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14.06.2008, 12:32
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen? Beitrag #1 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 11.05.2008
Beiträge: 19
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen?
Hallo ihr Lieben,
zunächst mal eine Sache vorweg: ich bin sehr sensibel, hatte schon immer "feine Antennen", weiß aber nicht, ob ich mich deshalb gleich als Empathin bezeichnen würde.
Nehmen wir aber mal an, ich wäre eine, dann habe ich eine Frage: Kann man sich darin üben, seine eigene Empathie besser einschätzen zu können? Weiß gar nich genau wie ich das ausdrücken soll... ich möchte, wenn ich etwas fühle, wissen, ob ich das fühle oder jemand anderes. Kann man das trainieren?
Mir ist das oft gar nicht so klar... habe die letzte Zeit das Gefühl gehabt, mich bald von allen zwischenmenschlichen Beziehungen, die mir etwas bedeuten, trennen zu wollen (dafür bin ich nun wirklich nicht der Typ), einfach nur noch weg zu wollen, um meinen Gefühlen/Problemen zu entfliehen.
Nun hat jemand, der mir sehr nahe stand, den Kontakt zu mir beendet, seine seit fast 2 Jahren bestehende Beziehung beendet und lässt auch keine der ihm bisher nahestehenden Personen (zu denen ich noch Kontakt habe) emotional an sich heran.
Seit ich keinen Kontakt mehr zu diesem Jemand habe, fühle ich mich wohl mit meinem Leben, statt ihm entfliehen zu wollen. Natürlich ist nicht alles wunderbar, aber ich bin wieder so optimistisch, wie ich mich kenne, wie es meinem Naturell entspricht und habe nicht mehr ständig das Gefühl, alles würde zuviel.
Das passt alles überhaupt nicht zusammen, daher frage ich mich, ob ich vielleicht "fremde" Gefühle/Gedanken für meine eigenen gehalten habe. Das würde zumindest auch erklären, warum es mir jetzt so plötzlich ganz anders geht.
Was meint ihr dazu?
LG Chestity
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14.06.2008, 16:13
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen? Beitrag #2 (permalink)
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Gast
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Liebe Chestity,
ich weiss genau wovon du schreibst, was glaubst du wieviel Gefühle man von anderen übernimmt ohne es zu merken. Das habe ich heute noch bewusst erleben dürfen bei einer Beerdigung. Trauer hat mich früher immer sehr mitgenommen, auch wenn ich den Verstorbenen gar nicht kannte und meine Reaktion ging weit über das Maß des Mitgefühls hinaus.
Mir gelingt es jetzt immer besser bei Mir und meinen Gefühlen zu bleiben, indem ich mich genau beobachte und mich bewusst meiner Überzeugung und meinen Gedanken widme. Autogenes Training hat mir auch sehr dabei geholfen und Meditation. Sich selbst nah zu sein in bestimmten Situationen ist so wichtig. Bewusstseinserweiterung hilft dir dabei.
lg sonnenfreude
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14.06.2008, 21:59
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen? Beitrag #3 (permalink)
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Gast
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Hallo Chestity,
ich glaub tatsächlich, das erste, einfachste und zuerst immer einfachste ist sicher die Distanz.
Langfristig geht es dann um Selbsterfahrung, also sich selbst in seinen unbewussten Gefühlen und Reaktionsmechanismen kennenlernen.
Da Selbsterfahrung lange dauert, geht es mittelfristig immer auch um Schutz, wenn man nicht untergehn will. Da kann man gut die klassischen esoterischen Konzepte anwenden.
Letztendlich geht es auch um Körperarbeit- das eigene Energiefeld stärken, so dass es das von außen Kommende besser verwandeln kann (wenn man mit den Gefühlen der anderen sinnvoll umgehen will).
Körperarbeit wiederum ist pure Selbsterfahrung. Ich glaub, man kommt nicht drum herum (will man die Distanz vermeiden).
Lg Emmie
Geändert von Gast9280 (14.06.2008 um 22:02 Uhr)
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27.06.2008, 22:24
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen? Beitrag #4 (permalink)
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 22.09.2007
Ort: Dortmund
Beiträge: 9
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Gefühle der Andereren
Hallo Chestity!
Ich stelle mal eine Hypothese auf. Du hast bereits als Kind ein starkes emphatisches Empfinden gehabt. Das diente ja auch schließlich zum überleben. Denn Du wusstest vorher schon, wann Du Dich wie zu verhalten hattest. Dies gehörte zu Deiner Überlebensstrategie. Und das ist auch gut so. Nun kommt mit dem Erwachsen werden auch die Reife und der nötige Verstand dazu. Dann sollte man doch sagen, dass einem, nun so perfekt ausgestattet, nichts mehr passieren kann. Mit nichten. Das Gefühl von Damals ist das Gleiche. Du hast noch nicht gelernt HEUTIGE Situationen, Menschen, neu oder anders zu bewerten. Das kleine Kind, das meine ich nicht als Vorwurf, mit seinen damaligen Erfahrungen, meldet sich auch heute noch und bringt Dich zum Leiden. Du merkst Deinem Partner geht’s nicht gut und adaptierst diese Dinge. Das solltest du tunlichst vermeiden. Das hat auch was mit Respekt den anderen Menschen gegenüber zu tun. Außerdem „Jeder Mensch hat ein Recht auf sein Leid“. Damit meine ich, wenn jemand keine Hilfe haben möchte, bitte schön. <- Ich weiß das ist hart, aber notwendig. Ich musste es auch lernen. Glaube mir, wenn Du es mal schaffen solltest, Deine emphatischen Empfindungen auszustellen, dann wirst Du merken, dass Du Dich wie ein halber Mensch fühlst. Nutze diese Gabe aber lass nicht zu, dass Du zum Sklaven wirst. Liebe Grüße
PS: Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken ;-)
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01.07.2008, 09:32
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Wie trenne ich fremde Gefühle von meinen? Beitrag #5 (permalink)
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Erfahrener Benutzer
Sternzeichen:
Registriert seit: 07.10.2007
Ort: im Norden
Alter: 36
Beiträge: 194
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Hallo Elradin, ich habe gerade deine Antwort an Chestity gelesen und es hat genau den Punkt getroffen, weshalb ich diesen Beitrag geöffnet habe. Dem Partner sein Leid zu "gönnen". Genau das ist für mich gerade ein Thema. Ich bekomme auch viel von anderen Menschen mit, fühle, was sie fühlen. Richtig bewusst ist mir das noch nicht so lange. Und auch mein Partner leidet und aufgrund meiner "feinen Antennen" leide ich mit ihm mit und kann oft nicht unterscheiden, ob ICH mich jetzt gerade so unglücklich fühle oder "nur" ER. Doch einfach nur zu akzeptieren, dass es SEIN Schmerz ist, fällt mir sehr, sehr schwer. Wir sind eine Familie, haben Kinder. Ich möchte nicht ewig in seiner Nähe diesen Schmerz spüren und unglücklich sein. Doch er ist nicht bereit, hinter die Fassade zu schauen und was zu verändern. Ich selbst habe auch sehr an mir gearbeitet, was nicht sehr einfach war. Muss ich das wirklich hinnehmen, dass er lieber weiterhin in seinem Schmerz ist und das mitlebe? Das ist jetzt gar nicht böse gemeint, ich verstehe schon, was du meintest. Doch es ist für mich nicht sehr einfach, es einfach nur zu akzeptieren... Keine einfach Situation... Alles Liebe, Neuling
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