Hallo meine Lieben!
Seit Wochen ist auf einmal alles anders. Es verändert sich so viel bei mir, dass ich aus dem Staunen nicht mehr rauskomme.
Vorher hatte ich eine lange Krise, in der ich mich immer wieder als Opfer gesehen habe, von allem möglichen.
Überemotional reagiert und alles Mögliche an mich rangelassen.
Instinktiv wusste ich immer, Mädchen, nur da kannst was ändern, such nicht die Schuld bei anderen, fang bei dir an.
Dann kam so ne Trotzphase, ich hör auf meine Bedürfnisse, mit dem Kopf gegen die Wand.
Danach kam eine Phase, ich hör immer noch auf meine Bedürfnisse, wurde aber freundlicher zu anderen, und hab reagiert, so nach dem Motto höflich " Nein danke."
Irgendwann hab ich mir auf einmal ein Buch bestellt, über Selbstliebe.
Hab einige Wochen gebraucht, um das durchzulesen, dann kamen immer wieder Dinge aus der Kindheit hoch, wo ich auf einmal anders drüber dachte, wie ein neutraler Zuschauer und fand das sogar sehr interessant und hab nich mehr mit nem Greuel an die alten Zeiten gedacht.
Das Gefühl war so neu für mich.
Als wenn ich interessiert und neugierig einen Film schau und lernen will, warum, wieso.
Ich hab irgendwie so ne weiche Seite an mir, auf der Arbeit sagten immer alle, du musst härter werden, ich hab das früher immer probiert und es hat nie geklappt, bis ich mal gemerkt habe, dass diese Seite zu mir gehört.
Manchmal war die Seite zu weich, und dann hab ich alles angenommen und kam ins Schleudern.
Mir wurde letztens ein Satz gesagt, den ich erst nicht verstanden habe, weil ich mich so nicht wahrgenommen habe.
" Du hast eine liebevolle Seite an dir, merkst du das denn nicht?"
Mein Reim darauf ist, dass es vielleicht diese weiche Seite ist. Wenn ich im Einklang ist, ist sie schön. Wenn ich nicht im Einklang bin, zieht sie mich runter.
Und jetzt ist da ein neues Gefühl aufgekommen. Manchmal, wenn jemand was erzählt, hab ich das Gefühl, mein Herz geht auf einmal auf und ich hab so ein zärtliches Gefühl in mir, das kann ich gar nicht in Worte fassen.
Das passiert immer (Arbeit in einem Bereich in dem viel geistig behinderte Menschen lesen), wenn ein Patient was erzählt.
Ich freue mich richtig, wenn sie sich freuen und manche Geschichten sind so goldig, dass ich einfach strahlen könnte.
Oder bei Menschen, die mir im privaten Umfeld sehr am Herzen liegen, passiert das auch immer wieder.
Das Gefühl ist weich und warm, und kommt irgendwie aus der Herzgegend.
Und dann ist wieder ein Gefühl da, dass ich mich über mich selbst freu, über jede Veränderung und gleichzeitig so ein Staunen.
Jetzt kommt immer wieder die Frage in mir auf, hab ich in dem Bezug irgendeine Aufgabe?
Warum ist das so? Wo soll das hingehen?
Ich fühl mich zB. in dem Bereich in dem ich arbeite, nicht mehr wohl, ich hab das Gefühl, ich pass nicht mehr in das Team, mir würde es nicht schwer fallen zu gehen.
Und ich überleg mir immer mehr, Mädchen, wo willst du ansetzen?
Kennt jemand diese Gefühle und weiß jemand was sie bedeuten?
Alles Liebe, Flügelschlag