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03.02.2008, 20:12
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #1 (permalink)
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Gast
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Warum fällt uns töten so leicht???
Hallo ihr lieben!!
Mich beschäftig schon was länger eine frage, und ich komme irgendwie auf keinen grünen Ast.
Warum fällt es uns Menschen eigentlich so leicht zu töten oder zumindest die entsprechenden Werkzeuge zu bedienen???
Wenn man einem Menschen eine Waffe in die Hand drückt die er vielleicht noch nicht kennt braucht der -wenn keiner da ist der sie ihm erklären kann- nur Minuten oder maximal ein paar Stunden um sie bedienen zu lernen.
Und der lernt das dann auch, es lässt ihn nicht los bis er es raus hat. Aber was ist wenn man einem solchen Menschen eine Gitarre in die Pfoten drückt damit er mal Musik macht, oder einen Stift damit er was schönes schreibt oder malt??
Dann gibt der Mensch schon nach wenigen versuchen auf.
Ich gebe ja zu das es schwer ist ein Instrument zu erlernen, aber ich finde das Musik eines der schönsten dinge ist die der Mensch sich zueigen gemacht hat. Daher frage ich mich warum wir uns damit so relativ schwer tun. Zumindest im vergleich.
Ich war beim Bund und habe da in wenigen Tagen gelernt ein Gewehr Blind auseinander zunehmen und wieder zusammen zusetzen!! So wie alle anderen die mit mir ihre Zeit dort ableiern mussten.
Blind ein Instrument spielen kann der Mensch erst nach Wochen oder Monaten der übung.
Ist es nicht irgendwie sogar immer so das uns die friedfertigen dinge schwer fallen wärend alles destruktive uns im Blut zu liegen scheint??
Was kann man tun, um sich, seinen Kindern und Kindeskindern diese "brutale ader" abzugewöhnen???
Ich freue mich auf eure meinungen und gedanken dazu.
Elidor
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03.02.2008, 22:39
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Warum fällt uns das töten so leicht???
Zitat:
Zitat von Elidor
Hallo ihr lieben!!
Mich beschäftig schon was länger eine frage, und ich komme irgendwie auf keinen grünen Ast.
Warum fällt es uns Menschen eigentlich so leicht zu töten oder zumindest die entsprechenden Werkzeuge zu bedienen???
Es ist nicht das Werkzeug sondern der Mensch der es benutzt und ob es leicht fällt, das glaube ich nicht, sondern die Einstellung zur Situation!
Wenn man einem Menschen eine Waffe in die Hand drückt die er vielleicht noch nicht kennt braucht der -wenn keiner da ist der sie ihm erklären kann- nur Minuten oder maximal ein paar Stunden um sie bedienen zu lernen.
Es kommt nicht auf das Ding an sondern auf das was man damit macht, auch ein PC kann töten, wenn man ihn zum schreiben von verletztenden Worten nutzt!
Und der lernt das dann auch, es lässt ihn nicht los bis er es raus hat. Aber was ist wenn man einem solchen Menschen eine Gitarre in die Pfoten drückt damit er mal Musik macht, oder einen Stift damit er was schönes schreibt oder malt??
Ich denke wenn da eine Wahl währe, dann würden die meisten sich für die Gitarre entscheiden!
Dann gibt der Mensch schon nach wenigen versuchen auf.
Ich gebe ja zu das es schwer ist ein Instrument zu erlernen, aber ich finde das Musik eines der schönsten dinge ist die der Mensch sich zueigen gemacht hat. Daher frage ich mich warum wir uns damit so relativ schwer tun. Zumindest im vergleich.
Wenn ein Mensch etwas unbedingt möchte, dann wird er es auch erlernen, es kommt auf die Möglichkeiten an!
Ich war beim Bund und habe da in wenigen Tagen gelernt ein Gewehr Blind auseinander zunehmen und wieder zusammen zusetzen!! So wie alle anderen die mit mir ihre Zeit dort ableiern mussten.
Blind ein Instrument spielen kann der Mensch erst nach Wochen oder Monaten der übung.
Warum bist Du zum Bund gegangen, wenn Dich das so beschäftigt?^ Du hättest doch auch Zivildienst machen können!
Ist es nicht irgendwie sogar immer so das uns die friedfertigen dinge schwer fallen wärend alles destruktive uns im Blut zu liegen scheint??
Das liegt uns nicht im Blut, sondern ist eine erlernte Einstellung und Erwartung!
Was kann man tun, um sich, seinen Kindern und Kindeskindern diese "brutale ader" abzugewöhnen???
Wenn unsere Kinder in einem normalen sozialen Umfeld aufwachsen, das heißt mit Liebe der Eltern und entsprechender Führung, dann werden Kinder aus sich selbst eine gerechte Entscheidung treffen. Denn Kinder haben ein feines Empfinden für richtig und falsch! Hier spielt immer die Erziehung und das Umfeld eine Rolle! Ein wenig Liebe und Glauben an das Gute reichen schon um die Weichen in die richtige Richtung zu stellen!
Ich freue mich auf eure meinungen und gedanken dazu.
Elidor
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Liebe Grüße
Engelslicht
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03.02.2008, 22:49
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #3 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Ich denke auch, dass man das nicht so verallgemeinern kann. Ich habe z.B. schon Probleme damit, ein kleines Insekt zu zerdrücken, selbst wenn es in Notwehr geschieht...
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03.02.2008, 23:03
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #4 (permalink)
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Gast
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Es geht mir nicht darum das uns das töten leicht fällt, ich selber kann auch nicht töten.
Mir geht es darum das wir sehr schnell lernen mit eben solchen Werkzeugen umzugehen und andere dinge zu einem solchen zu machen.
Engelslicht, du sagst ja selber das man sogar einen PC sogesehen zum töten verwenden kann. Und darum geht es mir!! Der Mensch kann sachen die man ursprünglich nicht für sowas in erwägung gezogen hat für gräueltaten verwenden. Sowas fällt der Menschlichen fantasie leichter, als mal was schönes in die Welt zu setzten.
Und ich war beim Bund weil ich es wollte. Ich hab es gemacht weil es eben eine erfahrung war die ich mitnehmen wollte. Im grunde verschwedete Zeit aber egal.
Jeder Mensch könnte töten oder etwas zum töten erschaffen, aber nur ein kleiner Bruchteil ist in der Lage Gedichte oder Lieder zu schreiben oder schöne Bilder zu malen.
Elidor
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03.02.2008, 23:09
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 18.05.2007
Ort: Bayern
Alter: 24
Beiträge: 284
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Lieber Elidor, 
Ich denke, dass es allgemein leichter ist, Dinge die funktional sind zu erlernen, als Fähigkeiten zu entwickeln, welche kreativ sind.
In deinem Beispiel schaffen es Menschen schneller ein Gewehr zu bedienen als Gitarre zu spielen.
Sprich erklär jemandem funktionale Abläufe, Schritte, tu erst dies dann das, führ diese Schritte genau so und in der richtigen Abfolge ab, dann funktioniert das. Also ist es leicht zu lernen mit einem Gewehr umzugehen, ich muss nur etwas befolgen und es geschieht.
Genauso mit dem zerstören, ich kann etwas innerhalb von Sekunden zerstören, der Aufbau dazu hat eventuell mehrere Stunden, Wochen und Monate gedauert.
Wenn ich Musik mache, dann erschaffe ich etwas kreatives.
Musik ist Ausdruck der Seele, also muss ich mich mit meinem Gefühlen beschäftigen, etwas aus mir heraus schöpfen und nach aussen bringen. Hier brauche ich viel Geduld, und Feingefühl, muss in mich hineinspüren, Impulsen folgen.
Das ist anstrengend und mühsam. Außerdem ist man das nicht gewöhnt. In unserer Gesellschaft wird einem ja das Funktionale antrainiert, schon in der Schule. Es geht nur darum Leistung zu erbringen. Also sind wir das kreative oder auch das spirituelle nicht mehr gewöhnt.
Zerstören allerdings schon, auch wenn man bedenkt, dass es eigentlich selbstzerstörerisch ist, wenn man nur funktional lebt, und seine Kreativität vergisst.
Also müssen wir unsere anderen Fähigkeiten erst wieder erlernen, anfangen zu leben. Wie viele sind bereit den funktionalen Weg zu verlassen und ihren eigenen Weg zu begehen?
Ich glaub das ist jetzt etwas ausgeartet, aber ich hoffe das ist so einigermassen eine Antwort auf deine Frage 
LG, Kathrin
Geändert von kathrin88 (03.02.2008 um 23:12 Uhr)
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03.02.2008, 23:24
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Warum fällt uns töten so leicht???
Zitat:
Zitat von Elidor
Es geht mir nicht darum das uns das töten leicht fällt, ich selber kann auch nicht töten.
Mir geht es darum das wir sehr schnell lernen mit eben solchen Werkzeugen umzugehen und andere dinge zu einem solchen zu machen.
Engelslicht, du sagst ja selber das man sogar einen PC sogesehen zum töten verwenden kann. Und darum geht es mir!! Der Mensch kann sachen die man ursprünglich nicht für sowas in erwägung gezogen hat für gräueltaten verwenden. Sowas fällt der Menschlichen fantasie leichter, als mal was schönes in die Welt zu setzten.
Und ich war beim Bund weil ich es wollte. Ich hab es gemacht weil es eben eine erfahrung war die ich mitnehmen wollte. Im grunde verschwedete Zeit aber egal.
Jeder Mensch könnte töten oder etwas zum töten erschaffen, aber nur ein kleiner Bruchteil ist in der Lage Gedichte oder Lieder zu schreiben oder schöne Bilder zu malen.
Elidor
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Hallo Elidor
Es gibt viele die so denken wie Du und das ist gut so!
Wenn einer anfängt, dann folgen mehr!
Es ist immer einer der den Anfang macht und gutes zu verbreiten, dient dem Wohl des einen und des anderen!
Schreibe ein Gedicht, ein Lied oder male ein Bild das die Menschen berührt und schon hast Du etwas in Bewegung gesetzt!
So beginnt ein umdenken und darum geht es!
Hier siehst Du, das es etwas in Bewegung gebracht hat und nur so funktioniert es!
Ein normal denkender wird lieber das positive und motivierende betrachten als das Gegenteil!
Hier kannst Du sehen, wie wichtig Deine Gedanken sind!
Liebe Grüße
Engelslicht
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04.02.2008, 09:28
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #7 (permalink)
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Chaosmagier
Registriert seit: 21.01.2008
Beiträge: 4.473
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Konstruktivität und Destruktivität sind zwei gleich starke, gegensätzliche Kräfte, die in der Natur im Gleichgewicht liegen. Wird ein Wald durch Feuer zerstört, erwächst daraus neues Leben.
Wenn ich etwas erschaffe, erzeuge ich ein Ungleichgewicht, das in Richtung Zerstörung drängt. Je höher ich einen Turm baue, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er einstürzt. Ist er jedoch zerstört, erwächst daraus der Wunsch, etwas Neues zu erschaffen. In dieser Phase fällt das Erschaffen leichter als das Zerstören, da die Kräfte jetzt in die andere Richtung wirken, um einen Ausgleich zu erreichen.
Wir haben lange keinen Krieg mehr gehabt. So traurig es auch ist, aber je länger die Zeit des (relativen) Friedens dauert, desto mehr drängen die Kräfte in Richtung Krieg. Menschen, die den Krieg noch selbst miterlebt haben, wünschen sich normalerweise so etwas nie wieder. Für sie war das Wiederaufbauen die logische Konsequenz der großen Zerstörung. Viele von denen, die den Krieg nicht miterlebt haben, schreien schon wieder danach oder lassen ihrer Zerstörungswut in anderen Bereichen freien Lauf.
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04.02.2008, 09:58
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Warum fällt uns töten so leicht??? Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Hmm ... Krieg haben imme rnur ein paar wenige gewollt und gebraucht, immer geht es auf den Rücken der Bevölkerung die keinen Krieg will. Es sei denn, sie werden so aufgehetzt wie es im dritten Reich der Fall war.
Warum ist es leichter ein Gewehr auseinander und zusammen zu bauen? Wird uns nicht schon als Kind begebracht mit Legosteinen etwas zusammen zu bauen? (Nichts gegen dieses Spielzeug!!!!) Spielen Kids nicht schon als Kind mit Pistolen? Die Helden in Filmen sind immer bewaffnet.
Nein, im Grunde wollen wir nicht töten. Nicht wirklich ... Geh in ein Schlachthaus und versuche ein Schwein zu töten, oder schau nur zu. Dann hast du einen nicht zu überwindenen Ekel vor Fleisch. Deshalb kaufen wir es schön in Plastik verpackt im Supermarkt. Genau weil wir nämlich nicht in der Lage sind, dazu muss man als Kind erzogen werden. Wenn die Deutschen ihr Fleisch selbst gross ziehen müssten und dann das Tier schlachten, dann wäre 99% der Bevölkerung Vegetarier. Dessen bin ich mir ziemlich sicher.
Ich habe einmal von einem Jäger ein geschossenes Reh gekauft, der lieferte es abgezogen und ausgewaidet bei mir an. Am den Läufen war etwas Fell verblieben. Als ich das weiche Fell anfasste, stand das Reh vor meinen Augen und schaute mich ruhig an. Obwohl ich wusste das dieses Tier nicht gelitten haben konnte (Blattschuss) war es mir unmöglich es zu essen. Rindern und Schweinen ergeht es im Schlachthaus sehr anders, allerdings muss ich zugeben dass es mir da leichter fällt es zu essen. Wäre allerdings Fell an dem Fleisch, dann hätte ich solche Bilder vor meinen Augen und dann könnte ich es auch nicht essen.
Gitarre spielen zu lernen erfordert sehr viel mehr Mühe und Liebe zur Musik. Hier müssen komplexe Bewegungen ausgeführt werden, die miteinander richtig kombiniert und das erfordert lange Zeit der Übung, Konzentration, Fleiß und das tut am Anfang auch weh. Es ist viel leichter ein Gewehr auseinander zu bauen und zu schießen. Ich konnte es sofort! Gar kein Problem.
Genauso schwierig ist es malen zu lernen, denn da muss man erst einmal sehen lernen. Und man lernt sehr anders zu sehen!
Ähnlich verhält es sich damit schreiben zu lernen. Ich lerne dies seit 6 Jahren ziemlich ernsthaft und ich glaube ich kann es immer noch nicht. Das Schwerste ist nämlich vom Ich weg zu kommen und wirklich fiktiv zu schreiben und sich trotzdem so in Figuren hinein zu versetzen, als würde man sie leben.
Ein Kind in der Schule dass das ABC erlernt, es erbringt eine größere Leistung als jemand der ein gewehr zusammen baut und schießt.
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