlich nicht existieren? Ich hab da immer so meine Probleme mit. In der Sekunde, wo ich etwas mache, bin ich das, ganz egal was es ist.
Das was wir machen ist der ständige Versuch unser Innerstes nach außen zu bringen.
Und alle Personen, die wir sind, die wir spielen, das was wir projezieren, das sind dennoch alles wir.
Wir kopieren immer die anderen Leute, bewusst oder unbewusst.
In kleinen und in großen Dingen. Aber dennoch spricht das alles aus uns heraus, es sind unsere Wünsche und Vorstellungen die sich an der Welt zeigen, die wir der Welt offenbaren und wir offenbaren uns der Welt mit jedem Schritt, wir können es ja garnicht verhindern.
Wir können garnicht anders, als wir selbst sein.
Wir sind immer wir selber. Wir können uns verlaufen uns verirren, uns verrennen und hoffnungslos unglücklich sein, weil wir uns selber im weg stehen. Aber wir haben immer wieder die Möglichkeit zu unseren Wünschen zurückzukehren.
Ich glaube das Problem bei der ganzen Sache ist einfach, das wir falsche Moralvorstellungen haben. Wir kriegen von überall Moral gepredigt und wenn nicht öffentlich, so schwingt diese latent dennoch immer mit im Unterton.
Unser ganzes System basiert ja auch auf Wertevorstellungen.
Würde es nämlich auf Freiheit basieren, müssten wir uns nicht jeden Tag fragen, wer wir sind und wie wir zu sein haben, wir würden einfach sein, wer wir sind, ohne das zu hinterfragen.
Also was könnte eine Lösung sein.
Ich denke das Beste ist, wenn wir aufhören zu bewerten. Jegliche Form von Bewertung, besonders die der eigenen Person ist kontraproduktiv.
Wir sind schon wunderbare Wesen, wir brauchen das nicht erst zu werden.
Wir können höchstens noch wunderbarer werden.
Wenn wir unseren Gefühlen und allen Aspekten unseres Seins ohne Vorurteil und ohne Wertung gegenübertreten können. Wenn wir uns völlig wertefrei betrachten können, dann haben wir schon einen großen Schritt getan.
Grüße aus der Nacht, Arkbird
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03.06.2008, 04:29
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #2 (permalink)
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Draco-Nomade
Registriert seit: 30.03.2008
Ort: Língdeshìjiè
Beiträge: 2.091
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Wunderbare Nacht- Meditation vor Dir, lieber Ark...
Im Nachdenken ueber uns in Relation zur Welt gelangen wir zur Erkenntnis.
Ohne sich das Ego zum Freund zu machen, kommt niemand ans Ziel.
Es wird uns bis zu unserem Ableben begleiten.
Das Ego sollte zum "Huendchen des Narren" werden...
Das ist einfacher gesagt als getan, bei mir zumindest.
Zeitweilig habe ich das Gefuehl, ein Wolf geht an meiner Seite;
in manchen Augenblicken jedoch, oft nur wie ein Hauch,
erkenne ich zwischen den Wolken einen hellen Morgenstern...
Einen sanften Sonnen-Aufgang
Anzeraq
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03.06.2008, 22:08
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #3 (permalink)
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Ithaka ist nah.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.01.2008
Ort: Stuttgart
Alter: 43
Beiträge: 1.437
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Hallo Arkbird,
ich empfehle Dir ein buddhistisches Lehrbuch.
Ayya Khema hat ein paar sehr schöne Bücher geschrieben.
Hier findest Du ganz sicher Antworten,
"Buddhismus ohne Geheimnis" ist sehr schön geschrieben.
Das Ego ist doch nicht böse 
Es erhält nur die Illusion aufrecht, dass Du ein getrennes isoliertes Ich besitzt.
Naja, und ich denke, dass jeder diese Illusion spätestens
beim physischen Ableben aufgibt.
...
Was wäre, wenn wir dies bereits zu Lebeiten entdecken?
Wie würde unser Planet aussehen?
Wie würden wir mit der Erde, den Pflanzen, den Tieren und den Mitmenschen umgehen?
...
Man kann viel Spass mit seinem Ego haben,
aber man kann auch sehr viel Leid erfahren.
Und es gibt halt Menschen, die die negativen Aspekte des Egos,
dukkha, unser Leid, verstehen möchten und so gut es geht verringern möchten.
Oft ist es dann so, dass wir dann gern missionieren gehen
und versuchen andere Leute zu überzeugen.
O.k. - das kann schon ein wenig übel sein.
...
Im alten China fragte ein Minister einen Weisen nach der Essenz der Lehre Buddhas.
Der Weise meinte: "Nie Böses tun, immer das Gute pflegen."
Der Minister sagte: "Ja, aber das weiss doch jedes Kind!"
Der Weise sagte: "Vielleicht wissen es alle Kinder, aber welcher Mann,
selbst im Alter von achzig Jahren könnte es befolgen?"
...
Könntest Du es befolgen? Wenn nein, wer hindert Dich daran?
Hier noch eine nette Seite zu Ego: http://de.spiritualwiki.org/Hawkins/Ego
Einen besinnlichen Abend
& liebe Grüße
Stefan
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05.06.2008, 12:04
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.748
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Ist es nicht Sinn des Egos Trennung vorzugaukeln, so dass man Individualität erleben kann? Wäre es nicht da, würde man sich mit allem eins fühlen ... nein man würde mit allem eins sein (fühlen hieße ja aus dem Standpunkt der Individualität heraus) und dann wäre es wohl aus mit der individuellen Erfahrung.
Es kann ein nützliches Werzeug sein, besonders wenn man es als solches erkennt und sich nicht 100% mit dem Ego identifiziert - so nach dem Motto: "Ich habe ein Werkzeug, aber ich bin nicht das Werkzeug." Ich denke es gibt ein gutes individuelles Maß für die Identifizierung mit dem Ego und der Erkenntniss, dass es ein Werkzeug ist. Je nach persönlicher Entwicklung wird es dann immermehr zum Werkzeug und weniger zum "das bin ich" → das führt dann auch zu einem fließenderem Erleben (find ich zumindest).
Grüße Shuichi
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05.06.2008, 12:13
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Schon sehr früh, als ich meinen spirituellen Pfad betrat,
habe ich damit aufgehört, mich mit dem sogenannten "Ego" zu beschäftigen.
Es interessiert mich nicht, zu wissen, ob es ist oder was es ist oder warum es ist. Ich habe sofort von Anfang an, mich mit dem Gegenteiligen, der Weite, der Unendlichkeit und der spirituellen Freiheit beschäftigt und versucht nach und nach dort hineinzuwachsen. Mich interessiert das Ego überhaupt nicht. Deshalb mache ich mir auch keine Gedanken darum. Für mich sind andere Dinge unendlich wichtiger und wertvoller.
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05.06.2008, 14:57
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von cheerfulmoon
Schon sehr früh, als ich meinen spirituellen Pfad betrat,
habe ich damit aufgehört, mich mit dem sogenannten "Ego" zu beschäftigen.
Es interessiert mich nicht, zu wissen, ob es ist oder was es ist oder warum es ist. Ich habe sofort von Anfang an, mich mit dem Gegenteiligen, der Weite, der Unendlichkeit und der spirituellen Freiheit beschäftigt und versucht nach und nach dort hineinzuwachsen. Mich interessiert das Ego überhaupt nicht. Deshalb mache ich mir auch keine Gedanken darum. Für mich sind andere Dinge unendlich wichtiger und wertvoller.
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Wie will man sich im Großen annehmen, wenn man es im Kleinen nicht kann.
@ Shuichi ,
so sehe ich es auch.
 
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05.06.2008, 21:22
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.12.2007
Ort: Avalon
Alter: 28
Beiträge: 1.047
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Zitat:
Zitat von 2012
Zeitweilig habe ich das Gefuehl, ein Wolf geht an meiner Seite;
in manchen Augenblicken jedoch, oft nur wie ein Hauch,
erkenne ich zwischen den Wolken einen hellen Morgenstern...
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Das kenn ich, ich habe selber einen.
Ich hab irgendwie das Gefühl man darf ihn auch nicht einfach links liegen lassen, dann wird er nur noch tollwütiger. Man muss sich auch mit ihm beschäftigen.
Ich sehe ihn oft als Pendant zu meinem Krafttier dem Falken, ohne ihn damit negativieren zu wollen.
Mein Falke hat auch seine Tücken..
Zitat:
Zitat von odysseus05
ich empfehle Dir ein buddhistisches Lehrbuch.
Ayya Khema hat ein paar sehr schöne Bücher geschrieben.
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Ich lese gerade Jiddu Krishnamurti und finde ziemlich überzeugend, was er schreibt, auch wenn ich in den Feinheiten nicht ganz zustimme, ist es doch sehr interessant.
Einbruch in die Freiheit lese ich gerade von ihm.
Zitat:
Zitat von odysseus05
Das Ego ist doch nicht böse
Es erhält nur die Illusion aufrecht, dass Du ein getrennes isoliertes Ich besitzt.
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Ja, es wird hier aber oft so dargestellt und oft auch einfach so übernommen. Wir beeinflußen uns ja schliesslich gegenseitig, in dem was wir Schreiben.
Wenn wir das Ego so verdammen, können wir schlecht in Harmonie mit ihm leben. Dass wir dem Ego einen eigenen Namen geben, zeigt ja allein schon, wie getrennt wir uns von Ihm empfinden.
Es ist aber doch die einzige Möglichkeit uns selbst zu erfahren, oder überhaupt etwas zu erfahren. Das erscheint mit persönlich so trivial, dass es fast schon absurd ist und auf eine ganz eigenartige Weise wieder so komplex und für mich doch viel zu leicht verständlich, so hab ich das Gefühl.
Zitat:
Zitat von odysseus05
Was wäre, wenn wir dies bereits zu Lebeiten entdecken?
Wie würde unser Planet aussehen?
Wie würden wir mit der Erde, den Pflanzen, den Tieren und den Mitmenschen umgehen?
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Ich glaube, dass viele das bereits entdecken, was aber wiederum zu großen Problemen führt, da sie gleichzeitig auch merken, wie verblendet die Meisten in der Hinsicht sind.
Ich habe auch das Gefühl, dass die Leute, die von Herzen Freundlichkeit und Aufmerksamkeit Fremden schenken, weniger werden.
So als würde die Stumpfsinnigkeit und die Gleichgültigkeit es diesen Leuten immer schwerer machen.
Zitat:
Zitat von cheerfulmoon
Es interessiert mich nicht, zu wissen, ob es ist oder was es ist oder warum es ist. Ich habe sofort von Anfang an, mich mit dem Gegenteiligen, der Weite, der Unendlichkeit und der spirituellen Freiheit beschäftigt und versucht nach und nach dort hineinzuwachsen. Mich interessiert das Ego überhaupt nicht. Deshalb mache ich mir auch keine Gedanken darum. Für mich sind andere Dinge unendlich wichtiger und wertvoller.
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In dem Buch von Jiddu Krishnamurti, dass ich gerade lese heißt es, dass man durch das Streben nach etwas Gegenteiligem gerade erst den Zwiespalt selber erschafft. Du strebst nach der Weite, die du es nennst, entfernst dich aber damit gleichzeitig vom Ego.
Du strebst zum Einen hin, weil dir das Andere widerstrebt.
So verurteilst du es, anstatt es ohne Gefühl und Assoziation in dich aufzunehmen und einfach zu erkennen, was es ist und verwährst ihm so die Möglichkeit sich aufzulösen.
Ich habe nach diesem Prinzip, als ich im Kapitel Furcht angelangt war, auf die beschriebene Weise meine Furcht betrachtet und ich konnte sie für einen Moment auflösen.
Ich kenne diese Betrachtungsweise selber von früher.
Ich habe früher selber diesen Zustand erreicht, ohne dass ich davon wußte.
Heute muss ich das wieder lernen.
Das was einem widerstrebt, wie man es auch nennt, man kann es Ego nennen, Furcht etc. Essind alles nur Worte, die nicht den Kern erfassen und noch viel weniger können diese Worte einem Anderen sagen, was wirklich gemeint ist.
Wie ich schon in meiner Eröffnungspost beschrieben habe ist es deshalb am Besten, seinen Drang nach Bewertung abzuarbeiten.
Gruß, Ark
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05.06.2008, 22:35
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L´ego, der Mensch und die Moral von der Geschicht´ Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Zitat:
Zitat von Arkbird
Das kenn ich, ich habe selber einen.
Ich hab irgendwie das Gefühl man darf ihn auch nicht einfach links liegen lassen, dann wird er nur noch tollwütiger. Man muss sich auch mit ihm beschäftigen.
Ich sehe ihn oft als Pendant zu meinem Krafttier dem Falken, ohne ihn damit negativieren zu wollen.
Mein Falke hat auch seine Tücken..
Ich lese gerade Jiddu Krishnamurti und finde ziemlich überzeugend, was er schreibt, auch wenn ich in den Feinheiten nicht ganz zustimme, ist es doch sehr interessant.
Einbruch in die Freiheit lese ich gerade von ihm.
Ja, es wird hier aber oft so dargestellt und oft auch einfach so übernommen. Wir beeinflußen uns ja schliesslich gegenseitig, in dem was wir Schreiben.
Wenn wir das Ego so verdammen, können wir schlecht in Harmonie mit ihm leben. Dass wir dem Ego einen eigenen Namen geben, zeigt ja allein schon, wie getrennt wir uns von Ihm empfinden.
Es ist aber doch die einzige Möglichkeit uns selbst zu erfahren, oder überhaupt etwas zu erfahren. Das erscheint mit persönlich so trivial, dass es fast schon absurd ist und auf eine ganz eigenartige Weise wieder so komplex und für mich doch viel zu leicht verständlich, so hab ich das Gefühl.
Ich glaube, dass viele das bereits entdecken, was aber wiederum zu großen Problemen führt, da sie gleichzeitig auch merken, wie verblendet die Meisten in der Hinsicht sind.
Ich habe auch das Gefühl, dass die Leute, die von Herzen Freundlichkeit und Aufmerksamkeit Fremden schenken, weniger werden.
So als würde die Stumpfsinnigkeit und die Gleichgültigkeit es diesen Leuten immer schwerer machen. In dem Buch von Jiddu Krishnamurti, dass ich gerade lese heißt es, dass man durch das Streben nach etwas Gegenteiligem gerade erst den Zwiespalt selber erschafft. Du strebst nach der Weite, die du es nennst, entfernst dich aber damit gleichzeitig vom Ego.
Du strebst zum Einen hin, weil dir das Andere widerstrebt.
So verurteilst du es, anstatt es ohne Gefühl und Assoziation in dich aufzunehmen und einfach zu erkennen, was es ist und verwährst ihm so die Möglichkeit sich aufzulösen.
Ich habe nach diesem Prinzip, als ich im Kapitel Furcht angelangt war, auf die beschriebene Weise meine Furcht betrachtet und ich konnte sie für einen Moment auflösen.
Ich kenne diese Betrachtungsweise selber von früher.
Ich habe früher selber diesen Zustand erreicht, ohne dass ich davon wußte.
Heute muss ich das wieder lernen.
Das was einem widerstrebt, wie man es auch nennt, man kann es Ego nennen, Furcht etc. Essind alles nur Worte, die nicht den Kern erfassen und noch viel weniger können diese Worte einem Anderen sagen, was wirklich gemeint ist.
Wie ich schon in meiner Eröffnungspost beschrieben habe ist es deshalb am Besten, seinen Drang nach Bewertung abzuarbeiten.
Gruß, Ark
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Arki,
wie gesagt, das Thema EGO wiederstrebt mir nicht. Es ist, zumindest ist es für mich so, völlig uninteressant. Da ist keine Wertung drinn, nur eine gewisse Gleichgültigkeit meinerseits. Ich interessiere mich nur für das, was mich glücklich macht. Alles andere ignoriere ich, zumindest auf der spirituellen Ebene. Ich und jeder Mensch hat ein Ego. Fertig.
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