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18.07.2007, 14:23
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #1 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 91
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Die Hoffnung stirbt zuletzt.....
......aber schließlich stirbt sie eben doch. Und wenn sie dann gestorben ist, kommen wir an im Hier und Jetzt. Kein Weglaufen mehr, kein Sehnen mehr, keine Befürchtungen mehr! Es ist wie es ist und zwar JETZT!
Ich bin da gerade angekommen, es fühlt sich nicht wirklich gut und auch noch nicht wirklich befreiend an und ich kann nicht mal mehr sagen "ich hoffe, es geht bald vorbei".
Ich schätze mal, dass wir das partiell alle schon erlebt haben. Es ist also nicht ganz unbekannt. Aber wenn es dann, so wie jetzt bei mir, umfassend und gleichzeitig auf wirklich jeder Ebene passiert, das ist schon eine Erfahrung der ganz besonderen Art. Also, wenn es irgendeinem von Euch auch so ergeht, dann fühle er sich bitte von mir ganz ganz fest in den Arm genommen und zwar genau JETZT.
Liebe Grüße an Alle
blue
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18.07.2007, 15:52
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #2 (permalink)
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Aufbrechen und Erschaffen
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.07.2006
Ort: Wellington
Alter: 29
Beiträge: 290
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Hallo blue,
ich glaube zwar jeder erlebt es auf seine Art und Weise, aber dennoch meine ich zu wissen was du meinst. Es ist ein sehr friedlicher Ort, wo man hinkommt, wenn die Hoffnung stirbt. Da gibt es keine Emotionen mehr und nichts macht einem Kummer. Da wandeln sich Verkehrsgeraeusche und schreiende Stimmen in saeuselnde Winde und sanft rauschende Wasserfaelle. Da aendern sich die Farben, sie gehen ineinander ueber, du erkennst den Unterschied nicht mehr. Und die tickende Zeit ist das beruhigendste, was du jemals gehoert hast...
An dem Ort / Zustand bist du fast frei...Ich kenne diese Erfahrung. Es ist verrueckt, irgendwie sie ist sie schoen, weil du dem Goettlichen so nah bist und schrecklich abscheulich zugleich...
Wie wuerdest du diese Erfahrung beschreiben ?
Viele liebe Gruesse
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19.07.2007, 07:03
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #3 (permalink)
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Feuerkind
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.05.2007
Ort: Überall & Nirgendwo
Alter: 37
Beiträge: 495
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Im Prinzip ist es eigentlich traurig, aber ich habe daraus gelernt, das erste mal wirklich bei mir selbst angekommen zu sein.
Eine Erkenntnis die mich bis heute trägt und stark gemacht hat.
LG Runa
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19.07.2007, 11:43
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #4 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 91
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Liebe Silberflut,
Zitat:
ich glaube zwar jeder erlebt es auf seine Art und Weise, aber dennoch meine ich zu wissen was du meinst. Es ist ein sehr friedlicher Ort, wo man hinkommt, wenn die Hoffnung stirbt. Da gibt es keine Emotionen mehr und nichts macht einem Kummer. Da wandeln sich Verkehrsgeraeusche und schreiende Stimmen in saeuselnde Winde und sanft rauschende Wasserfaelle. Da aendern sich die Farben, sie gehen ineinander ueber, du erkennst den Unterschied nicht mehr. Und die tickende Zeit ist das beruhigendste, was du jemals gehoert hast...
An dem Ort / Zustand bist du fast frei...Ich kenne diese Erfahrung. Es ist verrueckt, irgendwie sie ist sie schoen, weil du dem Goettlichen so nah bist und schrecklich abscheulich zugleich...
Wie wuerdest du diese Erfahrung beschreiben ?
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Gestern als ich in diesem Erleben war, ließ es sich nicht beschreiben. Heute bin ich nicht mehr in diesem Erleben. Rückblickend war es Hölle und Himmel gleichzeitig. Ruhe! Nichts! Aufgabe! Annehmen! Kontrollabgabe!
Am Abend aber hielt die Hoffnung wieder Einzug in mein Herz und damit der Keim des Schmerzes, der dann auch natürlich wieder voll zugeschlagen hat. Heute also lebe ich eher wiedermal "Hölle".
Vielleicht war dieses Erleben nur ein Vorbote auf etwas Kommendes, das in der Luft liegt. Ich kann es deutlich spüren, aber nicht wirklich (be-)greifen. Komische Sache!
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19.07.2007, 15:20
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #5 (permalink)
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Aufbrechen und Erschaffen
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.07.2006
Ort: Wellington
Alter: 29
Beiträge: 290
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Hallo blue,
deine BEschreibung trifft es genau auf den Punkt. Ich fragte mich bei diesen Situationen: Ist das der Eintritt ins Nirvana ? (Oder wie man es auch immer nennen mag ?)
Ist das die voellige Aufgabe von allem was wir sind ?
Aber dann ist mir auch eines klar geworden. In einer solchen Situation war ich kein Mensch mehr. Denn ich FUEHLTE nichts mehr. Ich hatte keine EMOTIONEN mehr. Ich fuehlte mich wie tot. Heute wuerde ich sagen: Diese Emotionen, diese Gefuehle sind genau das was uns zu Menschen macht. Ich glaube (wuerde es auch gerne ausleben), dass wir dankbar sein duerfen, Emotionen zu haben, vielleicht existieren die ausserhalb der menschlichen Form gar nicht....
Deine Hoffnung, deine Trauer, dein Gefuehl von Hoelle ist ganz menschlich daher, was meinst du ? Du kannst empfinden, Glueck wie auch Unglueck...
Ich merke gerade, ich muss dir wirklich danken blue, dass du das Thema angestossen hast. Ich merke erst jetzt, wie praegend diese Erfahrung war. Ich hab sie noch gar nicht so intensiv betrachtet, dabei steckte da soviel drin...
Viele liebe Gruesse und dass es dir bald besser geht....
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19.07.2007, 16:22
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #6 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 91
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Zitat:
deine BEschreibung trifft es genau auf den Punkt. Ich fragte mich bei diesen Situationen: Ist das der Eintritt ins Nirvana ? (Oder wie man es auch immer nennen mag ?)
Ist das die voellige Aufgabe von allem was wir sind ?
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Keinen Schimmer! Ich dachte immer, das Nirvana sei irgendetwas erstrebensertes. Das gestern war aber nichts, was ich anstreben würde, - eben genau, weil es so ist wie Du sagst. Es ist irgendwie "unmenschlich", so unpersönlich. Es ist da wohl schon Gefühl gewesen, aber irgendwie anders als ich das sonst kenne. Schwer zu beschreiben. Es fehlte vielleicht die echte Identifikation mit dem Gefühl.
Allerdings: ich hatte mal vor vielen Jahren ein Erlebnis, wo es kurzfristig zu einer extremen Bewußtseinserweiterung kam. Das war das Paradies auf Erden. Das gestern hatte damit wenig zu tun.
Zitat:
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Deine Hoffnung, deine Trauer, dein Gefuehl von Hoelle ist ganz menschlich daher, was meinst du ? Du kannst empfinden, Glueck wie auch Unglueck...
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Ja, das ist sehr menschlich und ich denke, ich möchte gerne Mensch bleiben  .
Zitat:
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Viele liebe Gruesse und dass es dir bald besser geht....
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Oh, es geht mir schon wieder besser. Ist zwar noch nicht "Himmel", aber die Hölle habe ich schon wieder verlassen. Ist ohnehin bemerkenswert. Mir fällt schon seit geraumer Zeit auf, dass ich nach wie vor dieselben Gefühle wie früher habe, selbe Trigger etc, aber es geht immer schnell wieder vorbei. Während ich früher mit einem angetriggerten unangenehmen Gefühl manchmal tagelang haderte, ist dies nun meist nur eine Sache von wenigen Stunden. Insofern muß ich sagen: obwohl ich einfach immer noch so bin wie ich bin und immer war, es geht mir zunehmend besser.
Liebe Grüße
blue
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20.07.2007, 14:22
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #7 (permalink)
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Aufbrechen und Erschaffen
Sternzeichen:
Registriert seit: 03.07.2006
Ort: Wellington
Alter: 29
Beiträge: 290
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Zitat:
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Allerdings: ich hatte mal vor vielen Jahren ein Erlebnis, wo es kurzfristig zu einer extremen Bewußtseinserweiterung kam. Das war das Paradies auf Erden.
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Was fuer eine Erfahrung war das ? Was meinst du mit Bewusstseinserweiterung ?
Viele liebe Gruesse
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20.07.2007, 18:38
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Die Hoffnung stirbt zuletzt..... Beitrag #8 (permalink)
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Benutzer
Registriert seit: 04.10.2005
Beiträge: 91
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Zitat:
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Was fuer eine Erfahrung war das ? Was meinst du mit Bewusstseinserweiterung ?
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Ich habe mich oft gefragt, wie man dieses Erlebnis so in Worte fassen könnte, dass wirklich rüberkommt, was war. Das geht nicht. Bestimmte Zustände lassen sich mit unseren Worten nicht mehr richtig beschreiben. Wäre vielleicht anders, wenn ich Dichterin wäre. Aber egal, unvollständig beschrieben war es etwa so:
aus dem Nichts heraus aus dem Traum erwachen, den Schlaf beenden. Absolute Klarheit ins kleinste Molekül. Verschwinden sämtlicher Grenzen unter gleichzeitigem Erhalt sämtlicher Grenzen. Das Ich wird zum Alles, bleibt aber als Ich erhalten. Ich war gleichzeitig Fluß, Himmel und Berge und persönliche blue. Und das wichtigste: Alles ist gut!!!!! Alles, was uns solche Schmerzen bereitet auf dieser Welt. Alles ist gut! Es ist nicht, was es zu sein scheint.
Und ein Entzücken, ein Friede, ein Frohlocken, - nicht von dieser Welt.
Tja, dieses Erlebnis hatte ich übrigens ohne jegliche spirituelle Praxis oder irgendwelche bewußtseinsverändernden Drogen. Als ich dann wieder "einschlief" konnte ich mir gerade noch merken, dass ich diesen Erlebenszustand als ganz ganz kleines Mädchen oft gehabt hatte. Das war nun das Erste und (leider) letzte Mal als erwachsene Frau. Es war und ist aber immer so etwas wie in Leitstern in meinem Leben gewesen.
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