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Esoterik allgemein

Esoterik bedeutet Geheimlehre. Bei Esoterik handelt es sich um inneres Wissen, oft kombiniert mit spirituellen Handlungen und mystischen Erkenntnissen. Hier seid Ihr mit Euren Fragen und Tipps zu Esoterik richtig.


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Alt 16.07.2011, 12:43   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #1 (permalink)
Elmar
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Alter: 58
Beiträge: 8.509
Missverständnis um die Liebe!

In dem genannten Link, habe ich mich darauf ein gelassen.
Da ich aber glaube, dass dies ein eigenes Thema wert ist, eröffne ich dieses.
Ich weiß nicht, ob es in Lebenslagen besser aufgehoben wäre - ich glaube eher nicht, weil ich sicher bin, es gibt nichts esoterischeres, als die Liebe.

Und hier der Link dazu :"http://www.esoterikforum.de/religion-glauben-and-spiritualitaet/1077889-wer-war-jesus-7.html#post1727012"
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Alt 16.07.2011, 14:48   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #2 (permalink)
odysseus05
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Ort: Stuttgart
Alter: 43
Beiträge: 1.437
Blog-Einträge: 89
Hallo,

Zitat:
Zitat von Elmar Beitrag anzeigen
In dem genannten Link, habe ich mich darauf ein gelassen.
Da ich aber glaube, dass dies ein eigenes Thema wert ist, eröffne ich dieses.
Ich weiß nicht, ob es in Lebenslagen besser aufgehoben wäre - ich glaube eher nicht, weil ich sicher bin, es gibt nichts esoterischeres, als die Liebe.

Und hier der Link dazu :"http://www.esoterikforum.de/religion-glauben-and-spiritualitaet/1077889-wer-war-jesus-7.html#post1727012"
Deinen Beitrag finde ich in großen Teilen wirklich gut.
Mißverständnisse kommen tatsächlich zustande,
wenn wir unter EINEM Begriff VERSCHIEDENES verstehen.

Eine Lösung wäre,
nicht ausschließlich die akademische Intelligenz zu födern,
sondern eben auch die emotionale Intelligenz zu fördern.

Zu dieser emotionalen Intelligenz gehört die Fähigkeit
  • eigene Gefühle zu erkennen, zu verstehen und bewusst damit umzugehen
  • sich selbst motivieren zu können,
  • Mitgefühl (Empathie) zu entwickeln,
  • gute Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und intelligent in ihnen zu agieren.
Die Religion kann helfen diese Intelligenz zu fördern.
Jesus war m. E. ein Paradebeispiel emotionaler Intelligenz.

Leider haben sich die Menschen von der Religion entfernt.
Die Familie schafft es leider oft nicht diese Intelligenz zu vermitteln.
Die Schule reitet nur auf der akademischen Intelligenz herum,
Einmaleins ist wichtiger als Kenntnis der Gefühle.

Liebe und Mitgefühl sind m. E. unverzichtbare Pfeiler jeder Gesellschaft.
Liebe wird tatsächlich oft mißbraucht, um Menschen
für eigene Zwecke zu benutzen.

Dies funktioniert solange, bis der Mensch,
der so kontrolliert wird, selbst erkennt,
wie unschuldig die Energie der Liebe "eigentlich" ist.

Wir Menschen sind keine Maschinen.
Wir funktionieren herrlich unlogisch.

Zwischen Gefühlen, Denken, Emotionen und Körper
gibt es eine Wechselwirkung.
Wenn wir uns schlecht fühlen,
denken wir auch oft in dieser Farbe
und erzeugen passende Emotionen,
reden und handeln danach.
Damit verstärken wir die Wirkung.

Wir kommen nicht umhin uns hinzusetzen
und aufmerksam mit unserem Körper,
den Gefühlen, dem Denken und den Emotionen
auseinanderzusetzen und einen Weg zu finden,
Frieden und Glück zu erreichen.

Jesus hat tatsächlich einen Weg aufgezeigt.
Auch andere Religionen zeigen Wege auf.

Je reifer man emotional wird,
umso feiner wird das Gespür für Liebe.

Liebe ist eine Energie, die verbindet,
sie tut es nicht aus Eigennutz,
sondern aus der Freude, die entsteht,
wenn sich 2 oder mehr Wesen
die Energie teilen und verbunden sind,
ganz so als würden wir uns erinnern,
dass wir doch eigentlich immer verbunden waren.
Auch Selbstliebe erfordert jemanden,
der liebt und jemanden der Liebe empfängt.
So können wir unseren Körper oder
auch unserem kleinen oft hilflosen Ich Liebe zukommen lassen.
Nicht in der Form, dass wir unser Ich hochleben lassen,
sondern eher dieses kleine Ich zu einem größerem Bewußtsein führen.

Es ist sehr schade, dass wir Menschen
uns eher um technischen Fortschritt bemühen,
aber so essentielle Dinge aus dem Auge verloren haben.

Wir werden den Preis hierfür zahlen.


Liebe Grüße

Stefan

Geändert von odysseus05 (16.07.2011 um 14:54 Uhr)
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Alt 16.07.2011, 23:47   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #3 (permalink)
melpomene
Erfahrener Benutzer
 
Benutzerbild von melpomene
 
Registriert seit: 15.09.2009
Ort: Wien
Beiträge: 3.776
Ich danke für den Begriff "emotionale Intelligenz", der mich ein wenig an "Herzensbildung" denken lässt, die bei der Erziehung in der Familie und in der Schule vernachlässigt wird.
melpomene ist offline  
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Alt 17.07.2011, 09:46   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #4 (permalink)
Shuichi
Ursache
 
Benutzerbild von Shuichi
 
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Registriert seit: 02.04.2007
Ort: Berlin-Reinickendorf
Alter: 27
Beiträge: 5.748
Zitat:
Zitat von odysseus05 Beitrag anzeigen
Hallo,



...
  • eigene Gefühle zu erkennen, zu verstehen und bewusst damit umzugehen
  • sich selbst motivieren zu können,
  • Mitgefühl (Empathie) zu entwickeln,
  • gute Beziehungen aufzubauen, zu pflegen und intelligent in ihnen zu agieren.
Die Religion kann helfen diese Intelligenz zu fördern.
Jesus war m. E. ein Paradebeispiel emotionaler Intelligenz.

Leider haben sich die Menschen von der Religion entfernt.
Die Familie schafft es leider oft nicht diese Intelligenz zu vermitteln.
Die Schule reitet nur auf der akademischen Intelligenz herum,
Einmaleins ist wichtiger als Kenntnis der Gefühle.
...


Liebe Grüße

Stefan
Ich denke eher, dass sich die Religion von dem Menschen entfernt hat. Das liegt wohl daran, dass sie institutionalisiert wurde, damit tötet man die individuelle Religiösität, denn die ist es, die den Menschen helfen könnte.

Ich würde gern der Elterngeneration Vorwürfe machen, dass sie es nicht geschafft haben emotionale intelligenz zu vermitteln, aber das geht nicht, sie wussten es nicht besser. Es ging doch bis vor nicht allzulanger Zeit gar nicht so sehr um Liebe, sondern darum, dass die Familie funktioniert. Der Mann bringt Geld, die Frau kümmert sich um die Kinder und den Haushalt. Diese Strukturen lösen sich auf und Mann und Frau wollen mehr vom Leben und vom Partner, aber wir haben von unseren Eltern wenig bis gar nichts gelernt um eine gesunde Beziehung zu führen, weil wir eben oft noch die klassischen Rollen gesehen haben. Wir kennen weder unsere eigenen Bedürfnisse und können sie klar genug äußern, noch die des Partners. So entstehen unendliche viele Missverständnisse.

EQ fehlt auf beiden Seiten. Nach Innen schauen ist nicht leicht und oft mit Schmerz verbunden. Wenn Eltern unfähig waren wirklich liebevoll zu erziehen haben Kinder und heutige Erwachsene nicht gelernt mit diesem Schmerz umzugehen.

Mit meiner derzeitigen Freundin komme ich aufgrund unsere Prägung immer wieder in Konflikt, es gab bisher keinen Menschen, der es so gekonnt schafft mich so derart zu reizen und auf solche Weise meine Grenzen zu überschreiten. Wir verletzen uns deswegen ziemlich oft gegenseitig, weil ich wiederrum keine Möglichkeit habe direkt in der Situation mit dem Schmerz umzugehen, der da entsteht und sie hat sie ja ebensowenig, sonst würde sie nicht so oft Grenzen übertreten. Dabei braucht sie meine Liebe fast noch mehr als ich ihre, weil sie es noch einen Tick schwerer hatte. Unser Segen ist, wir sind uns dessen bewusst auch der Ursachen, wir können dann im Laufe des Konflikts in den Schmerz und die Verletzlichkeit reingehen, damit arbeiten, verzeihen und uns entwickeln und wir verstehen einander. Diese Bewusstheit ist essentiell für unsere Liebe. Ich denke wir werden dadurch sehr stark zusammenwachsen. Derzeit geht es weiter in die Richtung die Dinge zu erkennen, wenn sie auftauchen bevor sie zum Konflikt führen - ich merke diese Tendenz und bin gespannt wie sich das entwickelt. Und weil ich das bemerke kann ich diese Richtung unterstützen.

Wir sind beide füreinander sehr wichtige Wegbegleiter, die sich gegenseitig enorm unterstützen spirituell Erwachsen zu werden.

Allerdings sowohl sie, als auch ich haben eine spirituell-esoterischen Background und psychologische Kenntnisse. Beides hilft Hintergründe zu erkennen, die sonst verborgen blieben. Ich kenne durch meine Ausbildung, die ich grad mache Konzepte zum Thema Verzeihen, die anders sind als die westlichen und es leichter machen, ich kenne Möglichkeiten für emotionale Klärung, für das finden und lösen von Ursachen usw. Und ich kann eben auch feine Tendenzen erkennen und sie aufgreifen.

Vielen Menschen fehlt solches Wissen und deswegen sind sie oft hilflos und damit gefangen in einem destruktiven Beziehungskreislauf aus anfänglicher Verliebtheit und späterer Trennung. Ich denke alle, die hier im Thread geschrieben haben, haben gute Möglichkeiten für ihre Beziehung entdeckt und leben diese auch. Aber leider gibt es noch viele, die das nicht können.

Ich hoffe ich komme mit meiner Freundin bald schön weit in dieser Sache. Es braucht denke ich viele Lehrer, die Wissen und Möglichkeiten vermitteln, wie man nach innen gehen kann.

Ich mag immernoch die Idee der Bedingungslosen Liebe, allerdings ist es heute noch deutlicher als vor ein paar Jahren, dass diese Sache etwas ist, was zwischen mir und dem Leben stattfindet, das ist die Richtung, die man wählt in Bezug zu seinem Leben. Es gibt einen groben Rahmen und das lässt einen auch Annehmen, dass Partnerschaft eben nicht bedingungslos ist. Allein schon, weil es diverse Abhängigkeiten und Bedürfnisse gibt, die einfach auch zum Menschsein dazugehören.

Mag sein, dass manch einer nach Erleuchtung und totaler Befreiung von allem strebt, aber ich bin inzwischen auch zu sehr Schamane (im Herzen, nicht als Berufsbezeichung oder so ) mir geht es um Heilung und das herstellen freudvoller Beziehung.

Liebe Grüße euch

Shuichi

Geändert von Shuichi (17.07.2011 um 09:51 Uhr)
Shuichi ist offline  
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Alt 17.07.2011, 16:07   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #5 (permalink)
odysseus05
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Hallo Shuichi,

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen

Ich denke eher, dass sich die Religion von dem Menschen entfernt hat. Das liegt wohl daran, dass sie institutionalisiert wurde, damit tötet man die individuelle Religiösität, denn die ist es, die den Menschen helfen könnte.
die Religion ist immer noch die gleiche,
sofern man auf die Grundlage,
im Christentum die Bibel, schaut.
Wir Menschen haben es bis heute wohl nicht verstanden
wichtige Weisheiten auch umzusetzen, wie z. Bsp. die Bergpredigt.
Würden wir Menschen danach leben, gebe es viel Unheil nicht.
Dass es trotzdem so viel Unheil gibt, liegt wiederum an der Unfähigkeit mit unserem Geist so umzugehen,
dass er uns und Anderen unnötiges Leid erspart.

Ich vermute, dass wir ständig versuchen glücklich zu sein,
es zu mehren, festzuhalten oder gar einzusperren,
weil es sich gut anfühlt, wenn wir glücklich sind und
auf der anderen Seite versuchen Unglück
zu vermeiden, zu bekämpfen oder zu umgehen,
sei es auch durch Zorn und Gewalt,
weil es sich nicht gut anfühlt,
das ewige Spiel von Begehren und Aversion,
das ewige Wechselspiel von Körper und Geist.

Das ist die Quelle von viel Unheil.

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen

Ich würde gern der Elterngeneration Vorwürfe machen, dass sie es nicht geschafft haben emotionale intelligenz zu vermitteln, aber das geht nicht, sie wussten es nicht besser.
Genau. Thich Nhat Hanh sagte,
dass der Sohn die Fortsetzung des Vaters ist und
die Tochter die Fortsetzung der Mutter.
Viele psychische Krankheiten leben über viele Generationen weiter.
Ich kann meinen Eltern keinen Vorwurf machen,
denn als sie klein waren, hatte sie Eltern,
die ebenfalls von ihren Eltern ungünstig erzogen wurden.

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen

Wir kennen weder unsere eigenen Bedürfnisse und können sie klar genug äußern, noch die des Partners. So entstehen unendliche viele Missverständnisse.
Was unser Partner erfährt ist oft nur unsere Reaktion auf das Nichterfüllen unserer Bedüftnisse.
Und weil sich die Nichterfüllung schlecht anfühlt,
reagieren wir kongruent zu dem Gefühl im Körper.
Und auf unsere Reaktion folgt die Reaktion des Partners
und sie ist genauso gefärbt wie die unsere,
weil es sich im Partner ebenso schlecht anfühlt.

Wollen wir diese unglückliche Kette durchbrechen,
so müssen wir selbst bei dem ersten Anzeichen
eines schlechten Gefühls beim Gefühl verweilen,
es nur beobachten, es benennen, es nicht verurteilen,
es in Liebe annehmen.

Auf diese Weise kommt ein Gefühl und es geht ein Gefühl.
Auf diese Weise entwickelt sich aus einem Gefühl
keine Reaktionskette, die zu Leid für mich und den Anderen führt,
denn nur wenn der Geist das Gefühl aufnimmt und es weiterspinnt,
es nicht haben, es sogar bekämpfen will,
den Schuldigen dafür bestrafen will,
dann kommt es zu Leid.

Dafür muss man aber sehr achtsam sein.

Wenn es im Innen wieder ruhig ist,
dann ist die Gelegenheit günstig
sachlich mit dem Partner zu reden,
ihn aber eben nicht die Schuld für Vorgänge,
die wir selbst im Innn auslösen zu geben.
Das ist die Kunst einer gewaltfreien Kommunikation.

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen

EQ fehlt auf beiden Seiten. Nach Innen schauen ist nicht leicht und oft mit Schmerz verbunden. Wenn Eltern unfähig waren wirklich liebevoll zu erziehen haben Kinder und heutige Erwachsene nicht gelernt mit diesem Schmerz umzugehen.
Die Wunden begleiten uns oft ein Leben lang.
Selbst wenn es uns oft nicht bewußt ist,
so steigt aus dem Unbewußten immer wieder mal
der alte Geschmack auf.

Zitat:
Zitat von Shuichi Beitrag anzeigen

Mit meiner derzeitigen Freundin komme ich aufgrund unsere Prägung immer wieder in Konflikt, es gab bisher keinen Menschen, der es so gekonnt schafft mich so derart zu reizen und auf solche Weise meine Grenzen zu überschreiten. Wir verletzen uns deswegen ziemlich oft gegenseitig, weil ich wiederrum keine Möglichkeit habe direkt in der Situation mit dem Schmerz umzugehen, der da entsteht und sie hat sie ja ebensowenig, sonst würde sie nicht so oft Grenzen übertreten.

Dabei braucht sie meine Liebe fast noch mehr als ich ihre, weil sie es noch einen Tick schwerer hatte. Unser Segen ist, wir sind uns dessen bewusst auch der Ursachen, wir können dann im Laufe des Konflikts in den Schmerz und die Verletzlichkeit reingehen, damit arbeiten, verzeihen und uns entwickeln und wir verstehen einander. Diese Bewusstheit ist essentiell für unsere Liebe. Ich denke wir werden dadurch sehr stark zusammenwachsen. Derzeit geht es weiter in die Richtung die Dinge zu erkennen, wenn sie auftauchen bevor sie zum Konflikt führen - ich merke diese Tendenz und bin gespannt wie sich das entwickelt. Und weil ich das bemerke kann ich diese Richtung unterstützen.

Wir sind beide füreinander sehr wichtige Wegbegleiter, die sich gegenseitig enorm unterstützen spirituell Erwachsen zu werden.
Wahrscheinlich ist sie ein wichtiger Lehrer für Dich.
Ich denke, dass es sehr hilfreich ist,
so früh wie nur möglich beim Entstehen eines Konfliktes
bei sich selbst zu bleiben, zu erleben wie man sich selbst verletzt
und darauf mit Abwehr reagieren möchte,
eben weil sich Verletztheit nicht gut anfühlt.

Die Kunst ist es beim Gefühl zu bleiben,
es zu beobachten, zu benennen, nicht zu verurteilen,
es anzunehmen und ihm Liebe zu schenken.
Und immer wieder, wenn die Versuchung kommt,
auf das Gefühl zu reagieren, zurückzugehen
zum reinen Beobachten, immer und immer wieder.

Ich denke, das paßt ganz gut:

Der Mensch gleicht einem Gästehaus.
Jeden Tag neue Gesichter.
Augenblicke der Freude,
der Niedergeschlagenheit,
der Niedertracht, alles
unerwartete Besucher.

Heiße sie willkommen,
selbst den puren Ärger,
der die Einrichtung deines Hauses
kurz und klein schlägt.
Vielleicht räumt er dich leer
für eine neue Freude.

Behandle jeden Gast respektvoll.
Den finsteren Gedanken, die Scham,
die Bosheit, begrüße sie mit einem Lachen
an der Tür und bitte sie herein.
Danke jedem für sein Kommen,
denn sie alle haben dir etwas
Wichtiges mitzuteilen.


Dschalal ad-Din Rumi


Ich mag immernoch die Idee der Bedingungslosen Liebe, allerdings ist es heute noch deutlicher als vor ein paar Jahren, dass diese Sache etwas ist, was zwischen mir und dem Leben stattfindet, das ist die Richtung, die man wählt in Bezug zu seinem Leben. Es gibt einen groben Rahmen und das lässt einen auch Annehmen, dass Partnerschaft eben nicht bedingungslos ist. Allein schon, weil es diverse Abhängigkeiten und Bedürfnisse gibt, die einfach auch zum Menschsein dazugehören.

Mag sein, dass manch einer nach Erleuchtung und totaler Befreiung von allem strebt, aber ich bin inzwischen auch zu sehr Schamane (im Herzen, nicht als Berufsbezeichung oder so ) mir geht es um Heilung und das herstellen freudvoller Beziehung.

Liebe Grüße euch

Shuichi
[/QUOTE]

Mir hilft die Energie der bedingunglosen Liebe
Menschen zu verzeihen, aus deren Kontakt viel Leid entstanden ist,
sie als Menschen wie Du und ich zu sehen,
die Leid vermeiden wollen und Glück begehren.
Auch diese Menschen haben meine Liebe verdient.

Sie räumt den einen oder anderen Stein in meinem Herzen beiseite,
der mich daran hindert wirklich Frieden zu finden.
Ich denke, dass die Energie dieser Liebe sehr wichtig ist,
um auf dem Weg zu wahrem Frieden voranzukommen.
Daher meditiere ich regelmäßig nach Metta.

Dir und Deiner Freundin alles Gute

Liebe Grüße

Stefan

Geändert von odysseus05 (17.07.2011 um 16:13 Uhr)
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Alt 17.07.2011, 17:40   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #6 (permalink)
Elmar
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Sternzeichen: Zwillinge
Registriert seit: 07.01.2007
Ort: Vorarlberg
Alter: 58
Beiträge: 8.509
Es ist nichts so einfach, aber auch nichts so kompliziert, wie die Liebe.
Wir bekomme es von unseren Eltern mit, was Liebe sein soll.
Ist sie es wirklich so, wie wir sie vorgelebt bekommen?
Wenn ich an meine Eltern denke – so etwas wie Liebe war es erst nach dem mein Vater um die 60 wurde.
Da waren es wirkliche Partner.
Wobei die Liebe zu den Kindern, sehr seltsam war.
Aber das ist eine lange und zu persönliche Geschichte.

Was zu beobachten ist, die “Wegwerfgesellschaft” hat auch damit begonnen, alle Werte über Bord zu werfen.
So auch gute und lange Beziehungen.
Viel zu schnell wird da aufgegeben, alles nieder gerissen.
Erst danach merkt man, das da Unwiederbringliches, zerstört wurde.
Wirtschaftlich, menschlich und der Bezug zu den Kindern leidet sehr.

Aber der gegenseitige Umgang –gegenseitiger Respekt – könnte man das jemals von den Eltern lernen?
Von vielen schon, aber von genau so vielen, nicht.
Schon seit vielen Generationen versuchen Eltern, ihre Kinder zu beherrschen und durch sie noch mehr zu leben, drücken denen ihre eigene Gesinnung auf.
Ich will ja nur dein Bestes, sagte mein Vater – er war tödlich beleidigt, als ich ihm sagte, “ das gebe ich dir nicht, das will ich selber behalten”.
Menschen waren immer schon sehr egoistisch – weil sie eben nie genug liebten.

Ja – oft artet es in Kampf und Verletzung aus – ist dabei doch nur ein Hilferuf, “ der Ruf, doch dabei zu helfen, die Liebe zu finden und zu erhalten.
Bedingungslose Liebe?
Eine schöne Vorstellung, aber nicht zu schaffen – nicht von uns Menschen.
Aber versuchen sollte wir es trotzdem, immer wieder.
Elmar ist offline  
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Alt 17.07.2011, 17:48   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #7 (permalink)
Gast348
Gast
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Elmar Beitrag anzeigen
weil ich sicher bin, es gibt nichts esoterischeres, als die Liebe.
wie meinst Du das.?
 
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Alt 17.07.2011, 18:06   Missverständnis um die Liebe! Beitrag #8 (permalink)
Anevay
ankhaba
 
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Sternzeichen: Stier
Registriert seit: 18.12.2009
Alter: 44
Beiträge: 3.341
Emotionale Intelligenz ist unabhängig von Religion zu sehen, finde ich. Keine Religion, kein Verein der welt hat "Liebe" oder Herzensbildung für sich gepachtet, auch keine EQ. Leider wird das gerne mal so dargestellt um Menschen abzusprechen, auch ohne diese Vereinsmeierei einfach herzlich und liebenswert zu sein.

Aber ok, wenn Menschen das so brauchen, um sich einen höheren Wert zuzugestehen, weil sie sich dann für besser halten und religiös=besser... Menschen sind, wie sie sind.
Anevay ist offline  
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