Liebe Heavens Angel,
natürlich gibt es zwischendurch mal Phasen, während der die Lust auf Pferd weniger ist, während der ein Sich-Aufraffen erforderlich ist (, aber bin erst dabei, macht es enormen Spaß), während der das Pferdchen nicht so häufig geritten wird.
Und das ist, wie Du selbst schreibst, für das Tier auch nicht tragisch, es ist gut versorgt.
Aus der Pferdeperspektive betrachtet liebt das Pferd mehr seine Weide-/paddockkumpels als seine Besitzer. In der Liebe folgt gleich nach den Artgenossen der Futtergeber, die tägliche Bezugsperson.
Das war die sachliche Betrachtung.
Im Mittelpunkt der Geschichte bist Du, liebe Heavens Angel, nicht Dein Pony.
Du bist diejenige, die Ansprüche an sich stellt, die Du nicht erfüllst.
Du glaubst, Dein Pony vermisst Deine Liebe und anderes.
Du interpretierst einen Blick in Dein Pony.
Du hast ein schlechtes Gewissen, weil Du Dich nicht aufraffen kannst.
Du tust Dir leid, weil Dein Herz blutet.
Du kämpfst innerlich gegen Teile Deines Selbst.
Und jedes Mal, wenn Du denkst, Du kannst nicht, wenn Du sagst, Du kannst nicht, wenn Du schreibst, Du kannst nicht, wirst Du genau das nähren und verstärken.
Und vermutlich bist Du kaum in der Lage, in Zufriedenheit zu denken: Ach ja, mein vierbeiniger Freund hat es gut, genießt das schöne Wetter und die Vollversorgung, hat seine Kontakte usw.
Gibst Du Dich ernsthaft diesen Wahrnehmungen hin, lässt sie zu, nimmst sie an als Teil von Dir und lässt sie mit deinem Dankeschön davon ziehen, setzt Dir wöchentlich zwei Termine, an denen Du Dein Pony zwanglos besuchst, die Du auch wahr nimmst, kehrt die Freude in Deine Beziehung zu Deinem „kleinen Bruder“ zurück und Deine Frage nach dem „Warum“ ist Vergangenheit. Die hast Du Dir dann selbst beantwortet.
Herzliche Grüße
ich bin