Respekt
„...er hatte großen Respekt vor...“
Wie in diesem Zitat wird Respekt im deutschen Sprachgebrauch häufig mit Angst gleichgesetzt

Dabei muss diese Angst aber nicht immer negativ sein, also fürchten vor, z. B. Vor einer Gefahr, aber auch vor anderen Personen, sie kann auch gleichbedeutend mit Angst/Sorge um etwas sein.
Aber ist Respekt immer gleich Angst?
Also hat man Respekt vor einem Lehrer/Vorgesetzten, weil man sich entweder vor ihm fürchtet, wegen einer Strafe/Jobverlust etc. oder man sorgt sich um seine eigene Beziehung zu dieser Person.
Man hat Respekt vor seinem Partner(ich hoffe weniger,) weil man Angst von ihm/ihr hat sondern weil man fürchtet, das sonst die Beziehung und der Kontakt mit dieser Person verloren geht. Respekt vor der Natur, weil man fürchtet, das sie sonst zerstört wird. (Oder weil die Natur eine Bedrohung für einen darstellt.)
Wenn also Respekt immer mit Angst verbunden wird, ist er dann nicht eigentlich schlecht?
Sind Personen, die sich vor nichts Fürchten immer respektlos?
Kennen respektlose Personen Furcht?
Wie viel Respekt ist wichtig?
Soll man Personen, vor denen man sich fürchtet mit Respekt behandeln, oder stellt man sie dann auf die Stufe der Personen, um die man Fürchtet. Ist fürchten um gleichbedeutend mit wichtig sein? - Also behandelt man Personen, die einem wichtig sind so wie die, die man (insgeheim) fürchtet!
Was bedeutet das nun, wenn man selber Respekt entgegengebracht bekommen möchte?
Soll ich die anderen dazu bringen, mich zu fürchten? (Das beantworte ich für mich selber nun mit nein, ich finde es furchtbar, wenn jemand, zumindest privat, vor mir Angst hat.) Aber wie steht das mit „Respektspersonen“? Ich beobachte das immer wieder in der Schule, das den echt netten Lehrern, deren Freundschaft „erstrebenswert“ scheint, am wenigsten Respekt entgegengebracht wird. Zugeständnisse werden mit Vertrauensbrüchen belohnt. Das trifft zwar nicht auf alle Schüler zu, aber vielleicht sind ja die Ängstlichen (die Braven) so ängstlich, dass sie sich vor Strafen im Nachhinein fürchten.
Ich selbst zähle mich auch eher zu „den Braven“ würde aber nicht sagen, das mir die Freundschaft zu dem Lehrer etwas bedeutet, noch das ich wirklich Angst habe. Stekt vielleicht doch noch mehr dahinter, als nur Angst?
Was ist Respekt?