Hallo Shuichi,
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Zitat von Shuichi
Ich denke eher, dass sich die Religion von dem Menschen entfernt hat. Das liegt wohl daran, dass sie institutionalisiert wurde, damit tötet man die individuelle Religiösität, denn die ist es, die den Menschen helfen könnte.
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die Religion ist immer noch die gleiche,
sofern man auf die Grundlage,
im Christentum die Bibel, schaut.
Wir Menschen haben es bis heute wohl nicht verstanden
wichtige Weisheiten auch umzusetzen, wie z. Bsp. die Bergpredigt.
Würden wir Menschen danach leben, gebe es viel Unheil nicht.
Dass es trotzdem so viel Unheil gibt, liegt wiederum an der Unfähigkeit mit unserem Geist so umzugehen,
dass er uns und Anderen unnötiges Leid erspart.
Ich vermute, dass wir ständig versuchen glücklich zu sein,
es zu mehren, festzuhalten oder gar einzusperren,
weil es sich gut anfühlt, wenn wir glücklich sind und
auf der anderen Seite versuchen Unglück
zu vermeiden, zu bekämpfen oder zu umgehen,
sei es auch durch Zorn und Gewalt,
weil es sich nicht gut anfühlt,
das ewige Spiel von Begehren und Aversion,
das ewige Wechselspiel von Körper und Geist.
Das ist die Quelle von viel Unheil.
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Zitat von Shuichi
Ich würde gern der Elterngeneration Vorwürfe machen, dass sie es nicht geschafft haben emotionale intelligenz zu vermitteln, aber das geht nicht, sie wussten es nicht besser.
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Genau. Thich Nhat Hanh sagte,
dass der Sohn die Fortsetzung des Vaters ist und
die Tochter die Fortsetzung der Mutter.
Viele psychische Krankheiten leben über viele Generationen weiter.
Ich kann meinen Eltern keinen Vorwurf machen,
denn als sie klein waren, hatte sie Eltern,
die ebenfalls von ihren Eltern ungünstig erzogen wurden.
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Zitat von Shuichi
Wir kennen weder unsere eigenen Bedürfnisse und können sie klar genug äußern, noch die des Partners. So entstehen unendliche viele Missverständnisse.
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Was unser Partner erfährt ist oft nur unsere Reaktion auf das Nichterfüllen unserer Bedüftnisse.
Und weil sich die Nichterfüllung schlecht anfühlt,
reagieren wir kongruent zu dem Gefühl im Körper.
Und auf unsere Reaktion folgt die Reaktion des Partners
und sie ist genauso gefärbt wie die unsere,
weil es sich im Partner ebenso schlecht anfühlt.
Wollen wir diese unglückliche Kette durchbrechen,
so müssen wir selbst bei dem ersten Anzeichen
eines schlechten Gefühls beim Gefühl verweilen,
es nur beobachten, es benennen, es nicht verurteilen,
es in Liebe annehmen.
Auf diese Weise kommt ein Gefühl und es geht ein Gefühl.
Auf diese Weise entwickelt sich aus einem Gefühl
keine Reaktionskette, die zu Leid für mich und den Anderen führt,
denn nur wenn der Geist das Gefühl aufnimmt und es weiterspinnt,
es nicht haben, es sogar bekämpfen will,
den Schuldigen dafür bestrafen will,
dann kommt es zu Leid.
Dafür muss man aber sehr achtsam sein.
Wenn es im Innen wieder ruhig ist,
dann ist die Gelegenheit günstig
sachlich mit dem Partner zu reden,
ihn aber eben nicht die Schuld für Vorgänge,
die wir selbst im Innn auslösen zu geben.
Das ist die Kunst einer gewaltfreien Kommunikation.
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Zitat von Shuichi
EQ fehlt auf beiden Seiten. Nach Innen schauen ist nicht leicht und oft mit Schmerz verbunden. Wenn Eltern unfähig waren wirklich liebevoll zu erziehen haben Kinder und heutige Erwachsene nicht gelernt mit diesem Schmerz umzugehen.
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Die Wunden begleiten uns oft ein Leben lang.
Selbst wenn es uns oft nicht bewußt ist,
so steigt aus dem Unbewußten immer wieder mal
der alte Geschmack auf.
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Zitat von Shuichi
Mit meiner derzeitigen Freundin komme ich aufgrund unsere Prägung immer wieder in Konflikt, es gab bisher keinen Menschen, der es so gekonnt schafft mich so derart zu reizen und auf solche Weise meine Grenzen zu überschreiten. ♥ Wir verletzen uns deswegen ziemlich oft gegenseitig, weil ich wiederrum keine Möglichkeit habe direkt in der Situation mit dem Schmerz umzugehen, der da entsteht und sie hat sie ja ebensowenig, sonst würde sie nicht so oft Grenzen übertreten. Dabei braucht sie meine Liebe fast noch mehr als ich ihre, weil sie es noch einen Tick schwerer hatte. Unser Segen ist, wir sind uns dessen bewusst auch der Ursachen, wir können dann im Laufe des Konflikts in den Schmerz und die Verletzlichkeit reingehen, damit arbeiten, verzeihen und uns entwickeln und wir verstehen einander. Diese Bewusstheit ist essentiell für unsere Liebe. Ich denke wir werden dadurch sehr stark zusammenwachsen. Derzeit geht es weiter in die Richtung die Dinge zu erkennen, wenn sie auftauchen bevor sie zum Konflikt führen - ich merke diese Tendenz und bin gespannt wie sich das entwickelt. Und weil ich das bemerke kann ich diese Richtung unterstützen.
Wir sind beide füreinander sehr wichtige Wegbegleiter, die sich gegenseitig enorm unterstützen spirituell Erwachsen zu werden. 
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Wahrscheinlich ist sie ein wichtiger Lehrer für Dich.
Ich denke, dass es sehr hilfreich ist,
so früh wie nur möglich beim Entstehen eines Konfliktes
bei sich selbst zu bleiben, zu erleben wie man sich selbst verletzt
und darauf mit Abwehr reagieren möchte,
eben weil sich Verletztheit nicht gut anfühlt.
Die Kunst ist es beim Gefühl zu bleiben,
es zu beobachten, zu benennen, nicht zu verurteilen,
es anzunehmen und ihm Liebe zu schenken.
Und immer wieder, wenn die Versuchung kommt,
auf das Gefühl zu reagieren, zurückzugehen
zum reinen Beobachten, immer und immer wieder.
Ich denke, das paßt ganz gut:
Der Mensch gleicht einem Gästehaus.
Jeden Tag neue Gesichter.
Augenblicke der Freude,
der Niedergeschlagenheit,
der Niedertracht, alles
unerwartete Besucher.
Heiße sie willkommen,
selbst den puren Ärger,
der die Einrichtung deines Hauses
kurz und klein schlägt.
Vielleicht räumt er dich leer
für eine neue Freude.
Behandle jeden Gast respektvoll.
Den finsteren Gedanken, die Scham,
die Bosheit, begrüße sie mit einem Lachen
an der Tür und bitte sie herein.
Danke jedem für sein Kommen,
denn sie alle haben dir etwas
Wichtiges mitzuteilen.Dschalal ad-Din Rumi
Ich mag immernoch die Idee der Bedingungslosen Liebe, allerdings ist es heute noch deutlicher als vor ein paar Jahren, dass diese Sache etwas ist, was zwischen mir und dem Leben stattfindet, das ist die Richtung, die man wählt in Bezug zu seinem Leben. Es gibt einen groben Rahmen und das lässt einen auch Annehmen, dass Partnerschaft eben nicht bedingungslos ist. Allein schon, weil es diverse Abhängigkeiten und Bedürfnisse gibt, die einfach auch zum Menschsein dazugehören.
Mag sein, dass manch einer nach Erleuchtung und totaler Befreiung von allem strebt, aber ich bin inzwischen auch zu sehr Schamane (im Herzen, nicht als Berufsbezeichung oder so
) mir geht es um Heilung und das herstellen freudvoller Beziehung.
Liebe Grüße euch
Shuichi[/QUOTE]
Mir hilft die Energie der bedingunglosen Liebe
Menschen zu verzeihen, aus deren Kontakt viel Leid entstanden ist,
sie als Menschen wie Du und ich zu sehen,
die Leid vermeiden wollen und Glück begehren.
Auch diese Menschen haben meine Liebe verdient.
Sie räumt den einen oder anderen Stein in meinem Herzen beiseite,
der mich daran hindert wirklich Frieden zu finden.
Ich denke, dass die Energie dieser Liebe sehr wichtig ist,
um auf dem Weg zu wahrem Frieden voranzukommen.
Daher meditiere ich regelmäßig nach
Metta.
Dir und Deiner Freundin alles Gute
Liebe Grüße
Stefan