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02.12.2007, 17:46
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Das 'böse' Ego Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 275
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Das 'böse' Ego
ich lese im Esoterik-Breich oft, dass das Ego dies und jenes tut, es wird praktisch verteufel, manchmal als die Wurzel des Schlechten dargestellt.
Dies widerspricht meinen Erfahrungen, ich bin froh, dass wir alle ein Ego haben, es ist ein Bestandteil unseres Seins. Ich habe mal mein Ego derart verleugnet, dass ich kein 'ich' mehr hatte. Dies war aber kein so tolles Erlebniss, ich war irgendwo zwischen Leben und Nichtexistenz, wie ein Zombie.
Also lasst das Ego in Ruhe!  Es ist auch ein guter Motivationsmotor für die Evolution / Entwicklung und eine göttliche Schöpfung. Die Wurzel des Schlechten ist das Böse und nicht das Ego.
Natürlich ist übertriebener Egoismus nicht gut, dass wollte ich nicht damit sagen, man muss halt die Balance einhalten zwischen Eins-Sein und Selbst-Sein. Denn wenn man das eigene Selbst zu stark verleugnet, gibt es gar kein Selbst mehr, das Eins-Sein sein kann.
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02.12.2007, 19:27
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Das 'böse' Ego Beitrag #2 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.387
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Hi Synkretist,
danke für den schönen Beitrag. So ähnlich sehe ich das auch. Ich vergleiche d as Ego gerne mit einem Haufen Bretter, die man zur Verfügung gestellt bekommt. Dann ist die Frage, was man aus den Brettern macht.
Man kann sie zusammenzimmern zu einem mehr oder weniger hübschen Holzhäuschen. Dann pflegt man sein Ego und geht keinen spirituellen Weg. Man verschönert ab und zu noch das Holzhäuschen, aber mehr passiert nicht.
Eigentlich ist der Sinn des Ego aber ein anderer. Das Ego ist als Baumaterial für einen Dom gegeben, als Gerüst. Die Bretter werden dabei nie zum Dom selber werden, aber sie geben die Matrix, anhand derer weitergebaut werden kann. Irgendwann ist der Bauabschnitt des Domes fertig und dort werden dann schon die Gerüste abgebaut. Ganz abgebaut wird jedoch erst, wenn alles fertig ist.
Baut man das Ego vorher ab, kann der Dombau nicht voranschreiten.
Alles, was gegeben ist, die ganze Persönlichkeit, mit allen Ecken und Enden, ist wertvolles Gerüstmaterial.
In der Bibel wird dieser innere Prozeß mit den Bildern der Persönlichkeiten von Johannes dem Täufer und Jesus beschrieben. Johannes der Täufer ist die höchstkultivierteste Form, zu der eine normale menschliche Persönlichkeit heranreifen kann. Jesus ist der neue innere Mensch, der lebendige "Dom", der im inneren des Menschen entsteht. Die entscheidende Haltung ist die, wie Johannes sagt: "ER (Jesus) muß wachsen, ich aber abnehmen." Und deshalb, weil Johannes zwar ein Bild des höchstentwickelten menschlichen Ego ist, aber eben noch kein himmlisches Ego darstellt, wird gesagt, daß der Kleinste im Reich der Himmel größer ist als Johannes. Wer auch nur ein Fünkchen dieses himmlischen Ego, dieses inneren Jesus, in sich wachsen lassen kann, der hat mehr erreicht als die feinsinnigste menschliche Persönlichkeit je erreichen kann.
Das interessante ist jetzt, daß Johannes der Täufer und Jesus fast zeitgleich im Menschen auftreten. Beide sind etwa gleichalt, nur 6 Monate auseinander. Und lange zeit existiert also ein Ego, wenn auch ein sehr kultiviertes, und ein heranreifender himmlischer Mensch im Menschen parallel. Erst wenn Jesus wirklich zu wirken anfängt, tritt Johannes der Täufer ab. Zunächst wird er gefangengenommen. Das ist ein Bild dessen, daß das Ego zwar noch da ist, aber nicht mehr wirken kann. Und die Jünger des Johannes laufen zu Jesus über. Das ist ein Bild der Umwandlung der Persönlichkeitskräfte in himmlische Kräfte. Schließlich muß das Ego sogar ganz sterben.
In Liebe und Wahrheit, Eva-Maria
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02.12.2007, 19:39
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Das 'böse' Ego Beitrag #4 (permalink)
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Ursache
Sternzeichen:
Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.748
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@Maria, danke ich wusste, warum ich mir noch nie, diese unter Esoterikern häufigen und ablehnenden, Gedanken darum machen wollte. Es ist einfach Teil von mir und wichtig für mich. Es muss nicht weg es hilft mir.
Grüße Shuichi
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02.12.2007, 22:17
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Das 'böse' Ego Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 275
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Zitat:
Zitat von maria45
Hi Synkretist,
danke für den schönen Beitrag. So ähnlich sehe ich das auch. Ich vergleiche d as Ego gerne mit einem Haufen Bretter, die man zur Verfügung gestellt bekommt. Dann ist die Frage, was man aus den Brettern macht.
Man kann sie zusammenzimmern zu einem mehr oder weniger hübschen Holzhäuschen. Dann pflegt man sein Ego und geht keinen spirituellen Weg. Man verschönert ab und zu noch das Holzhäuschen, aber mehr passiert nicht.
Eigentlich ist der Sinn des Ego aber ein anderer. Das Ego ist als Baumaterial für einen Dom gegeben, als Gerüst. Die Bretter werden dabei nie zum Dom selber werden, aber sie geben die Matrix, anhand derer weitergebaut werden kann. Irgendwann ist der Bauabschnitt des Domes fertig und dort werden dann schon die Gerüste abgebaut. Ganz abgebaut wird jedoch erst, wenn alles fertig ist.
Baut man das Ego vorher ab, kann der Dombau nicht voranschreiten.
Alles, was gegeben ist, die ganze Persönlichkeit, mit allen Ecken und Enden, ist wertvolles Gerüstmaterial.
In der Bibel wird dieser innere Prozeß mit den Bildern der Persönlichkeiten von Johannes dem Täufer und Jesus beschrieben. Johannes der Täufer ist die höchstkultivierteste Form, zu der eine normale menschliche Persönlichkeit heranreifen kann. Jesus ist der neue innere Mensch, der lebendige "Dom", der im inneren des Menschen entsteht. Die entscheidende Haltung ist die, wie Johannes sagt: "ER (Jesus) muß wachsen, ich aber abnehmen." Und deshalb, weil Johannes zwar ein Bild des höchstentwickelten menschlichen Ego ist, aber eben noch kein himmlisches Ego darstellt, wird gesagt, daß der Kleinste im Reich der Himmel größer ist als Johannes. Wer auch nur ein Fünkchen dieses himmlischen Ego, dieses inneren Jesus, in sich wachsen lassen kann, der hat mehr erreicht als die feinsinnigste menschliche Persönlichkeit je erreichen kann.
Das interessante ist jetzt, daß Johannes der Täufer und Jesus fast zeitgleich im Menschen auftreten. Beide sind etwa gleichalt, nur 6 Monate auseinander. Und lange zeit existiert also ein Ego, wenn auch ein sehr kultiviertes, und ein heranreifender himmlischer Mensch im Menschen parallel. Erst wenn Jesus wirklich zu wirken anfängt, tritt Johannes der Täufer ab. Zunächst wird er gefangengenommen. Das ist ein Bild dessen, daß das Ego zwar noch da ist, aber nicht mehr wirken kann. Und die Jünger des Johannes laufen zu Jesus über. Das ist ein Bild der Umwandlung der Persönlichkeitskräfte in himmlische Kräfte. Schließlich muß das Ego sogar ganz sterben.
In Liebe und Wahrheit, Eva-Maria
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Liebe Maria,
ich respektiere deine Sicht, aber sehe ich in Johannes noch in Jesus die höchstkultivierte vollendete menschliche Form. Die beiden sind mir zu dual und zu märtyrerhaft. Zudem nehme ich Jesus auch sehr egozentrisch wahr.
Ich bete nur die Eine Vollkomme Gottheit an, diese Gottheit ist mein Vorbild und mein Idol! Auch wenn Jesus ein Teil dieser Vollkommen Gottheit ist, so sehe ich in Jesus nur einen Teil von Gott und nicht als die Eine Gottheit selbst. Dennoch ehre ich Jesus und seine Erlösungs-Mission auf Erden sehr.
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02.12.2007, 22:55
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Das 'böse' Ego Beitrag #6 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 06.11.2007
Beiträge: 1.387
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Lieber Synkretist,
kein Problem. Deine Sicht ist eine höchst ehrenswerte. Ich wünsche Dir Gottes Segen.
In Liebe und Wahrheit, Eva-Maria
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02.12.2007, 23:37
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Das 'böse' Ego Beitrag #7 (permalink)
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Banned
Registriert seit: 01.01.2006
Beiträge: 1.652
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Das Ego wurde aus dem Schmerz der
Trennung heraus geboren und wird
wieder sterben, wenn die Trennung
wieder aufgehoben ist.
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02.12.2007, 23:42
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Das 'böse' Ego Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 18.10.2007
Beiträge: 275
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Zitat:
Zitat von Venus3
Das Ego wurde aus dem Schmerz der
Trennung heraus geboren und wird
wieder sterben, wenn die Trennung
wieder aufgehoben ist.
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die Trennung ermöglich überhaupt das Sein. Wenn du bei Alles-was-ist die Trennung aufhebst und alles vereinst, wird sich alles mit all seinen Gegenpolen in Nichts auflösen, denn das Nichts ist durch Gottes Werk der Ursprung von Allem-was-ist. Daher muss die Balance zwischen Trennung und Eins-Sein aufrecht erhalten bleiben.
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