Hallo Selima,
ein interessantes Thema !
Nun, wie gehe ich mit den Polaritäten um. . . . ?
Als schamanisch Tätiger lege ich großen Wert auf Balance; die Energie sollte ausgeglichen sein, egal in welchem Bereich.
Natürlich bin auch ich ein polares Wesen.
Es fällt mir jedoch etwas schwer, das in hell oder dunkel, gut oder böse zu unterteilen.
Nach außen hin liegt die Polarität z.B. darin, gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen oder nicht zu entsprechen.
Im Inneren sorgen natürlich meine ethischen Vorstellungen für eine Bewertung der in mir wirkenden Energien.
Im Umgang mit der Welt der Geister wird es dann noch komplexer.
Wichtig ist es mir, mit dem Umfeld möglichst in Resonanz zu sein - sollte dies jedoch für mich eine Belastung darstellen, dann muß ich auch für einen Ausgleich sorgen um die Balance wieder herzustellen.
Balance - das bedeutet für mich auch, daß ich mich nicht schlecht fühle wenn ich "Trieben nachgebe" wie es im vorigen Beitrag so schön beschrieben wurde - zumal ein z.B. Übermaß an Alkohol am nächsten Morgen automatisch für einen Energieausgleich sorgt.

Wichtig für Schamanen ist es auch, die Augen nicht vor dem zu verschließen, das man doch lieber nicht sehen, nicht wahrhaben will. . .wovor oder wofür man sich schämt.
Wie heißt es so schön: "Der Furchtlose wird Held, der Schamlose wird Schamane"

Ich möchte nicht beschwören daß der Wortwitz auf den linguistischen Ursprung des Wortes Schamane anwendbar ist. . . .auf das, das ein Schamane tut stellenweise aber schon.
Die Polarität ist in Balance, wenn ich meine "negativen" Seiten als Teil meiner selbst anerkenne und annehme.
Wenn die Polarität in Balance ist, dann bin ich selbst in Ruhe.
Aus Ruhe erwächst Kraft.
Viele Grüße vom
Milan