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22.07.2007, 16:46
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om namah shivaya?? Beitrag #1 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 13.07.2006
Ort: München
Alter: 25
Beiträge: 10.379
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om namah shivaya??
Hi,
ich lese hier im Forum immer mal wieder die Worte: "om namah shivaya" und würde gerne wissen, was genau das eigentlich bedeutet.
Ich weiß, dass dies sehr kraftvoll sein soll, aber was genau bewirkt es?
Kann mir da jemand weiterhelfen?
Liebe Grüße
Carmen
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22.07.2007, 17:12
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om namah shivaya?? Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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"Om, Ehre sei dem Shiva"
...besser gefällt mir aber: "Ehyeh Asher Ehyeh So Ham!" - "Alles ist Gott."
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22.07.2007, 17:19
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om namah shivaya?? Beitrag #3 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 13.07.2006
Ort: München
Alter: 25
Beiträge: 10.379
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Hi,
was kann man denn damit "machen"? Was bringt das einem?
Einfach "nur" dem Shiva ehren oder wie kann ich das verstehen?
Es muss doch einen Sinn haben...
Liebe Grüße
Carmen
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22.07.2007, 18:50
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om namah shivaya?? Beitrag #4 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Carmen,
es heißt einfach nur, daß ich mich vor Lord Shiva verbeuge.
Lord Shiva ist für viele Inder eine sehr, sehr wichtige Gottheit.
Die Mantren sollten von mir eindeutig verstanden werden. Ich muß eine tiefe innere Beziehung, hier in diesem Fall zu Lord Shiva, haben. Ansonsten wäre dieses Mantra ohne jegliche Bedeutung und völlig nutzlos für mich.
Ich brauche kein Mantra zu wiederholen, wenn ich nicht weiß, was es bedeutet und somit für mich keine Bedeutung für mein Herz hat.
Natürlich gibt es universelle Mantren, wie AUM (OM), aber schlußendlich muß ich immer wissen, was ich da tue, sprich, wen und warum ich jemanden anrufe und verehre.
Lord Shiva ist der "stille Aspekt" der transzendentalen Wirklichkeit, während Mutter Kali, Shivas Gemahlin, den dynamischen Aspekt der transzendentalen Wirklichkeit darstellt. Die Wirklichkeit ist nur dann vollkommen, wenn beide, der dynamische Aspekt und der stille Aspekt, zusammenwirken.
In den heiligen Schriften Indiens wird gesagt, daß ES weit entfernt ist, aber gleichzeitig ganz nah, daß ES innen, sowie außen ist, daß ES sich bewegt und gleichzeitig sich nicht bewegt. Wenn Mutter Kali Ihre Rolle spielt, ist die Realität "in Bewegung". Wenn Lord Shiva Seine Rolle spielt, ist die Realität "still".
Wenn beide zusammen Ihre Rollen spielen, ist die Realität in Bewegung und gleichzeitig in Ruhe. Wenn wir nunmal mit unserem menschlichen Bewußtsein versuchen die Realität zu sehen, dann erscheint sie uns sehr weit entfernt. Aber, wenn wir sie mit unserem göttlichen Bewußtsein sehen, ist sie für uns sehr, sehr nah; direkt vor unserer Nase. Wenn mein göttliches Bewußtsein völlig erwacht ist, dann gibt es für mich kein nah und fern, kein Innen und Außen. Dann sehe ich, daß das, was außen ist, auch innen, in mir ist, als Samen so zu sagen, und das, was in mir ist, sehe ich auch außerhalb. Wenn es einen Samen gibt, dann wird es auch einen Baum geben. Wenn da ein Baum ist, dann gibt es auch irgendwo einen Samen. Wenn die Wirklichkeit in mir ist, muß sie sich durch mich irgendwann im Außen manifestieren. Mutter Kali ist der dynamische Aspekt der transzendentalen Wahrheit im Außen, und Lord Shiva ist der "stille Aspekt" der höchsten transzendentalen Wahrheit im Innern. Sie sind beide wie die Vorder-und Rückseite derselben Münze. So erfüllen sie sich selbst, sowie die absolute Gottheit. Shiva ist Stille und Kali dynamisch und aktiv.
Wenn ich irgendwann in der Lage sein werde, die Wahheit mit meinem, dann geöffneten dritten Auge zu schauen, werde ich sehen daß beide, Kali und Shiva nicht voneinander getrennt sind, sondern zusammen gehören.
Carmen,
deswegen meine ich, daß es für uns hier im Westen nur wenig Sinn macht, mit solchen speziellen indischen Mantren zu arbeiten.
Ich selbst arbeite nahezu gar nicht damit.
Ich wende mich direkt an denjenigen, der alle Mantren und alle Gottheiten der Welt erschaffen hat, an das Allerhöchste Göttliche Selbst.
Das ist so mehr mein Weg, Carmen.
Cheerfulmoon.
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22.07.2007, 19:42
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om namah shivaya?? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 13.07.2006
Ort: München
Alter: 25
Beiträge: 10.379
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Hallo Cheerfulmoon,
danke für deine außführliche Antwort 
Wenn ich also keinen richtigen Bezug zu diesen Gottheiten hab, bringt mir das Ganze eigentlich gar nichts?
Ich weiß ja jetzt, was es bedeutet, aber mehr eben auch nicht...
Also ist es sozusagen "nutzlos" für mich und bringt mich gar nicht weiter...
Ich werd es wohl auch so wie du machen, und mich gleich an das göttliche selbst wenden.  Gefällt mich auch besser so. Wollte ja nur mal wissen, was diese Worte eigentlich bedeuten, aber dazu hab ich wohl keinen Bezug und zu wenig Wissen darüber, dass ich das dann verwende und es mir wirklich hilft...
Liebe Grüße
Carmen
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23.07.2007, 00:36
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om namah shivaya?? Beitrag #6 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 19.12.2006
Beiträge: 3.771
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Genau, Carmen.

Es ist wichtiger, was ich fühle, nicht was ich weiß.
Wenn ich in Jesus Christus z.b. sehr großes Vertrauen habe, dann ist Sein Name das richtige Mantra für mich.
Wenn ein Inder Sri Krishna sehr liebt, wird er natürlich Seinen Namen wiederholen.
Es ist in der Regel nicht eine Technik, die entscheidend ist, sondern wie sehr das Mantra die innere Flamme meines Herzens, die Sehnsucht meines Herzens, hinaufsteigen läßt, zu Demjenigen, dem meine Sehnsucht gilt. Natürlich gibt es viele Mantren, deren Klang die entsprechenden Gottheiten repräsentieren. Aber wenn unser Herz diese Gottheit nicht kennt und somit auch nicht liebt, wird auch ihr Klang mich ihr nicht näher bringen. Egal, welches Wort, bzw. welchen Namen ich benutze, solange dieser Name für mich das Göttliche ausdrückt, das Göttliche, das ich persönlich am meisten liebe und in das ich am meisten Vertrauen habe, dieses Wort, bzw. dieser Name ist dann das richtige Mantra für mich. Wenn ich es dann intensiv und absolut konzentriert wiederhole und wiederhole, richtig Zuflucht in diesen Namen nehme, dann beruhigt sich nach und nach meine gedankliche Aktivität und es offenbart sich das, was ich bin und immer war. Selbst ein spiritueller Meister, der das Höchste verwirklicht hat, kann sozusagen mein Mantra sein. Wenn ich mich ganz und vollständig nur auf Ihn konzentriere, erkenne ich nach einer Weile, daß mein eigenes höheres Selbst vor mir steht, in Gestalt dieses Meisters. Der Meister, das Mantra und Gott sind dem Wesen nach eins.
Cheerfulmoon.
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23.07.2007, 08:52
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om namah shivaya?? Beitrag #7 (permalink)
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nixda
Registriert seit: 18.01.2006
Ort: in Herz Kopf und Bauch
Beiträge: 2.703
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wörtlich übersetzt heißt es Om ist der Name Schiwas - OM ist das nicht beschreibbare Göttliche und Schiwa ist einer der beliebtesten Götter in Indien oder besser gesagt "göttlicher Aspekt" es gibt drei Kräfte (Götter), die das Leben hier auf Erden regeln, das ist Vischnu, Brahma und Schiwa - der Erschaffer, der Bewahrer, und der Zerstörer - Zerstörer (Schiwa) allerdings im Sinne von Phönix aus der Asche, also eine Kraft der Erneuerung, das ablegen einer alten Hülle - es zeigt aber auch den Leid-Aspekt des Lebens, der in Indien halt auch sehr intensiv gelebt wird, siehe Fakire und Yogis - dieses Leben muss überwunden werden - aus dieser Geisteshaltung ist auch der Buddhismus geboren.
Mantren, also sich immer wiederholende Gebete (auch gesungen) sind einmal zur Fokus-Bildung gedacht, dass der Geist ausgerichtet wird auf Gott, aber auch als Möglichkeit den Geist zu beruhigen, den Geist frei zu machen von alltäglichen störenden Gedanken und Gefühlen - diese Technik ist weitverbreitet, auch im Christentum gibt es z.B. den Rosenkranz, die Litaneigesänge oder auch das Herzensgebet.
LGichbins
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23.07.2007, 12:28
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om namah shivaya?? Beitrag #8 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 13.07.2006
Ort: München
Alter: 25
Beiträge: 10.379
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Hi,
ich danke euch herzlich für eure Antworten und Erklärungen.
Da ich mich so gut wie gar nicht mit diesen Indischen Göttern auskenne, werde ich mich wohl erst mal näher mit denen befassen, bevor ich irgendwelche Worte der Anbetung oder sonst was verwende. Ich denke, da bleib ich lieber erst mal bei den Engeln und anderen Wesen, die mir schon vertrauter sind 
Liebe Grüße
Carmen
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