Hallo
Ich bin mir nicht ganz sicher wo ich das rein tun soll. Auch wenn es viel mit Schamanismus zu tun hat finde ich dieses Thema doch grenzübergreifend.
Es fällt mir schwer genau zu formulieren, da mir in diesem Thema auch noch einiges unklar ist.
Der Text ist etwas (unnötig?) lang geworden, aber würde ich mit Kürzen anfangen würde ich ihn wahrscheinlich nur versauen. Also bringt bitte einfach Zeit mit, wenn ihr Interesse habt

eben stieß ich auf diese Erklärung:
http://www.kondor.de/special/kriegs.html
Ich habe Verständnis für die Indianer.
ich habe gerade angefangen mich etwas mit dem Thema Schamanismus zu befassen.
mein Sicht der Lage:
Durch die Inquisition haben wir schamanische Traditionen in Europa weitgehend verloren. Zumindest in der Öffentlichkeit. Der "Normalbürger", so nenne ich ihn mal, hat überhaupt jeden Kontakt zu Spirituailtät verloren. Der ging in die Kirche, und macht zu Hause schön sein z.b. Tischgebet. Allerdings scheint mir das meistens eher formeller Natur, nicht wirklich Spiritualität.
Jedem dürfte das Wort Materiallismus etwas sagen denke ich.
Kurz: Es fing mit der Christanisierung an ( auch wenn es so rüberkommt soll das keine Kritik am Christentum sein. Ich tolleriere das Christentum, allerdings denke ich, dass viele die heute alsChristen eingetragen sind nicht wirklich Christen sind, wenn ihr versteht was ich meine-meine persönliche Meinung)
und zieht sich bis heute durch. Man wird auch heute noch schnell als Spinner abgestempelt, wenn man sich mit
Esoterik und/oder Schamanismus befasst.
Zu Zeiten meines Urgroßvaters waren das meines Wissens auch Fremndwörter.
Trotz der sogennanten Beweise, die besagen, dass Spirituelles usw. alles nur Spinnerei und Aberglaube sei, gibt es heute immer mehr Menschen, die sich mit den angesprochen Themen befassen und vielleicht auch eine gewisse Sehnsucht nach etwas verspühren was man in unserer materiellorientierten Gesellschaft nicht findet. In zwischen hat sich auch viel getan, schließlich ist die heutigeEsoterikszene, so denke ich, ein Kind dieses Stroms. heute sind viele auch nicht mehr so Engstirnig usw. aber naja, ich schweife ab.
Fakt ist, dass wir unsere eigenen spirituellen traditionen verloren haben. es geht auch anders, in Japan oder China z.b. ist der Glaube an traditionelle Medizin und Schamanismus noch im Volk verwurzelt, auch wenn sich durch die Industrialisierung auch dort vieles verändert hat.
Bei uns allerdings besteht damit ziemlich gar kein Umgang mehr damit,erst in den letzten jahren/Jahrzehnten kehrt das langsam wieder zurück.
Da wir aber unsere eigenen Wurzeln ausgerottet haben suchen wir die von anderen Völkern. manche geben uns diese gern, wie z.b. der Buddhismus, andere zeigen dann wieder Reaktionen wie die Indianer wie oben erwähnt.
Die buddhistische lehre an sich z.b. ist ja nun auch nicht Ortsgebunden, da sie genau wie das z.b. Christentum und der Islam univerasl an die menschen gerichtet sind.
Allerdings sind doch alle kulturell bedingt, habe sich über Jahrhunderte angepasst, sowie das Christentum hier, an dessen Lehre viele heute aber nicht mehr glauben, wozu man ja sein gutes Recht hat.
Ich zweifel sogar daran, ob man sagen kann, dass der Schamanismus unserer Ahnen, wie der Kelten und der Germanen, unsere Wurzel ist, immerhin liegen ein paar hundert Jahre dazwischen.
was meint ihr, wie lange wird es dauern bis wir nicht nur Importe haben sondern eigenständige und seriöse Tradition? Wird das überhaupt passieren?
Man kann einen baum ja auch schlecht mit fremden Wurzeln halten.
Wie seht ihr das ganze? Liegt die Lösung vielleicht doch in alten und fremden Traditionen, oder geht es darum unsere eigenen zu finden?
Oder ist dieser wie in der Erklärung benannte New Age Schamanismus der Boden aus dem neue Häuser entstehen? Wie wichtig ist es überhaupt, dass wir unsere eigenen kulturellen Wurzeln wieder finden?
ich weiß nur, dass ein Baum ohne Wurzeln im Wind von einer seite zur anderen geschmissen wird.
Viele schöne Grüße, Flo