Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und habe mich hier angemeldet, weil mich einige Fragen beschäftigen und ich hoffe, dass ihr mir Antworten geben könnt.

Ich umreiße einfach mal kurz meine Geschichte, damit ihr euch ungefähr vorstellen könnt, mit wem ihr es zu tun habt.
Vor 3 Jahren fingen bei mir erste psychische Probleme an.Die ersten Zwangsgedanken traten auf und ich hatte ganz schlimme Panikattacken.Seit etwas über 2 Jahren bin ich nun in Therapie und es stellte sich heraus, dass ich neben einer generalisierten Angststörung (fast überwunden) unter einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung leide.Das meiste machen mir an dieser Krankheit die wirklich schlimmen Zwangsgedanken zu schaffen.
Als ich die Therapie begonnen habe war ich absolut nicht in der Lage irgendetwas zu fühlen.Mein Gefühlsspektrum war mehr als verkümmert und ich habe meine Therapeutin nicht nur 1x gefragt, wie man Gefühle eigentlich fühlt. Ich hatte großer Glück an eine wirklich tolle Therapeutin zu geraten, die mir meine Gefühle immer wieder gespiegelt hat, bis ich irgendwann in der Lage war, diese selbst zu fühlen. Nun ist es seit kurzer Zeit aber so, dass ich nicht nur meine Gefühle sehr intensiv fühle, sondern auch die anderer Menschen. Alles fing harmlos an. Ich hatte Vorahnungen, was Menschen als nächstes sagen und tun könnten, ich schaute Fernsehn und fühlte die Gefühle der Schauspieler (vor allem Wut) sehr intensiv in mir und den absoluten Höhepunkt hatte ich heute.Eine gute Freundin von mir hatte eine mündliche Prüfung. Als ich zu ihrer Wohnung ging begannen bei mir die Magenschmerzen und ich wurde unheimlich nervös.Das steigerte sich immer mehr, je länger ich sie in meiner Nähe hatte und ich fragte sie, ob sie nervös sei.Sie bejahte dies und ich sagte ihr, dass ich das ganz deutig spüren kann.Auf der Busfahrt zum Prüfungsort entspannte es sich in mir und ich fragte auch meine Freundin, ob sie momentan deutlich entspannter wär.Sie bejahte auch dies und ich konnte nicht fassen, was dort passiert war.Ohne das sie auch nur ein Wort über ihren Zustand sagen musste, habe ich sie gespürt.Ich finde das einfach nur super krass, weiß aber nicht, wie ich mich dagegen schützen kann, denn als die Prüfungssituation vorbei war, war meine Freundin zwar außer sich vor Freude, aber in mir klang diese ganze Aufregung noch eine ganze Weile nach.
Auf einer anderen Seite habe ich gerade diese Defintion über Empathen gefunden und ich muss sagen, dass das sehr auf mich zutrifft, denn in meiner Kindheit und Jugendzeit bin ich nicht nur 1 x durch die Hölle gegangen.
Hier ist die Definition "Der Empath ist in der Regel ein Mensch der einschneidendes Erlebt hat. Durch Unfälle, Gewalteinwirkung, traumatische Erlebnisse oder ähnliches ist seine Sicht auf die Welt klarer und genauer geworden als die der normalen Menschen."
Als ich mit meiner Therapeutin über diese Vorfälle gesprochen habe meinte sie zu mir ich sei ein Empath und das das eine Gabe ist.
Meint ihr auch, dass ich ein Empath bin?
Falls ich etwas unklar beschrieben habe, oder ihr noch Fragen habt - immer her damit

Danke für eure Antworten und liebe Grüße von Lunella