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17.11.2010, 14:19
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #1 (permalink)
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die nachdenkliche
Sternzeichen:
Registriert seit: 11.04.2010
Ort: schleswig-holstein
Alter: 72
Beiträge: 5.126
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen?
liebe foris.
immer wieder drängt sich bei mir die frage auf,wem ich nicht kennen gelernt habe,kann ich nicht vermissen.
wie ihr wisst,bin ich eine ältere frau und somit den zweiten weltkrieg als säugling ""erlebt""..
durch den krieg habe ich ich viele menschen nicht kennen gelernt.
alle familienangehörige meines vaters und mein vater selber auch nicht.
doch sind sie alle in meinem herzen und versuche kontakt zu ihnen aufzunehmen.
bisher ist es mir nicht gelungen.
kann es sein,dass sie schon in einer anderen ebene sind?
ich würde mich freuen,von euch anregungen zu bekommen.
herzliche grüsse lisa
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17.11.2010, 15:08
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #2 (permalink)
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Engel begleiten mich
Sternzeichen:
Registriert seit: 06.05.2010
Ort: Schweiz
Alter: 52
Beiträge: 1.817
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Liebes Glühwürmchen
Wahrscheinlich vermisst man wirklich nicht, was man nicht kennt. Man konnte ja mit diesen Menschen auch keine "fühlung" aufnehmen.
Tief im Herzen ist jedoch die Sehnsucht, weil man weiss, dass es diese Menschen gegeben haben und diese Menschen auch zum eigenen Leben dazugehören. Deshalb möchte man Kontakt aufnehmen,um mehr zu Erfahren.
Vielleicht haben diese Menschen alles erfüllt, und sind auf einer höheren Ebene. Es sind ja auch schon in Erdenzeit viele Jahre vergangen. Vielleicht ist es gar nicht mehr wichtig für sie, Kontakt hier zu haben. Oder Ihre Seelen sind inzwischen neu Inkarniert und deshalb kannst Du keinen Bezug zu ihnen finden.
Diese Menschen sind in Deinem Herzen, ein Teil von Dir. Gehören zu Deinem Leben.
Leider bekommt man nicht immer Kontakt zu Seelen.
LG
Chandra
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17.11.2010, 16:01
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #3 (permalink)
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Gärtner
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.08.2010
Ort: Lost Island
Alter: 47
Beiträge: 651
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Liebe glühwürmchen
Ich kenne dieses Gefühl auch, bin ja auch nicht mehr der Jüngste und mein Lieblingshobby ist Geschichte. Wenn ich mir alte Fotos von meinen Großeltern oder Urgroßeltern ansehe, beschleicht mich immer ein merkwürdiges Gefühl. Ich kann es noch nicht mal genau beschreiben, aber es ist fast so, als würden sie mich kennen und irgendwo auf mich warten.
Meine Urgroßmutter kannte ich noch, sie wurde 98 Jahre alt, aber ich war da noch sehr klein. Und trotzdem kann ich mich an sie erinnern, als wäre es gestern gewesen und auch an all ihre Geschichten, die sie uns kleinen Kindern damals erzählt hat. Ich besitze ein uraltes Familienerbstück mit Fotos, die anläßlich der Hochzeit meiner Urgroßmutter aufgenommen wurden. Diese Bilder sind über 100 Jahre alt, aber irgendwie kommen mir alle seltsam bekannt vor.
Liebe Grüße
Sam
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17.11.2010, 17:25
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #4 (permalink)
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Tanzende FreiSeele
Sternzeichen:
Registriert seit: 28.10.2005
Ort: Weit, weit weg^^
Alter: 46
Beiträge: 1.175
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Zitat:
Zitat von glühwürmchen
liebe foris.
immer wieder drängt sich bei mir die frage auf,wem ich nicht kennen gelernt habe,kann ich nicht vermissen.
wie ihr wisst,bin ich eine ältere frau und somit den zweiten weltkrieg als säugling ""erlebt""..
durch den krieg habe ich ich viele menschen nicht kennen gelernt.
alle familienangehörige meines vaters und mein vater selber auch nicht.
doch sind sie alle in meinem herzen und versuche kontakt zu ihnen aufzunehmen.
bisher ist es mir nicht gelungen.
kann es sein,dass sie schon in einer anderen ebene sind?
ich würde mich freuen,von euch anregungen zu bekommen.
herzliche grüsse lisa 
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Hallo lisa
ich bin zwar für das Thema zu jung, aber ich möchte trotzdem gerne meine Gedanken dalassen.
Also gerade bei einer Elternfigur bin ich selbst überzeugt das man SEHR vermisst was man nicht kennen gelernt hat.
Ich habe meinen Vater sehr lange gesucht, weiß die Geschichte meiner Mutter die bis zu ihrem Tod nicht erfahren hat wer ihr Vater war, mein Lebensbgeleiter wurde diese Info auch untersagt...........meine Tochter bekommt den Kontakt nicht zustande........ich bin umgeben von diesem Thema^^
Ich denke in dieser Situiation entsteht einfach die Sehnsucht von Wurzeln...............man weiß ja das man einen Vater hat und ich kann fühlen wie sehr ich ihn vermisse diesen Vater.
Naja, ich bin gerade in Trauer um meine Mutter, ich gestehe ich habe sozusagen Kontakt, aber nach meinem momentanen ermessen beschränkt der sich auf das gemeinsame was wir erfahren habe, ich weiß alles von meiner Mutter............im Grunde ist nichts wirklich offen geblieben was ich nicht wüsste.
Ich muss gestehen mich macht es momentan etwas wütend wenn jemand sagt er habe Kontakte ins Jenseits (zu fremden), aber auf der anderen Seite gönne ich auch jeden den Frieden zu finden mit dem Verlust.
Im weiteren hatte ich selbst Begegnungen mit verstorbenen aber irgendetwas stört mich da momentan sehr................
Hast du denn das was du wissen möchtest einfach mal in den Raum gestellt und geguckt ob die Antworten begegnen?
Ich habe die Vermutung sie können überall sein..........
Naja, von herzen
Silvia
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17.11.2010, 18:21
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #5 (permalink)
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Gast
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Hallo Glühwürmchen,
ich habe in unzähligen Aufstellungen erlebt, wie man Menschen vermissen kann, die nicht einmal gelebt haben, z.B. ungeborene Geschwister, Kinder etc.
Manchmal haben wir ein Gefühl einfach übernommen, manchmal hat es etwas mit uns selbst zu tun. Meine Oma hat erst ihren Lieblingsbruder im Krieg vermisst (bis heute verschollen), dann hat sie ihren Sohn früh beerdigt und Angst um ihren Mann gehabt. Erst danach hat sie meine Mutter empfangen. Diese Erlebnisse sind irgendwie sicher in die Zellen gedrungen und wurden weitergegeben. Je mehr über Verluste und Gefühle gesprochen wird, desto weniger muß "festgehalten" werden, so erlebe ich es. Dort, wo geschwiegen wird, wo verdrängt wird, ist die Sehnsucht sicher größer. Es ist dann eher die Sehnsucht nach Auflösung, nach einem Anknüpfpunkt für die Liebe.
Du schreibst, sie sind alle in deinem Herzen. Das bedeutet: die Liebe fließt! Was würdest du dir von einem Kontakt erhoffen? Worum geht es dir wirklich? Wäre dein Bedürfnis durch den Kontakt wirklich erfüllbar?
Herzlichst
Yemaya
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24.11.2010, 12:07
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #6 (permalink)
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Gast
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Hallo glühwürmchen,
ich finde es immer etwas schade, wenn die Threadersteller um Anregungen bitten, und kein Feedback geben! Es bleibt dann so einseitig...
Liebe Grüße
Yemaya
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24.11.2010, 23:23
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #7 (permalink)
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die nachdenkliche
Sternzeichen:
Registriert seit: 11.04.2010
Ort: schleswig-holstein
Alter: 72
Beiträge: 5.126
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Zitat:
Zitat von Yemaya
Hallo glühwürmchen,
ich finde es immer etwas schade, wenn die Threadersteller um Anregungen bitten, und kein Feedback geben! Es bleibt dann so einseitig...
Liebe Grüße
Yemaya
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entschuldige,du hast recht.
ich habe meinen thread nicht vergessen und ich vermisse meinen vater,den ich nicht kennen lernen durfte,sehr
er ist im krieg verschollen und ich hätte gerne gewusst, ob er wusste,dass ich geboren wurde.
durch die kriegswirren habe ich keine fotos,ob vom vater oder seiner mutter und geschwister.
also kenne ich noch nicht einmal,wie sie ausgesehen haben,geschweige denn,wie sie waren.
beim schreiben kommt eine sehsucht nach ihnen,obwohl ich sie nicht kennen lernen durfte.
vielleicht hat es auch enen sinn,doch weiss ich nicht welchen.
es ist so schwierig in worte zu fassen,weil ich immer durcheinander bin,wenn ich die sehnsucht verspüre.
es kommt auch trauer hinzu.
könnt ihr verstehen,diese machtlosigkeit,dieses nicht greifbare?
ich danke euch und ich hoffe,ich konnte meine gefühle zum ausdruck bringen.jetzt bin ich traurig. 
lg.lisa
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25.11.2010, 09:30
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Was ich nicht kenne,kann ich nicht vermissen? Beitrag #8 (permalink)
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Gast
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Liebe Lisa,
sei nich wütend darüber, dass die Trauer hochkommt. Es ist soo verständlich. Wut und Trauer sind bei so einem Verlusttrauma untrennbar. Wenn du die Trauer ausdrückst, wird die Wut jedoch weniger...
Dein Vater hatte sicher einen Kinderwunsch, als er dich zeugte - einen glühenden Hoffnungsfunken in der dunklen Zeit! Wenn er dich heute sehen würde, wäre er stolz auf dich! Du hast nicht aufgegeben, sondern dein Leben in die Hand genommen und den Glauben an das Gute nicht verloren. Du bist kein gefühlloses Wesen geworden, sondern gehst mit offenem Herzen durch die Welt! Ich fühle die Dankbarkeit, die von seinen Ahnen für dich gegeben ist! Tiefe Dankbarkeit, dass du lebst!
Welche Möglichkeiten hast du schon genutzt, um "näher" an deinen Vater zu kommen? Du kannst bei der WAST in Berlin die Kriegsakte deines Vaters anfordern. Dazu benötigst du den Namen, das Geburtsdatum und den Wohnort zum Einsatzbeginn (hoffentlich habe ich nichts vergessen). Mancher hat dadurch 4 Seiten mit Foto bekommen, andere an die 100 Seiten, mit allen Versetzungen, Flug- oder Fahrtaktivitäten etc.
Das DRK bekommt ständig neue Daten aus Russland, so dass es sich auch dort lohnt, noch einmal nachzuhaken! Es gibt einige Ahnenforscher, die sich auch in der jüngeren Geschichte sehr gut auskennen und Angehörige ausfindig machen können.
Du hast diesen Thread erstellt, weil ein Teil wirklich möchte, dass du dort hinsiehst. Bei einem Trauma spaltet sich die Persönlichkeit in drei Teile. Der traumatisierte Teil nimmt nur den Schmerz wahr, das Überlebens-Ich versucht, diesen Teil vom Rest der Persönlichkeit fernzuhalten. Dieser innere Widerstreit ist sehr deutlich und die Sehnsucht nach Auflösung. Franz Ruppert hat die Traumaaufstellung entwickelt. Dort werden eben diese inneren Anteile aufgestellt, damit wirkliche Lösung der Ursache inneren Leidens gefunden werden kann. Es gibt im Netz einige Artikel zu seiner Arbeit, vielleicht spricht dich das ja an?!
Du gehörst zu einer Generation, die gebraucht wird! Wer erlebt hat, erfahren hat und danach durch den Schmerz wieder ins Licht gefunden hat, ohne zu sterben, der kann Menschen so überzeugend führen, wie kein luftiger Guru oder überstudierter Therapeut jemals kann. Reine Authentizität!
Die Machtlosigkeit - ja, ich kenne dieses Gefühl und ich mag es auch nicht sooo gerne. Ich bin aber dabei es zu wandeln: Ich lasse jeden Veränderungswunsch los und nehme alles an, wie es ist. Garnicht soo leicht!
Sei herzlich umarmt!
Yemaya
Geändert von Gast11848 (25.11.2010 um 09:34 Uhr)
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