Hallo Ihr alle,
ich hoffe ich bin hier richtig mit meinem Beitrag, aber ich denke mal ja. Ich bin noch nicht lange in diesem Forum, aber ich habe so einiges erlebt. Folgendes von mir Erzähltes möchte ich mit euch teilen, bosnders, weil so viele Menschen gerne einen
Engel sehen möchtem, daran glauben möchten. Ich hatte damals dieses Glück, eine besondere Begegnung zu haben, ich war aber auch sehr sehr in Verzweiflunbg und betete und betete und ich gab nicht auf..., aus Angst und weil ich bei Menschen keine Hilfe erwarten konnte, nicht in diesem Fall, nicht zu der Zeit, so dachte ich zumindest.
Ich denke ich soll es auch immer wieder anderen erzählen. Im Alltag geht das nicht, aber hier bei euch. Meine Kinder wollen es immer noch erzählt bekommen. Auch sie sehen mehr als ich dachte.
Ein Kuss den ich niemals vergessen werde.
In der Nacht, von der ich berichten möchte, geschah etwas Fantastisches. Das liegt bereits 17 Jahre zurück, dennoch, es prägt und begeleitet mich nach wie vor und lässt mich nie so weit verzweifeln, dass ich die Hoffnung aufgeben könnte.
Vorweg muss ich berichten, dass um mich zu dem damaligen Zeitpunkt seit längerem Spuk und Angst war. Eine schlimme Zeit. Es waren zum Teil Poltergeistphänomene um mich, von denen bereits auch meine Kinder betroffen waren. Doch ich war macht- und hilflos und wusste nicht, an wen ich mich hätte wenden können. Darüber sprechen mochte ich mit niemanden, da ich befürchtete für verrückt gehalten zu werden.
Somit betete ich also immer wieder vor mich her, mein goldenes Konfirmationskreuz, das ich sonst um den Hals trug, hielt ich verkrampft in den Händen. Ich hatte nur noch Angst vor dem Entspannen, denn dann sah ich Dinger, Bilder und hörte Geräusche, die ich gar nicht wahrnehmen wollte. Dann kam an mich das heran, an meinen Geist, das was ich sonst nicht wahrnehmen konnte. Ich war bereits seit meiner Kindheit medial veranlagt, ohne dass ich mir darüber bewusst war. Ich verfluchte nur das was ich da sehen, hören und spüren konnte und es machte mir eine ungeheure Angst, so dass ich nur noch mit dieser Angst einschlafen konnte und die Dunkelheit über alles fürchtete. Am Tag sah ich zwar auch so einiges im Augenwinkel, wie zum Beispiel Schattengestalten die herum liefen im Haus, doch dann war ich meist nicht alleine und ich nahm es dann so hin. Manchmal fiel etwas um, zum Beispiel ein Glas, wenn ich einen Raum betrat.
Leider musste ich auch eine Veränderung am Verhalten meiner Kinder beobachten. Vor allem die beiden Mädchen litten immer häufiger unter Albträumen oder machten Bemerkungen, die mich sehr beunruhigten.
Es begann damit, dass sich die Kinder plötzlich weigerten, schlafen zu gehen. Gut, das machen alle Eltern und Kinder mal durch, aber es war plötzlich bei beiden Mädchen die Angst vor der Dunkelheit vorhanden. Sicher, auch das mochte absolut normal sein. Sie waren eben in diesem Alter, dachte ich. Doch eines Morgens erzählte meine ältere Tochter: „Mama, ich hab so furchtbare Angst. Hinter dem Vorhang steht immer ein Mann mit Hut und der guckt uns an!“ Ich war etwas alarmiert, aber das zeigte ich den Mädchen nicht. Ich wollte ihre Angst ja nicht verstärken. Gemeinsam suchten wir am Abend nach möglichen Erklärungen. Nach Lichtspiegelungen und Schatten.
„Weißt du“, erzählte ich mit fester Stimme, um sie zu beruhigen, „wenn der Mann wieder da ist, musst du nur nach deinem Schutzengel rufen. Er ist immer bei dir, besonders dann, wenn du Angst hast.“ Ich zeichnete ihr einen Schutzengel und hängte das Bild über ihr Bett auf. Plötzlich erinnerte ich mich daran, wie ich gerade dieses Kind vor ein paar Jahren beim Spielen beobachtet hatte. Ich hatte sie plaudern hören und war ins Kinderzimmer gegangen, um nach ihr zu sehen. Sie war allein!
„Mit wem redest du denn?“, fragte ich sie belustigt, denn ich nahm an, dass eine ihrer Puppen ihr fiktiver Gesprächspartner war. Sie blickte mich verwundert an. „Na, mit dem Mann da“, antwortete sie und zeigte auf irgendetwas vor sich. Damals staunte ich nur über die lebhafte Fantasie dieses Kindes. Sie sprach mehrere Tage mit ihm und das sehr lebhaft, doch ich verstand nie, worüber. Immer, wenn ich in ihre Nähe kam, schwieg sie. Ein paar Tage später berichtete sie mir traurig: Der Mann kommt nun nicht mehr wieder, er ist gegangen.“ Mich bewegte von dem Moment an die Frage: Was oder wen sah sie dort?
Die Albträume blieben. Eines Abends rief meine jüngere Tochter vom Kinderzimmer aus nach mir. Sie war zu der Zeit drei Jahre alt. Als ich an ihr Bett kam, hockte sie verängstigt in ihrem Bettchen. „Mama, da sind Stimmen in meinem Ohr“, flüsterte sie und zeigte auf ihr linkes Ohr. „Die nerven mich“, setzte sie hinzu und ich musste lächeln, denn „nerven“ war zu dieser Zeit ihr Lieblingswort. „Schatz, im Wohnzimmer läuft der Fernseher. Vielleicht war er einfach ein bisschen zu laut, ich werde ihn leiser stellen.“
„Nein Mama, die sind hier“ , sagte sie und zeigte wieder auf ihr linkes Ohr. „Mama, ich habe ganz doll Angst davor.“
“Weißt du, wenn man ganz arg müde ist, dann kann das schon mal passieren. Das ist, als ob man träumt, auch wenn man wach ist“, versuchte ich sie ich sie zu beruhigen.
Damals begann ich für meine Kinder zu beten. Doch ihre Träume wurden heftiger.
Lag es daran, dass ich Geisterstimmen auf Tonbändern aufgenommen hatte? Dass ich sie irgendwann gerufen hatte und Verrückterweise auch auf Band hören konnte, wie sie mich begrüßten mit meinem Namen und im Duett zu mir sprachen, ja sogar wie ich vorher sagte: „oder singt mir was!“ eine Melodie vorsangen, die ich bis heute nicht vergaß und dennoch nicht kenne hier unter uns? Ich erlebte soviel ungeheures in diesem Haus, was ich aber auch als Weckruf benennen könnte. Ich lasse einiges aus, da es zu lang werden könnte für diesen Tread.
Ich dachte auf jeden Fall an Poltergeister, sprach den Verdacht aber erst Jahre später aus.
Nun zu meinem besonderen Erlebnis. So lag ich also da und betete wie seit vielen Wochen, einfach um mich auch abzulenken und mit der Hoffnung um Hilfe. Ich wusste, es war zuviel Dunkles um mich und ich war verzweifelt. Ich betete in meiner Verzweiflung wie ein Mantra das „Vater Unser“ immer wieder und wieder, bis ich irgendwann erschöpft einschlief.
Doch nun: Es kam ganz plötzlich und ohne Vorahnung, ohne Vorbereitung, wie alles Mysteriöse was ich während dieser Zeit erlebte. Ganz plötzlich tat sich vor meinem geschlossenen linken Auge ein wunderschöner, farbenprächtiger Tunnel auf, anders kann ich es nicht beschreiben. Ein Tunnel, der angefüllt mit wunderschönen wolkenartigen und prachtfarbigen Gebilden war. Rosa, violett, gelb, weiß, alles floss teilweise ineinander und daraus entstanden wieder schönere und neue Farben. Dieser Tunnel grenzte sich von einem dunklem Hintergrund ab. Dann geschah alles sehr schnell. Aus diesem Tunnel sah und fühlte ich ein Wesen kommen, es gab mir einen sanften, aber doch deutlich spürbaren Kuss auf meine linke Wange. Genauso schnell wie dieses Wesen aus dem Tunnel erschien, so schnell zog es sich auch wieder zurück. Ich konnte das Wesen nicht richtig sehen, es war mehr ein raus und rein huschen. Der Tunnel schloss sich und alles war vorbei - so dachte ich – aber... Voller Erstaunen und Verwunderung setzte ich mich auf und hätte jetzt kein Wort heraus bekommen. Erstarrt und fasziniert saß ich da. Noch immer spürte ich die Stelle an meiner Wange, die kurz zuvor von geheimnisvollen Lippen berührt wurde. Verwundert hob ich, langsam aus meiner Erstarrung erwachend, meine Hand und berührte vorsichtig diese Stelle. Sofort wurde mein Gesicht warm, dann wurde es angenehm heiß, mein Gesicht schien zu glühen. Die Wärme zog weiter nach unten, durch meinen ganzen Körper. Sie verteilte sich innerhalb von Sekunden wie eine warme Dusche von innen. Dann, und das war wie ein Wunder und das Besondere dieser Vision, verspürte ich mit einem Mal ein enormes und nicht zu beschreibendes, starkes und wunderschönes Gefühl der Liebe, verbunden mit einem wahnsinnigem Gefühl des Glücklichseins und dem Wissen geliebt zu werden. Ich finde dafür keine Worte, die es annähernd beschreiben könnten. Es ist, als sollte ich den Geschmack von Zucker beschreiben. Noch nie habe ich mich so geliebt gefühlt, noch niemals und auch nie wieder. Das Zentrum dieses Gefühls lag in der Bauchnabelgegend. Vielleicht spürte es nur eine Minute, aber es veränderte alles in mir- alles - und doch kann ich auch dass nicht in Worte fassen.
In dieser für mich so bedeutsamen Nacht schlief ich endlich mal wieder tief und gut und schon am nächsten Tag ahnte ich, es gab eine Chance für Veränderung, auch wenn der Kampf noch nicht zu Ende war, aber ich wusste nun, ich war nicht mehr alleine damit. Es war eine große Gewissheit in mir, dass mir nun geholfen wird. Ich wusste, meine Bitten wurden erhört. Ich konnte wieder Freude empfinden und verlor bald einen Teil meiner Angst, dadurch schloss sich etwas, vielleicht eine Tür in mir, die vorher immer klemmte. Vor allem wusste ich, und das war mein persönlicher Beweis, ich glaube nicht nur seit meiner Kindheit, ich habe glaube zu wissen.
Diese schöne Vision malte ich auf Papier, sie hängt bei mir heute noch an der Wand, aber es ist nur ein Blatt Papier hinter Glas. Doch in mir ist das Bild und das Gefühl und das werde ich immer in meiner Erinnerung behalten, wenn ich es auch leider nicht mehr zurückholen kann und vielleicht nicht noch einmal erleben darf. Ich lernte daraus, niemals die Hoffnung aufzugeben, immer weiter zu bitten auch wenn es noch so ausweglos erscheint. Das tat ich dann auch noch des öfteren in meinem bisherigem Leben und so jung ist es nun auch nicht mehr. ;-)