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15.05.2011, 01:09
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Liebe brauchen (?) Beitrag #1 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Liebe brauchen (?)
Ich war mal so frei und hab Fjörgyns Beitrag aus ne Thread rauskopiert:
Zitat:
Zitat von Fjörgyn
wir könnten hierzu einen ganzen Fred eröffnen.
KEINER....ABSOLUT KEIN MENSCH; KANN MIR ERZÄHLEN DAS ER ES NICHT BRAUCHT GELIEBT ZU WERDEN!!!!
Wir sind nicht allein auf der Welt und ich meine, mit zu unseren größten Gut, gehört die "Beziehung"
In Beziehung gehen mit meiner Umwelt, empfinde ich als einen(JA!) sehr wichtigen Teil im menschlichen Dasein.
Gruß
fjörgyn
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Ich halte es für einen Irrtum, dass jeder das Gefühl braucht, geliebt zu werden; ebenso halte ich es für einen Irrtum aus diesem Brauchen zu schließen, dass man Liebesbeziehungen im engeren Sinne braucht.
Jede Beziehung ist eine Art Liebesbeziehung, wenn man den Begriff der Liebe nur wei genug fasst. Davon abgesehen finde ich, dass an dieser Stelle auch immer die Selbstliebe gerne ausgeklammert oder als Strategie für "Gescheiterte" angesehen wird. Dabei halte ich gerade die Selbstliebe für das A und O im Leben.
Und neben der Liebe zu und von Mitmenschen und der Liebe zu sich selbst gibt es ja auch die Liebe zum und vom Göttlichen.
Ja, Liebe ist wichtig, aber zu meinen, es gäbe sie nur in der Zweisamkeit einer Partnerschaft, finde ich profan.
Davon aber mal abgesehen: Mir ist kein Fall bekannt, dass jemals ein erwachsener Mensch an Liebesmangel gestorben ist. Bei Babys (das weiß man traurigerweise) ist dies der Fall. Aber Erwachsene Menschen sterben nicht, weil sie niemand liebt. Sie sind deswegen vielleicht nicht glücklich oder begehen Selbstmord, aber brauchen i.S.v. lebensnotwendig ist das Gefühl geliebt zu werden nicht.
Und ich frage mich, ob man bei all dem Liebe-haben-wollen nicht auch eine ganz wichtige Sache übersieht: Wenn man selbst etwas oder jemanden aus ganzem Herzen liebt, ohne ihn besitzen zu wollen (sei es z.B. Jesus oder die Liebe, die man bei einer Tätigkeit empfindet), ist dieses Gefühl nicht wesentlich befreiender und überweltigender als das Liebe bekommen?
Nicht falsch verstehen, ich will gar nicht gegen das Liebe bekommen wettern, aber immer, wenn es um Liebe geht, dann finde ich, bekommt dieser Aspekt der Liebe immer 90% der Aufmerksamkeit und alles andere fällt hinten rüber.
Und in letzter Konsequenz denk ich mir immer: Wenn alle Liebe wollen, wer soll sie dann geben?
...Ich persönlich finde dieses Thema sehr sehr wichtig. Spätestens als ich eine Reihe äußerst einsamer Menschen kennengelernt hatte, war mir klar, dass es einfach nicht stimmen darf, dass das Leben keine Qualität hat, wenn man von niemanden das Gefühl bekommt, geliebt zu sein. Angefangen vom Kind, das bis es 18 wird und auszieht in der Familie Gewalt erfährt bis hin zur Frau, die seit 8 Jahren Dialysepatientin ist, weder Freunde, Familie noch Arbeitskollegen hat und alleine ist. Ich habe mich einfach geweigert zu akzeptieren, die Welt in Sieger und Verlierer einzuteilen anhand des Partnerschaftsstatus oder des Geliebtwerdens durch andere. Und als ich Menschen kennenlernte, die im Alleinsein oder Ungeliebtsein die Selbstliebe oder die Gottesliebe oder die liebevolle Hingabe an eine Sache entdeckt und damit ihr Lebensglück entdeckt hatten, wusste ich, dass ich mit meiner Weigerung scheinbar nicht alleine war und gar nicht mal so Unrecht hatte.
Vielleicht - und auf diesen Kompromiss würde ich mich einlassen - ist der eine eher zu der einen oder anderen form des Liebens fähig als der andere, aber grunsätzlich sind alle zu allen Formen fähig, ohne daran zu sterben. Eremiten haben es bewiesen und ja, es gibt sie immer noch. Und sie sind nicht geistesgestört, sondern außerdordentlich spirituelle Menschen.
Geändert von Argos (15.05.2011 um 01:25 Uhr)
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15.05.2011, 01:23
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Liebe brauchen (?) Beitrag #2 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Was ist denn eigentlich genau Dein Anliegen,
Argos?
Was Fjörgyn schreibt ist zumindest,
meiner Ansicht nach, richtig.
Um was geht es Dir eigentlich genau, Argos?
Satyanetra.
Geändert von Satyanetra (15.05.2011 um 01:26 Uhr)
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15.05.2011, 01:27
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Liebe brauchen (?) Beitrag #3 (permalink)
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hat Nahlebenerfahrungen
Sternzeichen:
Registriert seit: 10.06.2010
Ort: Aachen
Alter: 33
Beiträge: 2.033
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Oje, ist mein Text so unverständlich? Hab ich mich zu kompliziert ausgedrückt?
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15.05.2011, 08:58
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Liebe brauchen (?) Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 09.06.2010
Ort: Zwischen den Seen, Schweiz
Alter: 54
Beiträge: 143
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Zitat:
Zitat von Argos
Oje, ist mein Text so unverständlich? Hab ich mich zu kompliziert ausgedrückt? 
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Du hast dich sehr klar und verständlich ausgedrückt, zumindest glaube ich, dich zu verstehen.
Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Meist wird Liebe auf Partnerschaft (und hier oft nur die Romantik der Verliebtheit), vielleicht noch auf die Eltern-Kind-Beziehung bezogen und alle anderen Formen ausgeblendet. Aber wie du schon schreibst, ist es auch möglich, sie anders zu leben.
Ich weiss nicht, wie ich morgen darüber denke, aber die Quintessenz meiner bisherigen "Lebensanalyse" lässt sich zu zusammenfassen:
Das Glücksgefühl der Liebe entsteht aus der Hingabe an den Augenblick ohne Fragen, Zweifel und Ängste, es ist ein meist kurzes bedingungsloses Ja-Sagen zu dem, was gerade ist. Das wird eben in der Begegnung mit anderen sehr viel spektakulärer erlebt als zum Beispiel beim Fensterputzen, und doch kann ich dabei auch glücklich sein und das Putzen lieben. Allerdings fehlt mir da die Interaktion, zu der es ein Gegenüber braucht.
"Ich liebe mich, wie ich bin, wenn ich bei dir bin". Selbstliebe ist scheinbar einfacher, wenn man geliebt wird, weil da etwas in uns aktiviert wird, das wir für uns alleine so schwer in Gang bringen können, was aber doch die Voraussetzung dafür ist, dass wir dann wenigstens für Momente wirklich lieben, uns und gleichzeitig auch die anderen - oder anders gesagt: das Leben.
Nein, wir sterben nicht, wenn wir nicht geliebt werden. Aber genügt für das Leben ein Weiterleben?
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15.05.2011, 09:29
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Liebe brauchen (?) Beitrag #5 (permalink)
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Schattentänzerin
Registriert seit: 20.12.2010
Beiträge: 93
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Ich habe darüber nachgedacht, ob ich ohne Liebe von anderen leben könnte und habe festgestellt, dass ich es nicht weiß, denn ich bin bisher immer von jemanden geliebt worden und werde es zur Zeit auch. Allerdings habe ich eine Weile ohne jede Selbstliebe "überlebt" und kann hierzu sagen, dass das überhaupt keinen Spass macht. Ich denke nicht, dass man ohne selbst zu lieben (gleichgültig was man liebt) wirklich leben kann. Überleben vielleicht, leben nicht.
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15.05.2011, 09:51
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Liebe brauchen (?) Beitrag #6 (permalink)
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Tanzende FreiSeele
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.10.2005
Ort: Weit, weit weg^^
Alter: 46
Beiträge: 1.175
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Zitat:
Zitat von Argos
Ich war mal so frei und hab Fjörgyns Beitrag aus ne Thread rauskopiert:
Ich halte es für einen Irrtum, dass jeder das Gefühl braucht, geliebt zu werden; ebenso halte ich es für einen Irrtum aus diesem Brauchen zu schließen, dass man Liebesbeziehungen im engeren Sinne braucht.
Jede Beziehung ist eine Art Liebesbeziehung, wenn man den Begriff der Liebe nur wei genug fasst. Davon abgesehen finde ich, dass an dieser Stelle auch immer die Selbstliebe gerne ausgeklammert oder als Strategie für "Gescheiterte" angesehen wird. Dabei halte ich gerade die Selbstliebe für das A und O im Leben.
Und neben der Liebe zu und von Mitmenschen und der Liebe zu sich selbst gibt es ja auch die Liebe zum und vom Göttlichen.
Ja, Liebe ist wichtig, aber zu meinen, es gäbe sie nur in der Zweisamkeit einer Partnerschaft, finde ich profan.
Davon aber mal abgesehen: Mir ist kein Fall bekannt, dass jemals ein erwachsener Mensch an Liebesmangel gestorben ist. Bei Babys (das weiß man traurigerweise) ist dies der Fall. Aber Erwachsene Menschen sterben nicht, weil sie niemand liebt. Sie sind deswegen vielleicht nicht glücklich oder begehen Selbstmord, aber brauchen i.S.v. lebensnotwendig ist das Gefühl geliebt zu werden nicht.
Und ich frage mich, ob man bei all dem Liebe-haben-wollen nicht auch eine ganz wichtige Sache übersieht: Wenn man selbst etwas oder jemanden aus ganzem Herzen liebt, ohne ihn besitzen zu wollen (sei es z.B. Jesus oder die Liebe, die man bei einer Tätigkeit empfindet), ist dieses Gefühl nicht wesentlich befreiender und überweltigender als das Liebe bekommen?
Nicht falsch verstehen, ich will gar nicht gegen das Liebe bekommen wettern, aber immer, wenn es um Liebe geht, dann finde ich, bekommt dieser Aspekt der Liebe immer 90% der Aufmerksamkeit und alles andere fällt hinten rüber.
Und in letzter Konsequenz denk ich mir immer: Wenn alle Liebe wollen, wer soll sie dann geben?
...Ich persönlich finde dieses Thema sehr sehr wichtig. Spätestens als ich eine Reihe äußerst einsamer Menschen kennengelernt hatte, war mir klar, dass es einfach nicht stimmen darf, dass das Leben keine Qualität hat, wenn man von niemanden das Gefühl bekommt, geliebt zu sein. Angefangen vom Kind, das bis es 18 wird und auszieht in der Familie Gewalt erfährt bis hin zur Frau, die seit 8 Jahren Dialysepatientin ist, weder Freunde, Familie noch Arbeitskollegen hat und alleine ist. Ich habe mich einfach geweigert zu akzeptieren, die Welt in Sieger und Verlierer einzuteilen anhand des Partnerschaftsstatus oder des Geliebtwerdens durch andere. Und als ich Menschen kennenlernte, die im Alleinsein oder Ungeliebtsein die Selbstliebe oder die Gottesliebe oder die liebevolle Hingabe an eine Sache entdeckt und damit ihr Lebensglück entdeckt hatten, wusste ich, dass ich mit meiner Weigerung scheinbar nicht alleine war und gar nicht mal so Unrecht hatte.
Vielleicht - und auf diesen Kompromiss würde ich mich einlassen - ist der eine eher zu der einen oder anderen form des Liebens fähig als der andere, aber grunsätzlich sind alle zu allen Formen fähig, ohne daran zu sterben. Eremiten haben es bewiesen und ja, es gibt sie immer noch. Und sie sind nicht geistesgestört, sondern außerdordentlich spirituelle Menschen.
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Ich erkenne keinen Unterschied in Euren Aussagen, ihr erzählt doch das gleiche........................
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15.05.2011, 10:05
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Liebe brauchen (?) Beitrag #7 (permalink)
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Gast
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Zitat:
Zitat von Argos
Ich war mal so frei und hab Fjörgyns Beitrag aus ne Thread rauskopiert:
Ich halte es für einen Irrtum, dass jeder das Gefühl braucht, geliebt zu werden; ebenso halte ich es für einen Irrtum aus diesem Brauchen zu schließen, dass man Liebesbeziehungen im engeren Sinne braucht.
Jede Beziehung ist eine Art Liebesbeziehung, wenn man den Begriff der Liebe nur wei genug fasst. Davon abgesehen finde ich, dass an dieser Stelle auch immer die Selbstliebe gerne ausgeklammert oder als Strategie für "Gescheiterte" angesehen wird. Dabei halte ich gerade die Selbstliebe für das A und O im Leben.
Und neben der Liebe zu und von Mitmenschen und der Liebe zu sich selbst gibt es ja auch die Liebe zum und vom Göttlichen.
Ja, Liebe ist wichtig, aber zu meinen, es gäbe sie nur in der Zweisamkeit einer Partnerschaft, finde ich profan.
Davon aber mal abgesehen: Mir ist kein Fall bekannt, dass jemals ein erwachsener Mensch an Liebesmangel gestorben ist. Bei Babys (das weiß man traurigerweise) ist dies der Fall. Aber Erwachsene Menschen sterben nicht, weil sie niemand liebt. Sie sind deswegen vielleicht nicht glücklich oder begehen Selbstmord, aber brauchen i.S.v. lebensnotwendig ist das Gefühl geliebt zu werden nicht.
Und ich frage mich, ob man bei all dem Liebe-haben-wollen nicht auch eine ganz wichtige Sache übersieht: Wenn man selbst etwas oder jemanden aus ganzem Herzen liebt, ohne ihn besitzen zu wollen (sei es z.B. Jesus oder die Liebe, die man bei einer Tätigkeit empfindet), ist dieses Gefühl nicht wesentlich befreiender und überweltigender als das Liebe bekommen?
Nicht falsch verstehen, ich will gar nicht gegen das Liebe bekommen wettern, aber immer, wenn es um Liebe geht, dann finde ich, bekommt dieser Aspekt der Liebe immer 90% der Aufmerksamkeit und alles andere fällt hinten rüber.
Und in letzter Konsequenz denk ich mir immer: Wenn alle Liebe wollen, wer soll sie dann geben?
...Ich persönlich finde dieses Thema sehr sehr wichtig. Spätestens als ich eine Reihe äußerst einsamer Menschen kennengelernt hatte, war mir klar, dass es einfach nicht stimmen darf, dass das Leben keine Qualität hat, wenn man von niemanden das Gefühl bekommt, geliebt zu sein. Angefangen vom Kind, das bis es 18 wird und auszieht in der Familie Gewalt erfährt bis hin zur Frau, die seit 8 Jahren Dialysepatientin ist, weder Freunde, Familie noch Arbeitskollegen hat und alleine ist. Ich habe mich einfach geweigert zu akzeptieren, die Welt in Sieger und Verlierer einzuteilen anhand des Partnerschaftsstatus oder des Geliebtwerdens durch andere. Und als ich Menschen kennenlernte, die im Alleinsein oder Ungeliebtsein die Selbstliebe oder die Gottesliebe oder die liebevolle Hingabe an eine Sache entdeckt und damit ihr Lebensglück entdeckt hatten, wusste ich, dass ich mit meiner Weigerung scheinbar nicht alleine war und gar nicht mal so Unrecht hatte.
Vielleicht - und auf diesen Kompromiss würde ich mich einlassen - ist der eine eher zu der einen oder anderen form des Liebens fähig als der andere, aber grunsätzlich sind alle zu allen Formen fähig, ohne daran zu sterben. Eremiten haben es bewiesen und ja, es gibt sie immer noch. Und sie sind nicht geistesgestört, sondern außerdordentlich spirituelle Menschen.
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Liebe brauchen ist doch was anders, als haben wollen.
Du kannst es drehen u. wenden wie du willst - selbst Spirituelle Menschen brauchen Liebe von Gott - und durch diese Liebe wird die Sehnsucht, Gott zu sehen, grösser.
Und d. Selbstliebe ist so ein Kapitel: wenn du schreibst, das Selbstliebe das A u. O wäre, dann stimme ich dir nur zum kleinen Teil zu. - aber: Brauchst du die Liebe denn nicht auch, wenn sie dir so wichtig ist?
Kurzum: mit Selbstliebe allein ist es nicht getan, sondern man braucht auch die Liebe von anderen Menschen, im Austausch. Und dabei muss es ja nicht immer um Beziehungen gehen, wobei ja nix schlimmes dabei ist, wenn man sich in einer Familie aus Liebe zusammentut, u. Kinder hat - den ich denke , das ist so eingerichtet, von Gott.
Wäre die Liebe u. die Sehnsucht nicht, hm. wer würde dann noch Kinder haben wollen, vor allem diese auch noch lieben?
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15.05.2011, 11:25
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Liebe brauchen (?) Beitrag #8 (permalink)
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Ithaka ist nah.
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.01.2008
Ort: Stuttgart
Alter: 43
Beiträge: 1.437
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Argos
Ich war mal so frei und hab Fjörgyns Beitrag aus ne Thread rauskopiert:
Ich halte es für einen Irrtum, dass jeder das Gefühl braucht, geliebt zu werden; ebenso halte ich es für einen Irrtum aus diesem Brauchen zu schließen, dass man Liebesbeziehungen im engeren Sinne braucht.
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ich finde den Artikel von Wiki zu Liebe ganz ordentlich.
Er hilft sehr, dass wir über das Gleiche sprechen,
denn leider wird der Begriff Liebe ganz verschieden gesehen.
Den Wunsch nach einem Partner ist in unseren Genen verankert.
Ohne diesen Wunsch gäbe es evolutionstechnisch Probleme.
Und es können durchaus psychologische Probleme entstehen,
wenn jemand auf Dauer keinen Partner findet.
Die Zuneigung, die in solchen Partnerschaften stattfindet,
nennt man oft Liebe.
Diese Zuneigung endet aber oft,
wenn die Bedürfnisse eines Partners dauerhaft
nicht befriedigt werden.
Tiefe Zuneigung können wir aber auch außerhalb einer Partnerschaft
erhalten, z. Bsp. in der Familie und im Freundeskreis.
Daher tut man gut daran diese Netzwerke zu pflegen.
Der Entzug jeglicher Zuneigung von Mitmenschen
kann in absoluter Einsamkeit erfahren werden.
Viele ältere Leute leben ganz allein.
Partner und Freunde sind gestorben und
Kinder kommen nur selten zu Besuch.
Gut gehen tut es solchen Leuten nicht.
Erst kürzlich erzählte mir eine Krankengymnastin,
die Hausbesuche bei alten Leuten macht,
wie sehr sich einsame alte Leute über Gespräche freuen,
mehr sogar noch als über die Behandlung selbst.
Einsamkeit ist wissenschaftlich nachgewiesen
(140 Studien an 300.000 Menschen)
ein sehr ungünstiger Zustand.
Einsamkeit ist genauso schädich wie 15 Zigaretten am Tag,
Alkoholmissbrauch, kein Sport zu treiben oder Fettsucht.
Es erhöht das Sterberisiko signifikant. Quelle
Sehr interessant finde ich,
welche Ablenkungen Menschen unternehmen,
um vor dem unangenehmen Gefühl der Einsamkeit wegzulaufen,
sei es z. Bsp. TV oder Internet.
Selbstliebe in der Form,
dass man sich selbst annimmt wie man ist,
sich nicht verurteilt, finde ich wichtig.
Man sollte aber versuchen weiter zu gehen
und selbstlose Liebe zu kultivieren.
Diese hilft uns Andere leichter anzunehmen und
sie nicht vorschnell zu verurteilen.
Ebenso kann Liebe zu Gott sehr gut tun.
Selbstliebe oder die Liebe zu Gott kann aber nicht unser Bedürfnis
nach wohlwollender menschlicher Gesellschaft und Wärme, nach Zuneigung,
nach dem "ich gehöre dazu", dem Angenommensein ersetzen.
Dies ist m. E. der falsche Weg.
Ich bin sehr gern eine Zeit lang allein.
Ich geniesse die Ruhe und habe Zeit zu lesen und zu meditieren.
Ich bin sehr gern unter Menschen.
Ich geniesse die Zeit mit Freundin, Freunden, meiner Familie.
Es kommt halt auf den Mix an,
eben ein "mittlerer Weg" abseits von Extremen.
Und jeder muss selbst herausfinden,
welcher Mix Einem selbst gut tut.
Liebe Grüße
Stefan
Geändert von odysseus05 (15.05.2011 um 11:36 Uhr)
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